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Days In Grief Interview - 29. März 2004 - Köln
Mit: Jörg Ahrens (Gesang, Bass), Florian Raatz (Gitarre), Max Schreiber (Schlagzeug) und Sebastian Blaschke (Gesang, Gitarre)

Days In GriefViele Leute drängeln sich schon in den kleinen Clubraum vom Kölner Underground. Es ist Montag, 29. März 2004, und heute findet die Release-Party des Kölner Quartetts Days In Grief statt. Wir treffen die smarten Jungs noch vor der Show, um ihnen die ein oder andere Frage zu ihrem Album und ihrer Musik zu stellen…

Wastin!com: Erstmal Hallo und schön euch zu sehen! Wie lange gibt es Days In Grief denn jetzt schon?

Jörg: Uns gibt es jetzt gut zweieinhalb Jahre.

Wastin!com: Und wie habt ihr euch kennen gelernt?

Jörg: Ja, wir haben vorher alle in anderen Bands gespielt und sind dadurch irgendwie schon in Kontakt gekommen mit einander. Dann haben wir einfach mal angefangen so´n paar Songs zusammen zu schreiben, erst mal just for fun. Das waren da noch Flo, Sebastian und ich und das hat dann irgendwie richtig gut geklappt. Dann haben wir uns noch den Max ins Boot geholt, weil der unglaublich gut Schlagzeug und spielt und wir den unbedingt haben mussten. Und so hat sich das dann entwickelt. Und das kam es letztendlich so, dass wir gesagt haben, lasst uns doch einfach eine feste Band machen und so ist das dann entstanden.

Wastin!com: Und wie seid ihr dann auf den Bandnamen gekommen? Der klingt ja sehr traurig (Anm. grief = Trauer)?

Sebastian: Also, unsere erste Probe war am 13. September 2001, zwei Tage nach den Anschlägen von auf das World Trade Center und da schwang diese ganze Trauer so ein bisschen mit und dieses geschockt sein von den Anschlägen. Außerdem haben wir uns halt gedacht, dass man an Tagen, an denen man traurig ist gleichzeitig auch am Kreativsten ist und das ist ja eigentlich das, was eine Band machen soll; kreativ sein. Und deswegen passt es gut zu uns.

Wastin!com: Ihr wisst ja, es ist für die Musikpresse immer sehr schwer den Stil einer Band zu umschreiben, deshalb die direkte Frage an euch, wie würdet ihr selber euren Stil beschreiben?

Max: Also, ich glaube, es ist schwer, das in eine Schublade zu stecken, was wir machen. Man kann nicht klar sagen, das ist Punk oder das ist Emo oder was weiß ich. Also ich glaube, wir werden auf jeden Fall beeinflusst von den Stilrichtungen Metal, Hardcore, Punk und Emo. Wir haben halt zum Teil Metalriffs und Hardcore ist es von den Vocals her, weil das sehr geschrieen ist, aber auch wieder gesungen wird, also auch Emo-Einflüsse. Punk ist dabei, glaub ich, so das Grundtragende Element. Also ich würde sagen, das ist eine Mischung aus diesen verschiedenen Stilen und natürlich hoffen wir, dass wir da so irgendwie ein bisschen unseren eigenen Stil kreiert haben.


Days In GriefWastin!com: Welche Bands haben euch denn so beeinflusst?

Jörg: Ich hol´mal die Liste raus! (lacht)

Sebastian: Ja, wir haben da schon mal was vorbereitet!

Flo: Nee, also wie gesagt, wir kommen eigentlich alle so ein bisschen aus verschiedenen Ecken. Ich habe immer viel Metal gehört jetzt ist das überwiegend In Flames, die finde ich sehr geil. Ansonsten, ja weiß ich nicht, wie das bei euch? Seb hat teilweise auch Rock gehört oder rockigere Sachen, halt Rock´N´Roll! Sag mal lieber selbst!

Sebastian: Na ja (lacht). Es ist halt immer schwer Bands zu nennen, das heißt nicht schwer, aber man macht´s halt ungern, weil man dann sehr oft mit den Bands verglichen wird. Aber man kann auf jeden Fall sagen, Bands auf die wir uns alle einigen können sind: Boy sets Fire und Thrice. Ansonsten hat halt jeder seine eigenen Favoriten, die können wir jetzt schwer hier alle aufzählen.

Wastin!com: Aber trotz der vielen verschiedenen Einflüsse scheint das bei euch ja alles gut zu funktionieren. Ihr bekommt das alles gut unter einen Hut ohne euch die köpfe einzuschlagen?

Sebastian: Ja, wir schreiben die Songs halt hauptsächlich im Proberaum, jedenfalls werden sie im Proberaum vollendet. Und dann sagt auch jeder, was ihm nicht gefällt und deswegen kommen dann schon von jedem die Einflüsse automatisch mit rein.

Wastin!com: Wenn ihr jetzt nicht im Proberaum oder auf der Bühne seid, was macht ihr sonst so im „wahren Leben“?

Sebastian: Also, Jörg und ich studieren, ich studiere Nachrichtentechnik und der Jörg Jura, der Flo macht eine Ausbildung als Mediengestalter und der Max ist Zivi im Seniorencenter.

Jörg: Der Bingo-Mann! (lacht!)

Wastin!com: Wo war denn bisher euer schönster Auftritt und warum?

Max: Also, die größte Show war vor zwei Wochen ungefähr in Berlin mit The Offspring. Das war eine sehr kurzfristige Sache, wir haben das erst zwei Tage vorher erfahren und waren natürlich hin und weg, weil uns klar war, das wird eine riesen Halle. Das waren, glaub´ ich, 3500 Leute und das Publikum war unglaublich, weil es halt ein sehr junges Publikum war, die alle total gut drauf waren und richtig Bock auf die Show hatten. Wir sind auf die Bühne gekommen und der Jubel war unglaublich, wir dachten erst, da die denken wir wären schon The Offspring und so ein Publikum hätten wir echt gar nicht erwartet. Das war wirklich die geilste Show mit dem Kölner Ringfest zusammen. Wir haben 2003 auf dem Ringfest gespielt und das war auch eine sehr geile Sache und ich würd´ sagen, die beiden Gigs waren auf jeden Fall bisher die größten für uns.

Wastin!com: Wann ist ein Konzert denn für euch gut, ist das größenabhängig?

Jörg: Nee, eigentlich ist es letztendlich, wenn du merkst - gerade bei einem fremden Publikum - dass es irgendwann über dieses Kopfnicken hinaus geht, wenn die Musikpolizei irgendwie anfängt mit den Beinen zu wackeln und wenn auf einmal der Pogo-Pit losgeht. Und wenn die Leute einen vorher nicht kannten man so wirklich weiß, dass man sie jetzt nur wegen dieses Abends, wegen seiner eigenen Musik überzeugt. Sobald man das merkt, und man eben durch den Applaus das Echo bekommt und ja, das ist einfach das Größte! Letztendlich macht man dafür eigentlich Musik, wir jedenfalls schon!

Wastin!com: Ihr habt je jetzt schon eure CD „Portrait Of Beauty“ aufgenommen, wo war das und wie kommt man an die CD?

Days In GriefSebastian: Aufgenommen haben wir in Leverkusen und wenn man sie kaufen will, hoffe ich, dass man sie in jedem größeren Laden vielleicht auch kleineren Punkladen was auch immer bekommen kann. Oder auf unserer Homepage auch. (www.daysingrief.de )

Wastin!com: Ihr seid ja schon mit vielen Bands aufgetreten, mit welcher habt ihr euch denn am Wohlsten gefühlt?

Max: Ja mit The Offspring war das halt vom Konzert her das Größte, aber von der Seite der „Backstage-Seite“ her jetzt nicht, weil die Jungs sich total zurückgezogen haben und wir mit denen überhaupt keinen Kontakt hatten. Von daher wenn man es jetzt darauf bezieht sich da mit einer anderen Band wohlgefühlt zu haben oder gut verstanden zu haben… dann war das?

Jörg: Mit Voice Of A Generation zum Beispiel!

Max: Ja! Zum Beispiel Voice Of A Generation aus Schweden, die waren super sympathisch. Mit denen haben wir uns super verstanden, die fanden uns total gut, wir fanden die gut und ja mit Cobretti! Das sind unsere Proberaumkollegen, mit denen wir auch heute hier spielen auf der Release-Show, mit denen ist auch immer wieder lustig, aber zum Beispiel Voice of a generation war einfach ne super Sache. Auf jeden Fall!

Wastin!com: Was ist euch denn, nach dieser Erfahrung mit der gigantischen Halle bei Offspring lieber? Eine kleine oder große Halle?

Flo: Ich würde sagen, da kommt es eigentlich gar nicht so drauf an. Das Wichtigste ist, dass man merkt, das man die Leute begeistern kann, und das kann auch in Clubs vor 20 Leuten sein oder so. Auch in kleinen Clubs ohne Bühne hatten wir schon sehr geile Shows. Und ich glaube, das die Größe spielt im Endeffekt keine Rolle.

Wastin!com: Also, muss nur die Atmosphäre stimmen?

Flo: Genau!

Wastin!com: Dann lasst uns mal über den Grund sprechen, warum wir uns überhaupt hier heute abend alle versammelt haben: Euer Debüt-Album „Portrait Of Beauty“. Welche sind eure Lieblingssongs auf der Platte, könnt ihr die nennen?

Jörg: Ja, also unsere Favoriten sind schon „Shadows Fall“, da können wir uns alle drauf einigen, und „Blindfold“ und auch „Make Noise – The Revolution Sleeps“ und „Pledge Allegiance To Demons Inside“. Also es sind schon mehr die, die wir auch auf dem Album nach vorne gestellt haben einfach, weil wir sie als besser erachtet haben und hoffen, dass das auch die anderen so sehen. Also es ist schon so der Anfang der CD kann man sagen.

Wastin!com: Wie kam es denn zu dem Titel?

Jörg: Es kam eigentlich dadurch, dass wir vorher noch auf einem anderen Label waren. Wir haben dann gewechselt, aber das Artwork wurde noch mit dem alten Label gemacht und das war ein ganz anderes Cover. Es war ein Portrait von einem Gesicht, das einfach unglaublich viele Gefühle ausgedrückt hat und das sah einfach sehr geil aus.

Max: Es war keine hübsche Frau, um das mal klar zu stellen! (Alle lachen)

Jörg: Es war einfach ein Portrait von einem krassen Gesichtsausdruck und wir haben da einfach die Verbindung drin gesehen, mit dem, was wir auch mit unserer Musik ausdrücken wollen. Halt wirklich die Emotionen, das ehrliche Gefühl, das echte Gefühl und das bedeutet auch Schönheit für uns und deshalb haben wir letztendlich das Album den Rahmen oder als Portrait der Schönheit benannt. Und „Portrait Of Beauty“ klingt auch ganz gut, ist eingängig und so haben wir es dann genannt.

Wastin!com: Ist das Album denn dem Titel gerecht geworden, was ihr auch ausdrücken wolltet? Immerhin ist es ja euer Debüt, da sollte es das ja tun.

Days In GriefFlo: Ehrlich gesagt, wie du das auch gesagt hast, es ist unser Debüt, da haben wir uns jetzt keine großen Gedanken darüber gemacht. Wir hatten den Titel ja nicht vorher und haben dann noch Songs darauf geändert. Wir haben halt die Lieder aufgenommen, die wir hatten, haben die besten ausgewählt und die sind halt auf die CD gekommen.

Wastin!com: Also mehr eine Gefühlssache?

Flo: Ja, schon! Vielleicht passt das dann im Endeffekt dann doch dazu.


Wastin!com: Jörg, du schreibst ja hauptsächlich die Texte, was inspiriert dich? Oft lautet die Antwort hier: Alles? Gibt´s da was Besonderes bei dir?

Jörg: Ja, das ist schon konkreter. Vielleicht, dass man etwas verarbeitet, was einen berührt, was einen irgendwie sowohl interessiert als auch schockiert, enttäuscht oder frustriert. Und dadurch kommt auch teilweise dann auch die Aggression in den Texten zustande, auch in den Vocals, die ich versuche rüberzubringen. Und das ist natürlich zum einen, wie man halt sieht, wenn man sich die Texte anschaut zur Zeit politische Sachen, weil ich einfach politisch interessiert bin und ich es auch einfach wichtig finde, gerade in der momentanen Zeit, wo so viel Übles abgeht, dass die Leute wieder anfangen sollten sich für etwas zu interessieren. Ich finde nämlich, dass wir eine extrem unpolitische - abgesehen jetzt von der Szene – eine extrem unpolitische Jugend sind, also wenn man es jetzt mal mit 68 oder so etwas vergleicht. Und ich versuche einfach mit den Texten ein bisschen den Leute zu vermitteln: „Bekommt den Arsch hoch, lest die Zeitung und informiert euch ein bisschen!“ Und mehr will ich gar nicht, ich will keine Parolen in die Welt setzen, sondern einfach nur zum Nachdenken anregen.

Wastin!com: Also ist dir und eigentlich auch euch allen die Message hinter den Texten schon wichtig?

Jörg: Ja, doch, definitiv, ja.

Wastin!com: Mit wem würdet ihr denn gerne mal Zusammenarbeiten, halt mit anderen Musikern oder Produzenten?

Max: Ja, also, diese Frage zu den Bands kommt jedenfalls oft. Es war ja auch nach Bands gefragt und da sagen wir immer als allgemeine Lieblingsbands der Band Boy sets Fire und Thrice auf jeden Fall! Also mit denen mal Shows zu spielen, das wäre eine sehr große Sache für uns, aber Produzenten? Da haben wir jetzt eigentlich keine speziellen.

Flo: Ich kann nur sagen, ich würde gerne mal nach Schweden, ich hab da jetzt auch keinen Produzenten konkret im Kopf, aber da sind ja schon die dicken Metalproductions abgegangen und in dem Bereich gibt´s ja hier nicht schrecklich viel oder ich kenne zumindest keinen insofern würde ich einfach gern mal nach Schweden zu einem dicken Metal-Produzent. Denn zum Beispiel die In Flames CD´s sind sehr gut produziert.

Wastin!com: Wie war die Arbeit denn dieses Mal mit eurem Produzenten? Hat er euch viel vorgeschrieben oder wie lief das ab?

Flo: Nee, der hat uns überhaupt nichts vorgeschrieben. Das war wirklich sehr angenehm im Studio. Also ich für meinen Teil hatte da vorher ein bisschen Stress und Panik vor, aber es war im Endeffekt ein sehr angenehmes Arbeiten.

Jörg: Der Produzent war der Thomas Hannes, das kannst du jetzt ruhig noch mal sagen.

Flo: Das war der Thomas Hannes genau und wir konnten uns da austoben, wie wir lustig waren so, das war schon sehr geil.

Max: Der hat immer gute Ratschläge gegeben.

Jörg: Und die nimmt man ja auch gerne an.

Wastin!com: Also, wenn das anders gelaufen wäre, dann hätte ihr da auch nicht mitgemacht, wenn der euch jetzt erwählt hätte, ihr solltet irgendwie poppiger klinegen oder so?

Sebastian: Nee, wie wir die Songs schreiben, so sollen sie dann natürlich auch sein. Wir haben ja unsere eigenen Gedanken dabei und dann wollen wir natürlich nicht, dass die von irgendwem anders verdreht werden. Ist ja klar. Aber Ratschläge muss man natürlich auch annehmen. Also so Produzenten, die haben natürlich auch ihre langjährige Erfahrung, die wissen, wie eine Studioarbeit eigentlich auch sein muss und da kann man natürlich auch schon was lernen.

Wastin!com: Jetzt eine schwierige Frage. Wo seht ihr euch denn in 10 Jahren?

Sebastian: Herrliche Frage! Im Altersheim, im Rock ´n´ Roll Altersheim.

Jörg: Arbeitslos und Spaß dabei. Gescheiterte Rockehe.

Sebastian: Der Max ist dann immer noch Zivi in 10 Jahren und wir studieren noch (lacht) Ganz einfach!

Wastin!com: Das wird aber teuer dann mit den Studiengebühren. Dann anders gefragt, wo würdet ihr euch denn gerne in 10 Jahren sehen?

Days In GriefMax: Ja, ich würde ganz klar sagen, wir sehen uns gerne in 10 Jahren als Berufsmusiker. Und ja es ist halt wirklich eine Frage, ob man daneben ein Studium durchziehen kann, ob man das will, ob man einen Job eingehen kann und trotzdem mit der Band so erfolgreich sein kann wie möglich. Keine Ahnung. Aber von der Musik leben zu können das wäre auf jeden Fall ein Traum von uns, einfach so viele Shows zu spielen wie möglich und mit der Band so weit zu kommen, wie es irgendwie geht. Aber wie das konkret aussehen wird, ob wir jetzt in 10 Jahren bei Rock am Ring stehen oder immer noch in abgefuckten Clubs, keine Ahnung, aber davon zu leben, das wäre ein Traum.

Flo: Also wenn das hier die Frage nach 10 Jahren ist, dann sehe ich das jetzt nicht so mit Job oder Studium nebenbei. Ich selbst habe ja gerade schon den absoluten Spagat, ich mache ja eine Ausbildung als Mediengestalter und das ist teilweise schon gut stressig, weil das ja jetzt beides schon sehr zeitintensiv ist. Also wäre es schön, wenn´s mit der Musik klappen würde, denn auf Dauer, denke ich, ist das nicht zu regeln.

Wastin!com: Ja, man hat ja auch gesehen, dass zum Beispiel der Fini von den Emil Bulls ausgestiegen ist, um sich völlig auf sein Studium zu konzentrieren. Das ist aber doch eigentlich seltsam, denn die Bulls haben sich ja schon einen hohen Status erspielt. Könnt ihr das nach voll ziehen? Ihr habt euch ja auch schon einiges erspielt, draußen isses ja schon gerammelt voll!

Jörg: Echt, wir sind schon seit einer Stunde hier drin! (lachen)

Max: Ja klar, das ist halt eine Release-Show und alle Freunde sind da, wie wir animiert haben also liegt das ein bisschen daran. Wir füllen jetzt nicht an jedem Tag das Underground, so ist es nicht, aber ja, wir sehen das generell so; wir wissen einfach gar nicht, wie weit wir mit der Musik kommen können und von daher kann man jetzt nicht sagen; „Wir machen jetzt nichts, wir machen kein Studium.“ Wie gesagt, Jörg und Sebastian studieren und ich stehe jetzt auch vor der Frage, studieren oder nicht, Ausbildung anfangen oder nicht. Und ich glaube, es ist schon sehr schwierig von der Musik leben zu können und natürlich ist es zeitlich super schwer. Trotzdem denke ich, dass man schon irgendwie etwas haben muss, denn macht auch nicht mehr mit 50 Musik.

Sebastian: Zumindest nicht diese Mucke (lacht). Ja, den Vorteil, den wir jetzt außer dem Max jetzt haben, ist, dass wir jetzt schon fast fertig sind mit dem Studium und mit der Ausbildung. Und dann hat man zumindest mal was in der Tasche und kann dann immer noch auf einen festen Job zurückgreifen, sollte es mit der Musik nicht klappen. Und im Moment wären wir auch noch auf einen Job angewiesen.

Wastin!com: Aber ihr habt ja Glück und eine sehr gute Labelbetreuung (Eat The Beat), Christian und Frank sind doch der Hammer!

Sebastian: Ja, der Hammer! Auch noch mal viele Grüße an Christian und Frank!

Wastin!com: Könnt ihr mir eure erste und letzte Platte nennen, die ihr euch gekauft habt?

Flo: Oh, bitterböse Frage!

Sebastian: Meine erste war Phil Collins „Live“, das war auch wirklich eine Platte und die letzte war Killswitch Engage.

Flo: Also meine erste Platte war (lacht), ich trau mich ja gar nicht das zu sagen! Das war der Snap Mega Mix (alle lachen). Und meine letzte das ist echt schon lang her, ich weiß es ehrlich gesagt gar nicht mehr. Da muss ich jetzt im Moment passen… Oh doch meine letzte Platte war dann Air ja, haha.

Max: Meine erste Platte war Die Ärzte – „Bestie in Menschengestalt“ und meine letzte war Thrice – „The Artist In The Ambulance“, meine ich jedenfalls.

Jörg:
Meine erste war Michael Jackson Bad (lacht) und die letzte war All Unto Ashes, ich weiß gar nicht wie sie heißt, ich merk mir das irgendwie nicht mehr.


Wastin!com: Und was können wir demnächst von euch noch erwarten? Was liegt als nächstes an?

Max: Touren steht jetzt an. Vom 18. Mai bis zum 6. Juni touren wir mit Tribute To Nothing zusammen, eine Band, auf die wir auch ziemlich gespannt sind, weil wir schon viel Gutes von denen gehört haben,

Jörg: Die zweite Single „The Abstract Feeling Of Being Lost“ kommt irgendwann im Mai raus.

Sebastian: Ja, und ein kleines Video vielleicht.

Jörg: Das aber halt mit Freunden so absolut Low Budget mäßig. Das wird ´ne lustige Nummer!

Flo: Ansonsten viele Konzerte.

Jörg: Ja, Konzerte, Konzerte, Konzerte!!!

Wastin!com: Schön, dann freuen wir uns darauf, euch später noch mal live zu sehen! Vielen Dank an euch und viel Spaß beim Konzert jetzt!

Alle: Ja, danke auch!
Autor: Vera Bunk