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Wastin!com presents Alternate Eve
Pixies – 'Acoustic & Electric Live'
KoRn - KoRn III - 'Remember who you are'
Der Preis des Verbrechens' Volume 1
Skafield – 'Memories in Melodies''
Dick & Doof – 'In Oxford' Pinksnotred - 'Remedy' Donots – 'The Long Way Home' 'Inspector Barnaby - Volume 7'
Dick &  Doof – 'Dick & Doof sprechen Deutsch: Spuk um Mitternacht'
KISS – 'KISSOLOGY Vol. 3 1992-2000'
'THIS IS SPINAL TAP - 25th Anniversary Edition'
'Tyson – Der Mann. Der Mythos. Die Wahrheit.'
 84 Day Syndrome vs. Gluefactory - 'Antonio Villaraigosa Golden Expressway'
Rockwell – 'Hope & Anchor' Tony Ashton & Friends Live At Abbey Road - 'Endangered Species' Grace.Will.Fall- 'Second Album'
Jack Slaughter – Tochter des Lichts – 'Im Haus des Todes' (11)
Jack Slaughter – Tochter des Lichts - 'Werwolf im Schafspelz' (10)
Mark Brandis – 'Vorstoss zum Uranus II' (8)
Mark Brandis – 'Vorstoss zum Uranus I' (7)
Jack Slaughter Tochter des Lichts – 'Die Wurzel des Bösen' (9)
Dorian Hunter Dämonen-Killer – 'Im Labyrinth des Todes' (9)
'Die drei ??? und der seltsame Wecker' - LIVE
Jack Slaughter Tochter des Lichts – 'Das Heer der Finsternis' (8)
Jack Slaughter Tochter des Lichts – 'Dr. Jekyll & Mrs. Hyde' (7)
Geisterjäger John Sinclair – 'Ein schwarzer Tag in meinem Leben' (54)
Alternate Eve
Die RadioShow auf Antenne AC
zum Mag! Aber gerade gönnt sich 'Alternate Eve' eine verdiente Pause! Den nächsten Sendetermin erfahrt ihr demnächst an dieser Stelle!
Kenzari's Middle Kata, Nihilists – 02. Januar 2008 - Aachen - Parkside
Mit einer brandneuen Split-LP im Gepäck machten Kenzari's Middle Kata und die Nihilists auf ihrer Wintertour Halt in Aachen. Für eine kleine aber feine Gruppe von Freunden der emotional geladenen und komplex strukturierten Musik traten beide Bands den Beweis an, dass ihre Songs nicht nur auf Platte, sondern gerade auch live funktionieren. So war der 02. Januar mit Sicherheit ein voller Erfolg. Trotz kleiner Pannen und Widrigkeiten. Lest die Details hier!

Kenzari's Middle Kata, Nihilists – 02. Januar 2008, Aachen - ParksideNihilists – Trotz schwacher Saiten immer nach vorn!

Deutlich später als auf Flyern und Plakaten angekündigt, enterten die Nihilists als erstes die Bühne. Gegen 22 Uhr statt angekündigter 20 Uhr begann die Show im Aachener Parkside. Nach dem ersten Akkord des Openers 'Into The Shoal' war aber direkt wieder eine Zwangspause angesagt, da sich eine Gitarrensaite deutlich sichtbar in Wohlgefallen aufgelöst hatte. Publikum wie Band nahmen es jedoch mit Humor und Kenzari's Middle Kata zeigten sich als verlässliche Helfer in der Not. Schnell stand eine Ersatzgitarre zur Verfügung und die Show konnte endlich weiter gehen. Oder besser gesagt, beginnen. Im zweiten Anlauf lief dann auch alles wie es soll, und schon während des ersten Songs stand das angestammte Instrument von Gitarrist Marko mit frischer Saite wieder am Rand der Bühne. Was früheren Besuchern des Parkside bzw. des alten BeBop schnell positiv aufgefallen sein wird: trotz des kleinen und lang gezogenen Raumes war der Sound der Band sehr klar definiert und hochqualitativ. Hier hatte der Hausmischer seine Anlage und sein Equipment definitiv im Griff, das war hier schon anders. Im Verlauf des Sets stellte sich sehr schnell raus, optischer Blickfang aufgrund des hohen Bewegungsdranges sind definitiv die beiden Gitarristen und Sänger Marko und Björn, die durchaus die Sau raus und es richtig krachen ließen. Obwohl die Gitarristen unheimlich von der Musik mitgerissen wurden, litt die Performance aber nicht. Insgesamt war alles auf den Punkt gespielt und das Timing sehr präzise, was nicht zuletzt Schlagzeuger Stefan zu verdanken war. Einzig Bassist Andreas wurde fast übersehen, mit recht wenig Platz zwischen Verstärkern und Schlagzeug stand er ziemlich ruhig in der Ecke. Im ersten Moment schien es zwar, dass der Funke noch nicht so recht auf das Publikum überspringen wollte. Im Laufe des Sets sah man aber immer mehr Kopfnicken und Leute, die zur Musik mitwippten. Es muss ja auch nicht immer der große Moshpit sein, denn Songs wie 'Endless Somersault' oder 'The Noose' entfalteten auch so ihre Wirkung. Etwas schade war jedoch, dass die Band kaum zwischen den Songs mit dem Publikum in Kontakt trat. Möglichkeiten gab es genug, da es zwischen den Songs immer wieder zu etwas längeren Pausen kam. Manchmal machte sich so ein “unbequeme Stille in einem Gespräch“-Gefühl breit. Schade, da es den durchaus positiven Eindruck der Band schmälerte. Nach rund 30 Minuten Spielzeit stimmte die Band den letzten Song 'Coma' an. Hier drehte vor allem der Mann hinter der Schießbude richtig auf. Mit jedem Takt des großen Finales wirbelte er energetischer und kraftvoller hinter dem Drumset herum, dass es eine echte Freude war dabei zu zusehen. Und so war nach rund 40 Minuten das Set vorbei und die Bühne bereit für Kenzari's Middle Kata. Mehr Pics von Nihilists Nihilists: Website / MySpace


Kenzari's Middle Kata, Nihilists – 02. Januar 2008, Aachen - ParksideKenzari's Middle Kata – Indie Flair mit Reißzähnen

Nach kurzer Umbaupause begaben sich Kenzari's Middle Kata auf die kleine gemütliche Bühne. Wie auf der aktuellen Split LP Finis eröffnete 'Golden Age' das Set der Münchener. Auch hier wurde gespielt wie ein Uhrwerk, deutlicher auf den Punkt gespielt kann es kaum sein. Wie bei den Nihilists merkte man den vier Mannen direkt ihre Spielfreude an. Auch wenn man das Gefühl hatte, Bassist Helli hätte etwas mehr Platz gut getan. Genauso eingeschlossen zwischen Schlagzeug und Verstärkern wie sein Kollege von den Nihilists, waren seine Möglichkeiten begrenzt. Dennoch holt er aus dem Platz raus, was ging. Wer die aktuelle Split-LP schon vorab gehört hatte und kannte, war vielleicht etwas überrascht. Der Sound wirkte wesentlich kantiger und bissiger als auf der Platte, die einen sehr deutlichen Indie Touch hat. Songs wie 'Supraeconomism Is The New Challange' und 'Arch And Status Log' wirkten rauer und auch härter als auf der Scheibe. Eine Überraschung und eine interessante neue Facette im Klangbild, das die CD vermittelt. Die Performance der Songs war sehr dynamisch und ähnlich wie bei den Nihilists vor allem von den Gitarristen und Sängern Hannes und Roland getragen. Wie die Derwische wirbelten sie herum und ließen es ziemlich krachen. Sehr sympathisch: mit dem typischen bayrischen Akzent dankte die Band dem Publikum, dass an einem Mittwoch doch einige Leute den Weg zu diesem Konzert gefunden hatten. Viel gesprochen wurde zwischen den recht langen Songs jedoch nicht, was aber gesagt wurde, war direkt und auf den Punkt. Was im Verlauf des Sets auffiel war, dass die Songs unheimlich von Schlagzeuger Josef getragen wurden. Immer wieder ruhten alle Augen der Band auf ihm, um sich an ihm zu orientieren. Wie nach dem Auftritt gesagt wurde: „Der Josef ist eine Taktrechenmaschine, ein menschliches Metronom." Verstärkung erhielt die Band im Verlauf des Sets von einer leicht alkoholisierten jungen Dame, die recht enthusiastisch auf der Bühne das Tanzbein schwang, und auch ein Mal ihre Stimme vor dem Mikro erheben durfte. Die Band nahm's locker und mit Humor. Das Publikum wirkte auch insgesamt etwas lockerer, aufgewärmter. Ob's daran lag, dass man besser vertraut war mit dem Material der Band oder an anderem, das vermag hier nicht eingeschätzt zu werden.
'This Means Controlled Organic Powerdown' stellte das reguläre Ende der Playlist dar, was auch hier ein Set von rund 40 Minuten Spielzeit beendete. Dem Publikum reichte das allerdings noch nicht und es wurde lautstark nach einer Zugabe verlangt. Die Band triftf das etwas unvorbereitet und wie man offen zugibt „muss jetzt im Archiv gegraben werden nach einem Song." Mit einem kurzen und knackigen Song entließen Kenzari's Middle Kata somit das Aachener Publikum in das Ende eines erfolgreichen Konzertabends. Wer sich nicht sofort ins kühle Januarwetter der Nacht auf den Heimweg machte, hatte noch die Chance, die Band nach dem Konzert bei gemütlicher Atmosphäre im Parkside im lockeren Gespräch kennen zu lernen. Und neben einigen Anekdoten aus der Bandgeschichte eine Menge Musikempfehlungen mit nach Hause zu nehmen. Sehr gelungen, sehr sympathisch! Mehr Pics von Kenzari's Middle Kata Kenzari's Middle Kata: Website / MySpace

Fazit: Das Parkside in Aachen bot mit dem Konzert der Nihilists und Kenzari's Middle Kata schon sehr früh im Januar ein echtes Konzertschmankerl. Die Besucher sahen zwei sicher und sehr genau spielende Bands, die sich auch durch Widrigkeiten wie gerissene Saiten nicht aus der Ruhe bringen ließen. Auch wenn manche Gesangslinie wegen zu viel Energie am Mikrofon vorbei sauste und hier und da die Kommunikation mit dem Publikum manchmal etwas ausgeprägter hätte sein können, kann man eins mit Sicherheit sagen: ein gelungener Abend.

Mehr Info:
Parkside Aachen: Website
Autor: Jens Classen