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Die Happy - Interview mit Marta und Ralph - 29. August 2005, Köln
Ralph: „Beim neuem Album hab´ ich die meisten Texte geschrieben. Es geht um Fußball.“

Marta: „Lügner!"


Zwei Jahre haben ihre Fans auf das neue Album warten müssen und jetzt ist es soweit: 'Bitter To Better' steht in den Läden! Marta und Ralph schilderten uns in Köln bei ´ner Tasse Tee ganz relaxt, warum es ihnen wichtig ist, sich für ihre Musik Zeit zu lassen, warum es nie Fußball-Songs von DIE HAPPY geben wird, aber dafür vielleicht einmal ein Duett mit Sasha. Außerdem bewiesen die sympathische Frontfrau und der nicht minder sympathische Bassist eindrucksvoll, dass sie nebenberuflich auch Moderatoren für den Home-Shopping-Kanal sein könnten und sichtlich viel Spaß an Interviews haben. Aber, überzegt euch selbst!

Die Happy - 29. August 2005 - KölnWastin!com: Hallo, könnt ihr euch bitte vorstellen und sagen, was ihr in der Band macht!

Marta: Hallo! Ich bin die Marta und singe und beherrsche die Band als die einzige Frau sozusagen.

Ralph: Ich bin der unterwürfige Bassist, ich heiße Ralph – Hallo!

Wastin!com: Das ist ja schon mal eine klare Rollenverteilung bei euch! Ja, ganz zu Anfang erstmal die leidige Frage nach dem Bandnamen. Warum habt ihr ihn gewählt und was bedeutet er für euch?

Marta: Also, gewählt hat ihn eigentlich Thorsten, unser Gitarrist, der eigentlich den ersten Impuls gesetzt hatte, überhaupt eine Band zu gründen, weil seine damalige Band zu Grunde gegangen ist. Wir hatten uns gemeinsam, noch mit ein paar Freunden, bei einem netten Abendessen wirklich Namen überlegt und haben so eine Liste aufgeschrieben und Thorsten hat Die Happy sehr gefallen, weil er das schon mal in L.A. gehört hatte. Das ist so ein Spruch der Surfer: „Die happy!“ sagen sie sich bevor sie sich eben auf die Welle werfen. Und für uns Restliche, die das nicht als Surferspruch gesehen haben – für uns lautet die Erklärung eher: man kann nur glücklich sterben, wenn man glücklich gelebt hat. Und deswegen ist die Message: „Stirb glücklich!“ Eigentlich eher: „Leb' glücklich!“

Wastin!com: Okay. Euer Album steht seit heute im Laden, was sollten die Leute darüber wissen?

Marta: Ja ,das Album ist das Beste, das wir je gemacht haben von unseren Alben – Natürlich! Auf der normalen Version sind elf Lieder drauf, also auf der normalen CD. Aber wir haben auch zum ersten Mal in Deutschland eine sogenannte - auf Deutsch gesagt: Dualdisk, auf Englisch: Dualdisc.

Ralph: Djuääldisk.

Marta: Ja, Djuäldisk! (kichert) Wo eine Seite der CD, CD ist und die andere Seite eine DVD. Das haben wir eben auch. Da sind ganz spezielle Sachen dabei, wie zum Beispiel... (schaut zu Ralph.)

Ralph: Also, es sind dreizehn Songs drauf, zwei Bonustracks mit dabei quasi. Dann ist auf dieser DVD-Seite das ganze Album noch mal in 5.1 Sound abgemischt.

Marta: Wow!

Ralph: (setzt seine Home-Shopping Kanal-Stimme auf!) Ja, Marta! Wir haben eine CD mitgebracht. Auf dieser CD, auf der zweiten Seite, auf der DVD-Seite, ist das Album in 5.1 Sound...

Marta: Und wenn man das kauft, dann hat man sogar unser Video mit drauf!

Ralph: Ja, aber Marta!!! NICHT NUR DAS!!!

Marta: Ach, so – was dann noch!?

Ralph: Man hat noch zwei Bonusfilme mit drauf!!!!

Marta: WOOOOW!!!! UND das alles zum gleichen Preis???

Ralph: Marta!!! Du wirst es kaum glauben, da sieht man uns in Unterhoooosen!!!

Marta: NEIN!!!

Ralph: Wirklich, doch!

Marta: Also, das ist wirklich der Knüller!

Ralph: Das ist Wahnsinn!!!

Marta: Also, Leute da draußen, ich würde echt hingehen und mir diese Dualdisk wirklich besorgen! Das ist ja wirklich wie Ralph schon sagt...

Ralph: ... der Wahnsinn!!!

Marta: Ach, unglaublich!

Ralph: Und Marta, weißt du: Wir sind die erste Band in Deutschland ...

Marta: NEIN!!!

Ralph: WIRKLICH!!!

Die Happy - 29. August 2005 - KölnMarta: NEIN!!!

Ralph: ...die eine Dualdisk hat!

Marta: Das glaub´ ich gar nicht. Und das ist wirklich ab heute in den Läden?

Ralph: Und alles zum Preis von sage und schreibe ... weiß ich gar nicht. (Beide lachen!) Das weiß ich nicht!

Marta: Ich auch nicht. Es ist ein bißchen teurer als die normale CD aber deswegen hat man eben die Möglichkeit die Normale doch noch zu kaufen. Weil da eben die ganzen Extras und die zwei Extralieder noch drauf sind!

Wastin!com: Ich finde das ja immer schön, wenn Bonusmaterial auf einer DVD enthalten ist. Was könnt ihr zum Albumtitel 'Bitter To Better' sagen? Warum habt ihr ihn gewählt – was soll er uns sagen?

Ralph: Albumtitel – Albumtitel ist ein Albumtitel, ist ein Albumtitel ist ein Albumtitel. Es gibt einen Song, der heißt so, 'Bitter To Better'. Das ist der erste Song auf der CD. Und man überlegt sich dann, keine Ahnung, wie heißt das Ding? Und 'Bitter To Better' hat uns eigentlich ganz gut gefallen, weil es gut klingt, kommt so locker ...

Marta: ... Sieht gut aus!

Ralph: ... kommt so locker von der Lippe. Sieht gut aus und ...

Marta: Und wenn man eine philosophische Message unbedingt drin suchen wollte - darauf haben wir uns auch schon vorbereitet! - Heißt das: „Alles wird gut!“

Ralph: It´s an up and down. Es geht hoch und runter.

Marta: Genau, richtig! Ich wollt´s gerade übersetzen.

Ralph: Ja ja, ich hab´s gemerkt.

Marta: Hmmm.

Wastin!com: Inwiefern kann man von Weiterentwicklung zum Vorgänger sprechen? Was würdet ihr sagen, habt ihr jetzt anders gemacht, was vielleicht sogar besser gemacht?

Marta: Soll ich dich wieder dolmetschen?

Ralph: I think, what we did is we changed the sound.

Marta: Also, wir haben den Sound gewechselt.

Ralph: You know, you know, we took so ... you know... you know what I´m saying?

Marta: Weißt du, weißt du, weißt du, was ich sage?

Ralph: You know, I mean it´s like ... you know? - Yeah! It´s like that!

Marta: Weißt du, was ich meine? Ja, so isses!

Ralph: Also, ernsthaft wir haben uns für einen neuen Produzenten entschieden. Udo Rinklin heißt er, er kommt aus der Nähe von Stuttgart. Und der hat, glaub´ ich, unseren Sound auf der DVD – ach auf der DVD sag ich schon. Auf der 5 Punkt 1! Auf der CD maßgeblich beeinflusst.

Marta: (flüstert einen Echoeffekt ins Mikro) beeinflusst, beeinflusst, beeinflusst...

Ralph: Das ist sehr rough geworden.

Marta: (Macht wieder den Echoeffekt) Rough, rough, rough!

Ralph: Also, was wir versucht haben...

Marta: (Macht wieder den Echoeffekt) versucht, versucht, versucht...

Ralph: Irgendwie ist hier grad so'ne Echo hier drauf!

Marta: (Macht weiter) Echo, Echo, Echo...

Die Happy - 29. August 2005 - KölnRalph: Ist es hier alles noch technisch? Haben wir alles noch drauf?

Wastin!com: Ja, ja!

Ralph: Okay!

Marta: (Lacht!)

Ralph: Wir haben versucht, mehr dieses Livefeeling ...

Marta: (Macht wieder den Effekt) Live, Live, Live...

Ralph: ...auf die Platte zu kriegen. Alles ist rougher, kantiger, also rauer, wollte ich sagen, geworden. Die Songs sind ausgefeilter, weil wir uns lange Zeit gelassen haben. Wir haben uns ja zwei Jahre lang Zeit gelassen. Sprich: Wir haben viel über die Songs noch nachgedacht. Wir haben teilweise zu Songs irgendwie zwanzig bis dreißig Refrains geschrieben, bis wir irgendwie dachten, das isser jetzt. Und die Zeit hatten wir einfach bei den Vorgängeralben nicht. Deshalb denken wir, dass das so qualitativ von den Songs her das beste Album ist, das wir je gemacht haben, weil wir uns so intensiv damit beschäftigt haben wie wir das quasi bei den Vorgängeralben nie gemacht haben.

Wastin!com: Wenn man sich so viel Zeit läßt, kann man denn trotzdem jemals zufrieden sein. Oder ist man da eher so eingestellt, dass man sich sagt; „Da hätten wir noch das Gitarrenriff ändern können oder diesen Refrain“?

Ralph: Es ist immer eine Momentaufnahme. Man denkt wahrscheinlich jetzt in zwei Wochen wieder, man hätte es ganz anders gemacht – ist ja auch logisch, weil man sich ja auch weiterentwickelt immer wieder. Und manchmal sieht man vor lauter Bäumen keinen Wald mehr – das stimmt auch. Aber da muss man sich eben wieder ein wenig zurückziehen, den Song ein wenig liegen lassen und dann wieder rangehen an das Ding. Und dann merkt man schon, was man geil findet und was nicht.

Wastin!com: Bei euch entstehen die Songs, indem ihr im Proberaum jammt und vieles ausprobiert und miteinander viel interagiert, so habt ihr das mal in einem anderen Interview beschrieben. Aber die Lyrics liegen allein in deiner Hand, Marta, oder?

Ralph: Beim neuem Album hab´ ich die meisten Texte geschrieben. Es geht um Fußball.

Marta: Lügner!

Marta: Also hast du wirklich so'ne Frauenseele, dass du über 'In Love' schreiben kannst und so weiter?

Ralph: Klar, ich bin auch verliebt, Mann!

Marta: Aha. Also nein, bei den Texten da darf keiner reinschreiben. Also natürlich, wenn wir manchmal im Studio waren und uns noch überlegt haben ... hmm der Refrain ist doch nicht sooo hundert prozentig, dann haben wir uns alle schon zusammengesetzt und jeder konnte irgendwelche Textideen einbringen. Aber da bin ich der Boss, da entscheide ich doch immer. Das ist mir immer sehr wichtig. Ich meine, ich bin ein Mädchen in einer Männerband und manchmal ist es sehr schwierig die Textinteressen zu verbinden.

Ralph: Also, was wir schon auch sehr gerne machen, und was ich selber dann gut finde, ist, dass wir so oft Brainstorming-Sitzungen machen. Dass wir uns überlegen oder dass Marta sagt, sie fühlt diesen Song so ... es könnte darum gehen ... ich hab da 'ne Idee. Dass wir dann halt zusammensitzen und dann auf Deutsch, nicht in der englischen Sprache, wie die Texte, Marta textet ja auf Englisch. Aber dass wir uns auf Deutsch darüber unterhalten, was jeder dazu beizutragen hat, und sammelt Ideen und Marta schreibt alles auf und bastelt da dann irgendwie den Text.

Wastin!com: Und was würdet ihr sagen, ist eure größte musikalische Stärke? Also der gesamten Band?

Ralph: Wir sind so arsch-tight. (Beide lachen!)

Marta: Musikalische Stärke? Dass wir nicht alle die gleiche Musik hören. Dass wir wirklich aus allen möglichen Musikecken kommen. Und das macht, glaube ich, den Mix, der Die Happy unverkennbar macht.

Wastin!com: Welche Beschreibung eurer Musik würdet ihr gerne mal lesen? Was wünscht ihr euch über 'Bitter To Better' mal zu lesen?

Ralph: „Ich liebe diesen Sound“ - zum Beispiel.

Marta: „Die beste Platte des Jahres“ (lacht!)

Ralph: Nee, also wir können nur sagen: Wir mögen das, was wir da machen. Ob´s die anderen mögen, kann man nie wissen. Wir hoffen den anderen gefällts auch, aber im Endeffekt muss sich davon jeder sein eigenes Bild machen.

Marta: Das ist die Musik, die wir fühlen. Rockmusik.

Die Happy - 29. August 2005 - KölnWastin!com: Ist es euch egal, wenn man euch einkategorisiert? Eigentlich braucht man ja auch immer diese Schubladen. Man braucht sie, um anderen eine Band zu beschreiben. Habt ihr da was gegen?

Ralph: Das macht man ja selber genauso. Wenn es eine neue Band gibt, dann unterhält man sich so drüber; „Kennste die, die klingen so wie...“

Marta: Man mag das nur nicht, wenn man nicht sagt „Die klingen wie“ sondern, wenn so böse Zungen kommen und sagen „Die kopieren jemanden“ oder so. Das macht irgendwann keinen Spaß mehr. Aber zum Glück war das nur eine ganz kurze Phase bei uns. Die Leute haben dann zum großen Teil gemerkt, wir machen unsere eigene Musik und wir haben uns dann die Schublade selber gebaut wo „Die Happy“ draufsteht.

Wastin!com: Ja, wahrscheinlich lag das einfach bei euch einfach daran, weil du eine Frau in einer Rockband bist. Und da lag dann wohl den Vergleich zu den Guano Apes immer sehr nahe. Meint ihr eigentlich, dass jetzt, wo die Guano Apes Geschichte sind, und die Mitglieder alle was machen alleine, dass auch endlich dieser Vergleich vom Tisch ist?

Ralph: Also, wie du jetzt bei dir selber siehst, obwohl es die Band nicht mehr gibt, kommt der Vergleich immer noch. Der wird uns wahrscheinlich ewig nachhängen. Aber bei uns ist es eher so, weil man sich auch persönlich kennt, ist es eher schade, dass es die Band nicht mehr gibt, weil es eine hervorragende Band war. Traurig, dass eine Band, die wirklich lange Musik macht, erfolgreich ist, sich auflösen muss. Also, das ist etwas, wovon wir hoffen, dass es uns erspart bleibt.

Wastin!com: Ja, das bitte auf jeden Fall! Aber jetzt schnell ein anderes Thema, damit wir das endgültig abgehakt haben: Ihr seid ja immer sehr viel und auch sehr gerne unterwegs. Was macht euch da am meisten Spaß? Gibt es da auch Phasen, in denen man manchmal echt keinen Bock mehr hat?

Marta: Am meisten Spaß macht uns das Livespielen natürlich, also die Konzerte an sich. Da bekommt man das Feedback sofort von den Fans und ich spüre es. Wir haben zwar im Sommer gespielt, aber wir waren auch ziemlich lange im Studio und da war so ein bißchen ... also wir haben nicht so oft gespielt wie sonst. Das haben wir dann wieder vermisst.
Was uns nicht so viel Spaß macht, ist die Warterei, die diese - sagen wir mal - Arbeit mit sich bringt. Wenn man also berechnet, dass man eine Stunde bei einem Radiosender sitzt und im Endeffekt nur 7 Minuten gesprochen hat, aber eine Stunde da sitzen musste, eine Anfahrt von ein paar Stunden hatte, vielleicht noch ein Hotel braucht, weil es sehr spät am Abend ist. Also, man ist dadurch ständig unterwegs, man wartet auch ständig auf irgendwas, auch wenn wir auf Tour sind. Man wartet auf´s Abendessen, auf die Interviews, auf den Soundcheck, dann auf das Konzert. Also die Warterei ist am Schlimmsten. Ich wünsche mir manchmal, dass es wirklich einen Beamer gibt, dass ich mich dann kurz nach Hause beamen kann. In die Badewanne oder kurz irgendwie was machen kann, was dann nicht möglich ist. Und auch das, dass man dann packen muss zum Beispiel für mehrere Wochen und man nicht weiß, was man mitnehmen soll. Dann schleppt man tausende Taschen mit und lebt aus dem Koffer.

Ralph: Das ist für mich immer noch das Schlimmste und auch jetzt nach all den Jahren, in denen ich schon Koffer gepackt habe, stresst es mich immer noch Koffer zu packen.

Marta: Ralph kann immer noch nicht packen.

Ralph: Ich kann immer noch nicht packen. Es ist aber auch so, dass ich manchmal zu Hause einfach gar nicht mehr auspacke. Ich bin dann zu Hause und leb' auch aus dem Koffer.

Marta: Ralph hat mehr Gepäck als Paris Hilton.

Wastin!com: Oder einfach neue Klamotten überall kaufen wo man grad ist!

Marta: Also, Socken kauf´ ich immer extra.

Wastin!com: Ich glaube, ich hätte mit dieser Warterei auch Probleme.

Ralph: Ja, man lernt natürlich damit zu leben. Wir haben uns alle Laptops, wir haben uns viel so an Entertainment-Scheiß gekauft, das wir überall mitnehmen. Deshalb habe ich immer soviel Gepäck, weil ich nehme immer alles mit. Nehme meinen Rechner mit, dann der iPod und das ganze Zeug, das man dann irgendwo braucht, um die Zeit zu überbrücken.

Wastin!com: Filme gucken, Spielchen spielen ...

Ralph: Filme gucken, DVD gucken, ganz genau! Musikmachen. Wir haben dann auch öfter unser tragbares Studio mit dabei im Nightliner zum Beispiel. Dass man auch lernt, die Zeit sinnvoll zu nutzen.

Wastin!com: Das wollte ich nämlich fragen. Ist es für euch denn möglich, wirklich „On The Road“ musikalisch produktiv zu sein oder fällt das euch eher schwer?

Ralph: Manchmal!

Marta: Manchmal ja!

Ralph: Das klappt nicht immer.

Marta: Genau, ist immer unterschiedlich.

Die Happy - 29. August 2005 - KölnRalph: Also, wir haben das Zeug auf jeden Fall dabei und wenn uns die Muse packt, dann können wir was machen, wenn sie uns nicht packt, dann gehen wir sportmachen oder so.

Wastin!com: Ihr seid ja eine Band, die richtig gewachsen ist mit der Zeit. Seid ihr zufrieden mit dem Weg, den ihr gegangen seid? Ich habe ja immer das Gefühl, dass die Bands heutzutage viel zu schnell ausgeschlachtet werden.

Marta: Wir sind schon sehr zufrieden, denn es gibt bei jedem Musiker, bei jeder Band Rückfälle. Und das kann bei uns nicht unbedingt passieren und wenn, dann fallen wir nur eine kleine Stufe runter, weil wir uns auch nur kleine Stufen gebaut haben. Natürlich wünscht man sich manchmal, vor allem wenn es um Veröffentlichungen geht zum Beispiel von irgendwelchen Singles, da wünscht man sich doch, dass diese höher einsteigen in den Charts, weil das bedeutet dann natürlich, dass das Video gespielt wird, dass da mehr Radioeinsätze sind. Und das macht einen natürlich glücklich, wenn man sieht, dass das, was man geschafft hat oder ein Lied, das man geschrieben hat, so einen Anklang findet. Aber im Nachhinein, wenn so eine Platte abgefrühstückt ist, wenn die draußen ist und wir die Tour dazu gespielt haben und es vergeht ein halbes Jahr, dann ist man doch froh, wenn man vor allem sieht, was bei sehr vielen Bands passiert, die mit der ersten Platte superviel verkauft haben und die zweite, dritte Platte dagegen gar nicht. Ich meine, Liquido ist so ein Beispiel. Die fangen jetzt gerade wieder an, aber wie lange ist der Hit von denen her? Da bin ich eher dankbar, dass wir von der Musik „Okay“ leben können, dass wir keine Nebenjobs machen müssen und dass uns unser Erfolg erlaubt so weiterzumachen. Natürlich ist es, wenn man bei der ersten Platte sofort die Latte so hoch setzt, schwer das wieder zu toppen. Und bei uns ist es eher einfacher das zu toppen, weil wir eben diese kleinen Stufen immer gemacht haben.

Wastin!com: Würdet ihr sagen, dass man heutzutage auf jeden Fall ein Video braucht, um kommerziell erfolgreich zu sein. Du hast es ja eben mit dem Airplay angesprochen. Braucht man das auf jeden Fall?

Marta: Das braucht man auf jeden Fall, denn für Rockbands ist es immer schwierig, zumindest bei den Liedern, die wir als Singles bis jetzt gewählt haben. Da ist es sehr schwierig das in der Radiolandschaft zu platzieren. Und dann kommen ein paar Handeinsätze oder ein paar kleine Rotationen bei Rockradios, aber damit hat's sich eigentlich und ... Ich weiß es von mir selber, ich habe zwar ein Radio im Auto, das funktioniert aber seit dem Tag des Kaufs nicht richtig. Also, nur wenn ich mitten in der Stadt stehe, dann kriege ich drei Radiostationen sonst nicht. Und wenn ich zu Hause bin, dann höre ich entweder meine eigenen CDs, meine eigene Musik oder wenn ich gerade beim Auspacken bin, kann es schon passieren, dass ich irgendwie bei Musiksender reinzappe, also bei MTV, Viva und so weiter. Wobei ich sehr froh bin mittlerweile, dass ich nicht mehr so viel Zeit habe, weil sich die Sender ziemlich verschlechtert haben. Auch was Musik angeht. Es sind mir zu viele Klingeltöne. Wobei das fällt ja bald weg. Zum Glück! Dann kann man bestimmt wieder Musikfernsehen gucken. Und ich bin sehr froh, dass die sich dagegen entschieden haben. Und diese ganzen VIP-Celebreties... Jedes Mal, wenn ich da reinzappe läuft immer das Gleiche, nämlich wie Jennifer Aniston mit Brad Pitt vor Paparazzis weglaufen. Da frag ich mich, wo sind die Zeiten, wo wirklich so viele Videos einfach nur gelaufen sind? Aber es ist doch die einzige Möglichkeit für eine Rockband zu zeigen: „Guckt mal – wir sind wieder da. Und wir haben wieder neues Material!“ Aber es ist wirklich so ein Teufelskreis, denn ich kenne sehr viele Bands, die supergeile Videos gemacht haben, die aber abgelehnt werden. Dann hat man sehr viel Geld ausgegeben für ein Video. Muss nicht viel Geld sein, aber man hat eben Geld ausgegeben und man hat als Rockband keine andere Plattform sich zu zeigen, es sei denn man hat eine sehr gefestigte Fanbasis, die einfach anhand der Homepage in den Laden geht und kauft. Aber die Videolandschaft ist für mich bis jetzt am Wichtigsten, weil Radio für uns immer ein wenig schwierig war.

Wastin!com: Ja, MTV ändert ja zum Glück seine Werbestrategie und verzichtet demnächst auf die Klingelton-Werbung. Bei den VMA´s war schon gar keine mehr zu sehen!

Ralph: Echt?

Marta: Oh!

Wastin!com: Ja, ich war freudig überrascht, es gab nur Klamottenwerbung und Musik halt einfach!

Marta: Eben, es ist Musikfernsehen. Es soll Musik gezeigt werden. Ich würde mir auch wünschen, dass es weniger von den ganzen Dismissed-Dingern geben würde. Es ist zwar interessant, nur könnte man einen kompletten Sender damit machen. Musikfersehen ist für mich einfach Musik. Ich kann mich erinnern, als ich als Austauschschülerin ein Jahr in Amerika war, habe ich ständig MTV geguckt und da waren auch wirklich ein paar Sendungen, die super waren, wie Ray Cokes. Das war superinteressant, das war superwitzig und solche Sendungen braucht ein Musikfernsehen auf jeden Fall, aber es sind meistens nur Videos gelaufen und das habe ich von morgens bis abends, wenn ich Zeit hatte, immer geguckt. Und das kann ich mittlerweile nicht mehr, weil nur noch gelabert wird. Und Musik ist Musik und kein Gelaber- und „Ich-liebe-Dich-weil“- und „Zeig-mir-deine-Brüste-und-dann-wähl-ich-dich-vielleicht“-Zegs. Ich weiß nicht, das wird ein bißchen zuviel.

Wastin!com: Ja, auf jeden Fall. Noch mal zu eurem Videodreh zu 'Big Big Trouble'; Habt ihr euch da mit euren eigenen Ideen eingebracht oder habt ihr da Storyboards angeboten bekommen und habt dann gesagt „Yo – mach mal!“?

Ralph: Also, die Grundidee kam vom Joern Heitmann, dem Regisseur des Videos, (Anm. d. Red.: u.a. auch: Rammstein: 'Amerika', 'Ohne Dich', 'Keine Lust'). Wir haben zu dem Video gar nicht mal so viele Treatments gelesen. Wir hatten schon viel, viel mehr auf dem Tisch. Zudem war schon relativ klar, dass wir das machen wollen. Wir haben dann noch über den Schluss in 'ner Telefonsitzung so ein bißchen gebrainstormt. Und haben überlegt, wie wir den Schluss so machen können, dass das alles, was zuvor zu sehen war, die Kettensägen und so, nicht mehr diese Dramatik und diese Härte hat, wie es ja da teilweise abgeht, wenn wir da alle abgemorkst werden. Und das ist dann noch quasi in so 'ner Telefonsitzung noch entstanden.

Marta: Aber wir fanden die Idee von Vorneherein super, supergeil und deswegen gab es nicht so viel Sprechbedarf.

Die Happy - 29. August 2005 - KölnWastin!com: Ja, das Ende ist sehr witzig. Sasha spielt ja auch mit. Ihr seid doch noch zusammen?

Marta: Ja.

Wastin!com: Ist das dann nicht besonders schön, wenn man auch zusammen arbeiten kann?

Marta: Also, ja – ich muss sagen, die Wahl fiel nicht auf ihn unbedingt deswegen weil er mein Freund ist. Wir kennen sehr viele Musiker in dieser Branche. Wir haben auch überlegt vielleicht Henning von den H-Blockx zu nehmen. Er wäre ja auch wirklich eine super Besetzung gewesen – eigentlich. Natürlich haben wir auch darüber nachgedacht einen Schauspieler zu nehmen, das wäre bestimmt auch nicht schlecht, aber dann haben wir gedacht, warum nehmen wir nicht jemanden, der wirklich zu der Bandfamilie gehört. Ich meine, das wäre Henning jetzt auch, aber dann haben wir uns doch für Sasha entschieden. Weil, wie gesagt, wir sind so ein Familienunternehmen würde ich so sagen. Und lieber haben wir Freunde, die mit uns arbeiten, als jemand, der einfach nur eine berühmte Fresse hat sozusagen. Aber natürlich, wenn es um musikalische Zusammenarbeit geht und jetzt der Sänger von Incubus zu mir kommen und sagen würde; „Ich will mit dir singen!“ Klar würde ich mit ihm singen, obwohl ich ihn nicht persönlich kenne – aber das ist wieder eine andere Sache. Aber da hat´s sehr gut reingepasst. Sasha hatte Zeit, Sasha hatte tierisch Bock und auf ihn fiel die Wahl und wir haben uns sehr darüber gefreut.

Wastin!com: Ja, das glaub ich! A propos Soloprojekte, wo du es grade ansprichst, Marta. Du warst ja auch Solo schon aktiv. Ralph, habt ihr da nicht ein bißchen Angst, dass Marta mal abgeworben könnte oder ihr das Solo mehr gefällt?

Ralph: Also, wir drei Jungs finden uns selber alle so geil, dass wir denken, die Marta wird nicht so blöd sein, dass sie uns verlässt (lacht!) Nee, also wir supporten sowas eher und unterstützen die Marta da, indem wir zum Beispiel auch bei dieser Zusammenarbeit mit Apocalyptica gesagt haben, dass wir das eigentlich sehr, sehr cool fanden, was sie da gemacht hat, auch dass sie das auf Deutsch gemacht hat.

Marta: Die haben mich nur unterstützt, weil sie Stefan Raab kennenlernen wollten. Gibs zu!

Ralph: Ooookaaay, ookay okay. Ja, so war´s eigentlich. Nee, mal ehrlich, die Tatsache, dass sie auf Deutsch gesungen hat, hat auch für Gesprächsstoff innerhalb der Band gesorgt. Und auch wegen der deutschsprachigen Rockwelle, die da gerade unser Land überschwemmt, haben wir uns gefragt; „Ach, sollen wir das wirklich machen? Wir sind eine englischsprachige Band, das wollen wir eigentlich auch sein!“ Ich weiß noch, dass wir mal im Nightliner saßen und ich mir das Lied fünf, sechs Mal angehört habe und mir dachte; „Mein Gott – es ist einfach geil!“ Das ist ein Hammer-Text und es hat mein Gefühl, das ich hatte, wahnsinnig auf den Punkt getroffen. So dass wir gesagt haben; „Scheiß drauf – jetzt isses halt deutsch! Und wir lassen sie's einfach machen – es ist Musik!“ Und wenn das Angebot von Apocalyptica kommt, dann wäre es doof so etwas abzulehnen!

Wastin!com: Klar, keine Frage! Wäre ja auch wirklich blöd, wenn man sich da beschränken würde!

Ralph: Absolut, absolut.

Wastin!com: Du bist also auch in Zukunft da nicht abgeneigt.

Marta: Nee nee, ich mache das sehr gerne eigentlich. Es macht sehr viel Spaß. Ich kriege auch viele Anfragen aus der Musikbranche von Freunden eben. Und das macht es immer spannend.

Wastin!com: Kriegen wir denn auch mal ein Duett mit Sasha zu hören?

Marta: Ich sage niemals nie! Wenn, dann wäre es genau wie bei dem Videodreh. Er ist ein Musiker, wir kennen uns alle. Wenn es dazu kommt, würde ich mich sehr freuen. Aber genauso wie wenn mit Henning was passiert oder mal ... weiß nicht, mit allen, die man ein bißchen mehr mag aus dieser Musikbranche.

Wastin!com: Ich glaube, du und Henning, das würde sich sehr gut anhören!

Marta: Wir haben auch schon mal zusammen gesungen. Ein Lied bei so´nem Festival. Das war auch sehr witzig. Vielleicht kommt es mal dazu, wenn wir mal beide Zeit dafür finden.

Wastin!com: Kommen wir jetzt zu unserer Kategorie „Musiker und ihre Lieblingsfilme und Lieblingsregisseure“. Gibt es da einen bei euch oder könnt ihr sagen; „Der Film hat mich schon als Kind sehr beeinflusst und auch als Musiker geprägt“ oder sowas – gibt's da was?

Marta: Also, ich habe zwei Regisseure. Der eine ist der Herr Polák. Das ist der tschechische Regisseur, der die ganzen Kinderfilme gemacht hat. Und der zweite würde ich sagen - also ich kenne mich nicht so gut mit Weltregisseuren aus - aber natürlich sollte ich Silos Forma sagen, der Berühmte, der aus Tschechien kommt. Aber ich sage auch Quentin Tarantino. Quentin Tarantino hat zwar sehr makabere Sachen gemacht, die aber soviel Humor in sich haben, dass man Teile nicht wirklich ernst nehmen darf und man eigentlich nur lachen kann. Und, ja – das wären so meine Lieblinge.

Die Happy - 29. August 2005 - KölnRalph: Also, bei mir ist es nicht wirklich ein Regisseur, sondern ein Film. Mein absoluter Lieblingsfilm ist 'Harold and Maude'. Weiß nicht, ob man den kennt. Das ist ein sehr abgefahrener Film, in dem die Mama den Sohn unbedingt verheiraten will, der aber keinen Bock auf Heiraten hat und immer wieder Selbstmorde inszeniert. Er sprengt sich sogar in die Luft, um die Mutter zu schocken und so. Und verliebt sich dann in eine ältere Frau, die so überhaupt nicht in das Schema der Mama paßt. Und das ist eine arg schöne Liebesgeschichte.

Marta: Und die ältere Frau, wie alt ist die? Siebzig?

Ralph: Die ist ziemlich alt, und er ist erst sechzehn, und sie stirbt dann auch am Schluss, das Ende ist dann sehr traurig, aber sie gibt ihm eben in Punkto Weisheit und Lebensansichten arg viel mit auf den Weg. Und das ist echt ein Hammer-Film. 'Harold and Maude' - sollte man sich mal anschauen.

Wastin!com: Okay, das war also Ralph´s Filmtipp! Marta, ich habe mal ein Zitat von dir gelesen, das ich sehr lustig fand und zwar: „Männer fangen bei mir bei den Füßen an und hören bei den Titten auf.“

Ralph: (bricht los) Das hast du mal gesagt? (lacht!) Das habe ich ja noch nie gehört!

Marta: Ja, ich muss sagen, ich habe mich daran gewöhnt. Ich glaube, man gewöhnt sich daran. Als ich kleiner war, hatte ich natürlich damit zu kämpfen, weil ich sehr schnell weiblich geworden bin. Schon mit zwölf und da schämt man sich sehr und man hat eine falsche Körperhaltung, weil alles, was ich weibliches hatte, was sich tausende Frauen plastisch nachmachen lassen, dafür habe ich mich früher geschämt. Aber natürlich habe ich mich irgendwann daran gewöhnt. Es gibt immer noch Männer, die einfach mit meinen Brüsten reden und nicht mit mir. Das nervt dann. Aber da habe ich von einer lieben Freundin einen Spruch gelernt, den ich ab da gesagen habe; „Schöne Titten hab´ ich – ja? So, jetzt schau mir in die Augen, dann können wir vielleicht weiterreden!“ Um die Männer dann vielleicht darauf aufmerksam zu machen, dass es einfach nicht nett, eher respektlos ist. Ich meine, natürlich guckt man sich gern schöne Sachen an und wenn manche Männer auf große Brüste stehen – okay. Unauffällig draufgucken ist okay, aber mit meinen Brüsten anstatt mit mir zu reden, finde ich total scheiße. Und ja, wie gesagt, man gewöhnt sich an alles so ein bißchen. Deshalb beachte ich das nicht mehr so.

Wastin!com: Du gibst ja auch auf der Bühne so richtig ordentlich Gas und machst keine Modenshow daraus, bei der die Band nur so Beiwerk ist. Also, ist es dir auch sehr wichtig, dass deine Musik im Vordergrund steht?

Marta: Auf jeden Fall! Das ist sehr wichtig. Wenn ich auf der Bühne bin, dann klappt sich irgendwas im Gehirn um und da werde ich zum chaotischsten Menschen auf der Welt. Manchmal renne ich so auf der Bühne rückwärts, dass ich fast jemanden umniete. Ich habe nicht so den Plan. Auf der Bühne bin ich einfach im Bann der Musik, dann mache ich das, was mein Bauch mir sagt.

Wastin!com: Ist auch richtig so! Ihr seid ja auch 2003 mal in Aachen im Nightlife gewesen und habt eine Unplugged-Session gegeben. Wird es sowas nochmal geben? Vielleicht dann auch wieder bei uns in der Gegend?

Ralph: Also Unplugged wird's definitiv wieder geben. Weil das war so mit eins der schönsten Erlebnisse, die wir als Band je hatten. Vor allem weil wir auch wieder andere Leute mit auf der Bühne hatten, also wir hatten ja noch drei Gastmusiker dabei. Wir konnten alle sitzen. Wir haben jeder 'ne Flasche Wein getrunken am Abend während der Show. Das waren wieder ganz neue Zeiten, die man so wieder mal kennenlernen durfte als Musiker. Und deshalb wird es das auf jeden Fall wieder geben. Und auf der Dualdisk, die ja gerade erschienen ist, sind ja auch vier Songs bebildert auf der DVD-Seite vom Unplugged-Konzert im Kölner Lime Light. Und selbst wenn ich das nochmal anschaue, werde ich sentimental. Weil das mit das Größte war, das wir je erlebt haben.

Wastin!com: Okay, dann können sich die Fans ja auf einiges gefasst machen. So, das war es jetzt auch schon! Ich danke euch vielmals!

Ralph: Wir danken dir!

Marta: Ja, vielen Dank!
Autor: Vera Bunk