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Agnostic Front, Diecast, Death Before Dishonor - 02. März '05 - Übach-Palenberg
Die Bilder vom Konzert seht ihr hier.


Hardcore lives!!!

Die Unity Tour 2005, mal wieder ein Abend im Zeichen des guten alten Hardcores! Heute luden die „Godfathers of Hardcore“ - Agnostic Front - zusammen mit ihren Genre-Kollegen Death Before Dishonor, Diecast und den deutschen Local-Heroes aus Aachen Luca Brasi zum gemütlichen miteinander Moshen in die Rockfabrik nach Übach-Palenberg ein. Und kaum verwunderlich - mächtig viele Besucher folgten der Einladung.

Warm-Up mit Luca Brasi

Luca BrasiUm 19 Uhr hatten sich die Tore für die Massen geöffnet und pünktlichst um 20 Uhr begann der Abend mit Luca Brasi. Und hier wurde auch schon von Beginn an ordentlich Druck gemacht und so brauchte Sänger Andreas auch nur knappe 10 Minuten Überzeugungsarbeit zu leisten, bevor die Jungs im Publikum endlich etwas näher an die Bühne kamen und endlich zu moshen anfingen. Die Aachener knüppelten insgesamt sieben Songs runter, unter anderem 'The War Is Here', 'Growing Cold', 'All Love Lost' und 'Counting The Days'. Für jeden Track gab´s ordentlichen Applaus vom Publikum, was bei dem Sound auch kein Wunder war. Schnelle Gitarren, heftiger Durck vom Schlagzeug und ein kräftiger Gesang und die imposante Erscheinung des Frontmanns zeichnen Luca Brasi aus. Außerdem stand auch von den Jungs keiner still, alle rockten was das Zeug hielt und so lieferten sie ein 1 A Warm-Up, dass die Besucher schon mal richtig gut für den nächsten Teil des Abends einstimmte.

Death Before Dishonor – 'Welcome To Boston!'

Death Before Dishonor Nach einer viertel Stunde Umbaupause, in der man von den Rockfabrik-eigenen Djs mit passender Hardcore-Mucke aus der Konserve versorgt wurde, hieß es dann für Death Before Dishonor und ab geht´er! Und den Bostonern wurde ein warmer Empfang bereitet. Gut eingeschwungen von Luca Brasi, rockten, moshten und grölten nun schon ziemlich viele Fans im Circle-Pit vor der Bühne. Bei den Kollegen merkte man deutlich, dass Hardcore für sie nicht nur ein leerer Slogan ist, sondern ihr Lifestyle und so stampften sie den Club auch in Grund und Boden. Aggressive Shoutings, harte, schnelle Gitarren und ein Rhythmusbrett, das den Zuschauern gnadenlos eins auf die Ohren gab, dazu noch die Portion Spaß an der Sache nicht zu vergessen. Es wurde gemosht, gesprungen und gezappelt, und das nicht nur im Publikum, sondern auch auf der Bühne.
Nach einer halben Stunde hieß es aber auch hier Abschied nehmen, die Jungs bedankten sich und so begann um 21 Uhr 10 die nächste Umbauphase.

Vorhang auf für Diecast

DiecastDie nächste Band auf dem Programm war Diecast, ebenfalls aus Boston. Und die Jungs starteten um 21 Uhr 35 und füllten die ihnen zur Verfügung stehende halbe Stunde mit Metal, Rock und Hardcore und das zu einer erstklassigen Mischung verarbeitet. Der peitschende Gesang von Frontmann Paul, der wummernde Bass und die Bass-Drum-Attacken begeisterten auch hier die Masse. Hier konnte ordentlich das Haupthaar geschwungen werden und im Mosh-Pit ging´s auch hefitgst ab. Von ihrem Debüt 'Undo The Wicked' gaben sie 'Peacemaker' zum Besten, dann gab´s vom 2001er Nachfolger 'Day Of Reckoning' die Songs 'Disrepair' und 'Solace' und von der aktuellen Scheibe 'Tearing Down Your Blue Skies' waren die Tracks 'Rise And Oppose', 'Fire/Demage' und 'Medieval' zu hören. Besonders beim Auftritt von Diecast zeigte sich der gute Vibe, der an diesem Abend herrschte, denn sobald ein Mosher oder Violent Dancer zu Boden ging, halfen die anderem ihm sofort wieder auf die Beine. Sicher, es kam hier und da zu kleineren Verletzungen, aber das läßt sich bei einem richtigen Hardcore-Konzert wohl auch nicht vermeiden. Um Punkt 22 Uhr verabschiedeten sich die Jungs höflichst und machten wieder den geschäftigen Roadies zum Umbau Platz.
Übrigens kehren Diecast im Sommer mit Most Precious Blood und Napalm Death für einige Konzerte nach Deutschland zurück, eure Chance euch die Jungs noch mal oder endlich mal anzuschauen.


Agnostic Front - „Gotta, gotta, gotta go!“

Agnostic FrontWieder knappe 20 Minuten Pause, laute Musik aus den Boxen und geschäftiges Treiben auf der kleinen Bühne. Dann nach einigen Soundchecks war es soweit: Das Licht ging aus und das Intro mit lauten Sirenen setzte ein. Dann betraten nacheinander Gitarrist Vinnie Stigma, Bassist Mike Gallo, Drummer Steve Gallo, sowie der zweite Gitarrist Lenny DiSclafani die Bühne. Zuletzt stürmte mit tosendem Applaus Frontmann Roger Miret hinterher und schon begann die Show. Bereits der Opener 'The Eliminator' brachte die Meute zum Überkochen und danach ging es Schlag auf Schlag weiter. Ein Stage-Diver nach dem anderen sprang in die moshende Menge, Roger shoutete auf´s Derbste los und der Rest der Jungs veranstaltete eine einzige große Party auf der Bühne. Auch nach 23 Jahren Bandgeschichte merkt man keine Spur von Müdigkeit, Roger hat nichts von seiner Energie und seiner Bühnenpräsenz verloren und noch immer begeistern „The Godfathers of Hardcore“ aus New York City die Massen. Die Playlist zeigte zudem einen beeindruckenden Querschnitt aus den letzten zwei Jahrzehnten von Agnostic Front. Vom Erstlingswerk, der 'United Blood' (EP)von 1983, gab´s 'United Blood' und 'Friend Or Foe'. Aus der ´84er Platte 'Victim In Pain' hatte man sich 'Your Mistake', 'United And Strong' und 'Blind Justice' ausgesucht. Neben 'The Eliminator' gab´s von 'Cause For Alarm' aus dem Jahre 1986 noch 'Public Assistance' auf die Ohren. Und von Roger´s Lieblingsalbum 'One Voice' (1992) hatte man sich für 'New Jack' und 'Undertow' entschieden. Natürlich kamen auch die Fans der aktuellen Scheibe 'Another Voice' nicht zu kurz. Hier von schallten dem freudigen Konzert-Besucher sogar 10 Songs entgegen, unter anderem 'Fall Of The Parasite', 'Pride, Faith, Respect', 'So Pure To Me', 'All Is Not Forgotten', 'Take Me Back', 'Hardcore! (The Defintion)' und 'I Live It' aus den Boxen entgegen. Die ebenso beliebten Songs von der 1999er Scheibe 'Riot, Riot Upstart' 'Police State' und 'Riot, Riot Upstart' wurden ebenso in die Playlist eingewoben wie der Klassiker 'Gotta Go' ('Something´s Gotta Give', 1998), zu dem wirklich jeder im Saal abging. Und auch der Mikrophon-Ausfall, den die Fans gekonnt übertönten, tat dem Song kein Abklang. Im Übrigen bekam Roger einfach schnell ein Ersatz-Mikro und weiter ging´s. Neben den zahllosen Stage-Divern gelang es einem Fan auch sich an der an der Decke angebrachten Stahlkonstruktion entlang zu Agnostic Fronthangeln und sich dann in die wütende Masse fallen zu lassen. Es war eine wahre Pracht! Nach knallharten 40 Minuten verließen die New Yorker die Bühne. Doch das reichte den Fans noch lange nicht! So brüllten sie nach einer Zugabe und die sollten sie auch bekommen. Zurück auf der Stage gab´s noch 'Crucified', der Track, der auch nach 18 Jahren noch keinen Staub angesetzt hat. Dann war leider endgültig Schluss. Roger bedankte sich bei den Fans und machte gleichzeitig noch darauf aufmerksam, dass Agnostic Front Ende dieses Jahres im Rahmen der Resistance Tour wieder nach Deutschland kommen werden und er sich schon auf ein Wiedersehen freut.
Sicherlich hätten die Fans noch Stundenlang weitermoshen können, aber leider schrieb der straffe Zeitplan die rasche Abfahrt vor. Dennoch gab es aber für die Fans noch die Möglichkeit bei einer Aftershow-Party ein wenig weiterzufeiern.
Und so konnte man bei dem ein oder anderen Bierchen an der Theke den absolut gelungenen Abend, den man so schnell sicher nicht vergisst, gemütlich ausklingen lassen.

Luca Brasi
Death Before Dishonor
Diecast
Anostic Front
Autor: Vera Bunk