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zum Mag! Aber gerade gönnt sich 'Alternate Eve' eine verdiente Pause! Den nächsten Sendetermin erfahrt ihr demnächst an dieser Stelle!
Opiate For The Masses – 'The Spore'
Label: Bodog Music (SPV)
Produzent: Jim Kaufmann
Release: 02. März 2007
Spielzeit: 64:09 Minuten

Opiate For The Masses – The SporeBodog Music bringt vom Debüt-Album 'The Spore' der Band Opiate For The Masses aus Phoenix, Arizona, ein Re-Release. Warum ist unklar, denn das erste Release war 2005 und liegt folglich noch gar nicht so lange zurück. Die Gruppe dürfte dem einen oder anderen aus aktuellem Anlass bekannt sein. Der Vierer hat zum Soundtrack des aktuellen Schockers 'SAW III' einen Song beigesteuert. Die Gruppe existiert seit 1999 und hat sich auf Tour schon mit den ganz Großen die Bühnen geteilt. Ministry, Marilyn Manson, Linkin Park, KMFDM, The Misfits, Mindless Self Indulgence, The Bled, Avenged Sevenfold, Drowning Pool und Orgy sollen mal als Beispiele reichen. Als Einflüsse nennen Frontmann Ron Underwood, Gitarrist Jim Kaufmann, Bassist Ryan Head und Drummer Seven Antonopoulos Gruppen wie Tool, Depeche Mode, DJ Shadow, Guns 'N Roses, KMFDM, Cannibal Corpse, David Bowie, Metallica, Ministry, Nine Inch Nails und Ween. So aufgebläht wie die Liste der Einflüsse ist, wird man ja schon misstrauisch. Schade ist, dass die Gruppe in ihren Pressemitteilungen etwas zu sehr in Selbstbeweihräucherung versinkt. Da wird wohl der Versuch unternommen, gewisse Dinge vorzugeben oder schön zu reden. Zu analytisch geht die Gruppe mit sich selber ins Gericht – natürlich rein positiv.
Opiate For The Masses bieten, wie aus den Einflüssen eigentlich schon ersichtlich, einen Bastard aus Rock, Metal und Industrial. Während die erste Hälfte des Albums den elektronischen Aspekt etwas unter den Teppich kehrt, bekommt man davon in der zweiten einen deftigen Haufen mehr. Es steigert sich sogar bis zum kompletten Drumcomputer-Arrangement. In Songs wie dem Opener 'Introduction', 'Can’t Feel', 'Step Up', 'Drown' und 'Heaven' streift die Gruppe extrem an Mushroomhead, Disturbed, Marilyn Manson und Faith No More vorbei. Es fällt etwas schwer, da die Eigenständigkeit zu entdecken. Dafür hat man jedoch selten einen Frontmann gehört, der so wandlungsfähig ist wie Ron. Zwischen Elvis Presley, Jeffrey Nothing, Mike Patton, Dave Gahan und David Draiman scheint dem Kerl anscheinend alles zu liegen. Er ist es auch, der wirklich eigenständig und fast schon als eigene Instanz in dieser Gruppe agiert. Allerdings passiert hintendrin zu wenig. Die Musik wirkt verdammt steif. Opiate For The Masses haben es nicht geschafft, die Songs bouncen, geschweige denn eigenständig klingen zu lassen. Alles richtet sich nach den Tempi der Samples, weswegen in den Songs eine ganze Menge an Drive und Feeling flöten geht. Richtigen Groove findet man nur in den Megablastern 'Step Up' und 'Heaven', der ganze Rest versinkt etwas im Mittelmaß. Und weil die zweite Hälfte noch viel stärker von der Elektronik dominiert wird, bessert sich dieser Sachverhalt auch nicht. Melodisch passiert dahingegen etwas mehr. Highlights in dieser Hinsicht sind die Songs 'Can’t Feel' und 'Dig It Up'. Ein letzter wirklicher Höhepunkt ist Song Nummero 12 'Nothing Left'. Hier packen die Herren dann ihre Trickkiste weg und sind mal ganz sie selbst. Doch das kann den Gesamteindruck nicht retten.
Schlussendlich fangen sich die Vier mit diesem Werk nur ein Ausreichend ein. Was sie als Einflüsse anführen, ist eigentlich die Grundlage ihrer Musik und folglich wird hier nicht komponiert sondern kopiert. Auf ihre Weise ist die Gruppe tatsächlich Opium für´s Volk. Verbreitet sie doch auch nur eine Art der Träumerei, um damit einen Sachverhalt zu verschönern oder aufzublähen, der ohne Worte und Brimborium viel weniger wäre. Somit sind sie mit diesem indirekten Eingeständnis dann doch noch ehrlich genug, obwohl sie den Konsumenten eigentlich mit der Sache anschwindeln, die sie zu verkaufen versuchen. Genial oder?

Tracklist – 'The Spore':

01. 'Introduction'
02. 'Can’t Feel'
03. 'Up To Me'
04. 'Drown'
05. 'Clean'
06. 'Step Up'
07. 'Intermission'
08. 'Heaven'
09. 'Now'
10. 'Transparency'
11. 'Dig It Up'
12. 'An Interlude'
13. 'Nothing Left'
14. 'The End'

Mehr Info:
Opiate For The Masses: Website / MySpace
Autor: Dennis Stevens