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Lluther - Interview mit Gerry Owens - 27. Oktober 2005
Ab morgen, 28. Oktober, steht Lluther´s Langspieler 'Agents Of Empire' im Laden. Und das Debüt-Album der Iren haut richtig rein! Fette Soundwände und mächtige Elektroeffekte, dazu Gitarre und Bass deluxe. Im November startet ihre Tour durch Deutschland, die ihr auf keinen Fall verpassen solltet! Wir haben vorab schon einmal mit Mastermind und Sänger Gerry “G” Owens gesprochen und der sympathische Frontmann verriet uns alles über die Band, die Platte, wie man es schafft ein halbe Million auf den Kopf zu hauen und was er sich vom deutschen Publikum erwartet. Lest hier alles!

Gerry Owens von LlutherWastin!com: Hi G! Was sollten die Leute über Lluther wissen?

G: Wir sind eine Band aus Dublin, Irland. Wir sind seit zwei Jahren zusammen. Es gibt Fünf von uns - Ger Farrell – Schlagzeug, Ant Kiernan – Gitarren/Samples, deK – Gitarren, Chief – Bass und mich. Wir sind kurz davor unsere Platte in Deutschland zu veröffentlichen und im Moment bereiten wir uns vor ein paar Shows dort im November zu spielen.

Wastin!com: Ist Lluther die erste Band, in der du spielst bzw. singst?

G: Nein, ich hatte schon vorher einige Bands. Die Letzte hieß Skindive. Wir waren unter Vertrag bei einem Label in New York. Unser Schlagzeuger bei Lluther war mit mir auch bei der vorigen Band dabei. Es war eine gute Erfahrung. Wir haben eine Menge Fehler gemacht, hatten aber auch jede Menge Spaß. Es war wirklich eine sehr gute Vorbereitung für Lluther, weil wir es geschafft haben alle Rock-Klischees in einem Aufwasch zu erfüllen: Drei A&R Jungs, vier Manager, Krankheit, Dummheiten und eine halbe Million Dollar, die “für uns” von anderen ausgegeben wurde. Aber ich bekam die Gelegenheit mit sehr vielen wirklich talentierten Leuten arbeiten zu können und ein Album aufzunehmen auf das ich immer noch stolz bin... Also, wie ich schon sagte, es war eine gute Erfahrung. Ich habe viel über das Recording und die Produktion gelernt, wir sind auch ziemlich viel in den USA getourt und so.

Wastin!com: Du bist das Mastermind der Band, wie stark beinflussen die anderen Mitglieder überhaupt den Sound der Band?

G: Im Studio, da mache ich so ziemlich alles. Ich habe jetzt schon so eine lange Zeit auf diese Art und Weise, also nehme ich an, dass es einfach das ist, was ich gewohnt bin. So zu arbeiten ist einfach zu meiner Gewohnheit geworden, weil als ich kein Geld hatte in ein Studio zu gehen und Tontechniker zu engagieren mein Zeug aufzunehmen, musste ich es mir selbst beibringen und es umsonst bei mir zu Hause machen. Der Nachteil ist, dass ich mich normalerweise einschließen muss und verrückt werde, weil ich ein Jahr lang oder so wie ein Einsiedler leben muss, aber der Vorteil daran ist, dass wenn du weißt wie es geht, du auch das, was in deinem Kopf ist, rausbringen kannst und auf Kassette (Hard Disc eigentlich) bannen kannst. Aber das ist nur die eine Hälfte, aus der Lluther besteht. Die andere Hälfte ist auch live zu spielen. Und das ist der Punkt, wo die anderen Bandmitglieder ihre Talente einbringen. Wenn man plant ein Album live zu präsentieren, dann ist das Ziel offensichtlich das möglichst Albumnah zu tun, aber für uns ist es auch wichtig, dass es nicht zu nahe dran ist. Für mich muss es live besser sein als auf dem Album (anderfalls sehe ich da keinen Grund Geld zu bezahlen, um die Band zu sehen). Also konzentrieren wir uns eher darauf das Ganze mit noch mehr Energie darzubieten. Wir wollen, dass die Leute mit einem Gefühl nach Hause gehen, als ob ihnen etwas Besonderes passiert sei, sie sollen sich nicht so fühlen, als hätten sie nur zugeguckt, sie sollen sich auch mit einbezogen fühlen.

Wastin!com: Wie ist das Klima in der Band? Würdest du die anderen als deine besten Freunde bezeichnen?

G: Wir stehen uns sehr nahe. Ich kann nicht für die anderen antworten, aber was mich angeht, würde ich sie meine engsten Freunde nennen. Wir haben so viel Zeit zusammen verbracht und sind durch einige Schwierigkeiten gemeinsam gegangen, so etwas verbindet die Menschen, die da betroffen sind. Wir sind glücklich, uns gefunden zu haben.

Wastin!com: Und wie würdest du euren Sound benennen?

G: Wir sind schon als alles bezeichnet worden von Rock bis Metal, von Goth bis Industrial. Ich habe keine Ahnung. Für mich fühlt es sich wie eine Rock-Band an, aber wer zur Hölle weiß das schon! Was wir sind, scheint sich abhängig davon zu ändern, wer uns gerade hört. Ich bin nicht wirklich sicher, was die Kategorie 'Dark Wave' beinhaltet, aber das hört sich danach an wie die Musik sich für mich anfühlt.

Wastin!com: Euer Album 'Agents Of Empire' ist bei uns in Deutschland noch nicht erschienen, aber wie sind die Pressestimmen bis jetzt?

G: Die waren alle gut. Hoffentlich wird es weiterhin so gut laufen!!

Wastin!com: Und was sollten die Leute über 'Agents Of Empire' wissen?

G: Das Album wurde in der Zeit geschrieben, als der Irak eingenommen wurde (oder “befreit”). Ich war nie sehr politisch bevor das passiert ist und hatte, in der Tat, ganz bewusst Politik aus meiner Musik herausgehalten. Aber es passierte einfach, dass das Album in einer Atmosphäre voller Frustration und Wut geschrieben wurde und so spiegeln viele Songs das wider wie ich mich während dieser Zeit (und immer noch) gefühlt habe. Es hat sich so angefühlt, als ob dort ein Imperium aufgebaut werden würde. Und das verknüpft mit der Auffassung, dass wir alle in der Westlichen Welt dafür verantwortlich sind, ist auch dafür verantwortlich, wo der Titel 'Agents Of Empire' herkommt.

Wastin!com: Warum ist es dir so wichtig als echte Rock-Band akzeptieren zu werden?

G: Das ist es nicht. Ich hatte nie ein sehr starkes Verlangen danach in irgendeiner Richtung akzeptiert zu werden. Ich erinnere mich, dass ich als Kind versucht habe, mich immer anzupassen und akzeptiert zu werden, aber schon in meinen frühen Teenie Jahren hat´s bei mir Klick gemacht und ich habe damit einfach aufgehört. Seitdem habe ich mein Leben damit verbracht nicht akzeptiert zu werden und um ehrlich zu sein, darin liegt nun für mich ein gewisser Reiz – ich fühle mich wohl damit. Das klingt selbstsüchtig, aber Musikmachen funktioniert für mich nur, wenn ich das mag, was ich tue. Ich schreibe die Musik nicht für jemand anderen. Ich könnte nicht weiter Musikmachen, wenn es etwas Geplantes wäre.

Wastin!com: Was würdest du ohne Musik machen? Was bedeutet dir die Musik?

G: Musik hat beides getan: Mein Leben ruiniert und gerettet und das zur selben Zeit. Das ist eine seltsame Sache, aber es fühlt sich irgendwie wie eine Art Krankheit an. Du verbringst gern Jahre mit Arbeiten und nur ein paar Stunden Schlaf in der Nacht für nur sehr wenig Belohnung. Du bist unglücklich, fühlst dich unwohl, angespannt und kaputt, aber etwas in dir treibt dich weiter an. Es hat mir so viel genommen, aber auch den Hauptgrund zum Leben gegeben.

Wastin!com: Wen würdest du als dein Idol benennen, sofern du eins hast?

G: Ich habe nicht wirklich eins. Da gibt es einen estländischen Komponisten namens Arvo Part, von dem ich denke, dass er unglaublich ist. Er käme wohl einem Idol am Nahsten, wenn ich eins hätte.

Wastin!com: Kannst du kurz beschreiben, wie die Musik-Szene in Irland aussiehst? Was denkst du darüber und was sollte eventuell verbessert werden?

Gerry Owens von LlutherG: Irland ist ein sehr kleines Land und darum ist auch die Musik-Szene sehr klein. Die Musik-Trends hier in Irland neigen dazu die in England wiederzuspiegeln – Also gibt es hier viele Indie Bands. Hier gibt es kein Markt für Heavy Rock. Man kann nicht sagen, dass das Publikum für sowas nicht da wäre, aber es wird einfach nicht gefördert durch die Musikpresse (und überhaupt!) Korn, Metallica, Marilyn Manson etc. füllen unsere größten Hallen, aber du wirst hier trotzdem nichts darüber lesen in den Musik Magazinen. Verrückt wirklich, besonders weil, wie ich schon sagte, das Publikum dafür da ist – und deswegen auch Magazine gekauft würden. Also, wenn du eine Heavy Rock Band in Irland bist, dann musst du Irland verlassen.

Wastin!com: Ihr werdet ja für einige Shows nach Deutschland kommen. Was werdet ihr dem deutschen Publikum bieten und was erwartet ihr zu bekommen?

G: Wir haben entschieden, dass wir mit Lluther versuchen wollen dem Publikum dasselbe Gefühl nahezubringen, wenn sie uns live sehen, das wir bei Shows hatten, die uns umgehauen haben. Eine Lluther-Live-Show ist ein Anschlag auf die Sinne – wir benutzen Sync´d visuals und spielen die energiegeladenste Show, die wir können, und das jedes Mal. Was wir dafür zurück haben wollen ist einfach Energie. Je mehr Energie wir geben, desto mehr kommt vom Publikum zurück, je mehr wir geben, desto mehr, etc. etc....

Wastin!com: Das klingt gut! Okay, das war meine letzte Frage. Vielen Dank! Und ich hoffe, euch bald zu sehen!

G: Dank dir. Hat Spaß gemacht!

Präsentation Lluther
StarChecker – Gerry “G” Owens - Lluther
Website Lluther
Autor: Vera Bunk