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zum Mag! Aber gerade gönnt sich 'Alternate Eve' eine verdiente Pause! Den nächsten Sendetermin erfahrt ihr demnächst an dieser Stelle!
Megadeth – 'United Abominations'
Label: Roadrunner Records
Produzent: Jeff Balding / Andy Sneap
Release: 11. Mai 2007
Spielzeit: 47:58 Minuten

Megadeth – 'United Abominations'Seit 1985 machen Megadeth nun schon die Thrash-Metal Szene unsicher, wenn auch mit stetig wechselnder Besetzung. Einer war von Anfang an dabei – Dave Mustaine. Bevor er Megadeth ins Leben rief, besetzte er den Gitarrenposten bei Metallica, wurde aber kurz vor den Aufnahmen des Debüts 'Kill ´Em All' aufgrund seines Drogenproblems aus der Band geworfen. Aus einer Trotzreaktion heraus gründete er mit dem Bassisten David Ellefson, Gitarrist Kerry King und Drummer Lee Rash seine neue Band und verbuchte diverse unerwartete Erfolge. Das funktionierte alles bis ins Jahr 2002, wenn auch die Karriere der Band immer wieder von Mustaine´s Drogenproblem überschattet wurde. Außerdem verletzte sich Dave in diesem Jahr einen Nerv und konnte nicht weiter an der Gitarre tätig sein. Das Ende von Megadeth war besiegelt. In den letzten Jahren wurde es dann aber wieder etwas lauter um die Band und eine Reunion fand 2004 statt, die das Album 'The System Has Failed' zur Folge hatte. Es schien, als hätte Mustaine seine Probleme im Griff, fand er doch seinen Weg zur Religion und war fortan wiedergeborener Christ.
Nun steht das neue Werk 'United Abominations' in den Plattenläden und Fans des alten Thrash-Metals sollten die Ohren aufspannen. Mittlerweile besteht die Band aus Gitarrist Glen Drover, Bassist James LoMenzo, Drummer Shawn Drover und natürlich Dave Mustaine, der wieder an der Gitarre steht und auch weiterhin sein Organ einsetzt. Wer jetzt eine tiefgreifende Weiterentwicklung der Band vermutet, dem sei gesagt, dass dies nicht der Fall ist. Immer noch gibt es hier Metal im Stil der 80er Jahre und ob das heute noch zu überzeugen weiß, das gilt es herauszufinden.
Den Anfang macht hier 'Sleepwalker'. Ruhig beginnt dieser Song, nur mit Gitarren und Synthesizerklängen begleitet arbeitet man sich langsam vor, bis die ersten Riffings auftauchen. Schon hier fällt auf, dass der alte Stil beibehalten wurde, was bei eingefleischten Fans ein Lächeln, dem ein oder anderen womöglich aber nur noch ein müdes Gähnen entlocken dürfte. Der Song geht dann tatsächlich nach vorne und erinnert an alte Zeiten als Pantera, Metallica und eben Megadeth noch ganz groß waren, mehr aber leider auch nicht. Der Hörer wird bedient mit obligatorischen Gitarrensoli, treibenden Drums und der typischen Stimme, die Mustaine aber sehr gekonnt einsetzt. Von neuen Ideen fehlt aber leider jede Spur. Bleibt abzuwarten, was die Platte im weiteren Verlauf zu bieten hat.
'Washington Is Next!' setzt mit schönen Gitarren und feiner Melodie ein, die zu überzeugen weiß, verliert sich jedoch im nächsten Moment auch wieder in der Belanglosigkeit. Zwar weiß die Band ihr musikalisches Talent durchaus einzusetzen, jedoch scheint einfach irgendetwas zu fehlen, zumal die Songs ab Minute zwei anfangen gehörig zu langweilen.
'Gears Of War' hingegen weiß auf ganzer Linie zu überzeugen. In diesem Song stimmt einfach alles und das „oldschoolige“ Gefühl kommt sehr gut herüber. Leicht bedrohliche Klänge begleiten den Song über seine ganze Länge, was den Inhalt noch ein wenig besser rüberbringt. Überhaupt ist das gewählte inhaltliche Thema der Platte sehr ernst, wie der Name 'United Abominations' schon vermuten läßt. Im Allgemeinen wird hier schön der eigene Missmut über die Vereinten Nationen preisgegeben und dementsprechend ordentlich gehetzt. Politisch angehaucht ist diese Platte also, die mit 'Blessed Are The Dead' ihren weiteren Verlauf nimmt und sich langsam wiederholt. Es scheint also Langeweile aufzukommen, die auch durch technisch gute Songs wie 'Amerikhastan' und der Neuauflage des Klassikers 'À Tout Le Monde (Set Me Free)' nicht mehr wett gemacht wird.
Megadeth schaffen es nicht, mit 'United Abominations' zu trumpfen, zu altbacken wirkt das, was dem Hörer hier aufgetischt wird. Eingefleischte Fans werden mit Sicherheit auch ihre Freude an dieser Platte haben. Wer den Bay Area Thrash aber nur vom Hören Sagen her kennt, der ist mit den alten Pantera, Testament und Metallica Platten wesentlich besser bedient. Hier wurde Potential verschenkt, aber vielleicht sollten sich auch gewisse Leute in den Ruhestand begeben und Geschichte ein für alle mal Geschichte sein lassen.

Tracklist – 'United Abominations:

01. 'Sleepwalker'
02. 'Washington Is Next'
03. 'Never Walk Alone...A Call To Arms'
04. 'United Abominations'
05. 'Gears Of War'
06. 'Blessed Are The Dead'
07. 'Play For Blood'
08. 'À Tour Le Monde (Set Me Free)
09. 'Amerikhastan'
10. 'You´re Dead'
11. 'Burnt Ice'

Mehr Info:
Megadeth: Website / MySpace
Autor: Alexander Greve