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Alternate Eve
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zum Mag! Aber gerade gönnt sich 'Alternate Eve' eine verdiente Pause! Den nächsten Sendetermin erfahrt ihr demnächst an dieser Stelle!
Headshot Festival 5 – 02. Februar 2007 – Kultopia, Hagen
Am 02. Februar war es wieder soweit: Das fünfte Headshot Festival fand an diesem Abend im Hagener Kultopia statt. Jeder, der schon einmal eines dieser Festivals besucht hat, weiß, dass hier Musik der härteren Gangart geboten wird. So sollte es auch an diesem Abend sein und fünf Bands der unterschiedlichsten Musikrichtungen, nämlich The Destiny Program, Anticops, Maintain, Freefall und Ebonwings hatten sich angekündigt, um das Kultopia auseinander zu nehmen. Um 19 Uhr öffneten sich die Türen zum Laden, so dass sich bis zum Start der ersten Band schon einige Gäste im Konzertraum einfinden konnten. Was dann aber geschah, ist im Folgenden nachzulesen.

You Get What You Deserve – 26. Januar 2007, Mönchengladbach – Projekt 42Ebonwings – Gebührender Anfang

Den Anfang machten an diesem Abend die noch sehr jungen Herren von Ebonwings aus Datteln. Um 19 Uhr 35 betraten sie die Bühne und legten sofort mit 'Of Words And Feelings' und 'Just For Us' los. Die schon vorhandenen Zuschauer erfreuten sich der Musik und tanzten sofort drauf los. Als Dank für den folgenden Applaus gab es von Ebonwings 'Cry' auf die Ohren und Sänger Christopher Tjardes, die Gitarristen Marcel Baumheier und Mario Nowack, sowie Drummer Marvin Quack und Bassist Lutz Goedeke hatten sichtlich Spaß auf der Bühne und merkten, dass den Leuten gefiel, was sie dort fabrizierten. Zum Abschluss folgten noch 'Point Of No Return' und 'In My Eyes' durch die auch der letzte Zweifler überzeugt wurde und die Leute vor der Bühne gingen noch einmal richtig ab. Somit boten Ebonwings einen schönen Auftakt für einen Abend, der noch einiges mehr zu bieten hatte und räumten um 20 Uhr die Bühne für den nächsten Act. Ebonwings: Website / MySpace



You Get What You Deserve – 26. Januar 2007, Mönchengladbach – Projekt 42Freefall – Zwei Shouter, doppelte Power

Um 20 Uhr 25 war es dann Zeit für Freefall aus Wuppertal, der Menge mit ihrem Sound, der sich irgendwo zwischen Hardcore und Screamo ansiedelt, einzuheizen. Nach kurzer Begrüßung legte die Band um die zwei Shouter Tim Marxcors und Akif Agci direkt mit 'Forever Beloved' und 'Better' los. Mittlerweile hatten sich schon mehr Leute auf der Tanzfläche eingefunden und bewegten sich ordentlich zur Musik, die da aus den Boxen schallte. Nach der Aussage, dass man wohl an diesem Abend wohl die „softeste Band“ sei, aber dennoch hoffe, dass die Leute Spaß haben, stimmten Gitarrist Markus Götz, Bassist Martin Schmitt und Aushilfsdrummer Thomas die ersten Töne von 'Another Day Is Passing By' an und es war um einige der Zuschauer geschehen. Fröhlich sang man den doch sehr eingängigen Chorus mit und auch die zwei Fronter hatten während dieser Nummer sichtlich Spaß. Immer wieder suchten sie den Kontakt zu den Leuten vor der Bühne, kamen zu ihnen runter, um Teil der Party zu werden, die sich dort abspielte. Ohne lange Reden ging es weiter mit 'The Game' und 'In The Arms Of Vampires'. Mittlerweile waren die Leute vor der Stage richtig warm geworden und es wurde zu jedem Song ordentlich abgetanzt. Einige moshten was das Zeug hielt, andere hingegen standen und lauschten gespannt den Tönen der Band. Es folgten noch 'More Than Gold' und 'Klangwelten', bevor sich Freefall mit 'Chugga Chugga' verabschiedeten. Das Schöne an Freefall sind, neben den absolut melodischen Parts, die knallharten Stellen, in denen die Menge vor der Bühne regelmäßig aus sich rauskam und Arme und Beine durch die Luft wirbelte. Auch die beiden Sänger ließen es sich nicht nehmen, während der rein instrumentalen Stellen ordentlich im Publikum mitzumischen. Um 20 Uhr 55 verließen die fünf Herren dann schweißgebadet die Bühne, um Platz für die nächste Combo zu machen. Freefall: Website / MySpace

You Get What You Deserve – 26. Januar 2007, Mönchengladbach – Projekt 42Maintain – Erste Anzeichen von aggressiven Publikum

Als nächstes betraten um 21 Uhr 15 die Herren von Maintain die Bretter. Wenn man sich allein die namhaften Bands anschaut mit denen diese Herren schon auf Tour waren, zu denen unter anderem Caliban, Cataract und Walls Of Jericho gehören, ist einem sofort klar, dass es hier noch einmal eine Spur härter zur Sache geht. Und so sollte es auch sein, sowohl auf der Bühne, als auch im Publikum. Kaum standen Fronter Timo Böhling, Bassist Julian Tamke, die Gitarristen Nils Tinnemeyer und Sebastian Schrötke, sowie Drummer Benjamin Rase auf der Bühne, ging es auch direkt mit dem Opener 'Alliance' zur Sache. Auf der Stelle brachen aus dem Publikum die Leute aus und verausgabten sich auf der Tanzfläche, während Shouter Timo ihnen seine Lyrics entgegen brüllte. Ohne große Worte ging es weiter mit 'Arsonists', 'Blood Of Innocence' und 'Lord´s Prayer' und zum ersten Mal an diesem Abend kam es zu einer unschönen Situation. Es gibt auf vielen Shows immer den ein oder anderen, der das Prinzip eines Moshpits nicht verstanden zu haben scheint und seine Aggression nicht unter Kontrolle hat. So auch hier, denn wie aus dem Nichts und ohne Vorwarnung schnellte einer der Gäste hervor und schlug gezielt anderen Leuten ins Gesicht, so dass diese sich im ersten Moment nicht zu wehren wussten. Darauf folgte ein kurzes Handgemenge und die Ansage von Timo, dass so etwas auf Maintain-Shows nicht geduldet sei. Danach ging es mit großen Schritten weiter. Maintain spielten sich nach und nach in Ekstase und hatten das Publikum voll in der Hand. Immer wieder gab es die ein oder andere Mosheinlage zu begutachten und die Band legte mit 'In Twillight´s Embrace' noch einen oben drauf. Mit 'Havoc' und 'This Dying Earth' nahm dann auch diese Show ein Ende und die Jungs hinterließen ein zufriedenes Publikum. Auch wenn nur die wenigsten die Lyrics der noch unveröffentlichten Songs des bald erscheinenden Albums kannten, wurden diese positiv aufgenommen und haben den Appetit auf mehr definitiv geweckt. Maintain: Website / MySpace

You Get What You Deserve – 26. Januar 2007, Mönchengladbach – Projekt 42Anticops – Berlin in Höchstform

Nach kurzer Umbaupause und Soundcheck standen um 22 Uhr 15 die Herren von Anticops aus Berlin auf der Bühne. Schon bei den ersten Tönen von 'Fall' war klar, dass es hier wesentlich rotziger zur Sache ging. Die Anticops erfreuten sich auch sofort beim Publikum größter Beliebtheit. Während 'Police Informer' und 'This Is Hardcore' stürmten einige nach vorne, um das Mikro für sich zu beanspruchen, welches Fronter Micha gerne her gab. Auch im Pit ging es weiterhin aggressiv zur Sache, die Prügelei blieb aber zum Glück aus und so konnten Anticops ihr Set mit 'Rain Of Ruin' und 'Cracktown' ohne Verzögerung fortsetzen. Immer mehr Leute trieb es jetzt dazu die Kicks und Windmills auszupacken und auch auf den Brettern ging eine ordentliche Show ab. Bassist René ging ab wie ein Zäpfchen und sprang bei jedem Song mit seinem Instrument in der Hand Meter hoch in die Luft. Knorke, seines Zeichens Gitarrist der Band, tat es ihm gleich und es war eine Freude den beiden zuzuschauen, während Drummer Robert seine Schießbude auseinander nahm. Mit 'Homefront Of Berlin' und 'Bloodstains' ging es Schlag auf Schlag weiter und Anticops machten keine Gefangenen. Auch der zweite Gitarrist Atze verausgabte sich bis auf´s Äußerste und bereitete den Zuschauern mit dem Rest der Band eine ordentliche Show. Mittlerweile hielt es nur noch die wenigsten im Konzertraum auf ihrem Fleck. Jeder bewegte sich auf seine ganz eigene Art und Weise, mal mehr, mal weniger aggressiv, zur Musik. Die Band gab noch 'Are You Man Enough' und 'Take The Money', bei dem während des Refrains wieder das Mikro von einigen Fans beansprucht wurde, zum Besten, bevor man mit 'In The Eyes Of A Dying Man' den letzten Song spielte.
Um 22 Uhr 55 war dann auch die Zeit für Anticops gekommen, die Bühne unter Applaus zu verlassen. Die Menge vor der Stage hatte sichtlich Spaß an der Show und bereitete sich nun auf den Headliner des Abends vor. Anticops: Website / MySpace

You Get What You Deserve – 26. Januar 2007, Mönchengladbach – Projekt 42The Destiny Program – Gute Show, aggressives Publikum

Für The Destiny Program aus Husum wurde es um 23 Uhr 15 Zeit, die Bühne zu erklimmen. Dem ersten Song 'Tibi – Omnia Quae Sum' ging eine kurze Begrüßung und ein Dankeschön an alle Dagebliebenen voraus und sofort waren sie in ihrem Element. Brachial kam der Sound aus den Boxen und verursachte die nächsten Moshpits. Eine komische und unheilverkündende Aggressivität zeichnete sich aber schon jetzt bei einigen im Publikum ab. Zuerst noch völlig unbeirrt davon zockten Fronter Johannes Formella, sein Bruder Sebastian, der die Gitarre bedient, Bassist Sascha Bath-Ahmer und Drummer Jim Patrick ihr Set weiter durch und es folgten Songs wie 'Forsaken Love', 'The Admiration Of Sadness' und 'Reyes', die allesamt auf ihrem Album 'The Tracy Chapter' zu finden sind und beim Publikum gut ankamen. Die Aggressivität steigerte sich leider abermals und mittlerweile fiel das auch der Band auf der Bühne auf. Was zuerst mit einem strengen Blick in Richtung der Übeltäter geahndet wurde, endete während 'Love Is My Death' in einer Unterbrechung des Songs und einer Ansage von Johannes, worüber sich der ein oder andere lustig machte. Die Lage beruhigte sich wieder ein wenig und so konnten The Destiny Program mit 'Portrait For You: Lost And Dissolved In Tears' und 'An Ardent Wish' weitermachen. Danach geschah aber dann doch das, womit man mittlerweile leider rechnen musste. Einer dieser Kerle, die schon an der vorherigen Aufruhr beteiligt waren, schoss über die Tanzfläche, schnappte sich einen Umherstehenden und schlug ihm mit absoluter Zielgenauigkeit mehrmals ins Gesicht und auf den Kopf. Völlig perplex und hilflos stand dieser da und wusste nicht wie ihm geschah. Die Show wurde erneut unterbrochen und man merkte den Herren aus Husum die Enttäuschung über diesen Zwischenfall enorm an. Kurzerhand wurde der Unruhestifter vom Securitypersonal entfernt und rausgeschmissen. Danach konnte die Show in Ruhe weitergehen und The Destiny Program spielten mit 'Passing Moments', 'Scenic Road' und 'Your Diary' die letzten Songs des Abends. Diesmal gab es keinerlei Stress mehr vor der Bühne und alle hielten sich ein wenig zurück. Mit ins Gesicht geschriebener Enttäuschung verließ die Band um 23 Uhr 55 die Bühne und suchte noch Kontakt zu den Fans. Hier wurde dann noch über die Show gesprochen und man bedankte sich bei den Fans für das positive Feedback, denn überzeugt haben The Destiny Program allemal. Noch schöner wäre es jedoch gewesen, wenn es gar nicht erst zu diesen Ausschreitungen gekommen wäre. The Destiny Program: Website / MySpace

Fazit: Alles in allem war der Abend von der Durchführung bis hin zum Line-Up durchaus gelungen. Schade nur, dass es immer wieder Leute gibt, die einem ganz gerne die Stimmung mit ihrer aggressiven Art und Weise versauen und das Konzerterlebnis so erheblich beeinträchtigen. Abgesehen davon hat jede der fünf Bands überzeugt und eine gute Show dargeboten. Man kann sich nur für das nächste Headshot Festival wünschen, dass solche Zwischenfälle, wie sie an diesem Abend stattfanden, nicht mehr auftreten.
Autor: Alexander Greve