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zum Mag! Aber gerade gönnt sich 'Alternate Eve' eine verdiente Pause! Den nächsten Sendetermin erfahrt ihr demnächst an dieser Stelle!
Hopesfall & Tsunami Bomb - 01. Mai 2005 - Köln
Die Bilder vom Konzert seht ihr hier.

Der Mai ist da und das gute Wetter auch! Und was gibt es schöneres als den Tag, den man am besten auf ner karierten Decke im Park verbracht hat, mit einem Konzert zu beenden? Sicherlich kaum etwas. So fanden sich am Sonntag, 01. Mai, bei strahlendem Sonnenschein so einige leichtbekleidete Damen und Herren im Kölner Prime Club ein. An diesem Abend sollte nämlich hier die Atticus European Tour mit Hopesfall und Tsunami Bomb gastieren. Die dritte Band im Bunde Name Taken, die eigentlich auch mit auf der Tour sein sollte, musste diese leider kurz vor Beginn aufgrund unplanmäßiger Änderungen canceln. Das war sicherlich sehr schade für alle Fans der Kalifornier, aber auch ohne die Jungs sollte es ein rauschender Abend werden.

Auftakt: Tsunami Bomb

Einlass war bereits sehr früh, aber die meisten Besucher zogen es vor ihr Bierchen anstatt in dem dunklen Club draußen in der Sonne zu trinken und auf den Beginn der Show zu warten. Andere vertrieben sich die Zeit am Merchandise-Stand, wo Hopesfall´s Sänger Jay Forrest und Roadie Chris fleißig T-Shirts an den Mann und die Frau brachten. Aber es sollte eine ganze Stunde vergehen bis dann um 21 Uhr 20 Tsunami Bomb die Bühne enterten. Und während die Leute im Publikum, das leider keine bombastische Größe aufwies, sich noch etwas zögerlich im Hintergrund aufhielten, legten die Vier aus der Bay Area los. Leider nahm die Zuschauerzahl von ca. 150 Leuten auch während des gesamten Abends nicht mehr zu, denn die warmen Tage haben gleichermaßen ihre Tücke, so bleiben manche nämlich einfach im Park auf ihrer Decke liegen. Nun gut, aber die, die da waren, waren durchaus bereit zum Rocken. Nach einigen kurzen Aufforderungen von Sängerin Agent M kamen alle was näher und schnell rockte die rechte Seite vor der Bühne was das Zeug hielt. Tsunami Bomb präsentierte viele Songs ihres aktuellen Albums 'The Definitive Act' (VÖ 21. Sep. 04) und sich in bester Laune. Seit 1999 treiben sich Agent M, Gabe Lindeman hinter den Drums, Jay Northington an der Gitarre und Bassmann Matt McKenzie in der Punk-Szene herum und sind auf unzähligen Samplern vertreten und rockten mehrfach auf der Vans Warped Tour. Ihr Sound wird definitiv durch den sehr klaren und melodischen Gesang der Frontfrau bestimmt, der sich herrlich gut mit dem dreckigem Punk-Riffings der Gitarre, dem harten Rythmusbrett der Drums und dem treibenden Bass verbindet. Das Resultat sind herrlich Melodiegetragene, manchmal leicht melancholisch angehauchte Tracks, die durchaus Spaß machen.
Live besticht sicherlich die süße Erscheinung der Fronterin, allerdings machen auch die Herren einiges her. So steht Basser Matt eigentlich nie still, wie wild zupft er, während er sich immer wieder um die eigene Achse dreht, an seinem Vier-Saiter und brüllt bei den mehrstimmigen Gesangsparts begeistert ins Mikro. Währenddessen bearbeitet Gabe nach allen Regeln der Kunst seine Drums und Jay haut ordentlich in die Saiten seiner Gitarre. Zwischen den Songs nahm M immer wieder Kontakt zu den Fans auf, entschuldigte sich, dass keine T-Shirts zum Verkauf bereitstanden und versuchte, während die Temperatur in dem kleinen Club stetig anstieg, die Menge für Hopesfall so richtig in Stimmung zu bringen. Und das gelang ihr auch. Zum Ende der Show rockten alle gut mit. Und bei einem der letzten Songs sprang plötzlich Robin, der „Merch-Guy“, mit auf die Bühne, griff sich Jay´s Mikro und sorgte für gesangliche Verstärkung, was ziemlich cool klang!
Nach gut vierzig Minuten war der Spaß vorbei und die Vier verabschiedeten sich völlig verschwitzt, aber über beide Ohren strahlend und verließen die Bühne.

Website Tsunami Bomb

Hopesfall & Tsunami Bomb - 01. Mai 2005 - KölnHopesfall

Die leidige Zeit des Umbauens stand wieder einmal an und es dauerte noch einmal gut zwanzig Minuten bis alles für Hopesfall hergerichtet war. Das einzig Gute: Die Jungs bauten selbst um, und so gab es schon mal was zu sehen. Schon jetzt war zu erkennen, dass die Truppe aus North Carolina in bester Laune war und als alles angeschlossen und fertig verkabelt war, begrüßte Sänger Jay Forrest das Publikum erst einmal und verkündete, dass Gitarrist Dustin Nadler heute Geburtstag feiere. Süße 24 Jahre alt wurde er. Das sollte schließlich auch begossen werden, so bat Jay desweiteren jemand aus dem Publikum möge Dustin doch bitte ein Bier oder was Hochprozentiges bringen. Dass die Jungs keine Kostverächter in Sachen Alkohol sind, zeigte sich auch darin, dass Jay bereits vor dem Gig alle zehn Minuten wieder ein frisches Corona in der Hand hatte und auch auf der Bühne gab es Bier zur Befeuchtung der Stimmbänder. Dann stellte sich der Frontmann an den Rand der Bühne nahm einen Schluck, hob seine Flasche Bier daraufhin in die Höhe und rief; „Prost!“ Dann legten sie mit 'Per Sempre Marciamo' los. Und schon zu Beginn breitete sich eine ganz bestimmte Atmosphäre in dem kleinen Club aus, die ebenfalls auf ihrem aktuellen Longplayer 'A-Types' (VÖ Jan. 05) hörbar und spürbar ist. Und obwohl leider nicht so viele Leute anwesend waren, rockte es gleich zu Beginn. Joshua Brigham gab gleich an der Gitarre genauso viel Gas wie Dustin und Bassist Mike Tyson im schicken „Everytime I die“-T-Shirt und Adam Baker hinter den Drums. Bald schon stimmten die Jungs 'It Happens', den Opener ihres Albums, an. Und gleich danach erklang der Hammer-Track 'Breathe From Coma'. Aber neben den Songs vom aktuellen Album spielten sie auch Tracks vom Vorgänger 'The Satellite Years' (2004) wie 'The Bending' und 'A Man Exists' und von der 2002er EP 'No Wings To Speak Of' 'The End Of An Era'. Leider gab es keine Stücke vom 1999er Debüt 'The Frailty Of Words' zu hören, aber die Show entschädigte das voll und ganz. Jay war absolut in seinem Element und wanderte groovend über die Bühne oder stieg mal rechts mal links auf die Boxen und brüllte seine Texte in die Menge. Zwischendurch animierte er die Gäste zum Mitklatschen oder erzählte in den kurzen Pausen zwischen den Songs auch schon mal einen Witz; „What does the zero say to the eight? - Nice belt!“ Die Lacher waren auf seiner Seite. Zwischendurch gab es dann auch ein Bierchen für das Geburtstagskind Dustin und dann ging´s auch schon wieder weiter im Takt. Sowieso stieg der Alkoholkonsum auf der Bühne stetig an und so rülpste Jay zwischenzeitlich auch mal laut ins Mikro, grinste daraufhin verschmitzt und sang weiter. Hopesfall beweisen, dass ein Spagat zwischen gefühlvollen, detailverliebten Arrangements und geshouteten, ja fast Hardcore-lastigen Songs sehr wohl möglich ist. Hie und da erinnern die Songs und gerade das Auftreten des Frontmanns im Ansatz an den guten alten Chino Moreno von The Deftones, jedenfalls was die Stimmgewaltigkeit der Schreie und die Aggressivität des Ganzen betrifft.
Gegen kurz vor elf war dann erstmal Schicht als eine Gitarrensaite gerissen war. Plötzlich verschwanden alle bis auf Dustin von der Bühne und man dachte schon, dass es das jetzt wohl gewesen sei. Aber der verbleibende Gitarrist klärte das Mißverständnis auf und sagte, dass die Saite nur schnell neu aufgezogen werden müsste und es dann gleich weitergehen könne, selbstverständlich nutzte er die kurze Pause, um ein neues Bierglas zu leeren. Gesagt, getan. Alle kehrten zurück und griffen sich ihre Instrumente. Jay erschien oben ohne und wrang lachend sein schwarzes T-Shirt aus, aus dem nur so der Schweiß quoll. Vereinzelt ertönten begeisterte Rufe von Seiten der weiblichen Zuschauer. Dann ging´s fast noch eine halbe Stunde weiter bis die letzten Töne von 'A Man Exists' verklungen. Die Jungs hinterließen eine begeisterte, klatschende Menge.
Auch wenn es „nur“ zwei Acts zu sehen gab an diesem Abend, war es ein geniales Erlebnis! Wenn ihr also mal die Chance haben solltet, Hopesfall oder Tsunami Bomb live zu erleben, dann nix wie hin!

Website Hopesfall
Autor: Vera Bunk