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Donots – 'The Long Way Home'
Label: Solitary Man Records
Produzent: Vincent Sorg
Release: 26. März 2010
Spielzeit: 36:39 Minuten
Genre: Punk
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'Donots – 'The Long Way Home'„Die Donots treten einen langen und harten Weg an...“

Ja, sicherlich, man könnte sagen: Hey, das neue Album von den Donots ist echt klasse: Haben sich die Jungs doch so viel Zeit bei den Aufnahmen genommen, wie sie wollten, ganz ohne Druck. Man könnte oberflächlich betrachtet sogar sagen, hey, 'The Long Way Home' strotzt ja nur so vor Finessen, ungewöhnlichen Ideen, absoluten Hymnen und stilistischer Experimentierfreude. Ja, aber bei diesem Konjunktiv muss es dann auch leider bleiben, denn auch wenn ein Menge „artfremder“ Instrumente wie Streicher, Tuba, Mandoline, Kontrabass, Klavier und Schifferklavier oder sogar Guidos Brille zu hören sind, macht das die Sache nicht wirklich besser. Die Jungs aus „Ibbenbüren Rock City“ bringen keinerlei Neuerungen, die dem Musikmarkt allerdings mal durchaus gut gestanden hätten.
In knapp 37 Minuten werden „ach wie punkmäßig“ elf Songs runtergeschraddelt von denen einer eintöniger ist als der anders. Klar, man könnte wiederum sagen: Das ist ein Album, das erst reifen muss, man muss ihm Zeit geben, um alle Kniffe und Details an ihm zu erkennen! - Danke nein. Nach 17 Jahren Punkrock-Daseins kommt wahrscheinlich irgendwann der Punkt, da ist der Ofen einfach aus. Schon der Opener 'Changes' ist lasch und wenig überzeugend. Hört man eigentlich schon ab da an nur weiter, um eine Verbesserung zu erhoffen. Und auch wenn 'Calling', die erste Singleauskopplung, dann das Tempo ein wenig anzieht, viel besser wird’s dennoch nicht. Denn schon 'Forever Ends Today' wirkt wieder träge und erinnert gleichzeitig ein wenig an das auf dem Vorgänger 'Coma Chameleon' (2008) vertretene und damals wohl erfolgreichste Stück 'Stop The Clocks'. Ein Schuft, der hier vermutet, dass man sich hier selbst ein bisschen kopieren wollte, um am einstigen Erfolg anzuknüpfen.
Einziger Lichtblick in all diesem Klischee-Rumgeschraddel ist 'High And Dry', welches mit einer schönen Melodie und leichter seichter Atmo aufwartet. Auch 'Let It Go', welches folkloristisch angehaucht ist, sowie das leicht hymnenhafte, durch Akustikgitarre und Mundharmonika versehene 'The Years Gone By' zählen zu den besseren Tracks der Platte.
'Parade Of One' - der letzte Song der Scheibe – endet dann in frenetischem Fangebrüll, was dem Ganzen wohl wieder einen „hymnischen Charakter“ verleihen soll... Nun denn.

Fazit: Ab Mitte der Platte scheint immer mehr Schwung ins Album zu kommen, aber irgendwie reicht´s halt im Gesamten doch nicht. Hinzu kommt das Ganze Outfit der Platte, das irgendwie auch trotz seiner Detailverliebtheit einfach nur altbacken aussieht. Mal ehrlich, Collagen und „funny-ach-was-haben-wir-Spaß-bei-unseren-Aufnahmen-“Pics sind doch selbst im Punk mittlerweile past season. Nein, man kann nicht wirklich sagen, dass die Zusammenarbeit mit Produzent Vincent Sorg besonders fruchtbar war. Aber vielleicht sollten Gitarrist Guido „Donot“, Drummer Eike „Donot“, Bassist Jan-Dirk „Donot“ sowie Gitarrist Alex „Donot“ und Sänger Ingo „Donot“, welche sich im Booklet selbst als „The Travellers“ bezeichnen, mal darüber nachdenken, alte und mittlerweile wirklich überholte Klischees wie eine alte Haut abzustreifen und sich auf den Weg in eine glanzvollere musikalische Zukunft machen. Denn dass sie eigentlich über das Potential hierfür verfügen, sollte außer Zweifel stehen.
Alles in allem einfach nur schade, aber für die seichte Untermalung beim Grillen im Sommer 2010 wird’s wohl reichen.


Tracklist – 'The Long Way Home':

01. 'Changes'
02. 'Calling'
03. 'Forever Ends Today'
04. 'High And Dry'
05. 'Let It Go'
06. 'Dead Man Walking'
07. 'Make Believe'
08. 'Who You Are'
09. 'The Years Gone By
10. 'Hello Knife
11. 'Parade Of One'

Mehr Info:
Donots: Website / MySpace
Autor: E. van Braake