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zum Mag! Aber gerade gönnt sich 'Alternate Eve' eine verdiente Pause! Den nächsten Sendetermin erfahrt ihr demnächst an dieser Stelle!
Static-X – 'Cannibal'
Label: Reprise
Produzent: Wayne Static & John Travis
Release: 27. April 2007
Spielzeit: 37:30 Minuten

Static-X – 'Cannibal'Static-X gehen mit hängenden Fahnen ihrem sicheren Abgrund entgegen. War doch 'Wisconsin Death Trip' (1999) schon das fast unerreichbare Debüt, dem nur Der Nachfolger, 'Machine' (2001), so gerade eben noch das Wasser reichen konnte. Schade eigentlich, denn das Grundprinzip, welches diese Gruppe verfolgt, ist schon sehr fett. Fakt ist, dass Static-X mit dem neuen Album etwas mehr auf das Metall kloppen als auf den Veröffentlichungen davor, tanzen doch nun in den Songs klassische Gitarrensoli. Darüber hinaus spielen sie wieder in der alten Besetzung mit Fronter Wayne Static, Bassman Tony Campos, Gitarrist Koichi Fukuda und Schlagzeuger Nick Oshiro. Doch all das ist nicht das Heilmittel, das diese Band braucht. Static-X standen eigentlich schon immer für eingängige Songs, doch konnte man bisher wenigstens innerhalb des simplen Strickmusters noch das ein oder andere spannende Moment entdecken, das eben dieses gewisse Etwas bedeutete.
Hört man sich 'Cannibal' an, vermisst man de Facto das zuerst. Die Songs sind nicht nur eingängig, sondern auch langweilig und ebenso die Leistung des Herrn Wayne Static kann nur mit einem müden Gähnen abgetan werden. So wie der Typ seine Parts eingesungen hat, hat er wohl auch im Studio viel über seine Kreationen gähnen müssen. Seine Stimme wirkt eher so als hätte er bei den Aufnahmen seinen Kehlkopf daheim gelassen. Apropos Aufnahmen. Dieses Mal ist Wayne selber für die Produktion verantwortlich gewesen, nicht so wie einst Ulrich Wild. Und leider hört man das. Der Sound ist dünn und vergleicht man ihn einmal mit anderen aktuellen Soundwänden, so ist die 'Cannibal' auf diesem Sektor eher das frisch gemauerte kleine Mäuerchen. Auch die Gitarrensoli wirken so als seien sie aus ganz anderen Songs herausgenommen worden und in die eigenen eingesetzt worden. Die passen einfach nicht – Hauptsache ist, man hat ein Gitarrensolo in jedem Song und kann das im Promotionblatt als Weiterentwicklung anpreisen; ob das passt, ist doch ganz egal. Die Fans kaufen es ja!
Eine wirkliche Peinlichkeit ist der Song 'Destroyer'. Vom Titel her erwartet man einen fetten, tief stampfenden, böse um sich schlagenden Industrialmetalklopper mit ordentlich Stahl, Hammer und Amboss. Stattdessen empfindet man den Song eher als Bürokulisse mit einem etwas ungehaltenen Abteilungsleiter.
Unterm Strich gibt es nur einen Song, der aus dem ganzen Einheitsbrei heraussticht, weil er sich eben so sehr von den andern unterscheidet. Wir reden von 'Cuts You Up' und dieser kommt tatsächlich an alte Zeiten ran. Allein vom Sound her ist dessen Vorgänger 'Chroma-Matic' eine kleine Verbesserung. Die Gitarren klingen breiter, voller und richtig gut. Warum jedoch nur da? Sehr seltsam das Ganze.
Machen wir uns keine Hoffnung – das Projekt 'Cannibal' ist mal derbe in die Hose gegangen. Das Teil ist eine Ohrfeige selbst für die Fans von Static-X. Man könnte sogar aus dem Cover der CD seine Schlussfolgerung ziehen ... zahm wie ein Hündchen, das ein Stöckchen apportiert hat…

Tracklist – 'Cannibal':

01. 'Cannibal'
02. 'No Submission'
03. 'Behemoth'
04. 'Chemical Logic'
05. 'Destroyer'
06. 'Forty Ways'
07. 'Chroma-Matic'
08. 'Cuts You Up'
09. 'Reptile'
10. 'Electric Pulse'
11. 'Goat'
12. 'Team Hate'

Mehr Info:
Static-X: Website / MySpace
Autor: Dennis Stevens