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zum Mag! Aber gerade gönnt sich 'Alternate Eve' eine verdiente Pause! Den nächsten Sendetermin erfahrt ihr demnächst an dieser Stelle!
Good Riddance & None More Black & STM - 23. März 2004 - Köln
Good Riddance – Review

Good Riddance – Ausnahmezustand im Kölner Prime Club
Ein Akt in drei Aufzügen


Dienstag, 23. März 2004. Halb sieben. Wo bitte soll man um diese Uhrzeit vor dem Kölner Prime Club einen Parkplatz kriegen?! Ahh, in der Nebenstraße. Na gut. Heute lockt ein besonderer Gastgeber in den Club. Good Riddance aus Kalifornien gastieren heute im Rahmen der „Question Authority/Peta2 Tour“ hier. Und als Liebhaber der harten Punkmusik lässt man sich das wohl kaum entgehen. Der gemütliche Club öffnet um 20 Uhr die Türen für die zahlreich angereisten Besucher. Im Vorbeigehen wird sich an der Bar ein Smirnoff Ice gecatcht, um dann gemütlich vor der recht kleinen, aber dafür übersichtlichen, Bühne seinen Platz einzunehmen. Und bei einem kalten Schluck lässt sich´s auch besser warten.

Der Auftakt

Die erste Vorband des Abends ist Spanking The Monkey aus dem Hause Unpopular Disclose. Die drei Heinsberger konnten sich schon bei vielen Gigs in die Herzen der Zuschauer spielen. Und so auch heute. Als die Jungs um 20 Uhr 50 die Bühne betreten, dauert es nicht lang, bis die ersten Zuschauer loshüpfen. Und während ihres dreißigminütigen Auftritts schlossen sich immer mehr Leute an, bis es schließlich eine ganze Masse vor der Bühne war, die rumpogte. Sänger und Gitarrist Mic, Trommler da Rank und Moe, Bassist und ebenfalls Sänger des Trios, nutzen die Gelegenheit, um einige neue Songs ihres frisch erschienenen Longplayers „Apathetic Society“ vorzustellen. Nach ihrem Auftritt wurde die ganze Bühne für eine dreiviertel Stunde zu einer Baustelle, Instrumente wurde de- und neue wieder montiert und zurecht gerückt, gestimmt und alles wurde schön in Pose gebracht. In der Wartezeit hatte man sich bequem Trinknachschub holen können oder sich auf den Toiletten, gleich bei der netten ca. 90jährigen Klofrau, erleichtern können.

Das Zwischenspiel

Dann, um 21 Uhr 45 war es so weit; die zweite Vorband des Abends None More Black stand in den Startlöchern. Ich glaube, das, was dann kam, war die explosivste halbe Stunde, seit langem. Die vier Jungs aus New Jersey rockten so dermaßen das Haus, das war schon nicht mehr feierlich. Fatwreck´s Neuzugang bewies, warum man sich seinem Namen merken sollte. Sänger Jason, Gitarrist Colin und Bassist Paul machten an der Front richtig Dampf, während Drummer Dave Verstärkung von hinten mit kräftigen Rhythmen lieferte. Das Publikum war außer Rand und Band, es wurde so gedrängelt, dass Jason seinen Mikrofonständer mehr als einmal ins Gesicht geschlagen bekam. Hierbei sei noch zu erwähnen, dass es weder eine Abgrenzung noch nervige Security-Menschen vor der Bühne gab. Es war ein Punkkonzert, wie man es sich wünscht! Die halbe Stunde, in der die Jungs zahlreiche Songs ihres aktuellen Albums „File Under Black“ zum Besten gaben, verflog in Windeseile. Trotz Zugaberufen musste um 22 Uhr 15 das Set beendet werden.

Die Krönung
Dann ging alles sehr schnell binnen 5 Minuten standen Russ Rankin, Chuck Platt (Bass), Luke Pabich a.k.a. Old B. (Gitarre) und David Wagenschutz (Schlagzeug) besser bekannt als Good Riddance auf der Bühne. Wenn es überhaupt an irgendeiner Stelle dieses schillernden Abends einen Moment gab, an dem das Publikum stillstand, so zählen die folgenden aber wohl kaum dazu. Russ begrüßte die grölende Menge und schon ging´s mit „Flies First Class“ los. Der Club kochte, und das im wahrsten Sinne des Wortes. Schnell tropfte es von der Decke und alle Anwesenden waren triefend nass. „Yesterday´s Headlines“, „Weight Of The World“ oder „Mother Superior“ – Schlag auf Schlag schmetterten Russ und Co. einen Hit nach dem anderen auf die Fans. Eine Stunde lang hielt dieses Hardcore - Donnerwetter auf der Bühne an, bevor die vier den Ort des Geschehens verließen. Doch den Fans reichte das noch nicht! Sie forderten Zugaben! Und die bekamen sie dann auch! Good Riddance machten ihrem Namen alle Ehre und entfesselten erneut ein Unwetter. Aber um 23 Uhr 10 war dann Schluss mit lustig. Die Band bedankte sich bei den Fans und verließ die Bühne. Zurück blieb ein Haufen voller nassen, aber sehr glücklicher Menschen.

Das Outro

An den Merchandise – Ständen der Bands herrschte noch lange ein geschäftiges Treiben und auch der Stand von Peta2, der auf Tierquälerei und Missbrauch von Tieren aufmerksam machte, hatte großen Zulauf. Es ist das erste Mal, dass die Tierschutzorganisation Peta eine Tour sponsert und begleitet. Warum und wie das ganze zustande kam, erzählte uns Sänger Russ in einem ausführlichen Interview.


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Autor: Vera Bunk