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zum Mag! Aber gerade gönnt sich 'Alternate Eve' eine verdiente Pause! Den nächsten Sendetermin erfahrt ihr demnächst an dieser Stelle!
Bleak, STAYTUNED, Monkey Wrench - Rockfabrik Übach-Palenberg - 06. August '05
Die Rockfabrik Übach-Palenberg bietet jungen, talentierten Nachwuchsbands jeden Samstag ein Forum, um sich und die eigene Musik einem großen Publikum zu präsentieren. Und so traten auch am 06. August wieder drei 'Local Heroes' in der Backstage-Area der Rock-Disko auf. Diesmal waren das Monkey Wrench aus Alsdorf, die Aachener STAYTUNED und Bleak aus Köln.

Monkey Wrench – Affengeil!

Monkey WrenchGegen 22 Uhr ging´s dann also mit den fünf Jungs von Monkey Wrench. Sie legten gleich richtig los. Was neben den zahlreich anwesenden Besuchern zuerst ins Auge fiel war wohl das ambitionierte Auftreten von Frontmann Chris, aber ein echter Blickfang war auf jeden Fall auch seine Gürtelschnalle, die per digitaler Durchlaufanzeige den Satz „Watch out for Elly the Machinegun“ stetig wiederholte. Das Quintett präsentierte eine sehr energiegeladene, aber dennoch auch entspannte, lockere Show. Die Spielfreude merkte man Chris, Bassist Andy, Gitarrist Nasi, Schlagzeuger Seva und Gitarrero Tommy ohne Zweifel an. Und die gute Stimmung schwabbte auch auf das Publikum über. Jeder wippte mit dem Kopf zum Takt der Musik und man konnte sogar ausgelassene Violent Dancer in der ersten Reihe zu Songs wie 'Pissed Of Life', 'Beyond Description', 'Bleeding Knife' oder 'Crosses On My Arm' tanzen sehen. Ein weiteres Highlight des Sets war das Guns´N´Roses-Cover 'Paradise City'. Sowieso konnte sich Monkey Wrench´s Metal-Mix aus druckvoller Tiefton-Stimme, aggressiven Shoutings und wabernden Basslinien großer Begeisterung erfreuen. Nach knapp 55 Minuten war der Gig dann zu Ende und die Jungs verabschiedeten sich und ernteten noch einmal ordentlichen Beifall.
Der Auftritt war auf jeden Fall schon mal ein sehr guter Einstieg in den Abend und man war gespannt, was die anderen Bands noch so zu bieten haben würden.

Mehr Pics von Monkey Wrench
Monkey Wrench @ MySpace


Halbzeit - STAYTUNED

STAYTUNEDEiner dieser anderen Bands waren die Aachener von STAYTUNED. Aber bevor gerockt wurde,musste erstmal kurz umgebaut werden und die Jungs packten ihre Instrumente auf die Bühne und verzierten diese auch gleich in einem Aufwasch mit kleinen Deko-Accessoires wie gruselig anmutenden Ghoulfiguren und einem schwarzen Raben, der auf der Monitorbox platziert wurde. Der Großteil der Besucher verließ währenddessen den Raum und schaute sich in den anderen Areas um. Start von STAYTUNED´s Gig war dann um zwanzig nach elf. Nach einem kurzen, theatralischen Intro schlugen Bassist Matthias Jacobi, Gitarrist Marco Schäfer und Drummer Christian Kuhrmann schon mal in die Saiten bzw. auf´s Drumkit und dann stürmte auch Sänger Ralf Jansen aus dem Publikum im wahrsten Sinne des Wortes „bühnenreif“ auf dieselbige, griff sich das Mikro und legte gleich mit dem Opener 'Danger' los. Der Raum vor der Bühne war mittlerweile auch wieder richtig voll geworden und die Leute lauschten begeistert dem Nu Metaligen Sound der Band, der einen heftigen Schlag in Richtung Slipknot - gerade was den Beat angeht - nicht verhehlen kann. Technisch und gesanglich war die Performance 1A, der Wechsel zwischen wütenden Shoutings und cleanem, melodischen Gesang machte dabei den besonderen Reiz aus. Nach dem Opener gab´s vom Frontmann eine Begrüßung zu hören. Und der Begriff „Rampensau“ könnte bei Ralf nicht treffender gewählt sein, allerdings im positivem Sinne, denn der Sänger machte es sich zur Aufgabe, den Zuschauern eine einwandfreie Show zu liefern, so rockte er, was das Zeug hält, hüpfte rum, verausgabte sich und hielt immer wieder Kontakt zum Publikum. So wünscht man sich das! Zwischen Songs wie 'Hazzard', 'Scarred By This', 'L.A.L' oder 'In Front Of Me' fragte Ralf: „Gefällt´s euch!?“ Und diese Frage wurde mit Applaus und Rufen beantwortet. Und dann kloppten STAYTUNED einen Song nach dem anderen rein. Zum Ende der Performance rockten auch hier die Violent Dancer im Publikum und es wurde dann sogar noch eine Zugabe gefordert, die Ralf und seine Mannen dem Publikum natürlich nicht vorenthalten wollte. Und so erklangen nach der Zugabe '2 Face(s)' die Worte: „Tschüss Rockfabrik, ihr ward geil! Dankeschön!!“
Alles in allem war die Show ein schönes, solides Brett! Und wer STAYTUNED auch mal live erleben will, hat am 26. August beim Wurmstock Open Air die Gelegenheit dazu.

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Website STAYTUNED

Viel Gefühl mit Bleak

BleakBleak aus Köln waren als „Special Guest“ des Abends angekündigt, leider brachte das aber schon mindestens einen Nachteil mit sich: Niemand wusste, um welche Band es sich handeln würde, geschweige denn welche Art Musik von ihr zu erwarten wäre. Und da die beiden vorangegangenen Bands sich zumindest in Aggressivität und grober Marschrichtung glichen, war es für sie kein Problem, das Publikum für sich zu gewinnen. Aber die Herren aus Kölle hatten es dann mit ihrer gefühlvollen Alternative Rock-Mischung mit Grunge-Einschlag leider schwer die Leute mitzureißen. Während es Anfangs noch recht voll war, wanderten die Jungs und Mädels dann aber stetig in die anderen Räume ab. Sänger Christian Busch, Gitarrist Anno Bechte, Bassmann Daniel Hargesheimer, Drummer Matthias Käding und der zweite Gitarrist Boris Reiner ließen sich aber nicht entmutigen und spielten tapfer weiter. Die Songs waren wie bereits erwähnt sehr gefühlvoll und intensiv, außerdem glänzten sie durch ein exzellentes Songwriting und durch die eindrucksvolle Stimme von Christian, die ein wenig an Nickelback´s Fronter Chad Kroeger oder ex-Creed´s Sänger Scott Allan Stapp erinnerte. Auch wenn der Sound in der Halle aufgrund der architektonischen Gegebenheiten nicht der beste war, merkte man dennoch, dass die Fünf ihre Instrumente beherrschten und es sicherlich nicht verdient hatten, mit so einem Desinteresse des Publikums bestraft zu werden. Zeitweise gab es noch nicht mal Applaus für die Songs, da sich einfach zu wenige Leute in der Halle aufhielten. Aber die Band ließ sich nicht davon abhalten trotzdem zu zeigen, was sie können und dass ihnen ihre Musik sehr viel bedeutet. Die Songs waren zu Anfang recht ruhig, aber dennoch kraftvoll. Im Laufe der Zeit stieg die Spannungskurve und zum Ende hin rockte es up-tempo-mäßig heftigst und so war es richtig schade, dass der Gig der Jungs dann schon um Punkt Eins sein Ende fand.
Die Enttäuschung war den Fünfen ins Gesicht geschrieben, aber man kann wirklich nur den offensichtlichen „Stilbruch“ im Line-Up dafür verantwortlich machen und nicht ein Mangel an Qualität oder dergleichen, schließlich haben Bleak schon unter anderem auf dem Kölner Ringfest 2004 die Massen zum Kochen gebracht. Ganz klar Daumen hoch für die Truppe!

Website Bleak
Website Rockfabrik Übach-Palenberg
Autor: Vera Bunk