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Himsa – 'Summon In Thunder'
Label: Century Media Records
Produzent: Steve Carter, Devin Townsend, Tue Madsen
Release: 14. September 2007
Spielzeit: 45:39 Minuten

Himsa – 'Summon In Thunder'Seit 1999 mischen Himsa, die Metalrecken aus Seattle, nun schon die Musikszene ordentlich auf. Jedes der bisher erschienen Releases stand für sich und hatte einen völlig eigenen Sound. Es schien, als wollten Himsa sich nicht wirklich festlegen und es fiel schwer, die Band in irgendeine Schublade zu packen. Eigentlich ein gutes Zeichen, würde man meinen, und so ist es auch. Nach dem im Jahre 2005 mit 'Hail Horror' das letzte Release der Band erschien, wurde es erst einmal ruhig um die Herren. Zwischenzeitig stieg Gitarrist Sammi Curr sogar aus, änderte seine Meinung aber bald darauf wieder und mit gemeinsamer Power wurde am neuen Werk gearbeitet und genau das steht jetzt mit 'Summon In Thunder' - ihrem Century Media Records-Debüt - in den Startlöchern. Und man muss Himsa zugestehen, dass sie sich auch hier weiterentwickelt haben. Waren die älteren Platten immer noch mit einigen Hardcore-Elementen gespickt, so warten Fronter Johnny Pettibone, Drummer Chad Davis, die Gitarristen Kirby Johnson und Sammi, sowie Bassist Derek Harn mit einem fast durchweg melodischen Death Metal Hammer auf, bei dem die Einflüsse des Bay Area Thrash absolut nicht von der Hand zu weisen sind.
'Reinventing The Noose' macht den Anfang und denkt man zu Beginn des Tracks, dass hier ein typisches Metal-Gitarrensolo-Intro stattfindet, entwickelt sich der Track innerhalb der nächsten Sekunden zur ersten apokalyptischen Hymne. Melodien reihen sich an Blastbeats und ein Tempowechsel folgt dem nächsten. Dabei kommt gleich der erste Song schockierend aggressiv rüber, vergisst dabei aber nicht die Ohren mit wirklich eingängigen Parts zu verwöhnen. So wird der Metal Fan also schon beim Opener grinsen und mit freudiger Erwartung die nächsten Tracks in Augenschein nehmen.
Bei 'Haunter', dem folgenden Stück, wird er dann auch sofort in die Hände klatschen. Einen Song mit mehr Groove wird man wohl auf der neuen Platte nicht finden. Moshlastig und doch enorm nach Thrash-Metal klingelnd, gestaltet sich diese Nummer und sorgt dafür, dass die Haare auf der heimischen Couch ordentlich wirbeln werden. So führen sich die weiteren Tracks der Platte dann auch fort. Schwachstellen scheint es nicht zu geben. Alles, aber auch wirklich alles steckt in einem bombastischen Gewand an Produktion, was nicht zuletzt an den drei (!!) Produzenten Steve Carter, Devin Townsend und Tue Madsen, von denen jeder für sich allein schon gereicht hätte, um die Platte sauber klingen zu lassen, liegen mag. Aber man gibt sich im Hause Himsa eben nicht mit halben Sachen zufrieden, was man am Endergebnis sehr gut merken kann.
Das nächste Highlight ist das etwas chaotisch wirkende 'Curseworship', bei dem es ebenfalls noch einmal richtig zur Sache geht. Auch hier finden sich wieder Melodien, die einfach ins Ohr gehen, aber auch ebenso brutale Riffs, die alles ummähen, was ihnen in den Weg gestellt wird. Über das Drumspiel von Chad Davis muss hier mit Sicherheit kein Wort mehr verloren werden, denn der Mann macht einfach seinen Job und das unglaublich gut.
Himsa wissen anscheinend über die ganze Länge ihres neuen Albums zu überzeugen und halten auch mit 'Ruin Them' und 'Den Of Infamy' weiterhin die zuvor geschaffene düstere Stimmung.
Der Titeltrack 'Summon In Thunder' beendet das Schlachtfest mit einem ordentlich letzten Paukenschlag. Hier bekommt der Hörer noch einmal alles geboten, was er sich von einem Thrash-Metal Album nur wünschen kann. Von Gitarrensoli bis zu erneuten Blastbeat-Einlagen ist noch einmal alles dabei und dann ist auf einmal Schluss.
Letztendlich bleibt zu sagen, dass mit 'Summon In Thunder' alles richtig gemacht wurde. Auch wenn der Hardcore-Touch um einiges zurückgeschraubt wurde, werden auch Fans der älteren Releases hier voll auf ihre Kosten kommen. Wer bislang noch nichts vom Himsa gehört hat, der wird mit dieser Platte den perfekten Einstieg in die Welt der Band aus dem Staate Washington finden.

Tracklist – 'Summon In Thunder':

01. 'Reinventing The Noose'
02. 'Haunter'
03. 'Big Timber'
04. 'Given In To The Taking'
05. 'Skinwalker'
06. 'Curseworship'
07. 'Hooks As Hands'
08. 'Ruin Them'
09. 'Den Of Infamy'
10. 'Unleash Carnage'
11. 'Summon In Thunder'

Mehr Info:
Gig-Review As I Lay Dying, Darkest Hour, Himsa, Maroon am 17. September 2007, Köln
Himsa: Website / MySpace
Autor: Alexander Greve