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Icon of Coil // Aesthetic Perfection – 13. Juli 2013, K17 - Berlin
Icon of Coil // Aesthetic Perfection – 13. Juli 2013, K17 - BerlinAesthetic Perfection – Der geheime Headliner


Am Samstag, 13. Juli 2013, lockte das K17 in Berlin einmal mehr mit einem schicken Konzert: Icon of Coil und Aesthetic Perfection sollten sich ab 22 Uhr die Ehre geben.
Obwohl sich kurz vor Einlass um 21 Uhr 30 bereits zahlreiche Gäste vor dem Club versammelt hatten, blieb die Besucherzahl auch im Laufe des gesamten Abends dennoch recht gering. Als die Nebelmaschine auf der Bühne um 22 Uhr 10 angeschmissen wurde, um den Auftritt von Aesthetic Perfection einzuleiten, war der Saal ca. viertel voll. Das tat der Stimmung als Daniel Graves (Gesang), Elliott Berlin (Keyboard) und Tim van Horn (Schlagzeug) dann mit Intro auf die Bühne sprangen aber keinen Abbruch. Sowieso war bei den Jungs ab dem ersten Track „Antibody“ (2013) von Anfang an Power angesagt. Graves, die geborene Rampensau, bestach das Publikum aber nicht nur durch seine Posen, sondern auch durch seinen Style und die wirklich energetische und abwechslungsreiche Bühnenshow. Und auch seine Kumpanen gaben an ihren Instrumenten Vollgas. Weiter ging´s u.a. mit „One and Only“ und „Inhuman“ vom aktuellen Album „All Beauty Destroyed“ (2011). Graves suchte immer wieder den direkten Kontakt zum Publikum, was ihn gleich noch sympathischer machte und die Stimmung noch mehr aufheizte. Er sprach sogar ein wenig deutsch und freute sich sichtlich über den Applaus dafür. Kein Anzeichen von Müdigkeit, faszinierend, hatten die Amerikaner doch am selben Tag bereits eine Show in Hamburg auf dem Nordstern Festival hingelegt. Sowas nennt man dann wohl Leidenschaft!

Aesthetic Perfection bringen definitiv mit ihrem Sound frischen Wind in die allzu oft eingeschlafene und sich lediglich immer wieder auf´s Neue reproduzierende Szene. Graves´ Gesang variiert zwischen melodischem Gesang, Screams und Growlparts, die er auch live perfekt drauf hat. Und auch die Sythies und Drums kommen erfrischend innovativ daher. Und alles auf höchstem Niveau. Keine Frage, die Amerikaner sind spätestens seit ihrer Shows im Vorprogramm von Combichrist viel mehr als nur ein Geheimtipp. Wer also eine richtig gute Show, klasse Songs und Energie pur erleben will, der merkt sich Graves und Co.

Leider gab´s keine Zugabe und die reine Spielzeit von gerade mal 40 Minuten war sehr kurz. Dennoch konnten Aesthetic Perfection auf ganzer Linie absolut überzeugen, waren bei vielen sicherlich auch der geheime Headliner des Konzerts und stehen bei mir auf jeden Fall wieder aufem Zettel für´s nächste Konzert!


Icon of Coil // Aesthetic Perfection – 13. Juli 2013, K17 - BerlinIcon of Coil – Power aus Norwegen

Nach dem Umbau ging´s um 23 Uhr 20 mit Icon of Coil weiter. Andy LaPlegua (Frontmann bei Combichrist) und Christian Lund (Northborne) bestiegen ganz relaxt die Bretter und legten los. Der Abspielfehler im Intro wurde gekonnt übergangen und los ging´s. Allerdings war der Sound von Beginn an schlecht, viel zu leise. Was auch LaPlegua mit Gesten monierte und ab dem dritten Song wurde es dann endlich besser. So schmetterten die Jungs ihre Songs runter.
Im Gegensatz zu Daniel, beschränkte sich LaPleguas Action zunächst auf´s Hin und Her rennen auf der Bühne, auf Posen oder gar ein ausgefeiltes Styling verzichtete der Norweger gleich gänzlich. Lund kam allerdings auch mal hinter seinem großen Mischpult hervor und zeigte sich dem Publikum während der Show, was auch prompt mit lautem Beifall belohnt wurde. Danach schien er gleich noch viel angestachelter und gab hinter seinem Pult richtig Gas und poste auch mit Keyboard das ein oder andere Mal.
Mittlerweile tropfte es fast schon von der Decke, so luftleer und aufgeheizt war der Raum, obwohl sich die hauptsächliche Action fast nur in den vorderen zwei Reihe abspielte und der gesamte Raum gerade mal fast halbvoll war. Sowieso stellt sich mir da wieder die Frage, warum sich das Berliner Publikum immer so schwer tut? Da verausgabt sich eine Band auf der Bühne und das Höchste der Gefühle sind ein erhobener Arm, um mit dem Handy das Ganze zu filmen oder ein Kopfnicken. Naja, in der ersten Reihe wurden die Future-Popper auf jeden Fall gebürhend abgefeiert und als LaPlegua bemerkte, dass ein Fan in der ersten Reihe trotz heftigstem Pogo das ganze Geschehen auch fleißig mit seiner Kamera filmte, griff er beherzt zu und filmte nicht nur sich selbst, sondern wanderte nochmal genüßlich auf der Bühne hin und her und nahm auch noch die gesamte Crowd auf.
Nachdem die Band ihr Konzert gegen halb eins beendete, bedankte sich LaPlegua noch brav beim Publikum und dann verschwanden die beiden aber auch schon hinter der Bühne. Leider auch keine Zugabe.

Alles in allem ein sehr schicker Abend, allerdings hätten die Spielzeiten, besonders bei Aesthetic Perfection, wirklich länger sein können. Aber beide Bands haben ein solides Brett hingelegt und ihre Fans glücklich gemacht. Und zum Glück gab es diesmal im Publikum nicht wieder irgendwelche aggressive Idioten, die wahllos Leute durch die Gegend geschmissen und verletzt haben, wie es leider beim Agonoize-Konzert im vergangenen November der Fall war. Somit alle Daumen hoch und gerne wieder und das auch so gerne wieder im Kasi!

Mehr Info:

Mehr Pics vom Aesthetic Perfection Gig im K17 - Berlin

Icon of Coil
Aesthetic Perfection
Autor: E. van Braake