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S-U-M-O Sampler Vol. 3 Release Show - 02. Juni 2007, Düren - Komm
Am 02. Juni 2007 durften sich die lokale Szene und auch Leute von etwas weiter her einmal mehr im Dürener Komm einfinden, um zu ordentlicher Live Musik zu tanzen. Das S-U-M-O Team lud ein zur Release Show des mittlerweile dritten S-U-M-O Samplers, der dieses Mal den vollen Titel: 'S-U-M-O Sampler Vol. 3 – A Hard- & Metalcore Compilation' trägt. Mit von der Partie waren Cocoon, Bad Delivery, Where Horizon Ends, One Bullet Left und Willschrey, die auch logischerweise alle auf dem Sampler vertreten sind. Musikalisch bot sich hier also ein Spektrum, welches jeden glücklich machen sollte. So fanden sich schon vor 20 Uhr die ersten Gäste vor der Lokalität ein, die mit freudiger Erwartung darauf warteten, dass sich die Türen zum Komm endlich öffnen. Was schlussendlich aus dem Abend geworden ist, soll im Folgenden erzählt werden.

S-U-M-O Sampler Vol. 3 Relase Show - 02. Juni 2007, Düren - KommCocoon – Ein würdiger Anfang

Um 20 Uhr 15 war es dann auch schon soweit. Die erste Band, Cocoon aus Asbach, machte sich bereit, um den schon vorhandenen Gästen einzuheizen. Nach kurzer Begrüßung ging es dann auch schon mit 'Deadly Mistake' los. Tatsächlich tat sich aber leider nicht viel in der Menge und obwohl sich Fronter Jan, Bassist Leander, Gitarrist Dejan und Drummer René redlich Mühe gaben, wollte der Funke nicht wirklich überspringen. Genau das führte sich leider auch bei 'I Saw My Only Friend Die' und 'Bullet' fort. Die meisten Leute zogen es vor, nur herum zu stehen und sich die dargebotene Musik anzuhören. Was es zu Hören gab, war ganz klar melodischer Emocore mit einigen Screamo Elementen, die für die Portion Härte nötig waren, unter dessen Stern dieser Abend stehen sollte. Anscheinend war das den Leuten aber noch nicht genug und so reagierte man lediglich mit Applaus, der der Band wenigstens etwas Respekt zollte. Nach kurzer Danksagung an das S-U-M-O Team und an die Zuschauer, die sich langsam vermehrten, ging es mit '35/14' sofort weiter und so langsam taute auch das Eis vor der Bühne auf. Einige ließen sich zum Tanzen verleiten und es kam ein Gefühl von Spaß auf. Das merkten auch die Jungs auf der Stage, die die ganze Zeit sichtlich Spaß hatten, an dem was sie taten, und legten noch einen Zahn zu. Danach kam das, worauf alle anscheinend gewartet hatten: 'I´m Alive', der Song, der auch auf dem Sampler vertreten ist, löste ein ordentliches Gerangel vor der Bühne aus und einige ließen es sich auch nicht nehmen, während des Refrains ins Mikro zu brüllen. Hier ging es also das erste Mal an dem Abend etwas mehr zur Sache und auch 'Choose Life' als letzter Song machte noch einmal richtig Spaß. Danach verließen Cocoon um 20 Uhr 40 unter Applaus die Bretter und räumten den Platz für die nächste Band. Cocoon: Website / MySpace


S-U-M-O Sampler Vol. 3 Relase Show - 02. Juni 2007, Düren - KommBad Delivery – Solide Arbeit

Nach kurzer Pause ging es um 21 Uhr 05 auch sofort weiter mit Bad Delivery aus Langenfeld. Auch hier bewegte sich die musikalische Bandbreite irgendwo zwischen Screamo und Hardcore und man legte auch sofort los mit 'Purple Popside'. Im Publikum war wieder etwas Bewegung zu vernehmen, auch wenn der Kessel noch nicht so richtig brodelte. Die Zuschauer schienen an diesem Abend eher müde und zurückhaltend. Bad Delivery ließen sich davon aber nicht stören und zockten ihr Set solide durch. Vor dem nächsten Song, 'The Wake', gab es eine kurze Pause, da Gitarrist Daniel seine Gitarre wechseln musste und die neue etwas verstimmt war. Kurz darauf ging es aber auch schon weiter und niemand störte sich an der kurzen Unterbrechung. Dafür legten sich Fronter Marius, der zweite Gitarist Basti, Drummer Christian, Bassist Malte und eben Daniel jetzt um so mehr ins Zeug. Immer wieder wurde mit ruhigen Parts gespielt, die jäh durch aggressive Stellen mit psychopathischem Geschrei abgelöst wurden. Es gab noch 'Highheels And Crowbars' und 'Backyardfist', welcher mit einem enorm catchigen Refrain aufwarten konnte und die Leute begeisterte, auf die Ohren, bevor es zu 'L.A.X.' kam, dem Song der auch auf dem Sampler zu hören ist. Wieder ließen sich einige dazu überreden, das Tanzbein zu schwingen. So kam nach und nach doch noch etwas Bewegung in das Gewölbe des Komm und Bad Delivery beendeten ihren Auftritt mit 'Cigarette' und 'Waitress', einem sehr sphärischen Song, um 21 Uhr 35. Applaudierend verabschiedete man die Band, welche sich herzlichst bedankte, von der Bühne. Bad Delivery: Website / MySpace

S-U-M-O Sampler Vol. 3 Relase Show - 02. Juni 2007, Düren - KommWhere Horzion Ends – Die Locals sind los

Kurz bevor Where Horzion Ends um 22 Uhr 05 die Bühne betraten, wurde es im Komm richtig voll. Anscheinend hatten viele nur auf ihre lokalen Helden gewartet, welche dann auch sofort mit einem neuen Song namens 'The Unbearable Burden' loslegten. Mit einem Mal kam Bewegung in die Masse vor den Brettern und die Party konnte beginnen. Hier wurde gemosht, getanzt und auch mitgesungen, was die Stimmung langsam aber sicher anhob. Schnell ging es weiter mit '3rd Chapter' und 'Mass Of Feelings' und Fronter Danny forderte die Leute auf, mal richtig loszulegen und den Laden abzureißen. Einige kamen der Aufforderung nach und legten nette Tanzschritte auf´s Parkett und auch die umherstehenden Leute hielten sich nicht mehr derart zurück, wie das noch vor einer halben Stunde der Fall war. Auf der Stage überzeugten Danny, die Gitarristen Robert und Jonas, Bassist Benny und Drummer Dennis einmal mehr durch eine energiegeladene Show, die vom Publikum mit ordentlich Applaus belohnt wurde.
Während 'Emptyness' suchte Fronter Danny immer wieder den Kontakt zu den Fans und stieg von der Bühne, um von dort aus den Leuten seine Lyrics entgegen zu keifen. Das sorgte für Spaß und auch für das ein oder andere Gerangel. Danach wurde dann Timo, der Fronter von Secluded, auf die Bühne gebeten um Danny bei 'My Sweet Tomb' zu unterstützen. Jetzt ging es richtig zur Sache. Die beiden Shouter verausgabten sich bis auf´s Äußerste und das taten auch einige der Zuschauer. Wieder einmal wurden die Moshkicks ausgepackt und wild um sich geschlagen. Die Show fand ihren Abschluss in einem weiteren neuen Song, 'Honored By Hate' und der Zugabe 'Mimic Of The Forsaken'. Nachdem auch hier die letzten Töne gespielt wurden, verabschiedeten sich Where Horzion Ends von einem zufriedenen Publikum und räumten um 22 Uhr 40 die Stage für die nächste Band. Where Horizon Ends: Website / MySpace

S-U-M-O Sampler Vol. 3 Relase Show - 02. Juni 2007, Düren - KommOne Bullet Left – Der Anfang vom Ende

Nachdem Where Horzion Ends den Leuten richtig eingeheizt haben, sollte man eigentlich meinen, dass es jetzt so richtig losgehen konnte. Als One Bullet Left um 23 Uhr 10 die Stage betraten war aber leider das Gegenteil der Fall. Die Band aus Oberhausen sah sich einem leeren Laden gegenüber. Es befanden sich schätzungsweise zehn bis fünfzehn Leute vor der Bühne, die noch Interesse an der gespielten Musik zeigten. Der Rest hatte es entweder vorgezogen vor der Tür zu stehen oder ist gleich nach Hause gegangen. Vielleicht lag das aber auch an der sehr langen Pause, die die Band benötigt hatte, um sich auf der Stage einzurichten, man weiß es nicht. Anfänglich etwas geknickt starteten One Bullet Left mit 'Sound Of Love And Death' und der Sound, den die Jungs verbreiteten, hätte eigentlich für eine ordentliche Party sorgen können. So gab es leider nur zwei Personen, die das, was auf der Bühne geschah, zu würdigen wussten und die Moshkicks auspackten – die ganze Show über. Bevor es mit 'Bloodshed' und 'Rise And Shine' weiterging forderte Fronter Mario die Leute noch einmal auf, etwas näher zu kommen und sich zu bewegen und schon ging es weiter mit dem Hardcore-Geballer. Die Musik, die hier gespielt wurde, war tatsächlich sehr brachial, hatte aber Charme und wusste zu überzeugen. Die Gitarristen Önder und Florian und Kevin am Bass nutzten alle Gelegenheiten um ordentlich mit ihren Instrumenten zu posen, während sich Drummer Maik hinter ihnen die Knöchel wund trommelte und es machte Spaß den Herren zuzusehen, auch wenn im Komm nicht mehr so viel los war. Es folgten noch 'My Predator´s Diary' und 'Dead And Prophecy', bei denen die Band wieder völlig aus sich raus ging. Von zu wenig Druck unter der Haube konnte hier gar keine Rede sein. Die Band zeigte den verbliebenen Zuschauern ordentlich, wo es langgeht und mit 'Alive' fand dann auch diese sympathische Show um 23 Uhr 45 ihr Ende. Unter Applaus verließen One Bullet Left die Bühne, die bereit gemacht wurde, für die letzte Band des Abends. One Bullet Left: Website / MySpace

S-U-M-O Sampler Vol. 3 Relase Show - 02. Juni 2007, Düren - KommWillschrey – Der Abschluss

Wiederum eine ganze Ecke später, um 00 Uhr 05, wurde es dann Zeit für die letzte Band des Abends. Willschrey aus Münster, eine Kombo, die gekonnt Hardcore mit einigen Metalelementen vereint, legte nach kurzem Soundcheck auch sofort mit 'On The Red Path' los, was dazu führte, dass wieder ein paar Leute mehr in den Raum kamen. Zwar war das Komm immer noch nicht annähernd voll und ein riesiges Loch tat sich vor der Tanzfläche auf, die Stimmung war aber dennoch in Ordnung. Das Loch im Publikum wurde dann auch während der gesamten Show von Fronter Hilmar ausgenutzt, der es vorzog den Kontakt zu den Fans zu suchen, statt standardmäßig auf der Bühne stehen zu bleiben. So ging es weiter mit 'Signal Hands And Dead Lungs' und 'Humiliation', was zu Tanzeinlagen von bis zu drei Leuten führte. Der Rest stand auf seinem Fleck, hatte aber trotzdem Spaß an dem Sound der Münsteraner. Besonders die teils erheiternden Ansagen von Hilmar sorgten für den ein oder anderen Lacher im Publikum und lockerten die etwas negative Stimmung merkbar auf. Während 'How To Face Defeat' und 'Turning Point' verausgabten sich Hilmar und seine Kollegen Tom und Jan an den Gitarren, Bassist Elle und Drummer Timo und hatten sichtlich Spaß. Spaß machte die Musik, die hier gespielt wurde allemal, nur hätte man sich doch ein zahlreicheres Publikum gewünscht. Davon abgesehen machten Willschrey ihren Job sehr gut und es ging mit 'Serpentine' und 'Marks' weiter, bevor man mit 'A Higher We' den Song rausknallte, der auch auf dem S-U-M-O Sampler zu hören ist. Hier wurde dann auch wieder fleißig getanzt und gemosht. Nach jedem Track erntete die Band Applaus und man bedankte sich, dass es doch noch so einige geschafft hatten, den Weg zurück in den Konzertraum zu finden. Abgeschlossen wurden die Show und der Abend mit 'The Statued Life' und dann verließen Willschrey um 0 Uhr 45 die Bühne und es war auch schon wieder vorbei mit Live Musik für diesen Abend. Willschrey: Website / MySpace

Eigentlich hatte das S-U-M-O Team wieder einmal alles richtig gemacht. Für den Eintrittspreis gab es fünf gute Bands zu sehen, die ihr Handwerk allesamt verstanden. Leider lag es diesmal am Publikum, dass der Abend nicht so verlief, wie man sich das vielleicht gewünscht hat. Vielleicht waren an diesem Wochenende auch die meisten Musikbegeisterten aus Düren ausgezogen, um beim Rock am Ring zu rocken. Den Veranstaltern und den Bands kann auf jeden Fall keineswegs ein Vorwurf gemacht werden, da die Durchführung und die Präsentation von vorne bis hinten stimmte. So kann man dem S-U-M-O Team nur wünschen, dass beim nächsten Mal die Gäste wieder etwas zahlreicher erscheinen werden!

Mehr Info:
CD-Review – 'S-U-M-O Sampler Vol. 3 – A Hard- & metalcore Compilation'
S-U-M-O: Website / MySpace
Autor: Alexander Greve