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War From A Harlots Mouth – 'Transmetropolitan'
Label: Lifeforce Records
Produzent: k.A.
Release: 21. September 2007
Spielzeit: 39:55 Minuten

War From A Harlots Mouth – 'Transmetropolitan'Erst letztes Jahr konnten War From A Harlots Mouth aus Berlin durch ihre Split CD mit Molotov Solution auf sich aufmerksam machen. Die Band zeichnete sich durch einen unverbrauchten Mix aus Hard- und Grindcore aus und konnte den Hörer vollkommen überzeugen. Die Frage, ob die Berliner das Niveau über eine ganze Platte halten können, blieb offen – bis heute!
'Transmetropolitan' nennt sich das erste Full Length von Fronter Steffen, den Gitarristen Simon und Daniel, Bassist Filip und Drummer Paule und gleich der erste Song 'How To Disconnect From Your Social Surrounding In Half An Hour' zeigt, dass sich die Band definitiv nicht verändert hat. Ohne Vorwarnung kracht der Song aus den Boxen und das mit einer Aggressivität, wie man sie selten erlebt. So wird also gleich die gewohnte WFAHM Atmosphäre geschaffen und durch eingestreute jazzige Parts noch verfeinert. Diese bringen für den Moment Ruhe und verschaffen dem Hörer eine Verschnaufpause, bevor die Instrumente ein weiteres Mal traktiert werden. Ehe man es realisieren kann, befindet man sich auch schon im zweiten Track der Platte. 'Heeey...Let´s Start A Band!' erinnert am Anfang von der Gitarrentechnik her an alte Norma Jean-Tage und entwickelt sich zu einem gewaltigen Angriff auf das Hörorgan. Es finden sich Tempowechsel am laufenden Bande und auch der Wechsel zwischen Moshparts und absoluten Blastbeats haut einen schlicht vom Hocker. Gegen Ende findet man dann auch noch die Crowdshouts, die sofort dazu einladen mitzuschreien und einen um die Anlage hüpfen lassen. Es lässt sich erahnen, dass War From A Harlots Mouth nichts verlernt haben. Eher haben sie ihren Sound noch ein wenig verfeinert und scheinen genau wissen, was sie hier tun. Für die einen mag das vielleicht völliger Krach sein, für Liebhaber jedoch ist 'Transmetropolitan' ein reines Fest an vertrackter Musik.
'Trife Life' gebietet dem chaotischen Treiben des Fünfers für kurze Zeit Einhalt und verschafft dem Hörer durch seine ruhige instrumentale Stimmung, die nur durch Hip Hop-Samples hervorgerufen wird, eine erneute Verschnaufpause, die aber mit 'Fighting Wars With Keyboards' jäh beendet wird. Hier darf dann wieder der Kopf auf den Schreibtisch, oder was auch immer einem in dem Moment im Weg stehen mag, geknallt werden. Man kann tatsächlich staunen über die musikalische Leistung, die die Berliner hier vollbringen.
'Mulder' gestaltet sich noch einmal eine Spur experimenteller als das bisher Gehörte. Hier geht es weniger um mörderische Geschwindigkeit, ist dieser Track doch eher langsam gehalten. Hier zeigt sich eben, dass WFAHM nicht nur knüppeln können, sondern ihr musikalisches Spektrum durchaus erweitert haben. 'Mulder' beinhaltet einfach alles, vom sehr melodischen Part bis zum absolut dissonanten Geschrabbel, um ein Hörerlebnis der besonderen Art entstehen zu lassen.
Was aber leider auffällt ist, dass beim ersten Hören nicht sofort ein Kracher hervorsticht, wie es bei 'Uptown Girl...Uptown Girl...I Had A Crush On You, Oh Uptown Girl' der Fall war. Abgesehen davon liegt hier aber eine definitive Kaufempfehlung vor, was sich durch Songs wie 'If You Want To Blame Us For Something Wrong, Please Abuse This Song!' und den Titeltrack 'Transmetropolitan' nur noch einmal bestätigt.
War From A Harlots Mouth haben es also geschafft, über die komplette Länge zu überzeugen und was anderes hatte man eigentlich auch gar nicht erwartet. Schon jetzt steht fest, dass man von dieser Band noch einiges erwarten darf, denn das hier ist ganz großes Kino!

Tracklist – 'Transmetropolitan':

01. 'How To Disconnect From Your Social Surrounding In Half An Hour'
02. 'Heeey...Let's Start A Band!'
03. 'The District Attorneys Are Selling Your Blood'
04. 'Trife Life'
05. 'Fighting Wars With Keyboards'
06. 'Mulder'
07. 'Thousand Complaints, One Answer'
08. 'If You Want To Blame Us For Something Wrong, Please Abuse This Song!'
09. 'Riding Deadhorses Is A Fucking Curse'
10. 'Transmetropolitan'
11. 'And In The Right To Make Mistakes, We May Lose Everything And Start Again...

Mehr Info:
War From A Harlots Mouth: MySpace
Autor: Alexander Greve