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zum Mag! Aber gerade gönnt sich 'Alternate Eve' eine verdiente Pause! Den nächsten Sendetermin erfahrt ihr demnächst an dieser Stelle!
Kill.Kim.Novak – '03:05'
Label: Alveran Records
Produzent: Kill.Kim.Novak
Release: 01. Juni 2007
Spielzeit: 47:05 Minuten

Kill.Kim.Novak – '03:05'Kill.Kim.Novak, Deutschlands große Hoffnung im Bereich des Screamo, melden sich in Form von '03:05' mit einer Zusammenstellung ihrer beiden EP´s 'Kopfleuchten' und 'Kaskaden' zurück! Die Band aus Soest steht für intelligent vertrackte Musik, die abwechselnd mit deutschem und englischem Geschrei unterlegt wird, und konnte sich im Laufe der Jahre eine ordentliche Fangemeinde aufgebauen.
Nach kurzem Intro geht das Schlachtfest auch gleich mit 'Ich kann nicht' los. Wo am Anfang noch mit Ruhe gespielt wird, machen sich urplötzlich abgehackte Riffs, treibende Drums und fieses Geschrei breit. Fans der Band werden schon bei den ersten Tönen vor Freude in die Hände klatschen, weil hier genau die Musik gespielt wird, die man von Fronter André, Gitarrist Steven, sowie Drummer Hille und Basser Menny, die auch beide für Vocals zuständig sind, erwartet. Beachtlich ist die Eingängigkeit, die Kill.Kim.Novak immer in den passenden Momenten zu finden scheinen, die das Hören nicht zu einem anstrengenden Desaster machen.
'Gefühle', der zweite Song und auch gleichzeitig einer der stärksten der Platte, setzt genau da an, wo 'Ich kann nicht' aufgehört hat. Wieder wird mit dem Wechsel zwischen Ruhe und Aggression gespielt, was eine gewisse Spannung aufbaut, die sich gegen Ende des Liedes komplett entlädt. Besteht der Song Anfangs aus reinem Geschrabbel, entwickelt er sich mehr und mehr zu einem Angriff auf die Psyche des Menschen, wozu auch der durchaus intelligente Text gehörig beiträgt. Mitten im Track ist auf einmal wieder Ruhe zu finden, die von erzählendem Gesang begleitet wird. Immer wieder kann man aber im Hintergrund Gekreische ausmachen, bis sich schlussendlich jegliche Emotion entlädt, was die Band völlig zum Ausrasten bringt.
Ein weiteres Feuerwerk an Gefühlen bekommt der Hörer mit 'Crush Me', welches wieder sehr melodisch daherkommt und die Tradition von Bands wie Yage, Envy und Song Of Zarathustra nahtlos fortführt. Das Besondere an den Songs ist, dass der Hörer sich schnell verleitet fühlt, mitzuschreien und sich kaum ruhig auf seinem Platz halten kann. Genau so hat Screamo im Jahre 2007 auszusehen und Kill.Kim.Novak beweisen, dass Deutschland weit mehr zu bieten hat als nur grauen Alltag und die Schlagerhitparade!
Nach weiteren Brechern sticht 'Unterjocht' erneut besonders hervor, beginnt dieser Song doch nur leichtem Drumspiel, das von einer ordentliche Basslinie begleitet wird, bevor es auch hier wieder richtig zur Sache geht. Immer wieder spielt die Band mit dem Element der Ruhe und baut somit eine düstere Atmosphäre auf, die dem doch sehr kritischen Texten den nötigen Hintergrund verleiht.
Bevor '03:05' sein Ende in 'Zwielicht' findet, gibt es mit 'Dierioten' noch den mit Abstand stärksten Song der Platte auf die Ohren. Hier erinnert die gespielte Musik fast an die guten alten Snapcase-Zeiten und das Ganze geht dann auch kräftig nach vorne. Der Text, der frei nach Charles Bukowski verfasst wurde, tut sein Übriges, um hier noch ein letztes Mal die Sozialkritik rausstechen zu lassen.
Kill.Kim.Novak haben es geschafft, mit dieser Zusammenstellung ihrer beiden EP`s voll und ganz zu überzeugen. Der Hunger und die Vorfreude auf das im Herbst erscheinende Album wird durch diese zwölf Songs nur noch verstärkt und wer sich im Hardcore der 90er Jahre wohl fühlt, der ist hiermit bestens bedient. Für dieses zwölf Track starke Stück gibt es die volle Punktzahl und es bleibt zu hoffen, dass die Band ihren Stil weiterhin verfolgt und sich nicht dem Druck der Masse unterwirft!

Tracklist – '03:05':

01. 'Kopfleuchten'
02. 'Ich kann nicht'
03. 'Gefühle'
04. 'Crush Me'
05. 'Take It'
06. 'Unterjocht'
07. 'Ich weiß wo du bist'
08. 'Kaskaden'
09. 'Wissen'
10. 'Girl I Feel'
11. 'Dierioten'
12. 'Zwielicht'

Mehr Info:
Kill.Kim.Novak: Website / MySpace
Autor: Alexander Greve