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Marilyn Manson - 'Eat Me, Drink Me'
Label: Interscope / Universal
Produzent: Marilyn Manson / Tim Skold
Release: 01. Juni 2007
Spielzeit: 56:24 Minuten

Marilyn Manson - 'Eat Me, Drink Me'Wiederkehr nach vier Jahren, neues Studio-Album, neue Single und eine anstehende Tour. Soviel zu den Fakten. Marilyn Manson, the God of Fuck, meldet sich sehr zur Freude seiner Fans mit der 12-Track starken Scheibe 'Eat Me, Drink Me' zurück. Ob das Teilchen aber auch für jeden bekömmlich ist, soll im Folgenden geklärt werden. Von vorneherein kann aber schon mal festgestellt werden, dass Mr. Manson uns da keine leichte Kost auftischt.
Der Opener 'If I Was Your Vampire' startet zwar bandbreitentechnisch breit angelegt, jedoch mit wenig Pfeffer im Arsch - was aber überraschenderweise nicht negativ zu verstehen ist - und dieses Rezept zieht sich durch´s ganze Album. Auch Track zwei, 'Putting Holes In Happiness' zeigt sich im Mid-Tempo-Gewand.
'The Red Carpet Grave' bricht dann rein rhythmisch endlich aus, gibt ein bisschen mehr Gas und groovt schon fast richtig, wobei die Sounds stellenweise an Mr. Oizo´s 'Flat Beat' erinnern...
'They Said That Hell´s Not Hot' folgt auf dem Fuße und glänzt mit einem ausgefeilten Gitarrensolo. Das unterstreicht einmal mehr die Marschrichtung, die Manson mit dieser Platte eingeschlagen hat, bewegt man sich doch anscheinend immer weiter vom Industrial weg hin zum handgemachten Gitarrenrock mit ordentlich Metaleinschlag. Ein Weg, der sich schon beim Vorläufer 'The Golden Age Of Grotesque' (VÖ 2003) langsam abzeichnete.
'Just A Car Crash Away' nimmt erneut Tempo zurück und entpuppt sich als melodramatische Ballade: "Love is a fire. Burns down all that it sees" Spätestens an dieser Stelle offenbart sich einmal mehr, dass der Frontmann mit dieser Platte seinen chaotischen Lebenswandel zu verarbeiten sucht. Nach nur einem Jahr Ehe reichte seine Frau Dita van Teese die Scheidung ein. Die in Amiland so beliebte Begründung der unüberbrückbaren Differenzen' musste herhalten und Marilyn Manson saß einmal mehr alleine unterm Tannenbaum. Nachdem er die Selbstmordpläne für untauglich befunden und verworfen hatte, beschloss er eine Platte zu schreiben, die ihm helfen sollte, alles zu verarbeiten. Dabei half ihm wohl vor allem auch seine neue Freundin und Muse, die 18 Jahre jüngere Schauspielerin Rachel Evan Wood, der der Sänger die Platte auch ausdrücklich widmet. Wer allerdings gnadenlosen Seelen-Striptease erwartet, wird enttäuscht. Ein Lord Of Darkness lässt sich nicht so leicht in die Karten gucken. Metaphernreich verpackt er seine Seelenwelt in Worte und vertrackte Arrangements.
Weiter geht´s mit der ersten Singleauskopplung 'Heart-Shaped Glasses (When The Heart Guides The Hand)', welche auf jeden Fall sehr gut gewählt ist, denn sie glänzt mit einen ordentlichen Ohrwurmcharakter und ist mit Abstand die schnellste Nummer der Platte.
'Evidence', 'Are You The Rabbit?' und 'Mutilation Is The Most Sincere Form Of Flattery' bringen dann wieder - jedenfalls zu Beginn - ein paar mehr Sample-Spielereien mit rein. Letzteres groovt dann dank des Schlagzeugs und des Gesangs gut durch.
'You And Me And The Devils Makes 3' und 'EAT ME, DRINK ME' entfalten eine ungeahnte Präsenz. Wenn auch Manson beim Titeltrack teilweise etwas nasal ins Mikro säuselt.
Der Bonus-Track in Form vom Inhuman Remix von 'Heart-Shaped Glasses (When The Heart Guides The Hand)' hergstellt von Jade E Puget ist zwar im wahrsten Sinne des Wortes tanzbar, ob es aber gefällt, muss jeder für sich entscheiden.
Unterm Strich ist auf jeden Fall ein Album zum Versinken herausgekommen, dem man seine Zeit geben muss, damit es sein volles Aroma entfalten kann. Manson ist - auch wenn es seltsam und scheinbar unvereinbar mit dem einstigen Antichrist Superstar klingt - erwachsener, ruhiger und roher geworden. Eine neue Richtung, wahrlich, aber eine äußerst interessante. Und wie man den Schock-Rocker kennt, wird er uns auch noch in Zukunft mit weiteren Überraschungen erfreuen!

Live kann man Marilyn Manson übrigens in Deutschland auch in der nächsten Zeit begutachten, hier die Dates:

17. Juni: Woodstage Summer Open Air - Chemnitz/Gründelpark Glauchau
22. Juni: Southside Festival - Neuhausen
23. Juni: Hurricane Festival - Scheeßel
24. Juni: Zita Rock Festival - Berlin
26. Juni: Westfalenhalle - Dortmund

Tracklist - 'Eat Me, Drink Me':

01. 'If I Was Your Vampire'
02. 'Putting Holes In Happiness'
03. 'The Red Carpet Grave'
04. 'They Said That Hell´s Not Hot'
05. 'Just A Car Crash Away'
06. 'Heart-Shaped Glasses (When The Heart Guides The Hand)'
07. 'Evidence'
08. 'Are You The Rabbit?'
09. 'Mutilation Is The Most Sincere Form Of Flattery'
10. 'You And Me And The Devils Makes 3'
11. 'EAT ME, DRINK ME'
Bonus-Track:
12. 'Heart-Shaped Glasses (When The Heart Guides The Hand)' Inhuman Remix by Jade E Puget

Mehr Info:
Marilyn Manson: Website / MySpace
Autor: Vera Bunk