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zum Mag! Aber gerade gönnt sich 'Alternate Eve' eine verdiente Pause! Den nächsten Sendetermin erfahrt ihr demnächst an dieser Stelle!
Delight – 'Breaking Ground'
Label: Roadrunner Records
Produzent: Rhys Fulber
Release: 19. Januar 2007
Spielzeit: 43:40 Minuten

Delight – 'Breaking Ground''Es gibt sie also immer noch, diese „Headhunter“; Delegationen von Labels, die sich auf Festivals nach neuen Bands umschauen und am liebsten schon vor Ort das Ding unter Dach und Fach bringen. In meinen Augen eigentlich der beste Weg, sich als Band zu präsentieren und für ein Label der beste Weg, diese Band einzuschätzen. So geschehen mit Delight, dem Neuzugang bei Roadrunner Records und Superact in ihrer Heimat Polen. Auf dem Wave-Gothic Treffen 2005 hat es zwischen dem Label und den Mannen um Sängerin und Frontfrau Paula Maslanka ordentlich gefunkt, so dass die Delegation nicht lange gefackelt hat und Delight unter Vertrag nahm.
Angefangen haben Delight 1997 im Gothic-Metal, allerdings war das nicht das Ding, das Paula wollte und wohlgefühlt hat sie sich damit auch nicht. Also wendete man sich schnell der moderneren Seite des Metals zu und schuf den Stil, den sie bis heute haben, welcher aber immer noch sehr stark im Gothic verwurzelt ist, allerdings auch den Industrial hauchzart streift.
Mit 'Breaking Ground' geben Paula, Bassist Marek, die Gitarristen Grzegorz und Jaroslaw, Drummer Ziemowit und Kuba an den Synths nun ihr Debüt ab. Aufgenommen wurde das Teil in Kanada bei Rhys Fulber, einem Elektro-Produzent und Tour-Keyboarder für Fear Factory.
Der erste Höreindruck vermittelt eine sehr starke und wandlungsfreudige Sängerin, die ohne Zweifel das tragende Element dieser Gruppe ist. Paula versteht es, ihre Stimme immer richtig und songdienlich einzusetzen. Fast zwangsläufig bleibt da nicht mehr viel Platz für die anderen Musiker. Denn sie verlegen nur den Teppich, den Paula braucht, um sich frei zu entfalten. Also passiert da leider nicht mehr als Powerchord-Geschuppse, das aber immerhin über einer soliden Groove-Basis stattfindet. Der elektronische Anteil bewegt sich nicht aufdringlich durch alle Songs hindurch, allerdings nicht subtil genug, um zu verbergen, dass durch dieses neuzeitliche Element eine ganze Menge dessen kaschiert wird, was die Gitarrenfront nicht zustande zu bringen vermag. Dazu gehört zum Beispiel, dass es den Gitarristen einfach fern liegt, mehr als nur ihren Zeigefinger auf dem 7-saitigen Griffbrett hin und her rutschen zu lassen und damit nur drei Saiten maximal anzureissen (als Ausnahme sei hier 'Fire' genannt, wo man dann auf der Akustik-Gitarre wenigstens einen Barreé hinbekommt). Keine Soli, keine durch Gitarren erzeugte Stimmung. Geht es daran, einen Song auf einen gewissen Punkt hinzusteuern oder ein Gefühl zu erzeugen, passiert das an den Synthies – oder durch Paula. Ein weiteres Manko ist das straighte Midtempo aller Songs. Delight brechen aus dieser Schiene kaum aus. Es fehlt zwar nicht an Druck, aber man lässt keinen Dampf entweichen, wie man es von Metal irgendwie erwarten würde und darüber hinaus beissen sich ultratief gestimmte Gitarren ein wenig damit.
Gute Brecher sind leider nur 'Divided', 'Sleep With The Light On' (der Song ist in einer Kooperation entstanden), 'More', der in meinen Augen der beste Song der ganzen Scheibe ist, sowie 'All Alone'! Der gesamte Rest wird mit Beinahe-Balladen ausgefüllt, der im Falle des Songs 'Juliet' sogar sehr stark an Paradise Lost vorbeirauscht, wenn man sich mal die Stimme von Paula wegdenkt.
'Breaking Ground' bietet im Mainstream angesiedelte Melodien und Songstrukturen, die leichte Kost für den Otto Normalhörer bieten. Und weil es eben Musik nach Norm ist, drängen sich da auch viele der Normbands auf, die aus dem Bereich des Nu Metal kommend, den Sprung in die Gunst von Media Control geschafft haben: Evanescence und Linkin Park, aber auch Rock-One-Hit-Wonder wie Bell, Book And Candle. Es ist immer wieder schade, dass man aufgrund einer Gesamtleistung eine Einzelleistung mit auf einen Nenner reduzieren muss. Aber eine Band ist nun mal mehr als nur eine Sängerin. Wer sich damit abfinden kann, der nimmt die oben genannten Brecher als Anspieltipps.

Tracklist - 'Breaking Ground':

01.) 'Divided'
02.) 'Sleep With The Light On'
03.) 'In Too Deep'
04.) 'Reasons'
05.) 'Fire'
06.) 'Every Time'
07.) 'Emotune'
08.) 'More'
09.) 'Juliet'
10.) 'All Alone'
11.) 'Your Name'
12.) 'Bare Tree'

Mehr Info:
Delight: Website / MySpace
Autor: Dennis Stevens