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KoRn - KoRn III - 'Remember who you are'
Der Preis des Verbrechens' Volume 1
Skafield – 'Memories in Melodies''
Dick & Doof – 'In Oxford' Pinksnotred - 'Remedy' Donots – 'The Long Way Home' 'Inspector Barnaby - Volume 7'
Dick &  Doof – 'Dick & Doof sprechen Deutsch: Spuk um Mitternacht'
KISS – 'KISSOLOGY Vol. 3 1992-2000'
'THIS IS SPINAL TAP - 25th Anniversary Edition'
'Tyson – Der Mann. Der Mythos. Die Wahrheit.'
 84 Day Syndrome vs. Gluefactory - 'Antonio Villaraigosa Golden Expressway'
Rockwell – 'Hope & Anchor' Tony Ashton & Friends Live At Abbey Road - 'Endangered Species' Grace.Will.Fall- 'Second Album'
Jack Slaughter – Tochter des Lichts – 'Im Haus des Todes' (11)
Jack Slaughter – Tochter des Lichts - 'Werwolf im Schafspelz' (10)
Mark Brandis – 'Vorstoss zum Uranus II' (8)
Mark Brandis – 'Vorstoss zum Uranus I' (7)
Jack Slaughter Tochter des Lichts – 'Die Wurzel des Bösen' (9)
Dorian Hunter Dämonen-Killer – 'Im Labyrinth des Todes' (9)
'Die drei ??? und der seltsame Wecker' - LIVE
Jack Slaughter Tochter des Lichts – 'Das Heer der Finsternis' (8)
Jack Slaughter Tochter des Lichts – 'Dr. Jekyll & Mrs. Hyde' (7)
Geisterjäger John Sinclair – 'Ein schwarzer Tag in meinem Leben' (54)
Alternate Eve
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zum Mag! Aber gerade gönnt sich 'Alternate Eve' eine verdiente Pause! Den nächsten Sendetermin erfahrt ihr demnächst an dieser Stelle!
Boysetsfire - 14. Dezember 2005 – Köln, Underground
Mittwochabend, 14. Dezember 2005, war es soweit: Kölner Underground, ausverkauftes Haus – Grund: Boysetsfire. Im Rahmen ihrer Mini-Europatour statteten die Herren nebst Städten wie London, Berlin und Paris auch Köln einen Besuch ab. Keine Lust auf Einsamkeit und dank neuem Label-Signing bei Burning Heart und Equal Vision Records gab es auch besonderen Anlass zu feiern, also wurde gutes Feierkollegium namens Tribute To Nothing aus England mitgebracht. Im Vorfeld wunderte man sich, wieso eine Band wie Boysetsfire plötzlich ins Underground kommt, hatte man doch noch im Juni dieses Jahres die benachbarte, deutlich größere Live Music Hall gefüllt. Aber genau diese Tatsache sollte nachher für den äußerst persönlichen Verlauf dieses Konzertabends mitverantwortlich sein.

Boysetsfire - 14. Dezember 2005 – Köln, UndergroundTribute To Nothing – Wieso schwingende Gitarren, sympathische Engländer und Platzwunden zusammengehören

Um 20 Uhr 55 betraten Tribute To Nothing die Bühne und begrüßten das gut gelaunte, erwartungsvolle Kölner Publikum mit den ersten Gitarrenklängen des Abends. Die Show ging los, Bühne frei für das englische Bühnenchaos. „Hello Cologne, we’re Tribute To Nothing!“ und schon erblickte man fliegende Gitarren und ein sehr gut eingespieltes Quartett. Zur Begrüßung wurden direkt zwei brandneue Songs gespielt, das Ganze deutlich experimentell gehalten, aber sehr direkt, wie man es von Tribute To Nothing gewohnt ist. Das Kölner Publikum gab sich noch dezent schüchtern und klatschte nach den Songs ordentlich Beifall, auch wenn es sich nicht dazu aufrütteln ließ großartig körperlich aktiv zu werden. Aber davon sollte man sich nicht täuschen lassen, denn die Besucher hatten sichtlich Freude an dem Quartett. Bereits bekannte Songs wie 'Name Of Distrust' und 'Quicksand Mindset', die man im Vorjahr auf einer EP mit den deutschen Three.Minute.Poetry veröffentlicht hatte, wurden gespielt und auf der Bühne hatte man als Zuschauer viel zu gucken. Sänger und Gitarrist Samuel Turner schwang seine Gitarre und man hätte meinen können gesehen zu haben, dass Bassist Jim Turner durch den Flug der Gitarre einen Schlag ins Gesicht abbekommen hatte. Man lag mit dieser Vermutung nicht ganz falsch. So ging Bassist Jim während eines Songs zu Boden und spielte in gehockter Haltung weiter. In einer Songpause hielt Samuel dann auch eine kleine Entschuldigungsrede, fragte nach dem nächsten Krankenhaus und zeigte sich reumütig, würde er nun zu Hause angekommen doch Ärger mit Mama bekommen. Gleicher Nachname, gleiche Mama, dreiviertel der Band besteht aus den Turner-Brüdern Samuel, Jim und dem Drummer Ben. Der Konzertbesucher erfuhr hier also einiges! Rocker wären keine Rocker wenn sie nicht auch mit Platzwunde am Kopf weiterspielen würden. So geschah es dann auch. Ein richtig sympathischer Haufen, der sich da der Kölner Audienz präsentierte. Das Set bestand leider nur aus sieben Songs, also gab das Quartett zum Ende hin noch mal ordentlich Vollgas, um die Show mit 'Crossed Out' und 'Breaking Your Fall' schließlich nach genau 33 Minuten zu beenden. Ein Gastspiel, das Narben hinterlassen wird, zumindest bei einem. Website Tribute To Nothing

Boysetsfire - 14. Dezember 2005 – Köln, UndergroundBoysetsfire – Wie aus einem Abend ein ganz „besonderer“ Abend wird...

22 Uhr 05: Das Licht wurde abgedunkelt, Boysetsfire betraten die Bühne. Die seichten Klänge des Live-Intros ertönten und das Publikum rückte enger zusammen. Als Opener kam plötzlich 'After The Eulogy' angeflogen und zeitgleich mit dem ersten „RISE!“ brachen im Underground alle Dämme. Nun zeigte sich die „Besonderheit“ eines ausverkauften Club. Im Kollektiv wurden die Fäuste gehoben, alles drückte nach vorne um persönlich am Geschehen mitwirken zu können. Es wurde eng und quetschig. Was man vorher noch nicht wusste und nun von Sänger Nathan Gray erfuhr: es wurden gleichzeitig mit mehreren Kameras Aufnahmen vom Konzert gemacht, die in Form einer DVD im Pack mit dem neuen Album erscheinen sollen. Ein guter Grund also hier das Fass zum Überlaufen zu bringen. Nahtlos folge der nächste Knaller 'Release The Dogs', direkter auf die Nuss hätte dieser Auftritt definitiv nicht beginnen können! Die ersten Crowdsurfer und Stagediver ließen nicht lange auf sich warten. Trotz Absperrung zwischen Bühne und Zuschauerraum eroberte Zuschauer für Zuschauer die Bühne und nutzte diese zum Abflug Richtung Gemenge. Das Programm gestaltete sich äußerst vielseitig: Zwischen den Songs fanden sich hin und wieder kurze, etwas leisere Übergangspassagen von Band und sorgten für eine gewisse Grundatmosphäre, genauso wie die Duftstäbchen, die man vor Beginn der Show auf der Bühne abglimmen ließ. In der Tat, das was man an diesem Abend geboten bekam, roch sehr, sehr gut! Das Set beeindruckte durch eine gute Mischung aus alten, etwas neueren und brandneuen Songs, die Anfang 2006 auf dem neuen Album 'The Misery Index: Notes From The Plague Years' erscheinen werden. So war 'Requiem' der erste neue Song, der dem Kölner Publikum präsentiert wurde, ehe man eine Ladung Klassiker wie 'In Hope', 'Pure' und 'Voiceover' spielte. Frontmann Nathan versprach dem Publikum man würde an diesem Abend bis zum bitteren Ende spielen, also so lange bis es gar nicht mehr gehen würde und stachelte auf diese Weise das Publikum an, dessen Nähe er sichtlich genoss. Immer und immer wieder bestieg er Monitorboxen und Absperrgeländer und lehnte sich weit rein in den Undergrounder BSF-Fantumult. Die gesamte Band ließ sich deutlich abfeiern, genauso wie die anwesenden Fans, die ungezügelt nach Belieben toben durften. War das Security-Personal scheinbar darauf angewiesen das Geschehen lediglich zu beobachten und den Fans auf die Bühne zu helfen, die froh und munter die wunderbaren Stagedive-Möglichkeiten auszunutzen wussten. Selbst Nathan konnte es nicht lassen und ließ sich vom total begeisterten Publikum tragen. Es folgten 'Handful Of Redemption', 'Falling Out Theme', '12 Step Hammer Program' und 'So Long… And Thanks For The Crutches', ehe die Band vorerst hinter der Bühne verschwand. Einen Moment später betraten Gitarrist Chad Istwan und Sänger Nathan wieder die nun nur schwach dunkelblau beleuchtete Bühne, um seichtere Gefilde zu betreten. Begleitet von einem Akustikgitarre spielendem Chad sang Nathan sichtlich bewegt den bisher unveröffentlichten Song 'Fashion As A Weapon'. Es folgten '(10) And Counting' und 'Still Waiting For The Punchline'. Letzteren begonnen Chad und Nathan zu zweit. Während sie den Song zum Besten gaben, betrat zunächst Gitarrist Josh die Bühne, schnappte sich seine Gitarre und setzte dezent mitten im Song ein. Bassmann Robert und Drummer Matt machten es ihm kurz darauf nach und aus der Akustikversion des Songs wurde schließlich wieder der Rocksong, der er eigentlich war. Nach dieser wohltuenden Abkühlphase varabschiedete sich Chad wieder von seiner Akustikgitarre und es sollte wieder laut werden. Bassist Robert Ehrenbrand, Drummer Matt Krupanski und Gitarrist Josh Latshaw, in der Zwischenzeit mittlerweile etwas leichter bekleidet, zeigten, warum man immer wieder die Kraft findet einen Schritt weiter zu gehen, ein neues Album aufzunehmen, immer wieder zu touren und alldem was dazu gehört: Man ist mit Herzblut bei der Sache. Die Band, die man hier sah, wirkte trotz Vollbärte und löchriger Jeanshosen ungemein frisch und unverbraucht, voller positiver Energie. Und das nach mehr als zehnjähriger Bandhistorie und zwei harten Konzertabenden in London und Berlin, die man die beiden Tage zuvor erlebt hatte. So langsam näherte sich die Show dem Ende, die Band gab alles, was auch nur möglich war. Alle waren sie dermaßen verschwitzt, dass ihre Klamotten nur so vor Nässe trieften. Man hatte gemeinsam ein wohl unvergessliches Fest gefeiert. Dieses Fest galt es nun noch gebührend zu Ende zu bringen. Der Klassiker 'My Life In The Knife Trade' wurde also gemeinschaftlich besungen, 'The Force Majeure', das neue 'Walk Astray' und letztendlich 'Cavity' leiteten das Finale ein. Allen war klar, was nun kommen würde: Nach über 70 Minuten und 19 Songs ließ Nathan verlauten: „It’s time for our last song called 'Rookie'. Um Punkt 23 Uhr 20 verabschiedete sich die Band schließlich von der Bühne.
Was an diesem Abend im Underground geschehen ist, ist nur schwer in Worte zu fassen. Ein Abend geprägt von einer sagenhaften Atmosphäre der „Besonderheit“, so ist man das Gefühl nicht los geworden zu einem „besonderen“ Zeitpunkt an einem „besonderen“ Ort gewesen zu sein, unterschied sich diese Show doch stark von den Boysetsfire-Auftritten in den größeren Hallen im Sommer. Ein „besonderer“ Abend also mit zwei „besonderen“ Auftritten von zwei „besonderen“ Bands.

Mehr Info:
Gig-Review Boysetsfire, Flyswatter, Pitfall am 09. Juni 2005, Köln
Website Boysetsfire
Autor: Patrick Portnicki