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The Used - 'Lies For The Liars'
Label: Warner Music
Produzent: John Feldmann
Release: 18. Mai 2007
Spielzeit: 39:50 Minuten

The Used - 'Lies For The Liars'Endlich ist es da, das neue Album von The Used! 'Lies For The Liars' heißt das gute Stück. Ein bedeutungsschwangerer Name, wie Frontmann Bert McCracken verrät, denn mit ihm kompensiert er die überwiegend negativen Erfahrungen, die er nach seinem Umzug von Orem, Utah, in die Glitzer-Stadt Los Angeles gemacht hat: „Ich habe die falschesten Leute auf dem gesamten Planeten getroffen. Sie sind alle Lügner und sie sind so daran gewöhnt zu lügen, dass sie es kaum merken. Es hat einen direkten Einfluss auf das Album genommen, dass ich mich zwischen solchen Leuten bewegte. 'Lies For The Liars' ist dadurch einerseits brutaler als die anderen Alben, aber auf der anderen Seite auch wieder zarter und gefühlvoller,“ so McCracken.
Diese Beschreibung trifft es ganz gut, was man auf der Platte geboten bekommt und man darf nicht unterschätzen, dass es sich bei diesem Output um das schwierige dritte Album einer Band handelt, das unweigerlich darüber entscheidet, ob die Fans bleiben oder gehen. Fakt ist auf jeden Fall, dass Frontmann McCracken, Gitarrist Quinn Allman, Bassist Jeph Howard, sowie der Neue im Bunde: Dan Whitesides am Schlagzeug, ein grandioses Stück Musik abgeliefert haben.
'The Ripper' startet mit kurzem Intro kraftvoll, schnell und energetisch – der perfekte Opener! Textlich wird das Carpe Diem-Problem behandelt: „Time takes us all / So why am I not just living for today“. Gute Frage.
Weiter geht es mit 'Pretty Handsome Awkward'. Eine catchy und stampfende Melodie reißt den Hörer direkt mit und diese läßt ihn dann auch bis zum Ende nicht mehr los. Bert rotzt die Zeilen nur so runter und im Refrain zeigt er erneut sein Talent für den melodischen Gesang, den wir alle so lieben.
Als dritter Track glänzt die erste Singleauskopplung des Albums 'The Bird And The Worm', ein Song, der wieder einmal die ganze Klasse der Band unterstreicht, geschickt arrangierte Streicher-, Chor- und Pianoeinsätze verleihen dem Song einen dramatischen, hymnenhaften Charakter, wobei die metallischen Gitarrenriffs auch hier nicht fehlen. Und Bert´s wirres Gelächter, sowie im als auch am Ende des Songs, ist perfekt arrangiert worden. Von Anfang bis Ende ein opulenter Genuss!
'Earthquake' entpuppt sich dann als erste Ballade des Albums und nimmt somit auch wieder etwas Tempo raus. Glänzt aber mit wundervollen Lyrics und schönen Arrangements.
'Hospital' drückt dann ebenso wie 'Paralyzed' wieder auf´s Gas! 'With Me Tonight' experimentiert mit Posaunenchören, Pianoeinsätzen und Chorgesängen – Experiment gelungen!
'Wake The Dead', der treibende Psycho-Track der Platte, entführt den Hörer dann in Bert´s bunte Horrorwelt, in der die Leichen aus den Gräbern geholt werden und zum Tanz bitten.
'Find A Way' fährt dann noch einmal das Tempo komplett runter und zeigt sich einfühlsam. Die verwendeten Samples – Klicken und rattern einer Schreibmaschine – fügen dabei sich perfekt in den Sound ein.
'Liar Liar (Burn In Hell)' - der wieder die Thematik der Verlogenheit vom Titel aufgreift – zieht noch mal ordentlich an und tritt einem noch einmal richtig in den Allerwerstesten, bevor sich mit 'Smother Me' die letzte, ebenfalls formvollendete Ballade der CD findet. Sie verdeutlicht dann noch einmal par excellence die Zartheit und Zerbrechlichkeit, die Bert angesprochen hat. Sicherlich sind wahrscheinlich auch viele der Meinung, der Track triefe nur so vor Herz-Schmerz, aber schön ist er, so oder so!
Fazit: Einziges Manko der Platte ist ihre Spielzeit: Am Ende der 11 Songs mit der Gesamtspielzeit von gerade mal knapp 40 Minuten denkt man sich: „Ich hätte noch ewig so weiterhören können!“ Ansonsten ist die Platte rundum gelungen und bietet noch mehr The Used als alle Platten zuvor. Sie zeigt außerdem, dass sich Drummer Dan perfekt in die Band eingefügt hat und sie nicht nur komplettiert, sondern bereichert. Ebenso fruchtbar war auch die Zusammenarbeit mit Produzent John Feldmann, der die Jungs zum Experimentieren animierte. „Wir wollten uns weiterentwickeln und dabei experimentieren, aber wir wollten auch, dass die Songs zugänglich und direkt bleiben,” so Gitarrist Allmann. Tja, da bleibt nur zu sagen: Quod erat demonstrandum.
Alle Daumen hoch!

Tracklist - 'Lies For The Liars':

01. 'The Ripper'
02. 'Pretty Handsome Awkward'
03. 'The Bird And The Worm'
04. 'Earthquake'
05. 'Hospital'
06. 'Paralyzed'
07. 'With Me Tonight'
08. 'Wake The Dead'
09. 'Find A Way'
10. 'Liar Liar (Burn In Hell)'
11. 'Smother Me'

Mehr Info:
CD-Review - The Used – 'Berth'
The Used: Website / MySpace
Autor: Vera Bunk