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Alternate Eve
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zum Mag! Aber gerade gönnt sich 'Alternate Eve' eine verdiente Pause! Den nächsten Sendetermin erfahrt ihr demnächst an dieser Stelle!
Boozed Interview - 22. August 2004
Mit: Sänger Markus „Mäc“

UndercroftBoozed das sind: Sänger Mäc, Drummer Ugge, Gitarrero Marv und Poni, ebenfalls an der Gitarre. Und Boozed´s Motto lautet „Louder Than The Rest, Better Than The Best!“. Und das nehmen die fünf Musiker im zarten Durchschnittsalter von 19 Jahren mehr als wörtlich. Sie tourten bereits im Jahre 2003 intensivst und rockten bei nahezu 50 Konzerten unter anderem mit Bands wie den Donots, Bonfire, den Turbo AC´s oder den Dimple Minds. Live rocken die Jungs, bis sich die Balken biegen und ihr Debüt-Album „seizin´ the day“ (Kamikaze Records), das im Januar 2004 erschienen ist wurde mehr als begeistert aufgenommen. Wir, Wastin!com, sind stolz euch diese Band live präsentieren zu dürfen! Tourdates gibt´s Hier Wir haben mit Sänger und Frontröhre Markus über alles Mögliche und Unmögliche geplaudert, das kam dabei raus:

Wastin!com: Wie habt ihr euch kennen gelernt, wie ist „Boozed“ geboren worden?

Markus: Ugge, unser Drummer, landete vor ein paar Jahren zufällig in meiner Klasse. Um ihn zu ärgern, fragte ich ständig, ob er Bock auf eine AC/DC-
Coverband hätte, weil ich wusste, dass er nicht gerade auf AC/DC stand. Eines Tages überraschte er mich damit, dass er zusagte. Als nächstes holten wir Tim und Daniel ins Boot, die uns ein Kumpel empfohlen hatte. Vor der ersten Probe kannte ich die beiden quasi gar nicht. Poni kam dazu, weil wir noch einen Sänger suchten und er das im besoffenen Kopp auf einer Party mitbekommen hatte. Obwohl er eigentlich Gitarrist war, nahmen wir ihn natürlich, auch wenn wir bald beschlossen, die Positionen zu wechseln.

Wastin!com: Und wie und warum kam es zu dem Namen „Boozed“?

Markus: Ugge hatte uns den ersten Gig klargemacht, wir hatten noch keinen Namen und Ugge sagte dem Veranstalter am Telefon einfach „Booze“, weil das der einzige Name war, an den er sich von der letzten erfolglosen Ausdenksession erinnern konnte. Wir änderten den Namen später in Boozed, weil es in unserer Nähe schon einen Motorradclub namens MC Booze gibt.

Wastin!com: Ihr seid jetzt schon seit Anfang des Jahres auf Tour, wie fühlt ihr euch?

Markus: Naja, wir touren ja nicht ohne Pause am Stück durch, sondern spielen so gut wie nur am Wochenende, weil sich die Sache sonst nicht mit Schule und Arbeit verbinden ließe. Deswegen fühlen wir uns eigentlich ganz gut. Wahrscheinlich sogar besser als unsere Kollegen hier in Bramsche, denn die saufen die ganze Zeit nur. Wir fahren auch manchmal noch Auto und spielen ein wenig Musik.

Wastin!com: Aber hat man nicht irgendwann die Schnauze voll, von dem ganzen Touren und von der Tatsache, dass man die anderen jeden Tag sehen muss?

Markus: Ich sehe nur Ugge jeden Tag in der Schule, oft auch nur von weitem.

Wastin!com: Wie vertreibt ihr euch die Zeit bevor es Zeit ist die Bühne zu rocken?

Markus: Während wir unterwegs sind, unterhalten wir uns mit permanent sinkendem Niveau über die Dinge, über die man nur mit Leuten spricht, bei denen man sich ganz sicher ist, dass sie wissen, dass alles nur Spaß ist. Wenn man da ist, kann man die tollsten Sachen machen: Kickern und Bier trinken.

Wastin!com: Ihr kommt ja während der Tour ganz schön rum, wie haltet ihr Kontakt nach Hause zu euren Freundinnen und Familien?

Markus: Wie schon gesagt: Man ist außerhalb der Ferien unter der Woche immer daheim. Auf Tour kann man mal anrufen, wenn man will...

Wastin!com: Wo war bis jetzt das beste Konzert? Und worauf freut ihr euch noch besonders?

Markus: Ich hatte bei vielen Shows ein gutes Gefühl, ich glaube nicht, dass ich eine so hervorheben kann. Aber ich freue mich jetzt schon extrem auf unseren finalen Gig dieses Jahr, und zwar am 18.12. in der Alten Webschule in Bramsche. Mit dabei sein werden die Cellophane Suckers, Good Witch Of The South und Speedway 69. Letztes Mal wars schon ein richtig geiler Abend und es soll natürlich noch sehr viel derber krachen!

Wastin!com: Was ist das Beste daran so viel zu Touren?

Markus: Man trifft massenhaft Leute, es ist wirklich interessant, die verschiedensten Menschen kennenzulernen. Auch nicht schlecht ist, dass man viel Gelegenheit hat, Musik zu machen. Sehr schlecht sind dagegen die Abende, wo man vom selbstlosen Veranstalter eine Kiste Bier für sechs Leute bekommt. Das ist vor allem auf Tour beschissen, weil man da meist nicht die Möglichkeit hat, woanders Alk zu günstigen Preisen zu bekommen.

Wastin!com: Ist es das, was ihr immer wolltet?

Markus: Wenn es immer genügend Bier, Essen und Schlafplätze gäbe, wäre es es das bestimmt, hehe.

Wastin!com: Was mögt ihr lieber, auf großen Festivals zu spielen oder in kleinen Clubs? Wo macht´s mehr Spaß?

Markus: Bis jetzt laufen die Shows eher in kleinen Clubs am besten. Man hat die Leute unmittelbar vor sich, es ist irgendwie persönlicher. Außerdem ist es leichter, die Bühne zu füllen. Man muss es schon draufhaben, eine große Bühne nicht leer wirken zu lassen, was für uns noch ziemlich schwer ist. Aber wir werden auch bald auf größeren Festivals richtig was reißen müssen, denn wir haben nicht die Absicht, für immer Underground zu bleiben.

Wastin!com: Ihr habt schon mit vielen namhaften Bands die Bühnen geteilt, mit welcher habt ihr euch am besten verstanden?

Markus: Die Frage würde wahrscheinlich jeder von uns anders beantworten. Ich empfinde das eigentlich ständig anders, kommt immer drauf an, mit wem man gerade am meisten zu tun hat.

Wastin!com: Ingo Donot hat ja sogar bei eurer „Seizin´ the day“ Ltd. Edition mitgewirkt, wie kam es dazu?

Markus: Unser Manager ist ja schon seit Jahren Webmaster der Donots und kennt sie ziemlich gut, wir haben außerdem schon ein- oder zweimal mit ihnen gespielt. Also haben wir Ingo angehauen und er hatte Bock.

Wastin!com: Beschreibt doch bitte, wie sieht ein typischer Tag von euch aus?

Markus: Morgens aufstehen, duschen, nicht frühstücken, weil ich zu spät dran bin, dann bis zwei Uhr Langeweile. Zu Hause Mittag essen, dann Proben oder was Ähnliches. Um elf, zwölf Uhr: pennen gehen.

Wastin!com: Ihr werdet von vielen Magazinen als eine der besten Live-Bands zur Zeit bezeichnet, warum glaubt ihr? Wie und wodurch habt ihr sie von euch überzeugt?

Markus: Wow, das wusste ich bis eben gar nicht. Aber mal pauschal Danke an alle, die so denken und das hier lesen. Ich denke, dass die Leute uns ansehen, wie verdammt viel Spaß wir daran haben, die Songs, die wir selbst zurechtgebastelt haben, live zu spielen. Wir geben Vollgas und versuchen nicht, trendy zu sein. Wir rocken, wir gehen ab, wir schwitzen uns kaputt. Und die Kollegen, die Bock haben, das auch zu tun- das müssen die sein, die uns gut finden. Wer bei einer echten Rockshow mitmachen will, kann das bei uns tun.

Wastin!com: Welche Bands beeinflussen euch?

Markus: Vor allem Rose Tattoo, Motörhead und AC/DC, würde ich mal sagen. Gluecifer haben auch ihre Spuren bei uns hinterlassen. Aber da kann jeder der Jungs für sich selbst noch einige mehr aufzählen.

Wastin!com: Welche sind deine “Top 5 Albums of All Time”?

Markus: 1.) AC/DC – Powerage. 2.) Black Sabbath – Paranoid. 3.) Led Zeppelin – How The West Was Won. 4.) Rose Tattoo – 25 to live. 5.) Turbonegro – Apocalypse Dudes.

Wastin!com: Was ist das Peinlichste, das euch schon mal auf der Bühne passiert ist?

Markus: Einmal war erst Ugges Fußmaschine irgendwie im Arsch und er regelte das so schnell er konnte, während wir anderen rumstanden wie die Vollidioten. Als alles okay war, zockten wir weiter und ich goss kurz darauf aus Versehen Wasser in Tims Bass, was einen kleinen Kurzschluss verursachte. Als wir nach dem Beheben dieses Problems weitermachen konnten, war der Großteil der Leute schon wieder weg... Es war echt beschissen.

Wastin!com: Welches Equipment benutzt ihr?

Markus: Du fragst den falschen, Mann... Ich weiß, dass die Jungs Marshallamps und –boxen spielen. Tim hat eine Warwick- Combo plus Box und Ugge spielt ein Tama- Set. Genau wie Lars Ulrich.

Wastin!com: Was ist euer Lieblings-Konzert-Outfit? Und warum?

Markus: Ich habe immer eine Jeans, bequeme Schuhe und ein Shirt an. Am liebsten das rote mit Air Jordan im Flug. Wir haben uns natürlich auch mal Gedanken gemacht, was wir uns für Outfits für die Shows besorgen könnten. Aber irgendwie wäre alles aufgesetzt, was wir uns ausdenken würden. Das hängt mit unserer Musik und unserer Einstellung zusammen: Wir machen ehrlichen, straighten Rock. Man kann ihn auch simpel nennen, dafür schämen wir uns nicht besonders. Und auf der Bühne zeigen wir das dadurch, dass wir so aussehen wie auf der Straße, zu Hause, beim Saufen, Proben- wie immer eben.

Wastin!com: Warum sollten die Leute eure Musik hören?

Markus: Weil sie bei uns was fühlen werden – und zwar mehr als nur einen Brechreiz, wie bei all der Scheißmusik, die es im Fernsehen und im Radio gibt. Wir sind kein Plastik, wir sind Fleisch!

Wastin!com: Das klingt überzeugend und das war auch schon meine letzte Frage. Vielen Dank!

Markus: Danke auch!


Weitere Infos zur Band gibt´s HIER

Und Auf der offiziellen Homepage der Jungs
Autor: Vera Bunk