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zum Mag! Aber gerade gönnt sich 'Alternate Eve' eine verdiente Pause! Den nächsten Sendetermin erfahrt ihr demnächst an dieser Stelle!
Nahemah – 'The Second Philosophy'
Label: Lifeforce Records
Produzent: AfA
Release: 26. Januar 2007
Spielzeit: 60:51 Minuten

Nahemah – 'The Second Philosophy''„Lasst uns ein Album machen, das epischer und ausufernder ist als alles bisher Gehörte!“ Das ungefähr müssen die Worte gewesen sein, bevor sich die fünf Jungs von Nahemah aus Spanien aufgemacht haben, um die Songs für ihren mittlerweile dritten Longplayer 'The Second Philosophy' zu schreiben. Was dabei rausgekommen ist, ist schwer zu beschreiben. Ein Brett von musikalischer Extravaganz, Soundwände, die höher nicht aufgetürmt sein könnten, und eine Atmosphäre, die so dicht ist, dass sie kurz vorm Zerbersten steht. Der Opener 'Siamese' beginnt sehr ruhig, nur von leisen Gitarren und sphärischen Klängen begleitet. Von der einen auf die nächste Sekunde wird jedoch die Bombe gezündet und das wahre Gesicht von Nahemah zeichnet sich ab. Progressiver Metall mit verspielten elektronischen Elementen und die Stimme von Fronter Pablo Egido, der alles, angefangen vom düsteren Schreien bis hin zum emotionalem Gesang, beherrscht, um dem Sound gerecht zu werden, den seine Kollegen, Paco Porcel am Bass, die Gitarristen Miguel Palazón und Roberto Marco, hier abliefern. Drummer Jose Diego setzt dem Ganzen mit seinem präzisen Spiel noch einen oben drauf und treibt die Stücke auf den Höhepunkt. Die cleanen Vocals während 'Killing My Architect' sind mit einem Hall versehen, so dass es scheint, als kämen diese aus einer ganz anderen Welt. Der Song offenbart auch ein Stück mehr das Ausmaß dieser Platte. Völlig unerwartet schleicht sich ein elektronischer Part in das sonst sehr sperrige Soundgerüst, verweilt für einige Sekunden, nur um dann genau so schnell zu verschwinden, wie es aufgetaucht ist und der Band wieder Platz macht, völlig zu explodieren. Das Ende findet der Song in einem Streichorchester und lässt die ersten offenen Münder zurück. Danach geht es Schlag auf Schlag weiter mit den Highlights. 'Like A Butterfly In A Storm' beginnt mit einem seltsam anmutenden Geräusch, welches den Song über seine ganze Länge begleiten soll. Melodie und Rhythmus gesellen sich hinzu und es scheint, als ob man den Weg aus der Sperrigkeit gefunden hat und nun ein wenig eingängiger daherkommt. An gewöhnliche Struktur ist jedoch auch hier nicht zu denken. Zu abgedreht sind die einzelnen Passagen, die sich hier aneinander reihen, im Gesamtbild gesehen sind sie aber absolut stimmig und machen das Hören zu einer wahren Freude. Gekonnt arbeiten Nahemah auch mit Ruhe zwischen ihren einzelnen Ausbrüchen, so zum Beispiel bei 'Labyrinthine Straight Ways' . Gewohnte Aggressivität trifft auf Sekunden völliger Ruhe, die den Spannungsbogen ins Unermessliche anziehen und die Atmosphäre immer weiter verdichten. 'Subterranean Airports' verlagert das Gewicht nach einem verstörendem Intro in eher poppige Gefilde und erneut kommt das Potential für Songs zum Vorschein, die einem im Ohr hängen bleiben. Mit diesem eher klar strukturierten Stück und zum ersten Mal mit rein cleanen Vocals zeigt man, dass man eben nicht nur fähig ist sperrige Soundwände aufzubauen. 'The Second Philosophy' endet mit 'The Speech' in einem ruhigen, balladesk angehauchten Stück, welches das Gesamtpaket abrundet und zum Schluss des Albums einen staunenden Hörer zurücklässt.
Nahemah haben mit 'The Second Philosophy' ein Meisterwerk geschaffen, welches nah an der Grenze zur Perfektion steht. Fast könnte man die Aussage treffen, dass sich hier ein ähnlicher Meilenstein anbahnt, wie es bei Hopesfall und ihrem Album 'The Satellite Years' der Fall war. Musikalisch ist das schwer zu vergleichen, sieht man es aber aus einem anderen Blickwinkel, nämlich dem des Ideenreichtums und der Intensität, wirkt dieser Vergleich angebrachter als alles andere. Hat man bisher noch nichts von der spanischen Band gehört, da die ersten beiden Platten in Eigenregie aufgenommen wurden und sich nicht größter Bekanntheit erfreuten, wird sich das mit dem neuen Release definitiv ändern. Musikliebhabern, die schon Isis in die Riege ihrer Gottheiten aufgenommen haben, dürfen hier blind zuschlagen. Jeder andere, der sich vor epischen und hymnengleichen Songs nicht verschließt, darf gerne reinhören und sich auf eine einstündige Reise und Entdeckungstour begeben, denn wer wirklich aufpasst und sich die Zeit nimmt, die Platte in vollen Zügen zu genießen, wird mit jedem Hören ein Gimmick und eine Spielerei mehr entdecken.

Tracklist – 'The Second Philosophy':

01. 'Siamese'
02. 'Killing My Architect'
03. 'Nothing'
04. 'Like A Butterfly In A Storm'
05. 'Change'
06. 'Labyrinthine Straight Ways'
07. 'Subterranean Airports'
08. 'Phoenix'
09. 'Today Sunshine Ain't The Same'
10. 'The Speech'

Mehr Info:
Nahemah: Website / MySpace
Autor: Alexander Greve