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zum Mag! Aber gerade gönnt sich 'Alternate Eve' eine verdiente Pause! Den nächsten Sendetermin erfahrt ihr demnächst an dieser Stelle!
Divine Heresy – 'Bleed The Fifth'
Label: Roadrunner Records
Produzent: Logan Mader
Release: 24. August 2007
Spielzeit: 38:54 Minuten

Divine Heresy – 'Bleed The Fifth'Wenn jemandem der Name Divine Heresy bislang noch nichts sagt, der sollte sich nicht wundern, liegt doch mit 'Bleed The Fifth' das Debüt der Band aus Los Angeles vor. Der Name Dino Cazares hingegen sollte jedem ein Begriff sein, hatte dieser doch seine Finger in solch namhaften Bands wie Fear Factory, Brujeria und Aesino im Spiel. Der Gitarrist suchte nach neuen Herausforderungen und so gestaltete sich auch das Aussuchen seiner zukünftigen Bandmitglieder als durchaus schwierig, denn der Herr hat einen gewissen Anspruch, den er sich auch tatsächlich leisten kann. Seine Wahl fiel auf Drummer Tim Yeung, der bekannt sein dürfte durch seine Arbeit bei Vital Remains und Hate Eternal, und den bislang noch unbekannten Sänger Tommy Vext, der mit seinem Wechsel zwischen aggressiven Gebrüll und absolut eingängigem Gesang alles in den Schatten stellt. Zu einem Bassisten konnte man sich jedoch noch nicht durchringen und so spielte Dino neben der Gitarre auch noch den Bass ein. Nachdem die Aufnahmen fertig gestellt wurden, entschied man sich dann doch für Joe Payne am Bass und aus dem Trio wurde ein Quartett. Nun aber zur Platte und zu der Zeit als die Band noch aus drei Mitgliedern bestand: Voller Vorfreude kann diese CD eingelegt werden, ist man doch von Dino Cazares nur Gutes gewöhnt und gleich der Opener 'Bleed The Fifth' fegt den Hörer an die nächste Wand. Death Metal heißt die Devise und beschreibt das hier Gehörte wohl am besten. Der Titeltrack kommt mit einer derartigen Gewalt daher, die der Hörer so nicht unbedingt zu begreifen vermag und muss sofort noch einmal gehört werden, um das ganze Ausmaß zu erfassen. Ein perfekter Einstieg also und man hat wohl auch nichts anderes erwartet.
'Failed Creation' kann neben dem gewohnten Aggressionspotential auch noch mit einem wunderbaren clean gesungenen Refrain aufwarten, der nicht annähernd kitschig wirkt, sondern komplett ins Konzept passt. Die Doublebassattacken von Drummer Tim sind jedoch auch nicht außer Acht zu lassen und auch sein restliches Drumspiel setzt die Messlatte für ambitionierte Drummer in diesem Jahr sehr hoch. Bisher stimmt also alles und man hofft einfach nur, dass 'Bleed The Fifth' dieses hohe Niveau halten kann. Songs wie 'This Threat Is Real', der neben all dem Metal auch einige Hardcorelemente aufweist, und 'Savior Self' ersticken aber jeden Zweifel daran sofort im Keim und das Hörerlebnis ist perfekt. Hier gibt es alles, was sich das Metallerherz wünschen kann und noch vieles mehr. Wer sich bei dieser Platte nicht dazu eingeladen fühlt, wild die Mähne zu schwingen – falls vorhanden – der sollte sich tatsächlich an den momentan eher belanglosen Releases orientieren, denn das hier ist ganz großes Kino. Es fällt beim Hören absolut kein Schwachpunkt auf. Denkt man es könnte nicht mehr härter kommen, setzen Divine Heresy mit 'Rise Of The Scorned' noch einen oben drauf und zerfetzen wie ein wildes Monster die Boxen. Die eingestreuten ruhigen Parts geben dem Hörer Zeit, über das bisher Gehörte zu sinnieren, bevor der Kopf mit den nächsten Blastbeats zerstückelt wird.
'Royal Blood Heresy' und 'Closure' beenden das Album und man kann mit Recht behaupten, dass hier was ganz Großes passiert. Divine Heresy schaffen es, mit ihrem Debüt derart zu überzeugen, dass einem aufgrund der hervorragenden Produktion und der erstklassig gespielten Musik schon fast schwindelig wird. Das mag jedoch nicht zuletzt daran liegen, dass der große Teil der Musiker sehr erfahren ist und schon einiges an Referenzen vorzuweisen hat.
Dino Cazares hat es also wieder einmal geschafft und nach Fear Factory ein weiteres großes Projekt in der Hand, von dem man noch einiges hören wird. Soll heißen, das hier ist eine absolute Kaufempfehlung für jeden, der das Wort Metal schon einmal gehört hat. Kaufen und dann hören, hören, hören... .

Tracklist – 'Bleed The Fifth':

01. 'Bleed The Fifth'
02. 'Failed Creation'
03. 'This Threat Is Real'
04. 'Impossible Is Nothing'
05. 'Savior Self'
06. 'Rise Of the Scorned'
07. 'False Gospel'
08. 'Soul Decoded (Now And Forever)
09. 'Royal Blood Heresy'
10. 'Closure'

Mehr Info:
Divine Heresy: MySpace
Autor: Alexander Greve