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zum Mag! Aber gerade gönnt sich 'Alternate Eve' eine verdiente Pause! Den nächsten Sendetermin erfahrt ihr demnächst an dieser Stelle!
Kju: - Interview mit Kord und Putte - 15. August 2005
Die Hannoveraner von kju: legten 2003 mit ihrem zweiten Album 'The Pieces Fit' ein soliden Longplayer vor. Nach zahlreichen Liveauftritten arbeiten die Jungs jetzt an der neuen Platte. Gitarrist Kord, Bassmann Putte und Sänger Tobi haben uns im E-Mailinterview mehr über die Band, die neue Scheibe und ihre Pläne für den Rest des Jahres verraten. Aber lest selbst!

Kju: - 15. August 2005Wastin!com: Hallo! Wie geht´s? Warum habt ihr kju: als Bandnamen gewählt, was soll er bedeuten?

Kord: Der Bandname hat keine tiefgründige Bedeutung. Das Einzige, auf das wir bei der Suche Wert gelegt hatten, war, dass er nicht gleich eine bestimmte Aussage zu einer bestimmten Musikrichtung tätigt. Er sollte kurz sein und das war’s. Unser ehemaliger Bassist kam dann auf die englische Lautschrift des Buchstaben „Q“. Tobi, unser Sänger, kreierte eine eigene Schrift, und wir fügten vier Icons hinzu, die jeweils für ein Bandmitglied stehen. Die jeweilige Bedeutung der Zeichen beantworten wir euch gerne persönlich auf einem unserer Konzerte. ;-)

Wastin!com: Was sollten die Leute über euch wissen?

Putte: Zum Beispiel, dass die Band aus insgesamt vier Mitgliedern besteht, nämlich den drei oben genannten plus Drummer Peter. Dass wir in dieser Besetzung seit 1999 zusammen sind und bisher zwei Scheiben veröffentlicht haben: 'Draw Lines On' (2001) und 'The Pieces Fit' (2003). Im Mai dieses Jahres waren wir wieder im Studio, um das Geschaffene der letzten Zeit auf einen weiteren Tonträger zu bannen.

Wastin!com: Ihr seid in der letzten Zeit viel unterwegs gewesen, wie war das?

Tobi: Viel unterwegs zu sein, neue Leute kennenzulernen und auf so vielen Bühnen wie möglich zu spielen ist einfach fantastisch. Ich denke, das macht unter anderem auch den Reiz der Sache aus. Natürlich bedeutet dies auch eine Menge Stress, aber der ist es uns wert. Die Erlebnisse der vergangenen Jahre waren und sind in vielerlei Hinsicht großartig und werden für uns unvergesslich bleiben.

Wastin!com: Ihr ward im Mai im Studio, um euer neues Album aufzunehmen. Wie wird das neue Material klingen?

Tobi: Es klingt mehr auf den Punkt, sehr viel songorientierter. Die ersten beiden Alben waren eine Suche nach dem musikalischen Selbstverständnis, dieses haben wir nun gefunden. Vielleicht werden manche sagen, dass wir kommerzieller geworden seien, wir denken aber es ist einfach nur noch besser geworden.

Wastin!com: Kannst du konkret Weiterentwicklungen benennen? Inwieweit unterscheidet sich das neue Material vom Vorgänger 'The Pieces Fit'?

Putte: Vor allen Dingen durch die vielen Shows und das Touren ist man als Band noch mehr zusammengewachsen. Und das hört man auch in der Musik. Sie klingt homogener und schlüssiger, sozusagen ist die Platte das Ergebnis der vergangenen Jahre.

Wastin!com: Wann soll das nächste Album erscheinen? Und gibt es schon einen Titel?

Kord: Es gibt noch keinen Titel. Wir werden uns jetzt auf die Suche nach einem Label machen, und dann werden wir sehen wann das neue Album erscheint. Wir denken aber, dass dies nicht vor Anfang nächsten Jahres passieren wird.

Wastin!com: Wo liegt eure größte Stärke? Vielleicht auch darin, dass ihr seit 1999 in konstanter Besetzung unterwegs seid?

Kord: Das ist mit Sicherheit einer der wichtigsten Aspekte. Nicht nur, dass man sich auf der musikalisch-technischen Ebene aufeinander einschießt und eine gute Einheit bildet nach solch einer langen Zeit. Auch die Stimmung im Team ist super ;-) Wir verbringen neben der Musik viel Zeit miteinander. Im Stadion, auf Konzerten, bei Kaffeekränzchen.
Der Titel des letzten Albums 'The Pieces Fit' kommt nicht von ungefähr.

Wastin!com: Was ist euer Antrieb als Band immer weiter zu machen?

Tobi: In erster Linie natürlich gemeinsam Musik zu machen. Der Musik wegen haben wir uns alle kennen gelernt, Putte und Tobi schon vor 15 Jahren das erste Mal bei den ersten Gehversuchen. Dann ging man aus beruflichen Gründen wieder getrennte Wege. Wie oben erwähnt kennen wir uns nun seit 1999. Und wir haben in den letzten Jahren so vieles erlebt, Positives wie Negatives, dass wir es uns im Moment gar nicht vorstellen könnten das zu ändern.

Wastin!com: Wie kommt es dazu, dass ihr so oft mit Face Tomorrow unterwegs seid? Seid ihr gut befreundet?

Putte: Wir kennen die Band schon einige Jahre, die Wege haben sich anfänglich eben hin und wieder gekreuzt. Dabei haben wir uns besser kennen gelernt und als wir zu unserer Booking-Agentur AMADIS gekommen sind haben wir FT, die gerade auf der Suche nach einer Agentur in Deutschland waren, ins Spiel gebracht. Seitdem sind wir öfter gemeinsam unterwegs und haben eine gute Zeit zusammen. Großartige Band und sehr nette Jungs.

Wastin!com: Welche Beschreibung eurer Musik würdest du gerne mal lesen?

Kord: Leider sind die Beschreibungen von Musik, sowohl in Plattenkritiken als auch in Liveberichten oftmals nichts anderes als die Suche nach einer möglichst klaren Beschreibung bzw. Einordnung in eine Kategorie. Nur selten geht es um die Emotionen beim Hören oder die Bedeutung der Musik auf einer subjektiven Ebene. Die Versuche eine Band bzw. deren Musik objektiv einzuordnen ist leider viel zu oft Blödsinn und auf Grund der Sache an sich zum Scheitern verurteilt.
Deswegen ist es am schönsten und am ehrlichsten, eine Beschreibung unserer Musik in den Gesichtern der Leute zu sehen, die bei einem unserer Konzerte vor der Bühne stehen.

Wastin!com: Wie sieht die Musikszene in eurer Heimatstadt Hannover aus? Geht da viel?

Tobi: So viel wie in jeder anderen mittelgroßen Halbmillionenstadt mit einem Erstligafußballverein auch ;-) Es gibt also einen ganzen Haufen Bands und Musiker aus unterschiedlichsten Genres und mit unterschiedlicher Qualität. Gar nicht mal so viel Gutes, aber eben auch ein paar richtig tolle Sachen.

Wastin!com: Was glaubst du, muss eine Band mitbringen, um auch kommerziell erfolgreich zu sein?

Tobi: Zu allererst müsste man wohl klären, was das genau heißt. Gehen wir mal davon aus, es geht darum, von der Musik leben zu können.
Dann wohl als Erstes den unbedingten Willen dazu. Denn größerer kommerzieller Erfolg könnte unter Umständen bedeuten, dass man Dinge tun muss, die gegen die eigenen Ideen oder gar Prinzipien verstoßen. Viel Disziplin und gute Selbstorganisation ist ebenfalls zwingend erforderlich. Allerdings benötigt man das selbst dann, wenn man nicht von der Musik lebt ;-)

Wastin!com: Strebt ihr einen großen kommerziellen Erfolg an?

Kord: Irgendwo hat man als Musiker sicher das Ziel, „kommerziellen Erfolg“ zu haben. Allerdings ist „Erfolg“ an dieser Stelle wohl eine Definitionsfrage. Es wäre sicher ein wenig zu illusorisch daran zu glauben, damit seinen Lebensunterhalt verdienen zu können. Wenn das das vorrangige Ziel wäre, würde kju: sicherlich anders klingen. Vielmehr geht es um unsere Vision von guter Musik, vorrangig für unsere Ohren. Aber dass man natürlich trotzdem, oft sogar ganz besonders, froh und glücklich ist, wenn die Musik anderen Menschen ebenfalls gefällt und ihnen etwas gibt, ist sonnenklar.

Wastin!com: Würdet ihr sagen, dass man heutzutage als Band dann auch auf jeden Fall ein Video braucht, um erfolgreich zu sein?

Putte: Ein Video ist wohl ein gutes Promotool, auch wenn Rockmusik heutzutage fast gar nicht mehr im TV stattfindet. Mit dem Versuch der Definition von „Erfolg“ könnte man, wie oben bereits angeklungen ist, sicher euren ganzen Webspace sprengen. Insofern schwer zu beantworten... Aber ein Video ist eben oftmals eine gute Möglichkeit, sich neben dem Klang auch visuell mit einer Band und ihrer Vorstellung auseinander zu setzen. Gerne auch im Web.

Wastin!com: Wir haben eine neue Kategorie auf der Website: Musiker und ihre Lieblingsfilme und Regisseure. Habt ihr zur Zeit einen Lieblingsfilm und Regisseur?

Kord: Eine dieser Fragen, die man nicht wirklich beantworten kann, aber ein Film, den wir alle mögen, ist 'Spinal Tap'. Einen Lieblingsregisseur haben wir aber definitiv nicht.

Wastin!com: Aber gibt es denn einen Film, der euch maßgeblich beeinflusst hat? Als Mensch oder Musiker?

Kord: Nein. Ein Song oder ein Text wurde vielleicht mal durch einen Film beeinflusst, aber sicher nicht das ganze Leben als Mensch oder Musiker.

Wastin!com: Wie sehen eure weiteren Pläne für dieses Jahr aus?

Putte: Wir werden uns erstmal darum kümmern, die neuen Songs bühnentauglich zu machen. Da kommt noch viel Arbeit auf uns zu. Zwecks dessen gibt’s für „Live“ jetzt auch einen zweiten Gitarristen dazu. Gegen Ende des Jahres werden wir vielleicht noch eine kleine Tour spielen um dann Anfang nächsten Jahres mit der neuen Scheibe im Gepäck ordentlich unterwegs zu sein.

Wastin!com: Okay, dann war´s das auch schon! Vielen Dank euch allen!


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Autor: Vera Bunk