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zum Mag! Aber gerade gönnt sich 'Alternate Eve' eine verdiente Pause! Den nächsten Sendetermin erfahrt ihr demnächst an dieser Stelle!
Deadlock – 'Wolves'
Label: Lifeforce Records
Produzent: Deadlock / Sebastian Reichl
Release: 13. April 2007
Spielzeit: 46:53 Minuten

Deadlock – 'Wolves'Deadlock schlagen ein weiteres Kapitel in ihrer Geschichte auf. Mit einer kleinen Änderung im Line Up. Nachdem Sängerin Sabine in den Jahren zuvor schon immer mit Frontmann Johannes, den Gitarristen Sebastian und Gert, Bassist Thomas und Schlagzeuger Tobias zusammengearbeitet hatte, wurde sie nun als festes Mitglied in die Gruppe aufgenommen. Ansonsten alles beim Alten? - Nicht wirklich. Eröffnet wird 'Wolves' mit einem düsteren orchestralen Intro, das direkt in den wirklichen Opener 'We Shall All Bleed' übergeht. „Come on, motherfuckers“ grunzt es aus den Boxen und unmittelbar danach explodiert ein metallisches Feuerwerk mit einer solchen Wucht und Fundament, dass es einen in Stücke reißt. Die Band ist um Längen härter geworden. Aber abgesehen vom gesteigerten Aggressionspotential passiert in den Songs noch eine Menge mehr. Kurz: das Album zeigt sich als eine ausgewogene Synthese zwischen brutalem Deathmetal und Gothic-/Melodic-Metal.
Mit einem grandiosen Wechselspiel schaffen Johannes und Sabine das Kunststück, die Songs individuell in eine andere Richtung zu lenken. Wenn Johannes spuckt und speit, schieben die Songs böse und gnadenlos nach vorne, singt Sabine, ändern sich die Grooves und es kommt die Sonne hervor. Hinter ihren engelsgleichen Gesangseinlagen tanzt meist eine Klaviermelodie oder die Gitarren schrauben sich durch wohlklingende Skalen bis zum akustischen Wahnsinn!
Die Songs bieten alles zwischen bitterbösen Gitarren-Schlagzeug-Schlachten und fast schon zart angehauchten Melodieparts. Es gibt nichts, was man vermissen könnte. Die Übergänge zu den softeren Klängen sind fließend (perfekt gelungen zum Beispiel am Ende von 'As Words To Bullets'), doch überwiegt natürlich der harsche und fiese Metal, mit ordentlich Nähmaschine und Kettensäge. In Anbetracht der Tatsache, wie sich sowohl Songs als auch Parts innerhalb der Songs aneinanderschmiegen, kann man deutlich sagen, dass hier nichts dem Zufall überlassen worden ist. Selbst eingeschobene Instrumentalparts wie sie in 'Losers’ Ballet' und im kompletten Opus 'Praeludium II' zu finden sind, zeigen ihre positive Wirkung und haben keinen aufgesetzten oder verlängernden Effekt.
Es zeigt sich auch, dass die Arbeit mit Synthesizern den Liedern hier und da ganz gut tut, alles wirkt sehr ausgeglichen und im Einklang – mit einer Ausnahme. Was da in 'End Begins' passiert, geht mal gar nicht. Mitten in den Song platzt unvermittelt eine Techno/Dancefloor-Einlage, die so widerwärtig ist, dass einem die Zehnägel nach hinten rollt. Das Intermezzo passt hinten und vorne nicht in den Kontext. Man ist wirklich froh, wenn es vorbei ist!
Abgeschlossen wird das Scheibchen mit der Solo-Ballade 'To Where The Skies Are Blue', wo man Sabine ihren ganz eigenen Raum gelassen hat, sich stimmlich und am Klavier so richtig auszulassen. Bei manch anderer Band würde so ein Finale vermutlich Naserümpfen verursachen, doch für 'Wolves' ist dieser Song ein gelungener Abschluss. Selbstverständlich liegt es beim Konsumenten, ob er sich diesen Song noch reinzieht oder die CD restartet.
Am Ende bleibt man mit offenem Mund und von den Songs positiv angetan zurück, denn Deadlock haben hier aus Hirnschmalz und Kreativität ein Kunstwerk geschmiedet, an dem sich die Band messen lässt – und diese Messlatte liegt verdammt weit oben!
Unbedingt hören sollte man 'We All Shall Bleed', 'Code Of Honor', 'Dark Cell', 'As Words To Bullets' und 'Bloodpact'. Und nicht vergessen, die Repeat-Taste am Player zu betätigen!

Tracklist – 'Wolves':

01. 'World Domination'
02. 'We Shall All Bleed'
03. 'Code Of Honor'
04. 'Losers’ Ballet'
05. 'Dark Cell'
06. 'Crown Of Creation'
07. 'End Begins'
08. 'As Words To Bullets'
09. 'Praeludium II'
10. 'Bloodpact'
11. 'To Where The Skies Are Blue'

Mehr Info:
BAND: Website / MySpace
Autor: Dennis Stevens