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Bleeding Through – Interview mit Brandan Schieppati - 28. Januar 2006, Bochum
Bleeding Through waren mal wieder in Deutschland und da ließen wir es uns nicht nehmen, Sänger Brandan Schieppati in die Katakomben der Matrix zu entführen und auszufragen. Was man machen muss, wenn einem auf der Bühne mal die Hose platzt und was der Frontmann als Astronaut machen würde, könnt ihr hier nachlasen.

Bleeding Through – 07. Februar 2006, Matrix BochumWastin!com: Hey Brandan, wie geht’s dir? Schön, dich zu sehen.

Brandan: Mir geht’s sehr gut. Es ist genieße es, wieder in Deutschland zu sein, doch mir ist wirklich sehr kalt.

Wastin!com: Dies ist euer zweiter von nur drei Stopps hier in Deutschland. Letztes Mal habt ihr hier ja im Sommer gespielt, jetzt im Winter – was bevorzugt ihr?

Brandan: Wir waren bis jetzt zwei mal hier im Sommer und das war total heiß, mir ist das eigentlich egal. Ich bevorzuge es jedoch im Winter hier zu sein, weil im Sommer einfach zu viele Bands touren und dann kann es sein, dass wir in dieser Menge untergehen. Im Winter denke ich, dass mehr Leute auf unsere Konzerte kommen.

Wastin!com: Eure europäischen Fans sind somit ja mit die ersten, die eure neue CD 'The Truth' live zu Ohren kriegen. Mögen sie die neuen Lieder denn?

Brandan: Ja, auf jeden Fall mögen sie die Lieder. Wir haben wirklich nur gute Kritik bekommen. Man weiß natürlich nie, wie die Leute auf ein Album reagieren, von daher ist es immer wieder interessant zu sehen, ob es ihnen gefällt oder nicht.

Wastin!com: Siehst du irgendwelche Unterschiede zwischen euren Fans hier und denen, die auf eure Konzerte in den USA kommen?

Brandan: Hm, ja da gibt es Unterschiede. Bei unseren Konzerten in Amerika kommen die Leute aus allen möglichen Szenen - Punkrock, Metal, Hardcore, Gothic und sogar Psychobilly. Hier in Europa kommen meistens nur Leute aus der Hardcore- und Metal-Szene. Mir gefällt es, dass hier so viele Hardcore-Kids sind, aber es wäre natürlich auch schön, wenn wir auch bei anderen Leuten ankommen würden – wie in den USA.

Wastin!com: Was hast du heute gemacht? Was macht man so, wenn man auf Tour ist?

Brandan: Ich saß heute eine lange Zeit im Van, knapp sechs Stunden. Ich guck´ dann immer Filme oder höre Musik.

Wastin!com: Ist es beneidenswert, mit der Band lange unterwegs zu sein oder hat irgendjemand eine schlechte Angewohnheit, die dich richtig nervt? Oder bist du sogar der jenige, der alle nervt?

Brandan: Ich glaube, wir haben alle irgendwelche Angewohnheiten, die den anderen auf die Dauer nerven, jedoch haben wir es geschafft damit umzugehen. Klar kommt es manchmal deswegen zum Streit, jedoch hat das dann zum Glück keine Auswirkungen auf unsere Musik.

Wastin!com: Vermisst du etwas von zu Hause?

Brandan: Ja! Ich vermisse mein Bett und meine Freundin und noch viel mehr.

Wastin!com: War es denn schon immer dein Traum, Sänger in einer berühmten Band zu werden? Was würdest du machen, wenn es mit der Musik nicht geklappt hätte?

Brandan: Ich glaube, ich würde dann Baseball spielen, das habe ich schließlich vor meiner Musikkarriere getan. Ich wollte aber auch mal Lehrer werden, also irgendwas von beiden, denke ich.

Wastin!com: Was war denn dein peinlichster Moment bei einem Konzert?

Brandan: Der peinlichste Moment? Hast du das wirklich gefragt?

Wastin!com: Ja, habe ich.

Brandan: Okay, der peinlichste Moment war, als ich auf der Bühne stand und mir die Hose im Schritt gerissen ist – von hinten bis nach vorne, komplett. Dazu kommt, dass ich keine Unterhose getragen habe. (lacht!) Also habe ich dann Tape genommen und meine Hose zusammengeklebt.

Wastin!com: Das ist echt peinlich!

Brandan: Oh, ja!

Wastin!com: Was bedeutet eigentlich euer Bandname?

Brandan: Der Name Bleeding Through soll eigentlich das Leben als solches bezeichnen. Dass man mit Problemen klar kommen muss und sein Leben leben soll. Der Name soll für das Leben sehen.

Wastin!com: Okay, dann reden wir mal über eure Musik und natürlich über eure neue CD 'The Truth'. Welcher Stilrichtung würdet ihr eure Musik zuordnen? Einige Leute nennen es ‚Deathcore’ oder so ähnlich – wärst du damit einverstanden?

Brandan: Ich denke, wir haben verschiedene Einflüsse wie Hardcore, Metal und einige von uns auch Emo, von daher denke ich, dass die Musik zum größten Teil Hardcore ist. In Amerika wird es mehr Metal als Emo genannt, aber ich würde es „Metal-Emo-beeinflusster-Hardcore“ nennen. (lacht!)

Bleeding Through – 07. Februar 2006, Matrix BochumWastin!com: Welche Personen oder sogar Filme, haben dich und Bleeding Through beeinflusst?

Brandan: Also, ich würde sagen Bands wie At The Gates, Entombed und die alten Sachen von Cradle Of Filth, aber auch zum Beispiel Johnny Cash.

Wastin!com: Wie entsteht eure Musik eigentlich? Kannst du uns sagen, wer die Texte schreibt und was für euch wichtiger ist – der Sound und die Musik oder die Texte?

Brandan: Ich denke, beides ist sehr wichtig, die Texte und der Sound. Mit jedem Sound kannst du irgendein bestimmtes Gefühl erwecken, das ist ja wichtig bei den Liedern. Also, ich denke, als erstes kommt die Musik und dann gucke ich in mein Texte-Buch, wo alle meine Texte drinstehen, die ich mal geschrieben habe. und gucke welcher zu der Stimmung des Liedes passt. Wir gucken dann zusammen, wie wir was einbauen oder verbessern können.

Wastin!com: Was ist neu an 'The Truth'?

Brandan: Ich finde, sie ist viel melodischer und ich singe auf dem Album viel mehr als dass ich schreie. Insgesamt zeige ich mit meiner Stimme so viel mehr Gefühl im ganzen Album.

Wastin!com: Bist du denn immer noch zufrieden mit dem Album oder würdest du gerne etwas ändern?

Brandan: Ich bin total glücklich damit. Ich würde nichts ändern, ich denke bzw. ich hoffe viel mehr, dass wir jetzige Fehler beim nächsten Album nicht mehr machen und uns so immer mehr steigern.

Wastin!com: Zu 'Kill To Believe' habt ihr ja auch ein Video gemacht – denkst du, dass das wichtig ist für eine Band?

Brandan: Ja, ich denke schon. Ich erinnere mich als ich ein Earth Crisis-Video gesehen habe, da fand ich das sehr interessant, dass solche Bands auch ein Video im Fernsehen spielen. Es ist, denke ich, interessant zu sehen, wer die Musik macht – falls man die Band nicht kennt. Es ist genauso wichtig wie die Musik.

Wastin!com: Wann hast du eigentlich deine Karriere gestartet und wann denkst du, wirst du sie beenden?

Brandan: Mh, meine erste richtige Band war Eighteen Visions, da war ich sechzehn – das war `95 oder `96. Aber ich habe schon früh in verschiedenen Bands gespielt, schon als ich noch zehn war. Ich hoffe, ich kann noch für den Rest meines Lebens Musik machen.

Wastin!com: Was war eigentlich schwieriger – in den USA berühmt zu werden oder hier in Europa?

Brandan: Ich glaube, dabei spielen immer viele Kriterien eine Rolle, wie du promotet wirst, was du für Kritiken bekommst etc. Aber im Endeffekt denke ich, dass es immer einfach ist, dort berühmt zu werden, wo du herkommst, sprich, es war in den USA einfacher als hier in Europa.

Wastin!com: Fast jeden Tag gibt es eine neue Band im Metalcore/Hardcore-Genre, denkst du, ihr werdet in diesem Sumpf überleben und wenn ja, warum? Was macht Bleeding Through so einzigartig?

Brandan: Ich denke, wir werden es überleben. Ich denke auch, dass die Szene zur Zeit wirklich mit Bands überhäuft ist, aber wir waren ja eine der ersten Bands, die damit angefangen haben, und von daher werden wir es immer schaffen original zu klingen und nicht „geklaut“.

Wastin!com: Eure CD-Cover sind ja meistens sehr brutal, ist das von euch beabsichtigt? Muss das Cover zur Musik passen?

Brandan: Ja, ich finde schon, dass es ungefähr die Musik visuell darstellen soll. Die Cover werden immer in einem Studio in Seattle gemacht und dort gehen die auf unsere Wünsche, aber halt auch vor allem auf unsere Musik ein und lassen sich so davon beeinflussen.

Wastin!com: Wo sieht du dich und Bleeding Through denn in ein paar Jahren? Gibt’s da noch große Pläne oder Nebenprojekte?

Brandan: Ich habe ein Nebenprojekt, wo ich singe und Gitarre spiele – klingt so ähnlich wie Nick Cave & The Bad Seeds. Ich hoffe, wir werden noch berühmter und erfolgreicher in den nächsten Jahren. Vor allem aber hoffe ich, dass wir stets Spaß haben bei dem, was wir tun.

Wastin!com: Was wäre das Schlimmste, was Bleeding Through passieren könnte?

Brandan: Die größte Tragödie wäre, wenn ein Mitglied die Band verlassen würde oder aufhören müsste Musik zu machen. Das ist, denke ich, das Schlimmste. Wir haben so viel durchgestanden und sind endlich alle zusammen erfolgreich, haben das geschafft, was wir immer schaffen wollten.

Bleeding Through – 07. Februar 2006, Matrix BochumWastin!com: Wenn du dir vorstellst, du wärst ein Astronaut, welche CD’s würdest du mit ins All nehmen?

Brandan: Mh, ich würde was von den Misfits, Black Flag, Johnny Cash und wohl auch was von Metallica mitnehmen.

Wastin!com: Was machst du immer vor Konzerten, bist du immer noch nervös?

Brandan: Ich bin immer noch nervös, wenn ich daran denke, wie viele Leute draußen stehen und auf uns warten. Ich stretche mich immer vorher und schone meine Stimme.

Wastin!com: Was erwartest du von dem heutigen Abend?

Brandan: Ich hoffe, es wird sehr gut und vor allem hoffe ich, dass wir eine gute Show für die Fans abliefern.

Wastin!com: Das wünsche ich euch auch. Das war meine letzte Frage – Dankeschön Brandan!

Brandan: Kein Problem. Ich danke euch auch!

Mehr Info:
Website Bleeding Through
Autor: Mario Klein