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Alternate Eve
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zum Mag! Aber gerade gönnt sich 'Alternate Eve' eine verdiente Pause! Den nächsten Sendetermin erfahrt ihr demnächst an dieser Stelle!
Ancafé – 'Magnya Carta'
Label: Gan Shin
Produzent: k.A.
Release: 06. Juli 2007
Spielzeit: 49:49 Minuten

Ancafé – 'Magnya Carta'Zugegeben: Was einem hier schon optisch präsentiert wird, ist keine leichte Kost. Eine typisch verweiblichte - und dazu auch noch verniedlichte - in Samurai-Kostüme verpackte Visual-Kei-Band und dann diese typischen japanischen Comics mit bewusst kindlichen Zügen der Figuren. Schriller geht fast nimmer.
Seit 2003 machen die Herren(?) schon Musik, hatten ein paar Outputs und mehrere Konzerte im Heimatland und wurden nun von Gan-Shin gesigned. Ob sie allerdings in der westlichen Welt den Erfolg haben werden, den Gan Shin ihnen für Japan attestiert, bleibt allerdings erstmal fraglich, denn was die Band da produziert, passt definitiv nicht in das Musikbeuteschema der Jugendlichen, die aber von Ancafé mehr als aufdringlich - musikalisch wie optisch - zu erreichen versucht werden. Damit wären wir bei der Musik, die noch schwerer zu verdauen ist als die optische Aufmachung der CD.
Ihr Stil ist J-Pop und der ist verdammt abgespaced. Die beste Beschreibung wäre vielleicht: Man stelle sich Disco-Fox-Evergreens vor, die verpunked werden. Ancafé schrecken vor nichts zurück und zünden den ersten Knaller mit dem Song 'Smile Ichiban Li', der Dank dancefloor-tauglicher Key-Einlage mehr an einen Ballermann-Hit denn an einen ernstzunehmenden Poprocksong erinnert. Gut, das Ding ist mit Sicherheit tanzbar, aber ob da die Zielgruppe auf der Tanzfläche steht, ist fraglich. Im Wiener Steffi wäre das mit Sicherheit die Flirt-Hymne bei einer Ü-30-Party. Gott sei Dank ist dieser Song der mit Abstand schlechteste der gesamten CD - an einer verschwendeten zweiten Position in der Tracklist.
Ansonsten geht es im weiteren Verlauf der Platte innerhalb des Poprocks sehr hektisch zu. Auffällig ist die stetig und immer wieder off-beat gespielte Hi-Hat, überhaupt ist Schlagzeuger Teruki einer der hektischen Sorte. Und der Bass, der in Oktaven immer auf die gleiche Art und Weise den Song vorantreibt – wie bei den Village People. Dazu dann diese fröhlichen Melodien und die euphorische Stimmung, die die Songs verbreiten sollen. Seltsamerweise zündet das dennoch nicht. Nach einiger Zeit fällt einem dafür auf, wie eintönig die Sache wird. Selbst der Versuch einer Ballade ('Stumble Across A Miracle') misslingt tragisch!
Ancafé glänzen mit 'Magnya Carta' gar nicht. Das Debüt wird keine großen Wellen schlagen – auch nicht bei den Kiddies. Eigentlich glänzt die Band nur durch eine sehr große Eigenständigkeit, aber die Musik an sich ist das komplette Gegenteil von dem, was man als „normal“ empfinden würde. Und diese in der Musik immer wiederkehrenden Verbindungen zur Stimmungsmusik bewirken ebenfalls das genaue Gegenteil. Wenn es Punkte zu vergeben gäbe: Höchstens fünf von zehn Punkten für diese CD!

Tracklist – 'Magnya Carta':

01. 'Lock On The Brand New World'
02. 'Smile Itchiban Li'
03. 'Nyappy In The World 2'
04. 'Pipopapo Telepathy'
05. 'Maple Gunman'
06. 'Pxxxy’n Purin'
07. 'Portraying Light With Rainbow Colored Crayon'
08. 'Snow Scene'
09. 'Narcissistic Little Devil'
10. 'Stumble Across A Miracle'
11. 'BondS'

Mehr Info:
Ancafé: Website / MySpace
Autor: Dennis Stevens