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The Black Atlantic – Interview mit Geert van der Velde am 11. Februar 2008
„Ich möchte nicht der Frontmann einer Hardcore Band sein... zumindest im Moment nicht.“

Geert van der Velde hat das hingelegt, was man gemeinhin wohl eine 180-Grad-Drehung nennt. Setzte sich der ex-Frontmann der Hardcore Band Shai Hulud und vormals überzeugte Vegetarier vor Jahren noch für PETA2 ein, schont er nun lieber seine Stimmbänder und greift jetzt auch gerne mal zu tierischen Nahrungsmitteln und zur Akustikgitarre. Und auch seine momentan noch aktive Band Miscreants, die ebenfalls dem Metal und Hardcore zugetan ist, wird sich im April auflösen. Im Moment stehen für den sympathischen Niederländer eben seichtere Töne auf dem Programm. Und dass ihm die gar nicht schlecht zu Gesichte stehen, bewies er auf der aktuellen EP 'Send This Home' seines neuen Projekts The Black Atlantic. Was den Ausschlag für ihn gab, sich von nun an dem Indie Rock und Singer/Songwriter-Genre zuzuwenden, wie er heute zur Hardcores-Szene steht und wie seine weiteren Pläne für dieses Jahr aussehen, verriet uns der vielseitig talentierte Gitarrist ausführlich im Interview. Und herauskommen ist ein erfrischend offenes Gespräch über Lebenseinstellungen, die sich mit der Zeit eben auch mal ändern können – und dürfen.

The Black Atlantic – Interview mit Geert van der Velde am 11. Februar 2008Wastin!com: Hallo Geert! Danke, dass du dir die Zeit für dieses Interview genommen hast. Zuallererst: Wie geht es dir und wo bist du gerade?

Geert: Danke, dass du dir die Zeit nimmst, mir Fragen zu stellen. Mir geht es gut und ich bin derzeit in den Niederlanden.

Wastin!com: Du hast vor kurzem deine erste EP 'Send This Home' mit deinem Projekt The Black Atlantic herausgebracht. Wie würdest du die Musik von The Black Atlatnic in deinen eigenen Worten beschreiben?

Geert: Ja, unsere erste EP ist endlich von den wunderbaren Leuten bei Midsummer Records veröffentlicht worden! Sie waren so freundlich die ersten vier Songs, die ich jemals selbst geschrieben und mit der Hilfe meiner Freunde aufgenommen habe, zu veröffentlichen. Wir haben seitdem neues Material aufgenommen (7"/Single), das bald veröffentlicht werden soll. Es wurde bereits online gestellt. Derzeit arbeite ich hart an der Debüt-LP...
Ich hasse die Frage, wie man die Musik von The Black Atlantic beschreiben kann. Ich weiß nie, was ich sagen soll. Für mich ist die Musik von The Black Atlantic ein Mix aus Melancholie und Introspektive. Es ist das, was heraus kommt, wenn ich mit meiner Gitarre alleine bin. Ich schreibe alle Songs für The Black Atlantic alleine. Das funktioniert für mich am besten. Ich habe es sonst schwer, mich zu konzentrieren. Und, generell bin ich ein sehr fröhlicher Typ. Ich schätze, ich stecke das meiste meiner Sensibilität in meine Musik. Ein Freund hat mir heute ein Kompliment gemacht indem er die Musik von The Black Atlantic als ,,traumhaft und intellektuell” bezeichnet hat... Ich fand das sehr nett von ihm.

Wastin!com: Viele Leute werden sich an dich als Sänger von Shai Hulud erinnern. Deine Songs mit The Black Atlantic sind, in gewisser Weise, das komplette Gegenteil von Shai Hulud. Wann hast du dich dazu entschieden, zusätzlich Singer/Songwriter zu werden und nicht nur Hardcore Sänger?

Geert: Ja, ich denke, die Musik von The Black Atlantic ist wahrscheinlich wirklich das komplette Gegenteil von Shai Hulud. Ich habe aber keine bewusste Entscheidung getroffen, Singer/Songwriter zu werden, nachdem ich bei Shai Hulud ausgestiegen bin. Es war einfach so, dass ich einfach nicht den mentalen Freiraum finden konnte, als ich noch bei Shai Hulud war. Ich habe mich einige Nächte hingesetzt und Songs geschrieben. Aber ich habe sie nie ausgearbeitet. Ich habe nie einen Song mit Text und allem fertig gestellt.
Als ich Shai Hulud verlassen hatte, war es nie meine Absicht ein Solo-Ding zu machen. Ich wollte eine neue Band gründen. Aber, es hat sich herausgestellt, dass alleine Songs zu schreiben für mich am besten funktioniert. Früher kam Shai Hulud immer zuerst. Nachdem ich ausgestiegen war, tat sich überall dieser Freiraum auf, ich konnte über alles schreiben, was ich wollte. Was auch immer dabei heraus kam. Ich musste nicht mehr in dem Rahmen von Shai Hulud - aggressiv und komplex - schreiben. (Ich habe immer mehr Musik als Texte für Shai Hulud geschrieben).
Glücklicherweise war ich in der Lage nun Leute zu finden, die mir helfen wollen, The Black Atlantic zum Leben zu bringen. Daher ist The Black Atlantic kein Singer/Songwriter Ding, sondern eher eine Band mit einem Haupt-Songschreiber und Sänger. Ich schreibe die Musik und die Texte. Ich mache die Arrangements, aber verlasse mich auf meine Freunde und Bandkollegen, dass sie die Songs noch besser machen.

Wastin!com: Hattest du besondere Einflüsse, als du die Songs geschrieben hast?

Geert: Als ich angefangen habe zu schreiben (zur Zeit der EP) habe ich mir eine Menge Brit Rock angehört: Elbow, Doves und Coldplay waren große Einflüsse für mich. Später, direkt vor den Aufnahmen für die EP, wurde Rogue Wave zum vierten großen Einfluss. Aber seitdem habe ich meine Perspektive erweitert und habe angefangen viele verschiedene Arten von experimenteller, Indie- und Folk-Musik zu hören. Ich denke, das zeigt sich in den neueren Songs, die auch online sind.

Wastin!com: Wie lang war der gesamte kreative Prozess hinter 'Send This Home', begonnen beim Schreiben des ersten Songs bis zu den finalen Aufnahmen für die EP?

Geert: Schwer zu sagen, vier bis acht Monate vielleicht. Ich war vollzeit an der Universität und habe viel Zeit in meine Studien gesteckt, also war ich nicht immer voll involviert oder konzentriert auf das Schreiben von Songs. Viel kam erst Last-Minute zusammen, als ich im Studio war, um die Songs aufzunehmen. Wir haben das in zehn Tagen gemacht, und ein Freund hat die Songs abgemischt.

Wastin!com: Gibt es eine tiefere Aussage hinter dem Namen des Projekts, The Black Atlantic? Wenn ja, welche genau?

Geert: Nein, nicht wirklich. Ich habe mit vielen Namen rumgespielt. Der Name stammt von einem Philosophie Buch mit demselben Titel, das ich für einen Kurs zum Thema Modernität und Identitätsbildung lesen musste. Ich habe es nie gelesen. Ich mochte einfach das Bild dieser dunklen, fast bedrohlichen See. Es beschwor einfach ein Bild herauf, das passend war für die Musik, die ich spielen wollte.

„Die Tatsache, dass wir eine völlig andere Art von Musik spielen als das, was ich früher gemacht habe, bedeutet eben auch, dass wir komplett von vorne anfangen müssen.“

Wastin!com: Viele Sänger aus Hardcore-beeinflussten Bands sind leicht an dem Klang ihrer Stimme zu erkennen, Chuck Ragan von Hot Water Music oder Dustin Kensrue von Thrice sind da gute Beispiele. Sie sind relativ leicht auszumachen, solo oder mit ihren normalen Bands. Deine stimmliche Darbietung auf 'Send This Home' ist allerdings sehr unterschiedlich zu der mit anderen Bands, mit denen du gespielt hast. Etwas was viele Leute wohl nicht erwartet haben, glaube ich. Wie hast du diese Singstimme entwickelt? Musstest du Gesangsunterricht nehmen, um dies zu unterstützen?

Geert: Na ja, bevor ich mich dazu entschieden habe, bei The Black Atlantic zu singen, war ich mir gar nicht sicher, ob ich der Richtige für den Job wäre. Ich habe nie zuvor gesungen. Selbst nachdem die Aufnahmen vorbei waren, musste ich immer wieder lernen, wie ich die Songs singe und spiele, weil ich sie nie wirklich vor den Aufnahmen gesungen hatte. Heute schreibe ich anders. Ich schreibe und bringe den Gesang direkt mit ein. Aber, damals vor fast zwei Jahren, habe ich den Gesang aufgenommen und hatte alles andere als Erfahrung. Ich habe quasi gelernt zu singen, während ich aufgenommen habe. Ich war noch dabei heraus zu finden, wie ich meine eigene Stimme optimieren konnte. Deshalb haben die Aufnahmen der Songs so lange gebraucht, denke ich.
Ich habe die Anfängerklasse meiner lokalen Musikschule besucht. Einfach um zu sehen, ob ich das schaffe. Und ein wenig Technik zu entwickeln. Zu meinem Glück war mein Musiklehrer sehr enthusiastisch. Deswegen bin ich dabei geblieben und habe mich dazu entschieden, auf der Platte zu singen. Insgeheim hatte ich gehofft, dass ich es schaffe, aber war mir nicht sicher, ob ich das könnte.

Wastin!com: Du warst mit The Black Atlantic auf Tour. Wie war die Tour bisher?

Geert: Die Shows waren klein. Zum Glück kommen Leute, die uns oder mich solo sehen wollen, und das ist Herz erwährmed. Ich habe immer noch große Angst davor, dass niemand kommt, um The Black Atlantic zu sehen. Zurzeit stehen wir so ziemlich am unteren Ende der Leiter. Und die Tatsache, dass wir eine völlig andere Art von Musik spielen als das, was ich früher gemacht habe, bedeutet eben auch, dass wir komplett von vorne anfangen müssen. Wir spielen aber immer noch regelmäßig vor zehn bis fünfzehn Leuten. Und das ist auch vollkommen okay für mich.
Es gibt genauso auch hervorragende Shows, wo Leute kamen, die nur uns oder mich solo sehen wollten. Und wir fangen jetzt an, bessere und größere Shows sowie Touren zu spielen. Es geht langsam, aber gut. Es gibt zum Glück einen befriedigenden Fortschritt in allem.
Viele Bands in diesem Genre brauchen Jahre, um das zu erreichen, was The Black Atlantic in seinem ersten Jahr geschafft hat. Also wirst du mich nicht klagen hören.
Ich entwickle immer noch den Sound und die Live-Performance. Daher stört es mich nicht, dass es im kleinen Rahmen ist. Am Ende dieses Jahres (2008) wäre ich gerne auf einem bequemen und sicheren Live-Performance Level. So dass wir, wenn die LP erscheint, eine gute Live-Band sein werden, die eine gute Show liefert. Es braucht seine Zeit bis sich das alles entwickelt.

Wastin!com: Wodurch genau unterscheidet sich eine The Black Atlantic Tour von einer Shai Hulud Tour?

Geert: Na ja, es kommen wesentlich weniger Leute zu The Black Atlantic Shows! (lacht!) Die Energie ist auch anders. Mit Shai Hulud würdest du niemals vor einem totenstillen Raum spielen. Aber ich habe Shows mit The Black Atlantic gespielt, wo du während der Songs eine Stecknadel hättest fallen hören können. Es ist intensiv, aber auf eine andere Art und Weise. Der andere wichtige Unterschied ist, dass ich mit The Black Atlantic drei Monate durch auf Tour sein könnte, ohne mich ausgebrannt oder erschöpft zu fühlen. Es ist einfach nicht so physisch fordernd wie Hardcore zu spielen. Für mich zumindest. Ich fühle mich nach einer The Black Atlantic Show weder heiser noch müde. Mit Shai Hulud brauchte ich eine Menge Kondition, um zu spielen. Zumindest auf die Art wie es in Shai Hulud war oder heute bei Miscreants ist.

Wastin!com: Habt ihr schon weitere Pläne für The Black Atlantic dieses Jahr?

Geert: Ja, haben wir! Wir werden als Support für Saturday Looks Good To Me aus den USA in ganz Europa und Großbritannien im Mai und Juni auf Tour gehen. Für danach gibt es vorsichtige Tour-Pläne für September/Oktober. Aber mein Hauptaugenmerk wird darauf liegen, die LP zu Ende zu schreiben.

Wastin!com: Gibt es denn Plätze, Länder oder Regionen von denen du denkst: „Da muss ich zumindest einmal live gespielt haben“?

Geert: Na ja, ich war schon an vielen verschiedenen Orten mit Shai Hulud, aber ich würde gerne an allen noch mal mit The Black Atlantic spielen. Einen bestimmten Platz, an dem ich zumindest einmal gespielt haben möchte, gibt es nicht. Obwohl die Antarktis ziemlich cool wäre. Sie fliegen manchmal Bands da runter, damit die für die Wissenschaftler und so spielen. Es wäre ziemlich abgefahren dahin zu fliegen und für 40 Wissenschaftler und ein paar Pinguine zu spielen! Davon abgesehen ist Italien das Land, in dem ich am liebsten spiele. Ich habe gute Freunde dort und die Shows, die Leute und das Essen (!) sind fantastisch da.

Wastin!com: Du hast es eben schon angesprochen. (So einen Einschb kann man machen, wenn das Thema bereits erwähnt wurde.) Derzeit bist du auch als Sänger für die Thrash Band Miscreants aus Groningen tätig. Kannst du uns ein wenig über die Band erzählen und was eure Ziele für dieses Jahr sind?

Geert: Nun, eigentlich werden sich Miscreants im April auflösen. Wir werden unsere letzten drei Shows Ende März und Anfang April spielen. Zwei davon sogar in Deutschland.
Der Hauptgrund dafür ist, dass ich nicht mehr vollzeit schreien will. Ich möchte nicht der Frontmann einer Hardcore Band sein... zumindest im Moment nicht. Mir macht es nichts aus, Back-Ups zu machen oder zu singen, aber mit dem Schreien bin ich nicht mehr glücklich. Also werde ich in der neuen Band, die aus den Miscreants entstehen wird, Gitarre spielen. Wir werden alle weiter zusammen spielen, aber es wird alles in eine andere Richtung gehen.

Wastin!com: Siehst du irgendeine deiner Bands als Hauptband an oder sind die Aktivitäten alle mehr oder minder auf dem selben Level?

Geert: The Black Atlantic ist mein Hauptprojekt.

„Heute wirkt es auf mich, als wäre Hardcore mehr eine soziale Zusammenkunft für Kinder um ihre neusten T-Shirts und coolen Dance-Moves zu zeigen.“

Wastin!com: Du bist in gewisser Weise ein Veteran der Hardcore-Szene. Denkst du, dass sich die Szene über die Jahre verändert hat, und wenn ja, wie?

Geert: Ja, das glaube ich. Hardcore ist heutzutage zu einem sehr professionellen und kommerziell ertragreichen Musikgenre geworden. Das kann man auf jede Art interpretieren, wie man will. Ich lege kein Werturteil auf diesen Aspekt des Hardcores. Ich beobachte lediglich... Ich wage zu behaupten, Hardcore zu spielen, ist die finanziell attraktivste Form der Musik neben Dance Music, Hip-Hop oder Rap. Würde ich momentan Geld verdienen und vollzeit Musik machen wollen, dann würde ich eine Hardcore Band gründen und all meine Zeit und meine Energie da rein investieren, damit sie zu einem Erfolg wird.
Der Nachteil der Kommerzialisierung ist, denke ich, dass es eine sehr angesagte aber sozial inaktive Szene geworden ist. Mitte der 90er war es fast so etwas wie eine Bewegung für mehr soziale Aufmerksamkeit und Veränderung. Wenn du an Hardcore interessiert warst, warst du Teil dieser Bewegung. Heute wirkt es auf mich, als wäre Hardcore mehr eine soziale Zusammenkunft für Kinder, um ihre neusten T-Shirts und coolen Dance-Moves zu zeigen.
Ich bin nicht so verbittert dadurch wie es viele meiner Freunde sind, die noch richtig daran teilhaben. Ich habe das Gefühl, dass ich mich davon wegbewegt habe. Aber ich glaube, ich weiß wie frustrierend es wäre, wenn ich noch ernsthaft in einer Hardcore Band mit einem anderen Hintergrund spielen würde, und vor dieser neuen Generation auftreten würde, zu der man keinen Bezug hat.

Wastin!com: Mir ist aufgefallen, dass viele Bands, die neu auf dem musikalischen Radar auftauchen, Hardcore als einen ihrer Haupteinflüsse zitieren. Selbst recht seichte Bands bis hin zu brutalen Metal Bands. Glaubst du, dass dieser "Boom" an Hardcore-beinflussten Bands einen direkten Einfluss auf die Szene hat?

Geert: Wer weiß... ja, vielleicht.

Wastin!com: In einem Interview mit den Leuten von PETA2 hast du die Unterstützung für einen veganen Lebensstil mit deiner alten Band Shai Hulud erwähnt. Unterstützt du Organisationen wie PETA2 oder die vegane Bewegung generell, wie zum Beispiel mit Flyern, Broschüren oder ähnlichem bei den Shows, auch mit deinen aktuellen Bands?

Geert: Nein, ich bin kein Veganer oder Vegetarier mehr. Und um etwas klar zu stellen, das PETA2 Interview ist beinahe fünf Jahre alt!
Obwohl ich den Lebensstil respektiere und immer noch viel vegetarisch esse, habe ich trotzdem meine Meinung über den Verzehr von Tierprodukten geändert. Ich bin nicht gegen PETA oder so und wäre auch nicht dagegen Flyer oder Broschüren auf The Black Atlantics Tisch auszulegen. Aber ich verbreite den Lebensstil nicht länger aktiv. Ich unterstütze ihn, aber bin kein Teil davon.

Wastin!com: Es ist Mitte Februar, aber ich glaube, es ist noch legitim folgendes zu fragen: Was waren deine Lieblingsalben 2007, und warum?

Geert: Patrick Watson - 'Close to Paradise'. Dieses Album ist einfach eine unheimlich abwechslungsreiche Sammlung von Songs. Es ist Piano getrieben, Indie Rock mit Folk, experimentell, Electro mit Ambient Einflüssen. Patrick Watson's Stimme ist auch wunderschön. Es ist ein Album, das ich mir über 400 Mal angehört habe, und ich entdecke immer noch bei jedem Hören neue Sachen.

The National - 'Boxer'. Wunderschöne melancholische Songs komplett mit tiefer "Whiskey" Stimme und einer fantastischen Rhythmus-Sektion. Die Texte sind auch sehr interessant.

Poison the Well - 'Versions'. Das beste Hardcore Album 2007 und Poison The Wells bestes Album bis jetzt. Dies ist ein weiteres dieser Alben, die sich nur bezahlt machen wenn man sie wieder und immer wieder anhört. Ich bin gut mit den Jungs befreundet, aber ich war ernsthaft beeindruckt, als ich dieses Album gekauft und das erste Mal eingelegt habe. Es hat alles, was eine Hardcore Band meiner Meinung nach haben sollte: Energie, Emotionen, Experimentierfreudigkeit und es überquert genrespezifische Grenzen ohne den Fokus zu verlieren.

Torngat - 'You Could Be'. Sie haben eine Menge der Bläser Sachen auf dem Album von Patrick Watson gespielt. Torngat ist eine Instrumentalband mit Schlagzeug, Fender Rhodes (Keyboard), Trompeten, Tuba und anderen Blasinstrumenten. Sehr atmosphärische und ambientartige Songs. Sie haben so ziemlich ihr eigenes Musikgenre erfunden.

Wastin!com: Und gibt es irgendwelche besonderen Künstler oder Alben auf die du dich 2008 freust?

Geert: Elbow, Doves, Patrick Watson und viele weitere unerwartete Funde.

Wastin!com: Zu guter Letzt, irgendwelche abschließenden Worte für unsere Leser?

Geert: Wenn du bis hier hin gekommen bist, vielen vielen Dank fürs Lesen und dein Interesse. Wenn du Lust hast, hinterlass uns doch ein paar Zeilen auf einer unserer vielen Webseiten, MySpace und der gleichen und sagt „Hallo.“ Wir hoffen, dass wir euch bald bei einer unserer Shows sehen!

Mehr Info:
CD-Review: The Black Atlantic – 'Send This Home'
The Black Atlantic: Website / MySpace
Autor: Jens Classen & Vera Bunk