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Alternate Eve
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zum Mag! Aber gerade gönnt sich 'Alternate Eve' eine verdiente Pause! Den nächsten Sendetermin erfahrt ihr demnächst an dieser Stelle!
D´espairs Ray – 'Coll:set'
Label / Vertrieb: Gan Shin Records/ Universal
Release: 13. Januar 2006
Spielzeit: 64:14 Minuten

D´espairs Ray – 'Coll:set'D´espairs Ray existieren bereits seit 1999. Vor dieser offiziellen Auskopplung über Gan Shin Records gab es nur Demos in Japan, eine Mini-CD, eine Live-CD und drei Singles. 'Coll:Set' ist jetzt ein Querschnitt aus dieser Discografie. Die Gruppe ist dafür bekannt, live ganze Hallen platt zu rocken und das Ganze dann auch noch perfekt visuell arrangiert „über die Bühne“ zu bekommen.
Wie bisher alle Japaner auf Gan Shin, sind auch D´espairs Ray eine Visual Kei-Gruppe. Jedoch finde ich es vom Äußerlichen her betrachtet um einiges krasser als bei anderen Visual Kei-Bands wie Mucc oder Hyde. Hier sind die Musiker gar nicht mehr als Männer auszumachen. Nur noch mal zur Erinnerung: Visual Kei ist ein Stil aus Japan, der daraus besteht, dass sich Frauen wie auch Männer (jedoch mehr die Männer) bis zur Geschlechtsunkenntlichkeit äußerlich verändern. Sei es durch Kleidung, Schminke, Frisur oder alles gleichzeitig.
Zwar wird die Musik der Gruppe hier in Europa als „Visual Rock“ verkauft, im eigentlichen Sinne bezeichnen D´espairs Ray ihre Kunst aber als „Industrial Goth Rock“. Und das finde ich persönlich um Längen präziser und aussagekräftiger. Denn das, was auf 'Coll:Set' aus den Boxen kriecht, vermischt diese Stile perfekt miteinander. Geräusche wie aus Fabrikhallen, klagende Gitarren und Gesänge, gespenstische Synthesizer-Klänge und groovende, pumpende Rhythmik. Groove-Monster wie 'Dears' und 'Abel To Cain', auf den Punkt gespielte Tracks wie 'Grudge', fette Metal-Refrains wie in 'Garnet' (2003er Single, Platz 1 in den jap. Charts), böse Abgründe wie in 'In Vain', treibende Songs wie '[Fuyuu shita risou]' oder klagende Hymnen wie 'Tsuki No Kioku'. Visual Rock und insbesondere Déspairs Ray vereinigt alles, was gute Musik ausmacht in einem Stil. Und sie machen dabei auch nicht Halt vor Komositionen wie in 'Hai To Ame'. Die Synthesizer-Melodie hat was von einem Computerspiel Anfang der 90er Jahre wie zum Beispiel 'Indianapolis'. Überhaupt überkommt einem bei diesem Song das Gefühl, man müsse ins Auto steigen und sehr lange und verdammt schnell geradeaus fahren. Am Ende der CD findet man dann noch zwei Remixes von Stücken, die auf der Mini-CD 'Born' bereits 2004 zu finden waren.
'Coll:Set' ist ein überaus abwechslungsreiches Album, das musikalisch viel zu bieten hat und eigentlich so ziemlich jeden Geschmack trifft. Als Anspieltipps könnte man ohne schlechtes Gewissen „alles“ sagen. Aber um sich mit dem Stil mal vertraut zu machen, sind 'Dears', 'In Vain', 'Grudge' und 'Hai To Ame' zu empfehlen.
Wem Japanisch als Fremdsprache in der Schule nicht so gelegen hat, hat Gan Shin wie immer ein Extra-Booklet ins Jewel Case gepackt. Mit der romanischen Schrift und der englischen Übersetzung. Also keine Ausreden, ran an das Teil!

Tracklist - 'Coll:Set':

01.) 'Infection'
02.) 'Dears'
03.) 'In Vain'
04.) 'Grudge'
05.) 'Tsuki No Kioku –fallen-'
06.) 'Garnet'
07.) 'Abel To Cain'
08.) 'Fuyuu Shita Risou'
09.) 'Forbidden'
10.) 'Hai To Ame'
11.) 'Tainted World'
12.) 'The World In A Cage'
13.) 'Marry Of The Blood' (bloody minded Remix)
14.) 'BORN' (white stream Remix)

Mehr Info:
Website D´espairs Ray
Website Gan-Shin Records
Autor: Dennis Stevens