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zum Mag! Aber gerade gönnt sich 'Alternate Eve' eine verdiente Pause! Den nächsten Sendetermin erfahrt ihr demnächst an dieser Stelle!
Blinded Colony - 'Bedtime Prayers'
Label: Pivotal Allaince
Produzent: Blinded Colony
Release: 12. Januar 2007
Spielzeit: 36:05 Minuten

Blinded Colony - 'Bedtime Prayers''Schweden und Metalbands, das ist wie die Butter auf´s Brot. Ob Soilwork, In Flames, Path Of No Return, in Sachen Qualität mangelt es den Skandinaviern nicht. So auch im Fall von Blinded Colony. Mit 'Bedtime Prayers' steht nun das zweite Album von Sänger Johan S., den Gitarristen Tobias und Johan B., Basser Roy, sowie Drummer Staffan in den Startlöchern, um der Szene einzuheizen. Somit kann der neue Longplayer auch gleich passend auf der laufenden Deutschland Tour promotet werden, denn live und direkt ans Publikum wirkt doch oft Wunder. Musikalisch bestätigt sich die Vermutung, dass auch Blinded Colony weder amerikanischen Metal-Acts nacheifern, sondern mit Synthie gepaart druckvolle Musik im Stil ihrer Landeskumpanen machen. Das heißt, verspielte Gitarren, die außer Härte zudem auch einen Sinn für Melodien haben und die nötige Catchiness nicht außer Acht lassen. Ballernde, treibende Drums, die mit tighten Doublebass-Salven auf den Hörer warten, und stimmlich bekommt man ein Wechselspiel aus Geschrei und Gesang geboten. Nun, trotzdem sei auch hier vorneweg gesagt, dass die Jungs keine neue Rezeptur mitbringen, dafür aber mit enorm viel Druck und Spielfreude glänzen. Schon der Opener 'My Halo' weißt die Richtung und bereitet den Hörer auf die kommende halbe Stunde vor. Technisch versiert zeigt die
Gitarren-Fraktion gleich mal, dass nicht nur Soilwork das Prädikat 'gut' verdienen. Trotz all der Härte schwingt, wie schon agedeutet, immer ein melodiöser Unterton mit, der den Song um einiges eingängiger macht. Sänger Johan S. klingt sehr souverän und weiß sein Instrument gekonnt in Szene zu setzen und sich vor allem gegen die Soundwalze durchzusetzen. Es gibt ja schließlich auch Gruppen, die einen dermaßen dicken Sound fahren und der Sänger
stimmlich einfach nicht dagegen ankommt und damit schon mal Punkte gelassen werden. Blinded Colony hingegen brauchen sich darüber nicht den Kopf zu zerbrechen. Den Einstieg hat man gekonnt gemeistert und den Hörer hungrig gemacht. Auch das folgende 'Bedtime Prayers' drückt weiter auf die Tube. Kein Pardon. Hier wird in bester Schwedenmanier die Death Metal Kunst zur Schau gestellt. Hinzu kommt ein schicker melodischer Refrain über dem der Synthie für eine dichte Atmospähre sorgt und das Ganze schon Mitsing-Flair besitzt. Es ist schon beeindruckend, was skandinavische Bands an Können aufweisen. In Sachen Metal ist man gewiss eine feste und authentische Institution geworden, die ihrem amerikanischem Pendant vielleicht sogar nochmal den Rang ablaufen wird. Denn an guten Outputs mangelt es nicht. Im Gegenteil, und so zeigen Blinded Colony bis zur Halbzeit, dass man in Zukunft wohl die Aufmerksamkeit hiesiger Fans und Metal-Jünger auf sich ziehen wird, wenn die Promotion Maschinerie ihr übriges tut und die Band überall präsent macht.
Weiter geht´s mit 'Aarons Song'. So startet das Stück zwar mit einer Synthie Melodie, bricht im nächsten Moment dann aber aus und geht von einer meldiösen Rock-Nummer über in einen Headbanger-Part. Es wird geschrien, was das Zeug hält und gepowert bis der Arzt kommt. Auffallend ist auch hier der sich durch alle Songs ziehende catchige Refrain. Die Jungs scheinen also beim Songwriting auch auf den 'Pop-Faktor' geachtet zu haben, auch wenn der eher als verhältnismäßig zu verstehen ist. Ausfälle gibt es auf 'Bedtime Prayers' keine. Blinded Colony ziehen ihr Ding durch, ohne Erbarmen. Ruhigere Töne sucht man vergebens. Braucht man aber auch nicht, denn die Platte macht genügend Spass
und sorgt für eine positive Erscheinung in der tristen Musikwelt. Es darf beruhigt über den Tellerrand geschaut werden. Wer eigentlich nur Ami-Metal hört, sollte den Jungs nichtsdestotrotz mal sein Ohr leihen. Er wird eventuell angenehm überrascht sein. Die Hard- Death Metal-Fans sollten hier ohnehin schon mal einen Blick drauf werfen.
Fazit: Gute Scheibe, könnte aber hin und wieder etwas aus dem einheitlichen Stil ausbrechen. Die neun Songs lassen sich gut durchhören, bei zwölf oder mehr würde sich jedoch Monotonie einschleichen!

Tracklist - 'Bedtime Prayers':

1. 'My Halo'
2. 'Bedtime Prayers'
3. 'Once Bitten Twice Shy'
4. 'Need'
5. 'Revelation, Now!'
6. '21st Century Holocaust'
7. 'Aaron´s Song'
8. 'In Here'
9. 'Heart'

Mehr Info:
Website Blinded Colony
Autor: Martin Pilgrimm