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KoRn - KoRn III - 'Remember who you are'
Label: Roadrunner Records 
Produzent: Ross Robinson 
Release: 9. Juli 2010 
Spielzeit: 44:37 Minuten
Genre: Nu-Metal
 

KoRn -  KoRn III - 'Remember who you are'Warme Semmel aus altem Korn
 
Eins steht fest: Korn hat schon immer gerne polarisiert. Nach drei Jahren Wartezeit melden sich die Kalifornier mit einem neuen Studioalbum zurück. Und erneut gerät die Band ins Visier der Kritiker, die behaupten, die Band stünde seit Jahren im Schatten ihrer selbst. Nicht gerade weit her geholt: Denn auch musikalisch schwingt die Klinge zwischen alten Tugenden und versuchter Weitsichtigkeit.
 

Es war das Jahr 1994 als sich Korn im sonnigen Bakersfield gründete - eine Zeit, in der die Tage des Grunge längst gezählt sein sollten und doch noch der 'Teen Spirit' zu spüren war: Mit einem unverwechselbarem Stil stellen Korn die Urväter des Nu-Metal dar, prägten eine Generation von Zuhörern und gelten längst als Dinosaurier im Geschäft. Doch bevor wir uns in sentimentaler Erinnerungs-Schwelgerei verlieren, sollte erwähnt sein, dass sich besagte Band unter der Leitung von Star-Produzenten Ross Robinson (u.a Limp Bizkit, Machine Head, Soulfly etc.) nun mal wirklich Mühe gegeben hat. 'Remember who you are' heißt das gute Stück, welches ungerade elf Titel beinhaltet. Ungerade erscheint allerdings auch die Gratwanderung ihres Stil-Mix. Zugegeben, im Nu-Metal sind vielleicht Dinge erlaubt, die von langhaarigen Met-Trinkern verpönt werden. Doch weckt die neue Scheibe in vielen Momenten den Eindruck, als würde sich Korn der umgekehrten Psychologie bedienen. Sagte man bereits bei der Veröffentlichung von 'Untitled' (2007) nach, es wäre keine deutliche Weiterentwicklung zu hören, so ließe sich 'Remember who you are' fast als taktisch gewählter Titel vermuten-um gerade jenes Vorurteil zu umgehen.

Denn lässt auch das neue Album nicht unbedingt in neue Sphären eintauchen. Stattdessen: gewohnt scheppernde Doublebass-Teppiche, markante Slaps und altbekannte Shouts. Das ewig depressive Geschrei eines Jonathan Davis - natürlich nur echt mit den heulenden und wimmernden Untertönen. Jawohl, sie erinnern sich wer sie sind! Mehr aber auch nicht. Ungewöhnlicher dagegen erscheint die Klangfarbe und teilweise (fast) positive Atmosphäre mancher Songs: 'The Past' beginnt mit einem schwer psychedelischen Intro, auf das das groovende Stoner-Riffs folgen.
Wie immer halten sich die Künstler auch nicht vom Einsatz von Effekten fern. Einen Kick in die Neunziger versprechen Songs wie 'Pop A Pill', wobei dieser Pille doch etwas die Würze fehlt. Etwas solider dagegen präsentiert sich die Singleauskoppelung 'Oildale (Leave me alone)'.
Wer sich also nach dem eher fragwürdigen Opener 'Uber-Time' bis dorthin durch kämpfen kann, der sei belohnt. Insgesamt bietet das Album ein paar kleine Kracher, die für vielen Zuhörern allerdings nur kurzweiligen Genuss garantieren dürften. Zu schnell kehrt eine musikalische Lethargie ein. Im zeitlosen Korn-Universum gibt es schließlich kein Vor- und Zurück.
Letztendliches Fazit: Frisch gebacken heißt eben nicht gleich lecker...

Tracklist - 'Remember who you are':


01. 'Uber-Time'
02. 'Oildale (Leave Me Alone)'
03. 'Pop a Pill'
04. 'Fear is a Place to Live'
05. 'Move On'
06. 'Lead the Parade'
07. 'Let the Guilt Go'
08. 'The Past'
09. 'Never Around'
10. 'Are You Ready to Live?'
11. 'Holding All These Lies'
Autor: Sascha Reichelt