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Circle Of Grin Interview - 20. Januar 2005
Circle Of Grin Es brechen schöne Zeiten an für Circle Of Grin aus Köln. Am 31. Januar erscheint ihr Debüt-Album 'Same As It Never Was' und ab Mitte Februar geht´s dann auch auf ausgedehnte Deutschlandtour. Die fünf sympathischen Jungs Jan Müller (Gesang), Michael 'Deida' Dieterle (Gitarre), André Meinardus (Gitarre), Sebastian Lautenbach (Bass) und Carsten Brennecke (Schlagzeug) sind in ihrer Heimatstadt schon längst bekannt und sehr beliebt, jetzt wollen sie aber auch ganz Deutschland erobern. Und das wird ihnen sicher nicht schwer fallen, denn mit ihrem 'Alternative-Tieftonrock' blasen sie mal wieder frischen Wind durch unsere Ohren. Wir haben mit Sänger und Frontmann Jan, Drummer Carsten und Gitarrero André über ihr neues Album, die anstehende Tour und ihr geheimes Fitness-Programm gesprochen. Aber lest selbst!


Wastin!com: Hi Jungs! Am 31. Januar erscheint ja endlich euer Album „Same As It Never Was“. Was versprecht ihr euch davon?

Jan (Gesang): Geld, Macht und junge Frauen, die uns auf Zuruf zu Willen sind. Nein, der Onkel macht nur Spaß… was ich mir wirklich davon verspreche? Gute Frage, eigentlich möchte ich da doch eher von „Hoffnungen“ sprechen, die man in so ein Baby setzt. Es wäre schön, wenn durch das Album mehr Leute auf uns aufmerksam würden, die Fangemeinschaft anwächst und wir die Chance bekommen, ein zweites Album oder sogar noch ein paar mehr Alben zu machen.
Carsten (Schlagzeug): Nachdem wir uns die letzten 3 Jahre mit über 100 Gigs buchstäblich den Allerwertesten weggespielt hoffe ich, auf möglichst viele offene Ohren zu stoßen und den einen oder anderen auf unserer Tour live begrüßen zu dürfen.

Wastin!com: Ihr habt das Album ja zusammen mit Guido Lucas in der Troisdorfer bluBOX aufgenommen, wie war die Zusammenarbeit?

Carsten: Das Ganze hat prächtig harmoniert. Was uns von Anfang an überzeugt hat, ist die Philosophie von Guido Lucas, dass die Band die Stücke live zusammen einspielt und nicht klinisch Instument nach Instrument aufgenommen wird. Circle Of Grin ist eine absolute Liveband, so dass es uns enorm wichtig war, beim Einspielen der CD die Live-Energie zu spüren und diese auf CD festzuhalten. Wir meinen, dass uns das gut gelungen ist. Das Gute daran ist außerdem, dass wir die Stücke live genauso wie auf dem Album umsetzen können.
André (Gitarre): Die Arbeit mit Guido Lucas hat unglaublich Spaß gemacht, ich kenne kaum jemanden, der solch eine kauzige Ruhe ausstrahlt wie er…
Jan: Einfach großartig! Guido und sein Assistent Lobo Panicz wussten genau wo wir soundmässig hinwollten und haben vor allem eine absolut professionelle Ruhe ausgestrahlt, die auch auf uns abgefärbt hat. Ich kann nicht für andere Bands sprechen, aber das erste richtige Album aufzunehmen war schon ein fetter Schritt für uns und ich jedenfalls war ganz schön aufgeregt. Aber die beiden bluBoxer waren total relaxt und zugänglich und haben sich super eingebracht; das hat für eine unheimlich angenehme Atmosphäre gesorgt.

Wastin!com: Wie lange haben die Aufnahmen gedauert?

Carsten: Die reine Aufnahmezeit war recht kurz, in 9 Tagen haben wir 15 Stücke reingeballert. Danach noch ein paar Tage für den Mix und fertig war die Laube. Dadurch hat die CD letztlich den frischen und rotzigen Charakter bekommen, den wir uns erhofft haben.
Jan: Natürlich hätte man im Nachhinein immer noch mehr Zeit brauchen können, aber wir hätten das Album dann sicher total überfrachtet. Wenn man das Teil jetzt hört bekommt man ganz genau das, was man auch bei einem Live-Konzert bekommt und so soll es auch sein.

Wastin!com: Welches ist dein Lieblingslied von der Platte?

Jan: Ich habe zwei; 'How We Fade Away', das ja ein Teil der Doppel-A-Single ist, und ich stehe nach wie vor auf 'One of Them', einer unserer ersten Songs, der es aber noch aufs Album geschafft hat.
Carsten: Mein aktuelles Lieblingslied ist der der Opener 'My Evil Twin', der knackig und kompakt alles das beinhaltet, was Circle Of Grin ausmacht: Rotz, Druck, Groove und Melodie.

Wastin!com: Wenn ihr euch das Album jetzt anhört, gefällt es euch noch immer so gut, wie direkt am Ende der Aufnahmen?

André: Wenn ich ehrlich bin, gefällt es mir jetzt wesentlich besser. Nach 2 Wochen Dauerbeschuss der eigenen Songs fehlte mir die nötige Distanz, so dass ich die Songs mit einem ganz anderen Ohr gehört habe. Ich war direkt nach den Aufnahmen zu analytisch und dachte, ich müsste noch nach Verbesserungsmöglichkeiten suchen, statt mir das Album einfach so anzuhören wie ich es mit anderen Alben tue.
Carsten: Mir persönlich gefällt das Album immer besser, weil man immer wieder neue Stellen entdeckt und bewusst hört, die in dieser Klarheit im Proberaum hin und wieder untergehen.
Jan: Nach den Aufnahmen ist man total betriebsblind; da musst du erst mal ein paar Tage Abstand gewinnen. Ich höre das Album mittlerweile sehr entspannt und achte nicht mehr auf irgendwelche Kleinigkeiten – Dinge, die ich gerne anders gemacht hätte, die aber sowieso nur mir auffallen würden – so ein, zwei Stellen kennt da sicher jedes Bandmitglied auf dem Album.

Wastin!com: Wie würdet ihr euren Sound beschreiben?

Jan: Alterna-Tieftonrock ist ja unsere bandeigene Bezeichnung für unseren Stil, das beschreibt auch den Sound ziemlich gut: eine groovige Rhythmusgruppe, druckvolle Gitarrenwände und mal aggressiver, mal melodiöser Gesang. Den Charakter der Band macht vor allem der unterschiedliche musikalische Background der beiden Gitarristen André und Deida aus, der eine ist ein Soundfrickler, bei dem man manchmal nicht mal merkt, dass das eine Gitarre ist, die da spielt, der andere brät brutalbrachiale 7-Saiter-Riffs und fette Soli aufs Band.

Wastin!com: Warum habt ihr euch für 'Turn Your Back On Me' als erste Single entschieden?

Carsten: Tatsächlich ist die Single ja eine Doppel-A-Single, da wir uns nicht auf ein einziges Lied festlegen konnten. Daher haben wir 'Turn Your Back On Me' und 'How We Fade Away' gewählt, um die Bandbreite der Band darzustellen.
'How We Fade Away' steht für die rotzige, rohe Seite der Band, 'Turn Your Back On Me' für die ruhige, melodischere Seite.
Jan: Natürlich ist da ein Quäntchen Kalkül bei, denn 'Turn Your Back On Me' ist ganz klar das radiokompatiblere – weil ruhigere – Stück von beiden, während 'How We Fade Away' doch arg auf die Nuss gibt, das ist ganz klar ein Song für die Clubs.

Wastin!com: Wo habt ihr das Video zur Single aufgenommen?

Jan: Die Szenen, in denen wir als Band agieren, haben wir in einer alten Dampfmaschinenhalle in Solingen aufgenommen. Die Taxifahrt haben wir in unserem Heimatstädtchen Köln gedreht

Wastin!com: Habt ihr euch beim Videodreh mit euren Ideen miteingebracht?

Jan: Sogar sehr. Die Idee ist aus der Zusammenarbeit zwischen der Band mit Stefan Lemanski und Katja Engelhardt entstanden, die bei den Bandszenen Kamera bzw. Regie übernommen haben. Oliver Rolfsen, unser Haus- und Hofcutter, hat dann mit unserem Basser Sebi zusammen die Taxiszenen aufgenommen. Also steckt schon einiges von uns selbst drin.

Wastin!com: Hat euch der Videodreh gefallen? Wer war das Mädel in dem Video?

Carsten: Der erste Videodreh ist natürlich immer spannend, vor allem, wenn man das Video eigenständig realisiert und damit natürlich auch eine gewisse Verantwortung übernehmen muss.
Jan: Das Mädel trägt den werten Namen Carla Reiner und ist eine Freundin von uns. Ihre Schwester Virginia betreut uns seit eh und je in Design- und Marketingfragen und sie war es, die Carla ins Spiel gebracht hat - was in meinen Augen ein absoluter Glücksgriff war. Der Videodreh hat mir auf jeden Fall gefallen, auch wenn es saukalt war. Ich schreibe daher für das neue Album nur noch Texte über Sonne und Ferien… und leichtgeschürzte Damen, die Volleyball spielen.

Wastin!com: Also, war das für euch alle der erste Videodreh?

Jan: Für uns als Band auf jeden Fall. Ein paar von uns haben schon mal bei Videos mitgearbeitet, aber als Band standen wir das erste Mal gemeinsam vor der Kamera.

Wastin!com: Ab dem 12. Februar geht ihr dann auf Tour. Ist das eure erste Headliner-Tour?

Jan: Unsere erste richtige Tour überhaupt! Wir haben zwar die letzten Jahre andauernd gespielt und vom Itzibizi-Jugendzentrum bis zum Ringfest alles mitgenommen, aber es gab immer Unterbrechungen, daher kann man das nicht als Tour bezeichnen. Ich freu mich jedenfalls drauf, das wird eine sehr spannende und interessante Zeit für uns alle.

Wastin!com: Wie sieht das aus, seid ihr alle berufstätig und habt euch Urlaub während dieser Zeit genommen oder wie?

Carsten: Die Tour führt quer durch Deutschland (u.a. Köln, Berlin, Hamburg, Frankfurt, Stuttgart), Österreich (Wien) und Holland, so dass wir 16 Tage non-stop unterwegs sein werden. Ohne Urlaub geht das natürlich nicht.
André: Da ich berufstätig bin, habe ich mir zwei Wochen frei genommen, vermutlich hätte ich mir noch eine zusätzliche Woche nehmen sollen, um mich danach von der Tour zu erholen, andererseits könnte ich danach auch einfach in Kur gehen. ;-)
Jan: Wir haben entweder Semesterferien oder eben Urlaub, ja. Sich 17 Tage am Stück krank zu melden wäre ja ein bisschen zu dreist.

Wastin!com: Wie bereitet ihr euch auf die Tour vor? Wird mehr geprobt, oder gibt´s da ein spezielles Fitness-Programm, dem ihr euch unterzieht, schließlich ist so eine Tour ja auch ziemlich anstrengend. ;)

André: Wir haben uns ein Jane Fonda Aerobic-Video gekauft und treffen uns regelmäßig zu einem leichten Workout. Nein, im Ernst, jeder sollte im eigenen Ermessen entscheiden ob und wie er sich vorbereitet, Jan wollte z.B. das Rauchen einschränken, um seine Stimme zu schonen. Da wir mit dem eigenen Bus unterwegs sind und teilweise recht ordentliche Strecken zurücklegen, werden wir uns zwangsläufig beim Après-Konzert ein wenig zurückhalten müssen. Dann ist man tags drauf nicht ganz so angeschlagen…
Carsten: Mehr geprobt wird eigentlich nicht. Wir spielen eh rund 3 Mal die Woche, so dass das Programm sitzt. Ein Fitness-Programm wurde bisher nicht verordnet, obwohl es dem einen oder anderen vielleicht mal ganz gut täte 
Jan: Nun, wir sind es ja gewohnt, öfter zu spielen, unsere Probendisziplin ist daher eigentlich generell nicht zu bemängeln. Unser Fitness-Programm ist leider strenggeheim und ich darf nicht das geringste Detail verraten, weil es auch u. a. mit der deutschen Weltraumforschung zu tun hat ;-).

Wastin!com: Habt ihr ein bestimmtes Ritual, bevor ihr auf die Bühne geht?

Carsten: Ein bestimmtes Ritual in dem Sinne gibt es nicht. Wir kommen kurz vorher zusammen und machen uns noch mal gegenseitig klar, dass jetzt wieder wie Bolle gerockt wird. Die Zeit davor bringt eigentlich jeder anders zu. Ich persönlich habe kurz vor dem Auftritt gerne ein paar Minuten Ruhe, um mich zu konzentrieren.
Jan: Wir haben kein Mantra oder Ähnliches, aber wir stellen schon sicher, dass jeder bereit ist, dann wird sich kurz zugeprostet… und dann wird gerockt.

Wastin!com: Ihr seid ja schon – wie gesagt – hunderte Male aufgetreten, seid ihr denn nervös, bevor ihr auf die Bühne geht? Wenn ja, was macht ihr dagegen?

Jan: Da kann ich keine allgemeingültige Antwort geben. Beim Ringfest war ich einfach nur überglücklich, spielen zu dürfen und das hat jede Nervosität verscheucht. Es kann aber auch passieren, dass man eine leichte innere Unruhe entwickelt, die sich dann durch Lampenfieber bemerkbar macht; aber das muss man dann einfach nutzen und als Motor einsetzen, richtig Alarm auf der Bühne zu machen.
Carsten: Ich persönlich bin immer nervös, egal ob da 30 oder wie auf dem Ringfest über 1000 Mann stehen. Während des ersten Songs kommt jedes Mal eine Adrenalinausschüttung, ich glaube das wird nie weg gehen und gehört für mich einfach dazu.
André: Das hängt von den Konzerten ab, normalerweise bin ich recht ruhig, aber bei einigen Events war ich dann doch ziemlich nervös und bin, glaube ich, einigen Leuten mit meiner ständigen Rumrennerei und meinem überdreht sein ein wenig auf den Keks gegangen, aber ein richtiges Rezept gegen Nervosität habe ich nicht. Andererseits genieße ich die Nervosität auch, wenn ich dann auf der Bühne stehe; Wenn die ersten paar Takte gespielt sind ist sie sowieso verflogen.

Wastin!com: Was war das Peinlichste, das euch jemals auf der Bühne passiert ist?

Jan: Ich habe mal einen Gig versaut. Ja, anders kann man es nicht sagen. Ich bin zu später Stunde, von einem grippalen Infekt, einem Cocktail aus Antibiotika und ein paar Bier geschwächt, auf die Bühne gegangen und habe einfach scheisse gesungen. Aber da lernt man draus.
Carsten: Das Peinlichste war noch in meiner allerersten Band. Bei einem Konzert im Sommer bei brütender Hitze konnte der Sänger nicht mehr und ich sollte den Gesang übernehmen. Ein Horror für alle Beteiligten!!!!

Wastin!com: Welches war der beste Auftritt bis jetzt?

Carsten: Schwierig zu sagen. Die schönsten Auftritte waren sicher auf dem Ringfest in Köln 2004 und 2003. Vor einem so großen Menschenmeer in der Heimatstadt antreten zu dürfen und so warm empfangen zu werden ist schon etwas sehr besonders.
Jan: Ja, der Höhepunkt der letzten zwei Jahre waren auf jeden Fall die beiden Gigs auf dem Ringfest. Es ist einfach geil zu sehen, dass da ein paar tausend Leute deine Musik abfeiern. Aber es gab auch kleinere Veranstaltung wie das Pellenzer Open-Air, wo einfach alles (Leute, Wetter, Sound etc.) gestimmt hat. Letztendlich kommt es nicht darauf an, wie viele Leute da sind, sondern wie viel Spaß sie und wir zusammen haben.

Wastin!com: Das glaube ich! So, das war´s auch schon! Vielen Dank und viel Spaß auf der Tour! :)

Carsten: Danke auch! Wir würden uns natürlich freuen, den einen oder anderen von euch auf unserer Tour begrüßen zu dürfen! Infos über die Termine und einen kostenlosen Download der Doppel-A-Single gibt es auf unserer Homepage , viel Spass damit!

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Gig-Review vom Kölner Ringfest 2004 mit Circle Of Grin
Autor: Vera Bunk