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Alibi For A Murder – Interview mit Damian am 23. Dezember 2007, Warendorf
„Ich habe persönlich eine wichtige Erfahrung gemacht und zwar dass viele Bands mit zunehmenden Bekanntheitsgrad auch immer arroganter werden.“

Mit 'Alienated Creator' (VÖ Oktober 07) sind Alibi For A Murder wie aus dem Nichts aufgetaucht und haben so manche andere Metalkombo alt aussehen lassen. Mit viel Gewalt und Brutalität ging es auf der EP der Jungs aus Nordrhein-Westfalen zur Sache und für eine Eigenproduktion sah das Ganze auch gar nicht schlecht aus. Junge Bands sind interessant und genau deshalb haben wir es uns nicht nehmen lassen, der Band ein paar Fragen zu stellen. Fronter Damian stand Rede und Antwort und was dabei herausgekommen ist, könnt ihr am Besten weiter unten selbst nachlesen. Nur so viel, das Gespräch drehte sich unter anderem um die Entstehung der Band, den Aufnahmeprozess der EP und über gelungene Konzertabende. Außerdem verriet uns der Fronter, dass es bald Nachschub von AFAM zu erwarten gibt!

Alibi For A Murder – Interview mit Damian am 23. Dezember 2007, WarendorfWastin!com: Hi Damian! Alibi For A Murder wurde 2005 gegründet. Wie kam es dazu und kanntet ihr euch alle schon vorher?

Damian: 2005 haben Matze (Bass) und Martin die ganze Sache ins Leben gerufen. Die beiden haben ihr Hardcore Projekt auf Eis gelegt und sich Leute für eine Metal Band gesucht. Nach und nach kamen dann Thilo (Gitarre) und Seppel (Drums) dazu. Die Vier kannten sich alle schon irgendwie untereinander. Ich habe dann auf eine Anzeige bei hardcoreholics.de geantwortet und wurde der Frontmann der Combo. Mittlerweile hat sich die Besetzung geändert. Thilo und Martin sind gegangen und der neue Gitarrist heißt Hüssy.

Wastin!com: Wie seid ihr auf euren Bandnamen gekommen? Wofür steht er?

Damian: Um ehrlich zu sein: er klang damals einfach nur cool.

Wastin!com: Eure EP 'Alienated Creator' ist ja unlängst erschienen. Seid ihr zufrieden mit dem Endergebnis?

Damian: Für eine reine Eigenproduktion sind wir mit dem Endergebnis durchaus zufrieden.

Wastin!com: Wie sind denn die bisherigen Reaktionen ausgefallen?

Damian: Die Reaktionen sind größtenteils positiv. Wir freuen uns sehr über die guten Reviews in den verschiedenen Online Magazinen. Bis jetzt wollte auch noch niemand sein Geld für die EP zurück ;)

Wastin!com: Die EP ist ja – wie du schon sagtest - in Eigenproduktion entstanden. Bestand der ganze Prozess aus harter Arbeit oder stand eher der Spaß im Vordergrund?

Damian: Insgesamt war es doch recht harte Arbeit das ganze Ding fertig zu kriegen. Deswegen waren wir umso glücklicher, als wir die fertigen CD´s in den Händen hielten.

Wastin!com: Wie sah denn ein typischer Tag während der Aufnahmen aus?

Damian: Ins Homestudio fahren, aufnehmen, Mittagspause mit Pizza essen, weiter aufnehmen, nach Hause fahren. Also ganz unspektakulär.

Wastin!com: Wie würdest du selbst den Sound beschreiben, der den Hörern aus den Boxen entgegenschallt? Welcher Stilrichtung ordnet ihr euch nach eigenem Empfinden zu?

Damian: Unsere Songs bedienen sich der verschiedenen Metal Stilrichtungen. Größtenteils wird unser Sound von Death- und Thrashmetal beeinflußt.

Wastin!com: Gibt es etwas, das ihr bei eurem nächsten Release anders machen würdet, oder besser gefragt: wenn ihr die Zeit zurückdrehen könntet, würdet ihr etwas an 'Alienated Creator' verändern?

Damian: Klar gibt es ein paar Dinge, die nicht so 100%ig gelaufen sind. Es war ja auch schließlich unsere erste Produktion, die komplett in Eigenregie entstanden ist. Da sind einige Fehler unvermeidbar. Trotzdem sind wir mit der Scheibe sehr zufrieden und würden nichts mehr daran ändern. Wir haben einiges an Erfahrung gesammelt und können diese positiv in unsere nächste Produktion einfließen lassen.

Wastin!com: Zur Zeit des Releasetermins hattet ihr noch keinen Labeldeal. Hat sich daran bisher etwas geändert?

Damian: Da hat sich bis jetzt leider auch noch nichts dran geändert. Wir haben unsere EP zwar an einige Labels geschickt, warten aber weiter gespannt auf Rückmeldungen. Bis hierhin hat das Ganze ja auch schon gut in Eigenregie funktioniert, aber jetzt sind wir an dem Punkt, an dem ein Label her muss.

Wastin!com: Ihr seid schon mit solch namhaften Bands wie The Black Dahlia Murder und Job For A Cowboy getourt. Welche Erfahrungen habt ihr da machen können?

Damian: Zum einen habe ich persönlich eine wichtige Erfahrung gemacht, und zwar dass viele Bands mit zunehmendem Bekanntheitsgrad auch immer arroganter werden. Das ist bei TBDM und JFAC zum Glück gar nicht der Fall. Die Jungs sind echt cool drauf. Na ja, und zum anderen hat man mal mitgekriegt, wie anstrengend so ein Tour-Leben der “großen” Bands sein kann.

Wastin!com: Sind Shows ein wichtiger Bestandteil in eurem Leben als Band?

Damian: Klar! Live aktiv zu sein, ist uns allen sehr wichtig und macht uns am meisten Spaß. Gerade auf der Bühne können wir alle Aggressionen und Frustrationen raus lassen. Das merkt man auch an unseren energischen Live Shows. Und wenn es dann noch den Leuten vor der Bühne gefällt ist das natürlich ´nen geiles Gefühl :)

Wastin!com: Was macht denn für dich eine gute Show aus, wenn du auf der Bühne stehst?

Damian: Wenn wir unsere Songs sauber durchspielen und man merkt, dass es den Leuten gefällt und sie mit abgehen.

Wastin!com: Und wie sieht das aus, wenn du als Besucher vor dieser stehst? Was macht für dich den Abend perfekt?

Damian: Natürlich ist das Wichtigste die Musik der Bands, die ich mir angucke bzw. anhöre. Aber auch ein wichtiger Faktor ist, wie die Band auf der Bühne abgeht. Wenn alle Bandmitglieder wie angewurzelt auf der Bühne stehen und noch nicht mal ansatzweise die Mähne schütteln, können die noch so geil spielen, sie werden mich wohl kaum überzeugen.

Wastin!com: Gibt es denn irgendwelche lustige Geschichten, die ihr auf Shows erlebt habt? Ist euch mal was richtig Peinliches auf der Bühne passiert?

Damian: Das scheint wohl deine Lieblingsfrage zu sein ;) Aber auch bei uns gibt es einige lustige Geschichten, die sich sowohl vor, während als auch nach den Shows abgespielt haben. Na ja, und was Peinliches ist mir auch mal auf der Bühne passiert. Ich bin hochgesprungen und ganz ungünstig auf das Stativ des Bassdrum Mikros gefallen, welches undenkbar hoch eingestellt war. Das Ding hat sich dann durch meine Hose gebohrt, quasi zwischen meine Beine. Glücklicherweise ist dabei nur meine Hose draufgegangen. Ich will gar nicht daran denken, was hätte passieren können...

Wastin!com: Kommen wir nochmal zu eurer Musik. Wie sieht das Songwriting aus? Macht ihr das alle zusammen oder hat da jeder seinen kleinen Job, den er für sich erledigt und dann mit den anderen zusammenfügt?

Damian: Musikalisch steuern alle etwas zu den Songs bei. Hauptsächlich schreibt unser Gitarrist Hüssy die Songs und alle anderen ergänzen oder ändern Teile. Meine Aufgabe ist es dann die Lyrics zu den Songs zu schreiben.

Wastin!com: Wie entstehen denn die Texte und was ist deren Aussage? Sind sie eher persönlicher Natur oder doch allgemeiner zu sehen?

Damian: Die Texte schreibe ich alle selbst. Es geht hauptsächlich um sozialkritische Aspekte, alltägliche Vorkommnisse und Dinge, die uns ankotzen. In dem Song 'Teenage Trend Kill' geht es zum Beispiel um die gerade wieder aktuelle Thematik der Amokläufe. Der Text befasst sich mit der Frage, wie es zu so etwas kommen kann. Aber auch andere Themen wie Ehrlichkeit, Freundschaften oder moralische Aspekte der Gentechnik werden lyrisch verarbeitet. Alles in allem ernste Themen, die uns wichtig sind und im Prinzip jeden etwas angehen.

Wastin!com: Was macht ihr denn, wenn ihr nicht gerade im Proberaum seid oder Shows spielt? Wie sieht ein normaler Tag in eurem Leben aus?

Damian: Da wir alle ja noch recht jung sind, gehen wir brav zur Schule oder sind gerade in der Ausbildung.

Wastin!com: Was sind denn eure Pläne für Weihnachten und den Jahreswechsel, da es ja mittlerweile in rasenden Schritten drauf zu geht?

Damian: Weihnachten werden wir wohl alle traditionell mit unseren Familien verbringen. Außer unser Gitarrist Hüssy. Was macht der als Moslem eigentlich Weihnachten? Da bin ich überfragt. Zwischen Weihnachten und Silvester spielen wir dann noch auf einem kleinen Festival. Der Jahreswechsel wird dieses Jahr ausnahmsweise nicht feierlich begossen, da wir alle am nächsten Tag fit sein müssen. Vielleicht sitzen wir ja sogar mit der Band in einem kleinen gemütlichen Kreis zusammen, gucken 'Dinner For One' und zünden zum Jahreswechsel ´ne Wunderkerze an :)

Wastin!com: Was kann man in der nächsten Zeit noch von Alibi For A Murder erwarten?

Damian: Anfang des nächsten Jahres werden wir professionell Promo Songs aufnehmen. Das sind die neuesten Songs, die wir geschrieben haben und auf diese kann man sehr gespannt sein. Außerdem kann man von Alibi For A Murder weiterhin einige Live Shows erwarten.

Wastin!com: Hast du noch irgendwelche letzten Worte, irgendetwas, das du unbedingt loswerden möchtest?

Damian: Kommt zu unseren Shows, hört euch unsere Songs an und danke für das Interview!

Wastin!com: Okay! Vielen Dank für deine Zeit.

Mehr Info:
CD-Review: Alibi For A Murder – 'Alienated Creator'
Alibi For A Murder: Website / MySpace
Autor: Alexander Greve