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KoRoDeD Interview - 24. August 2004
KorodedKoRoDeD aus Jülich war einer der Acts, die beim Kölner Ringfest die Eat The Beat-Bühne zum Beben brachte und das Publikum restlos begeisterte. Jan Röder(Gesang), Andreas Leifeld (Gitarre/Gesang), Olaf Koch (Bass) und Ben Overmann (Schlagzeug) spielten zum letzten Mal in ihrer üblichen Besetzung, denn Bassist Olaf wird die Band verlassen. Aber keine Sorge, es gibt keinen Stress, man geht in Freundschaft auseinander. Der neue Mann steht auch schon bereit, Reiner heißt er und er wird dann den Bass zupfen. Im Herbst könnt ihr die Jungs im Rahmen der Monster Mosh Down Tour unter anderem mit The Anti Doctrine und 10 Fold B-Low sehen. Wir haben mit Frontmann Jan Röder über den Gig beim Ringfest, seine Motivation als Sänger und über seine Lieblingsplatten gesprochen. Hier gibt´s die seine Antworten!

Wastin!com: Könntest du dich erst mal vorstellen und sagen, was du in der Band machst?

Jan: Also ich bin der Jan, habe 27 Jahre auf dem Buckel und bin Sänger und Mädchen für
alles bei KoRoDeD.

Wastin!com: Wie und wo genau habt ihr euch kennen gelernt?

Jan: Da wir nun etliche Besetzungswechsel durchgemacht haben wird es schwierig. Am besten beschränke ich mich auf die jetzige Besetzung. Also Andi (Gitarre/Vocals) und ich kennen uns schon seit über 10 Jahren und sind schon zusammen zur Schule gegangen. Den Ben haben wir einer anderen Band Namens Individualverformer abgeluchst (die gibbet mittlerweile wieder mit mir als Sänger, feindliche Übernahme par exellence) und der Rainer hat früher bei Dawn gespielt und daher kennen wir den.

Wastin!com: Was genau bedeutet euer Bandname und wie seid ihr darauf gekommen? Gibt es da eine Entstehungsgeschichte?

Jan: Unser alter Basser Klinke ist damals auf den Namen gekommen. Ich finde, der passt einfach zu den Texten, da es sich viel um Zerfall und Vergängliches dreht. Also ich meine damit kaputte Beziehungen, politische Themen und so weiter... Wir haben damals in einer echt üblen Kapelle Namens Endoomed gespielt. Dann hatten wir die Schnauze voll vom Möchtegern Death Metal und wollten andere Musik machen und darum auch ein neuer Name.

Wastin!com: Für die Musikpresse ist es ja immer etwas schwierig neue innovative Sounds mit passenden Wörtern zu umschreiben. Wie würdet ihr euren Musikstil beschreiben?

Jan: Das mit den innovativen Sounds fasse ich dann schon mal als Kompliment auf. Ich bin eigentlich nicht so ein Freund von Schubladen und finde es immer anstrengend Musik zu bezeichnen, bzw. mir etwas unter den Bezeichnungen der Anderen was vorzustellen. Manche nennen uns Nu Metal oder Metal Core. Daraus habe ich dann mal NuMetalCore gebastelt. Andere haben uns mal als Mean Modern Heavy Music bezeichnet. Das passte bisher eigentlich am besten. Fies, dreckig und gemein, modern und verdammt heavy!!!

Wastin!com: Wie hat dir der Gig auf dem Kölner Ringfest gefallen?

Jan: Ringfest war der Oberhammer. Wir waren neben dem Headliner die Band mit den meisten Leuten und das sage ich. Obwohl man mir hier Arroganz vorwerfen könnte. Wir haben aber einfach alle mit Flyern und Newslettern bekloppt gemacht und gezwungen zu kommen. Also es war schon echt fantastisch was da abgegangen ist und wir haben auch fast unser komplettes Merch vertickert – hehehe.
Wastin!com: Ein voller Erfolg also! Wie habt ihr euch die Zeit bis zum Auftritt vertrieben?

Jan: Merch aufbauen, Equipment ausladen und schon mal bereit machen, warm machen, warm singen, Catering wegfressen…. Das übliche halt.

Wastin!com: Habt ihr euch noch andere Bands angeschaut?

Jan: Wir haben uns unsere Freunde von D.Sailors, NME.MINE und The Anti Doctrine angeschaut. Habe auch mal zwischendurch geschaut, wer da so gespielt hat, aber das war nicht so ganz mein Ding. Wir mussten relativ schnell nach unserer Show abhauen, da wir noch mit unserer Zweitband ein Konzert hatten. Deswegen haben wir nicht viel mitbekommen.

Wastin!com: Was ist das Beste daran auf dem Ringfest zu spielen?

Jan: Uff… Vor allen Dingen, dass wir soooo viele Leute auf einmal erreicht haben. Da das Ringfest auf der Strasse statt findet rennen ja auch viele Leute so vorbei und ziehen sich die Musik rein. Also Leute die man sonst nicht erreicht. Außerdem sind da viele Labels und Presseleutchen vor Ort die dann auf einen aufmerksam werden. Man trifft Bands, Freunde und Kollegas. Das ist eigentlich das schönste daran.

Wastin!com: Also, bist du ein Befürworter der „Umsonst & Draußen Events“ und
findest das auch gut?


Jan: Finde ich genial. Musik ist enorm wichtig für unsere Kultur. Mehr als Vielen bewusst ist. Musik gehört in die Mitte der Gesellschaft und auch harte Musik. Durch das Ringfest konnten wir mal mitten in Kölle krawall machen. Ansonsten wird man ja in diverse AZs, Jugendclubs, Kellergewüölbe und alte Industrieanlagen verbannt – hehehe.

KorodedWastin!com: Früher war das ja hier ein PopKomm-Event, jetzt ist die ja nach
Berlin gegangen. Denkst Du, dass das Auswirkungen auf das Ringfest hatte?


Jan: Oh – das kann ich überhaupt nicht einschätzen. Ich habe mich nie für den ganzen Trubel auf der PopKomm interessiert und war letztes Jahr zum ersten mal dort. Die ganzen Labels sollen mal weniger teure Cocktailparties feiern und von der Kohle mal ein paar neue fette Bands signen und pushen!!! Also auf der Eat The Beat-Bühne war alles bestens auch ohne PopKomm.

Wastin!com: Wenn ihr im Ausland (Frankreich/Benelux) spielt, was ist der größte Unterschied zwischen den Konzerten dort und in Deutschland insbesondere? Oder
gibt es da keinen Unterschied?


Jan: Oh – jede Show ist anders. Jetzt frag mich nicht, ob das an Regionen oder Ländern liegt. Es kommt immer auf den Laden, die Umstände, die anderen Bands, die Stimmung des Publikums und vor allem auf unsere Konstitution an. Wir hatten ein paar Shows in Frankreich mit All Out War und die waren sehr fett. Das Publikum dort ist sehr begeisterungsfähig. In Holland ist es ähnlich. Wir sind dort immer sehr gut aufgenommen worden. In Holland gibt es sehr fette Förderungen für Jugendeinrichtungen, Kultur und Konzerte. Die Clubs da sind echt vom Feinsten. Da könnte sich unsere Regierung mal ein
Scheibchen von abschneiden.

Wastin!com: Was mögt ihr denn lieber, in großen Hallen oder in kleineren Clubs zu spielen? Näherer Kontakt zu den Fans, ist euch das wichtig?

Jan: Also der Kontakt zu den Fans ist enorm wichtig für mich. Besonders da ich als Sänger mit den Leuten kommunizieren möchte und auch muss. Bei so riesen Bühnen und Hallen ist es schwierig die Reaktionen der Leute mitzubekommen und ihre Gesichter zu sehen. Also kleine Läden sind mir lieber, denn da ist der Spassfaktor viel, viel höher und es läuft alles lockerer und entspannter ab. Wenn es nicht so ganz läuft machst Du ein paar Witzchen oder legst das Mikro beiseite und schäkerst so mit den Leuten und der Laden brummt wieder. Auf großen Bühnen ist das nicht drinne und ich bin nicht so der „I can’t fucking hear you“, „make some noise“ oder “Wall Of Death“ Typ…

Wastin!com: Welche Bands haben dich als Sänger beeinflusst?

Jan: Gesanglich haben mich Mike Patton, Rob Flynn und Phil Anselmo am meisten beeinflusst und ich denke das hört man auch. Was die Texte angeht habe ich viel von Suicidal Tendencies übernommen, denn die habe ich viel gehört als ich mit Musikmachen und Texte schreiben angefangen habe. Da war ich gerade 17 und in der ausklingenden Pubertät und bei Suicidal geht es viel um „Depression, Anger, Revolution….“ Und so weiter… Einfach eine Hammerband!!!

Wastin!com: Wer sind deine Lieblingsbands?

Jan: Das ist extrem schwierig. Also ich höre von Cannibal Corpse über Pink Floyd und Beach Boys so ziemlich alles und schränke mich da überhaupt nicht ein. Also meine absoluten Lieblinge sind Suicidal Tendencies, Infectious Grooves, Crowbar, Mary Beats Jane, Machine Head (nur die ersten beiden Alben), Meshuggah, Anthrax, Life Of Agony (besonders River Runs Red), Pantera & Down, Faith No More, Mucky Pub, Sepultura…. Ich weiß es doch auch nicht… Blöde Frage – hehe.

Wastin!com: Ich weiß! ;) Ihr habt schon viele Live-Gigs gespielt, unter anderem mit den Crowbar oder E.Town Concrete. Wie war das so? Waren die Jungs nett zu euch?

Jan: Also E-Town Concrete waren Spacken, Rockstars und einfach nur doofe Amis. Die können noch nicht mal eine Waschmaschine bedienen und haben sich hier absolut respektlos verhalten, die Tour abgebrochen und sind mit meiner Kohle getürmt. Crowbar hingegen sind sehr, sehr nette und auf dem Boden gebliebene Leute. Biohazard, Downset und Entombed auch. Eigentlich waren die meisten „größeren“ Bands, mit denen wir gespielt haben, immer supercool zu uns. Die kleinen lokalen Bands die immer nur vor ihren Kumpels spielen waren meist die arroganten Wichser. Denen haben wir es dann auch meistens musikalisch sehr derbe besorgt – hehe. Ach weißt du. Eigentlich kommen wir mit 90 % der Leute aus und treffen sehr, selten auf Vollidioten. Ach so – wie es mit den „Großen“ war. Super. Besonders weil man sich da noch viel abschauen kann und die mit Fragen löchern und ausquetschen kann. Außerdem färbt immer der Ruhm der „Großen“ auch ein bisschen auf uns ab – hahaha.

Wastin!com: Gibt es jemanden, mit dem du gerne mal zusammenarbeiten würdest, egal ob Musiker oder Produzent?

Jan: Hey…. Du stellst aber gute Fragen. Tja. Ich weiß es ehrlich gesagt nicht so genau. Ich würde gerne mal wissen, was so Leute wie Rick Rubin oder Ross Robinson zu unseren Songs sagen würden und was die daraus basteln würden. Ich denke, dass die das letzte aus einer Band rausquetschen können, so wie jeder gute Produzent. Ich denke da nicht so oft drüber nach, da das eher unrealistisch ist. Es gibt im deutschen Underground schon eine Menge guter Leute und mit einigen hatten wir bereits zu tun und das Sonic Sound Studio und Achim haben uns schon viel bei unseren Aufnahmen geholfen.

Wastin!com: Wann und wo war euer schönster Auftritt? Und warum?

Jan: Jedes KSE Festival in Jülich da wir dort vor all unseren Freunden spielen. Das ist immer ein großes Familientreffen und es geht die Post ab. Kommt einfach vorbei. 18. September im Kulturbahnhof in Jülich. Eigentlich hatten wir bisher sehr, sehr viele schöne Auftritte. Zuletzt mit Crowbar im Juni, dann natürlich das Ringfest, vorher noch unsere Release Party im Mai…. Keine Ahnung – frag mich mal was Leichteres.

Wastin!com: Was denkst du über das Downloaden von Musik? Meinst du, dass dadurch die Musikindustrie zugrunde gehen wird oder siehst du da neue Chancen?

Jan: So schnell geht die schon nicht zu Grunde. Ich bin selber nicht so der Downloader, aber ich finde, dass es gerade unbekannten Bands ganz neue Vertriebs- und Präsentationsmöglichkeiten eröffnet. Mit Verboten wird da nicht viel zu machen sein. Ich denke, dass die Musikindustrie einfach einiges verpennt hat. Vielleicht stehen wir hier am Anfange einer Revolution und es gibt in ein paar Jahren keine Platten und CDs mehr. Es stecken da auf jeden Fall eine Menge neuer Chancen drin. Vielleicht so eine Art Musiksozialismus. Alles gehört allen. Wir haben zwar in Benelux ab Oktober einen fetten Vertrieb für unsere neue Platte, aber in Deutschland läuft alles über Websites und Mailorder. Leute kaufen CDs auf unseren Shows und brennen die dann ihren Freunden. Ärgerlich aber okay, denn so geht das dann rund und wir bekommen neue Hörer. Wir verdienen immer noch ganz gut am Merch und so lange niemand den T-Shirt-Brenner erfindet bleibe ich mal ganz ruhig.

Wastin!com: Lass uns mal über eure aktuelle Scheibe „The Absurd Beauty Of Being Alone“ sprechen. Woher holst du dir die Inspiration für deine Texte?

Jan: Aus meinem Alltag und den Dingen, die um mich herum passieren. Ich schreibe grundsätzlich nur über Sachen, von denen ich Ahnung habe. Also über mein Privatleben und mittlerweile auch wieder mehr über Politik, da mich viele Dinge ankotzen und ich mir einen Wolf lese um die Welt zu verstehen. Fernsehen hasse ich!!!

Wastin!com: Seid ihr zufrieden mit der neuen Platte?

Jan: Ja sehr!!! Zum ersten Mal haben wir im Studio unsere Soundvorstellungen umsetzen können. Wir haben aus den Fehlern der vorigen Platten gelernt und im Proberaum sehr viel vorbereitet und auch bis zuletzt an den Songs gefeilt. Wir sind zufrieden, da es das Beste war, was wir zu dieser Zeit hinbekommen konnten.

Wastin!com: Hörst du sie dir oft an?

Jan: Nö – davon bin ich geheilt. Ich habe die beim Mixen und Mastern so oft gehört und die danach noch 10.000 Freunden vorgespielt. Also, ich weiß nicht, wann ich da das letzte Mal reingehört habe.

Wastin!com: Hörst du dich überhaupt gerne von CD?

Jan: Nö – nicht so wirklich. Außer ich bin echt übermäßig stolz auf meine Arbeit. Aber eigentlich finde ich später immer etwas, das nicht so dolle ist oder hätte besser werden können. Darum vermeide ich das.

Wastin!com: Wie lange und wo habt ihr die aufgenommen?

Jan: Wir haben im Sonic Sound Studio in Viersen mit Achim Kaiser aufgenommen. Insgesamt haben wir ca. 120 Stunden gebraucht. Aufnehmen und Mixen + Mastern halten sich da die Waage. Wir haben diesmal sehr viel Liebe in Details gesteckt und echt gebastelt und gebastelt bis alles gestimmt hat. Vielleicht machen wir ja noch mal eine First-Take-Punkrock-Platte, denn so was hat auch seinen Reiz.

Wastin!com: Wie entstehen die Songs bei euch?

Jan: Meistens schreiben der Andi und ich die Songs oder stellen den anderen unsere Ideen vor. Dann schrauben wir im Proberaum so lange dran rum bis es uns gefällt. Durch jammen entstehen die Sachen eher weniger. Ich glaube da sind wir eher so eine Kopf Band.

Wastin!com: Welche Songs der Platte spielt ihr Live?

Jan: Von der neuen Platte spielen wir alles Live. Von den alten verschiedene. Wir haben so viel Kram – das passt nicht alles in ein Set. Viele Sachen haben wir auch schon zu oft gespielt und können die nicht mehr hören – hehe.

Wastin!com: Wer hat das grandiose Artwork gestaltet?

Jan: Das war der Michael Hutter aus Kölle. Artwork und Musik sind fast parallel entstanden. Wir haben den MH mal auf einer Show in Mühlheim kennen gelernt wo parallel zum Konzert eine Kunstausstellung stattgefunden hat. Wir haben uns gut verstanden und hatten gegenseitig Bock aufeinander!!!

Wastin!com: Spielst du sonst Instrumente?

Jan: Ich bin ein sehr miserabler Gitarrist.

Wastin!com: Also eher nicht ;) Wann war für dich klar, dass du nichts anderes oder vorrangig Musik machen willst? Wolltest du immer Sänger werden? Wann war deine erste Begegnung mit der Musik?

Jan: Meine erste Begegnung? Musikalische Früherziehung in der Musikschule Jülich. Das mit vorrangig Musik hat sich dann mit KoRoDeD so ergeben. Singen hat mir schon immer mehr Spass gemacht. Meine Eltern haben mich immer so Richtung Klavierunterricht gedrängt. Darum mache ich jetzt Krach.

Wastin!com: Habt ihr zwischendurch mal den Mut verloren, habt ihr irgendwann mal ans Aufhören gedacht?

Jan: Das ist bei mir alle paar Tage so, wenn mir die ganze Bandorganisation wieder über den Kopf wächst. Im Ernst. Natürlich denkt man mal darüber nach, denn wir opfern alle viel für die Band und es geht manchmal echt an die Nerven. KoRoDeD gehört aber so sehr zu meinem Leben, dass ich nicht mehr ohne die Band kann. Da hängen zu viele Freundschaften und einfach zu viel von meinem Leben mit drin. Ich schneide mir ja auch nicht einfach so nen Arm ab.

Wastin!com: Das kann ich gut verstehen. Was war für dich der bisher schönste Moment mit der Band?

Jan: Mhhhmmm… Schon wieder so eine Frage. Kann ich echt nicht sagen. Wenn alle im Tourbus mal still sitzen und die Schnauze halten.

Wastin!com: Wo siehst du dich in 10 Jahren?

Jan: Denkst du ernsthaft darüber nach??? So weit habe ich noch nicht geplant.

Wastin!com: Habt ihr irgendwelche anderen Hobbies, denen ihr nachgeht?
Jan: Ausser der Musik bleibt da nicht mehr viel. Bei mir ist das vielleicht Sozialpädagogik Studieren und Arbeiten.

Wastin!com: Welche war die erste Platte, die du dir gekauft hast?

Jan: ”Join The Army” von Suicidal Tendencies. Ach neee…“Geld oder Leben“ von der Ersten Allgemeinen Verunsicherung. Da war ich 9 oder 10!!!

Wastin!com: Bitte nenne deine Top 5 Albums of all Time?

Jan:

Suicidal Tendencies – „The Art Of Rebellion“
Pantera - „The Great Southern Trendkill“
Mucky Pub – „Act Of Faith“
Red Hot Chili Peppers – „Blood Sugar Sex Magic“
Mary Beats Jane - „Locust“


Wastin!com: Was ist das Peinlichste, das euch mal auf der Bühne passiert ist?

Jan: Ich bin mal bei einer Show mit Pro Pain als Gastsänger bei Redrum Inc. aufgetreten. Da bin ich so unglücklich zwischen die Boxen gesegelt, dass ich da lag wie ein Käfer, den man auf den Rücken gedreht hat. Da mussten mich die Roadies erstmal wieder rauspulen. Beim nächsten Mal möchte ich dann gerne eingeschläfert oder wie ein oller Gaul erschossen werden – bitte.

Wastin!com: Was können wir in Zukunft von euch erwarten?

Jan: Viele gute Shows und ein fettes, fettes Album – hehehe. Ich weiss noch nicht, aber wir strengen uns an. Schaut mal auf unseren Konzerten im Herbst vorbei!!!

Wastin!com: Das wars auch schon! Vielen Dank!

Jan: Vielen Dank für das Interview und Eure Unterstützung. Viel Erfolg und Spass mit Eurem Magazin!!!
Autor: Vera Bunk