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Job For A Cowboy – 'Genesis'
Label: Metal Blade Records
Produzent: Cory Spoots/Andy Sneap
Release: 18. Mai 2007
Spielzeit: 30:36 Minuten

Job For A Cowboy – 'Genesis'Job For A Cowboy dürften dem einen oder anderen durch ihre EP 'Doom' bekannt sein, die im letzten Jahre für mehr als nur Furore sorgte, tauchte sie doch aus dem Nichts auf und schlug ein wie eine kleine Bombe. Desweiteren kursiert seit genau diesem Zeitpunkt auch ein Spongebob-Video, welches mit dem Song 'Knee Deep' unterlegt wurde, durch die Internetportale, was den Bekanntheitsgrad der Band noch erhöhte. Hier wurde der neue Stern am Grindcore/Deathmetal Himmel heraufbeschworen. Ob sich diese Aussage bewahrheitet, soll sich nun mit der neuen Platte 'Genesis' des Fünfers aus Arizona zeigen.
Schon der Opener 'Bearing The Serpent´s Lamb' lässt vermuten, dass man mit dieser Aussage von vor einem Jahr gar nicht so verkehrt lag, schallt einem doch hier fettes Riffing seitens der Gitarristen Bobby Thompson und Ravi Bhadriraju und Basser Brent Riggs, gepaart mit der nötigen Portion Maschinengewehrsalven von Drummer Jon Rice und der absolut markant gröligen Stimme von Fronter Jonny Davy entgegen. Interessant zu beobachten ist, dass die Herren hier gänzlich ohne Breakdowns auskommen und nur nach vorne gehen. Allein im ersten Song befinden sich Tempowechsel, die manche Band in zwei Alben nicht zu Stande bringt und an Aggressivität ist dieses Stück kaum zu überbieten, denkt man, wird aber im weiteren Verlauf der Platte eines Besseren belehrt. Der Opener lässt also den Gedanken aufkommen, dass man sich hier auf eine halbe Stunde eingelassen hat, die weiß Gott nicht einfach wird. Bevor man diesen Gedanken zu Ende gedacht hat, startet mit 'Reduced To Mere Filth' der nächste Angriff auf das empfindliche Lauschorgan des Hörers und fegt einen dann endgültig an die nächste Wand. Zartere Gemüter, die dem Deathmetal und Grindcore nicht enorm viel abgewinnen können, werden spätestens jetzt zur Fernbedienung greifen, um dem Monster aus den Boxen endgültig den Garaus zu machen. Alle anderen werden vor Freude in die Hände klatschen, aufgrund der Power, die einem hier ins Gesicht knallt. Soll heißen, hier geht es noch eine Spur härter als im vorherigen Song zur Sache, auch wenn mit etwas ruhigeren Einlagen, wie zum Beispiel Gitarrensoli gearbeitet wird.
'Upheaval' sorgt für etwas Ruhe zwischen all dem Krach. Jedoch wirkt diese Ruhe keineswegs entspannend, entsteht sie doch durch bedrohlich klingende Töne, die den nächsten Track 'Embedded' einleiten, der wieder ganz im Stil von Job For A Cowboy nach vorne geht. Alles, was sich in den Weg stellt, wird unweigerlich überrollt, umgepustet oder einfach nur zerstört, denn hier werden keine Gefangenen gemacht. Unstrukturiert wirken die einzelnen Passagen aneinandergereiht, ergeben im Ganzen gesehen aber durchaus Sinn, rauben dem ungeübten Hörer aufgrund der abgehackten Riffs und der durchballernden Doublebassdrum aber doch den ein oder anderen Nerv.
So ballern sich die Fünf durch ihre Platte, bis bei 'Blasphemy' wieder für kurze Zeit die Ruhe regiert. Auch hier hat das Ganze wieder einen enorm unheimlichen Unterton und leitet 'The Divine Falsehood', den wohl stärksten Song der Platte ein. Hat die Band vorher auf Geschwindigkeit gesetzt, werden hier ganz andere Register gezogen. Eher schleppend langsam und eingängig präsentiert sich dieses Stück, verliert dadurch aber nicht an Brachialität und Intensität. Eher wirkt es gleich drei mal so düster, wie alles bisher gehörte. Danach entlassen Job For A Cowboy den mittlerweile schweißgebadeten Hörer mit 'Coalescing Prophecy' in die Freiheit, nicht aber ohne ihm zuvor noch endgültig das Gehör zu zerstören!
Wer sich also im Moment vom musikalischen Output vieler Bands unterfordert oder gelangweilt fühlt, dem sei 'Genesis' definitiv ans Herz gelegt. Hier findet man tatsächlich noch technisch einwandfreien Deathmetal, der auf ganze Linie zu überzeugen weiß. Mit einer halben Stunde ist die Zeit zwar sehr knapp bemessen, jedoch würde es schwer fallen, diese Musik, obwohl sie wirklich ansprechend ist, über sehr lange Zeit zu ertragen. Ganz besonders Verrückte werden dennoch auf die Repeat-Taste drücken und sich eine zweites Mal das Gehirn zermatern lassen.
Somit steht fest: Job For A Cowboy haben im letzten Jahr definitiv zurecht als neue Hoffnung gegolten und wer sich diese Platte anhört weiß, dass hier noch Großes bevorsteht.

Tracklist – 'Genesis':

01. 'Bearing The Serpent´s Lamb'
02. 'Reduced To Mere Filth'
03. 'Altered From Catechization'
04. 'Upheaval'
05. 'Embedded'
06. 'Strings Of Hypocrisy'
07. 'Martyrdom Unsealed'
08. 'Blasphemy'
09. 'The Divine Falsehood
10. 'Coalescing Prophecy'

Mehr Info:
Job For A Cowboy: Website / MySpace
Autor: Alexander Greve