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The Blackout Argument – 'Remedies'
Label: Lifeforce Records
Produzent: Philip Seidl / Christoph Zehetleitner
Release: 07. Februar 2009
Spielzeit: 40:22 Minuten
Genre: Hardcore / Melodic Hardcore
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The Blackout Argument – 'Remedies'Für qualitativ herausragenden Hardcore muss man schon seit einiger Zeit nicht mehr zwingend über den großen Teich gucken. Dass man dafür nicht mal mehr jenseits der Ländergrenze suchen muss, beweisen The Blackout Argument aus München nachhaltig und eindrucksvoll mit ihrem neuen Album 'Remedies'. Das Quintett um Sänger Raphael Schmid, Sascha Laumann am Bass, den Gitarristen Chris Lochmann und Chris Zehetleitner sowie Schlagzeuger Philip Seidl ruft in den ersten Hördurchgängen nur die besten Assoziationen hervor. Bei Riffs und Gesang kommt man fast nicht dran vorbei, an alte BoySetsFire, Comeback Kid oder auch Thrice zu denken. Das überrascht positiv, erinnert es doch an große Werke einiger der besten und renommiertesten Bands des modernen Hardcore und Post-Hardcore. Wer an Abklatsch denkt, kann jedoch kaum weiter entfernt liegen. Denn mit jedem Hördurchgang werden die Songs eigenständiger, und entwickeln ihren eigenen Charakter.

Von straighten Hardcore-Passagen und Songs, wie 'On Top Of The Beat (Olive)' oder 'The Ravine (Willow)', bis zu melodischen Hymnen wie 'Vampire Searching For Some Light (Larch)' oder 'Room To Set Sail (Mustard)', wird alles geboten. Besonders der vielseitige Gesang gibt vielen Passagen und vor allem Refrains einen prägenden Charakter, so dass es viele Melodien gibt, die sich dauerhaft im Kopf und Ohr fest setzen. Auch wenn hier ein paar moderne Klischees bedient werden, sei es der obligatorische Breakdown oder Gang-Shouts, die Elemente wirken nicht gezwungen. Jedes Stilelement wirkt an vorhandener Stelle absolut schlüssig und weder aufgesetzt noch gezwungen. Von Anfang bis Ende ist das Album schlüssig und stimmig und es fällt schwer, Songs positiv oder negativ hervorzuheben. Was nicht zuletzt auf die hohe Qualität zurück zu führen ist. Spitzenklasse, keine Frage. Insgesamt umspannt 'Remedies' übrigens ein Konzept, was sich lohnt in einer ruhigen Minute näher zu betrachten. Dieses im Detail zu beschreiben, würde den Rahmen dieses Reviews deutlich sprengen, daher nur kurz der Hinweis: Jedem Song ist eine Pflanze, besser gesagt, eine Bachblüte zugeordnet. Die Eigenschaften dieser Pflanzen im Hinterkopf, gibt manchem Song eine interessante Note oder weitere Deutung. Ein Blick in diese Richtung lohnt sich also, das Internet hilft an dieser Stelle gerne weiter.

Was kann man nun zusammenfassend und abschließend über 'Remedies' sagen? Hier liegt uns ein Album vor, das absolut ebenbürtig und qualitativ auf Augenhöhe mit den großen der Zunft steht. Sei es die Produktion (die übrigens in Eigenregie erfolgte), Sound, Ideen oder Vielseitigkeit, es bleiben keine Wünsche offen. Wer ältere BoySetsFire oder Comeback Kid vermisst, wer Bands wie This Is Hell durchaus zu seinen Lieblingen zählt, der erhält hier eine uneingeschränkte und absolute Kaufempfehlung. Besser noch, Kaufpflicht!

Tracklist – 'Remedies':

01. 'Tempest (Rescue Remedy)'
02. 'Broken Teeth (Agrimony)'
03. 'Dead But So Alive (Wild Oat)'
04. 'Identity Dispute (Rock Water)'
05. 'Kidnap Yourself (Aspen)'
06. 'The Ravine (Willow)'
07. 'On Top Of The Beat (Olive)'
08. 'Walking Without Feet (Cerato)'
09. 'Seven Tones Of Grey (Pine)'
10. 'Treasure Chest Confidential (Gorse)'
11. 'Vampire Searching For Some Light (Larch)'
12. 'Daisied Tree (Hornbeam)'
13. 'Room To Set Sail (Mustard)'
14. 'A Walkover To Endure Being (Chestnut Bud)'

Mehr Info:
CD-Review: The Blackout Argument – 'Munich Angst' - 27. April 2007
CD-Review: The Blackout Argument – 'Munich Valor' - 27. April 2007
CD-Review: The Blackout Argument – 'Decisions' - 07. September 2007
CD-Review: The Blackout Argument – 'Smile Like A Wolf' - 31. Mai 2008
The Blackout Argument: Website / MySpace
Autor: Jens Classen