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zum Mag! Aber gerade gönnt sich 'Alternate Eve' eine verdiente Pause! Den nächsten Sendetermin erfahrt ihr demnächst an dieser Stelle!
Atreyu – 'Lead Sails Paper Anchor'
Label: Roadrunner Records
Produzent: John Feldmann
Release: 24. August 2007
Spielzeit: 40:46 Minuten

Atreyu – 'Lead Sails Paper Anchor'Atreyu waren immer schon eine Band, über die man sich streiten konnte. Stetig wurde sich von Album zu Album weiterentwickelt, was für viele oftmals auch einen Schritt rückwärts bedeutete, weil nach und nach die Aggressivität abnahm und eher poppige Melodien die Überhand gewinnen sollten. Solche, die Atreyu während der letzten Alben eher eine Entwicklung nach hinten nachgesagt haben, sollten einfach einen großen, wirklich sehr großen Bogen, um 'Lead Sails Paper Anchor' machen, denn vom Sound eines 'Suicide Notes And Butterfly Kisses' ist nichts mehr übrig. Der Wechsel von Victory zu Roadrunner Records geht also nicht ohne Spuren an der Band aus Orange County vorüber und kaum legt man die CD ein, erkennt man auch direkt, wie man sich das Ganze vorzustellen hat. Mit 'Doomsday' legen Atreyu los und was man hier zu hören bekommt ist eine, schon fast ins thrashig gehende, Rocknummer, die tatsächlich daran zweifeln lässt, ob hier besagte Band am Werke ist. Davon abgesehen hat dieses Stück mächtig Drive und besonders die Strophen haben es in sich. Der Refrain lässt dann zum ersten Mal erkennen, um wen es sich hier handelt, da Drummer Brandon Saller, wie gewohnt, sein Organ hierfür zur Verfügung stellt. Das ist aber auch die einzige Stelle, die ein bekanntes Gefühl aufkommen lässt. Der Rest ist sowohl für Atreyu, als auch für den Hörer neues Terrain und man muss sagen, dass ihnen diese Schiene sehr gut steht.
'Honor', der zweite Song der Platte, ist vom Stil her sehr mit dem Opener zu vergleichen, wenngleich das Ganze hier noch etwas rotziger rüberkommt. Atreyu arbeiten anno 2007 mit eingängigen Strukturen, die einen so schnell nicht mehr loslassen, was für Ohrwürmer am laufenden Bande sorgt.
Die erste Singleauskopplung 'Becoming The Bull', die im Vorfeld schon für sehr viel Negativkritik gesorgt hat, weiß wirklich nicht zu überzeugen. Hierbei verlieren sich Fronter Alex Varkatzas, die Gitarristen Dan Jacobs und Travis Miguel, Bassist Marc McKnight und Drummer Brandon in dem Versuch ihrem Sound frischen Wind einzuhauchen. Die Single hatte geschockt und das leider auch zu Recht. Hier mag einfach nichts zueinander passen und somit zeichnet sich dann auch der schwächste Track der Platte ab. Zum Glück gibt es dann noch Stücke, wie das wirklich nach vorne preschende 'Two Become One', welches irgendwie eine Punk Attitüde besitzt oder das aggressivere 'Can´t Happen Here', das im entferntesten an die alte Zeit zu erinnern versucht. Was Atreyu aber bei 'Slow Burn' geritten hat, wird wohl auf ewig ein Rätsel bleiben, denn hier hören sich die Kalifornier an, wie eine minimal härtere Version von Fall Out Boy.
Mit dem Titeltrack 'Lead Sails (And A Paper Anchor)' kommt dann noch eine völlig unerwartete Ballade, die mit Countryelementen verfeinert wurde, zum Einsatz und das Desaster für den Metalfan ist vollendet.
Atreyu begeben sich mit 'Lead Sail Paper Anchor' auf sehr dünnes Eis. Auf der einen Seite fehlt hier komplett das, was die Band lange Zeit ausgemacht hat, nämlich düsteres Geschrei und teils brachiale Songstrukturen. Auf der anderen Seite ist hier aber ein Album rausgekommen, welches vor Eingängigkeit nur so strotzt und die Produktion kann sich ebenfalls mehr als sehen lassen. Aufgrund einiger Tracks, sollte man zumindest einmal reinhören und schauen, ob man sich mit dem neuen Sound der Band anfreunden kann. 'Lead Sails Paper Anchor' ist nicht Fleisch und nicht Fisch und mehr denn je werden sich hier die Geister scheiden.

Tracklist – 'Lead Sails Paper Anchor':

01. 'Doomsday'
02. 'Honor'
03. 'Falling Down'
04. 'Becoming The Bull'
05. 'Two Become One'
06. 'Lose It'
07. 'No One Cares'
08. 'Can´t Happen Here'
09. 'Slow Burn'
10. 'Blow'
11. 'Lead Sails (An A Paper Anchor)'

Mehr Info:
Atreyu: Website / MySpace
Autor: Alexander Greve