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zum Mag! Aber gerade gönnt sich 'Alternate Eve' eine verdiente Pause! Den nächsten Sendetermin erfahrt ihr demnächst an dieser Stelle!
Pain – 'Psalms Of Extinction'
Label: Roadrunner Records
Produzent: Peter Tägtgren
Release: 04. Mai 2007
Spielzeit: 47:56 Minuten

Pain – 'Psalms Of Extinction'Gut, der Name Pain kommt gewiss etwas einfallslos daher und man vermutet, dass man es gleich mit Bollo-Hardcore oder einer Schüler-Metalband zu tun haben wird. Dem ist aber nicht so, denn Chefdenker dieser Combo ist kein Geringerer als Peter Tägtgren, Frontmann der schwedischen Todes-Metaller Hypocrisy. Somit ist der gute Mann also mit allen Wassern gewaschen und versteht sein Handwerk. Da er nach eigener Aussage ab einem bestimmten Punkt mehr Songs mit vertiefter Metal-Substanz schreiben wollte, jedoch Hypocrisy sich in ihrer Entwicklung nicht verändern sollten, rief er das Soloprojekt Pain ins Leben. Damit fand Peter ein Ventil, um seinem kreativen Schaffen nach eigenen Wünschen und Vorstellungen freien Lauf lassen zu können. Und das nun mehr seit 10 Jahren. Respekt. Um seinen musikalischen Output ein weiteres Mal unter die Leute zu bringen, gibt es nun Studioalbum Nummer Fünf. Und was soll man sagen? - Die Platte ist ein Ausflug in die Metal-Rock-Industrial-Welt. Quasi eine bunte Mixtur.
'Save Your Prayers' läutet auch gleich passend ein. Mit Synthesizern bewaffnet und tiefergestimmten Gitarren bewaffnet, macht sich Peter auf seine Mission zu erfüllen. Am besten vergleichbar ist das Ganze mit dem Allrounder Devin Tonwsend, welcher ja ebenfalls für seine abgedrehten Sounds und Songs bekannt ist. So wild geht es auch bei Pain zur Sache. Schraddelt die Gitarre noch sanft über den Electro-Beat, bricht sie im nächsten Moment aus und bahnt sich bleischwer ihren Weg durch wummernde Drums und die schreiende Stimme von Peter. Ist nicht ganz einfach zu verdauen, aber mit ein wenig Übung und Durchhaltevermögen steigt man schon dahinter.
Das aggressiv startende 'Zombie Slam' entpuppt sich im Refrain als Mitsing-Nummer im besten Sisters Of Mercy-Stil. Die Stimmlage, die darüberschwebende Elektronik, sowie die eingängige Melodie offenbaren, dass Herr Tägtgren anscheinend zudem auch ein Händchen für Harmonien hat. Das weiß zu gefallen. Im weiteren Verlauf taucht der Schwede dann mal in den klassischen Metal ein, in den typisch schwedischen Death-Metal, und zeigt dabei seine Klangvielfalt. Denn alles bewegt sich eben auf dem Pain-Level. Das heißt, dass alles doch irgendwie ein Stück anders klingt als der Standart. Zu eigen, zu ausgetüftelt sind die Soundteppiche, welche hier auf Platte gebannt wurden. Produziert hat der Meister selbst, was dem Ganzen noch mehr die eigene Note gibt. Stimmlich ist Tägtgren ebenfalls voll auf der Höhe. Satt und knackig klingt das Organ. 'Psalms Of Extinction' ist mit Sicherheit kein Zuckerschlecken. Man braucht schon etwas Zeit, um richtig Zugang gefunden zu haben. Natürlich gibt es auch Arrangements, die eher ins Ohr gehen und zünden. Der Großteil verlangt dennoch etwas mehr Aufmerksamkeit. Schenkt man der Platte aber eben diese, wird die Reise richtig angenehm und im Endeffekt überwiegt das Gefühl, dass hier jemand seine volle Leidenschaft reingepackt hat und mehr wollte als Konservenmetal Preis geben. Experiment gelungen, es geht also auch anders. Zudem hat mit Roadrunner ja kein unbeschriebenes Blatt die Zügel in der Hand, was Vermarktung etc. angeht. Sollte also eine runde Sache werden. Fans von anspruchsvollem Songwriting und berstenden Gitarren dürfte 'Psalms Of Extinction' zusagen. Ebenfalls Hörern, die bei Devin Tonwsend alle Hemmungen verlieren und rege durch den Raum hüpfen. 'Psalms Of Extinction' ist ein gutes Album von einem Ausnahmetalent der skandinavischen Metal-Szene. Reinhören erwünscht!

Tracklist – 'Psalms Of Extinction':

01. 'Save Your Prayers'
02. 'Nailed To The Ground'
03. 'Zombie Slam'
04. 'Psalms Of Extinction'
05. 'Clouds Of Ecstasy'
06. 'Play Dead'
07. 'Does It Really Matter'
08. 'Computer God'
09. 'Just Think Again'
10. 'Walking On Glass'
11. 'Bottle´s Nest'
12. 'Bitch'

Mehr Info:
Pain: Website / MySpace
Autor: Martin Pilgrimm