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zum Mag! Aber gerade gönnt sich 'Alternate Eve' eine verdiente Pause! Den nächsten Sendetermin erfahrt ihr demnächst an dieser Stelle!
Terror, Settle The Score, My Defense, Cobretti – 01. Juli 2007 - Köln
Terror sind seit längerer Zeit aus der Hardcore-Szene nicht mehr wegzudenken und zu einer festen Institution geworden. So verwunderte es nicht, dass sich am 01. Juli 2007 jede Menge sportlich gekleidete und von Kopf bis Fuß tätowierte Leute vor dem Kölner Underground einfanden, um die Herren aus Los Angeles live zu erleben. Terror stehen für energiegeladene Shows und genau so sahen auch die Fans aus. Jeder schien sich in seinem eigenen Sportdress auf das zu freuen, was der Abend zu bieten haben sollte. Natürlich kamen Scott Vogel und Co. nicht alleine und so gab es mit Cobretti und My Defense zwei Kölner Bands zu begutachten und als besonderes Schmankerl die erste Show in Köln für Settle The Score aus Mönchengladbach. Ob der Abend letztendlich hielt, was das Line-Up versprach, könnt ihr am Besten selber nachlesen.

Terror, Settle The Score, My Defense, Cobretti – 01. Juli 2007, KölnCobretti – Schwerer Start

Den Anfang machten an diesem Abend um 20 Uhr Cobretti. Die Herren aus Köln stehen für knackigen Hardcore und schweißtreibende Shows, die es in sich haben. Die Bühnenpräsenz von Fronter Carsten, den Gitarristen Alex und Sven, Drummer Beule und Bassist Fischer sprach für sich und so wurde schon beim ersten Song 'Your Soul Is For Me To Own' wild auf der Bühne gefeiert. Leider hatten Cobretti das schwere Los als erste Band zu spielen und jeder weiß, dass das Kölner Publikum am Anfang immer etwas müde erscheint. Zwar gab es während 'No Need To Justify' und 'Cpt. Yesterday' einige Leute, die das Tanzbein zu schwingen wussten und auch die Texte, die eifrig mitgegrölt wurden, beherrschten, aber die richtige Stimmung wollte nicht aufkommen. Das Ganze lockerte sich im Laufe der 25-minütigen Show etwas und die Band konnte etwas von ihrer Energie auf das Publikum übertragen. 'Lonely Masses' sorgte erneut für den ein oder anderen Pit, bevor Cobretti ihre Show schon um 20 Uhr 25 mit 'Lest We Forget' beendeten. Einige Leute nutzten diese letzte Gelegenheit noch um sich sportlich zu betätigen oder ins Mikro zu brüllen und dann verließen die Herren die Bühne und machten Platz für die nächste Band. Cobretti: Website / MySpace
Terror, Settle The Score, My Defense, Cobretti – 01. Juli 2007, KölnMy Defense – Das Eis droht zu tauen

Weiter ging es um 20 Uhr 45 mit My Defense, ebenfalls einer bekannteren lokalen Band. Das Publikum hatte sich wegen des doch recht guten Wetters nach draußen begeben und so mussten Fronter Perry, Bassist Marciano, die Gitarristen Christian und Sebastian und Drummer Björn in einem etwas leeren Raum spielen. Während Songs wie 'Movin´In' und 'Next Time' füllte sich das Underground aber langsam wieder und die Leute konnten die energiereiche Show der fünf Kölner begutachten. Auch hier fanden sich wieder einige textsichere Leute, die die Songs, die an alte Zeiten, zu denen Gorilla Biscuits, 7 Seconds und Youth Of Today noch Begriffe waren, mitsangen. Da es hier etwas melodischer als bei der ersten Band zuging, hielten sich die Tänzer leider ein wenig im Hintergrund. Der ein oder andere ließ sich aber auch hier nicht lumpen und packte seine Kicks aus.
Weiter ging es mit 'Brokeback Mountain', bei dem wieder eifrig mitgesungen wurde und 'Truth Hurts' und immer wieder schien das Eis so langsam aber sicher aufzutauen. Aber der richtige Funke wollte auch hier noch nicht überspringen. My Defense ließen sich davon nicht beeindrucken und zockten ein solides Set runter, zu dem auch die Coverversion von Sick Of It All´s 'Good Looking Out' gehörte, welche großen Anklang fand und dann auch für etwas lockere Stimmung sorgte. Fronter Perry schien auf der Bühne keine Ruhe zu finden und hüpfte auch während seiner Ansagen immer von einem Bein auf´s andere und auch während der Tracks jagte er von einem Ende der Bühne zum anderen, um den Gästen seine Lyrics ins Gesicht zu keifen. Es folgten noch Stücke wie 'Shut Your Mouth' und 'Same Old Song', bevor My Defense um 21 Uhr 15 die Bühne unter Applaus an die nächste Band des Abends abgaben. My Defense:
Website / MySpace
Terror, Settle The Score, My Defense, Cobretti – 01. Juli 2007, KölnSettle The Score – Premiere in Köln

Sette The Score betraten um 21 Uhr 30 die Bretter der Undergrounds. Für die Band aus Mönchengladbach war dies die erste Show im nahe gelegenen Köln und dementsprechend waren die Erwartungen hoch. Nach kurzer Begrüßung ging es auch schon mit 'Sad But True' los und siehe da, die Kölner können sich tatsächlich bewegen! Hardcoretypisch zeichneten sich hier wieder lustig anzuschauende Figuren im Publikum ab, soll heißen, man drehte sich im Kreis und versuchte möglichst stilvoll in die Luft zu treten. Das funktionierte dann auch ganz gut und lief friedlich ab, so dass die selbst ernannten 'Favourite Heavyweights' ihre Show mit 'Roll The Dice' und 'Misery' fortsetzen konnten. Die Besucher schienen langsam aber sicher aufzuwachen und wenn mal nichts auf der Tanzfläche los war, fand sich immer einer, der mit seinen Armen umher wirbelnd durch die Menge lief. Die Ansagen von Fronter Bud Spenca sorgten für allgemeine Erheiterung und einige Lacher. Einige Leute kamen sogar der Aufforderung nach einen Circle Pit entstehen zu lassen, der aber leider allzu schnell wieder im Nichts verschwand.
'Down And Out' und 'Family' waren die nächsten Songs, bevor ein junger Mann die Bühne betreten durfte und seiner Freundin, als Einleitung zum Settle The Score Liebeslied 'Thinking Of You', eine Liebserklärung machte. Applaus seitens des Publikums hatte das zur Folge und schon war wieder Zeit für aggressives Tanzen. Es gab noch 'Back To The Streets', den Titelsong des bald erscheinenden neuen Albums der Mönchengladbacher, 'Revenge' und 'Don´t Play Their Games' auf die Ohren und man sah der Band ihre Spielfreude definitiv an. Für die erste Show in Köln war das, was hier abging, absolut akzeptabel, auch wenn sich einige Leute immer noch nicht trauten, die Hände aus den Hosentaschen zu nehmen, oder die Arme, die vor der Brust verschränkt wurden, zu lockern. Abschließend gaben Bud Spenca, Gitarrist Andre, Drummer Devo und Bassist Sven noch 'Taste My Glory' zum Besten und dann war um 22 Uhr 05 auch schon Schluss und die Bühne wurde bereit gemacht für den Hauptact des Abends. Settle The Score:
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Terror, Settle The Score, My Defense, Cobretti – 01. Juli 2007, KölnTerror – Always The Hardway

Für die Show des Abends sorgten dann ab 22 Uhr 35 Terror aus Los Angeles. Die Recken um Scott Vogel machten keine Gefangenen und legten sofort mit 'Spit My Rage' los. Schon bevor die ersten Töne des Songs zu vernehmen waren, war eine besondere Stimmung zu bemerken und als der Track dann endlich losging, explodierte eine Bombe inmitten der Leute auf der Tanzfläche. Überall, wo man hin sah, waren wirbelnde Arme, umher tretende Beine und böse Gesichter zu sehen. Um dem Ganzen noch einen oben drauf zu setzen, legten Terror mit 'One With The Underdogs' und 'Strike It Down' nach, was für erneute Action sorgte. Danach begrüßte Scott die Meute erst einmal herzlich und bedankte sich für´s zahlreiche Erscheinen. Dem Publikum präsentierte sich ein sehr gut gelaunter Scott, der zwar den ein oder anderen Fotografen etwas schroff zur Seite fegte, aber dennoch sehr viel Liebe für die Fans zu versprühen hatte. So gab es zwischen den Songs immer wieder die obligatorischen Hardcore-Show-Ansagen, die, auch wenn sie mittlerweile etwas ausgelutscht wirken, zündeten und überzeugten.
Es ging weiter mit 'Out Of My Face', 'Push It Away' und 'Life And Death'. Der Mob war nun nicht mehr zu bremsen. Immer wieder erklommen waghalsige Stagediver die Bühne, nur um sofort wieder in der sich prügelnden Menge zu verschwinden. Das Wort „prügelnd“ sollte an dieser Stelle nicht falsch verstanden werden, denn es ging tatsächlich friedlich ab, was der Band auch sehr am Herzen lag. Scott und seine Gitarristen Doug Weber und Martin Stewart, der an diesem Abend seine Geburtstag feierte, Bassist Jonathan Buske und Drummer Nick Jett legten mit einer gehörigen Portion Power ein ordentliches Hardcorebrett auf den Tisch, wie man es in Köln selten erlebt hat. Auch das Publikum wusste genau, wofür es sich die Kräfte während der Vorbands aufgespart hatte. Terror wurden gefeiert und jede Chance wurde genutzt, um Circle Pits und gängige Moshpits enstehen zu lassen oder sich einfach nur vor der Bühne zu tummeln und ins Mikro zu brüllen. Besonders bei 'Always The Hard Way' und 'Last Of The Diehards' ging es vor und auf den Brettern noch einmal richtig zur Sache und es bot sich ein wahres Fest für Augen und Ohren.
Terror beendeten ihre Show mit 'Better Off Without You' und wurden mit Applaus und Jubel von der Bühne begleitet. Den Aufforderungen eine Zugabe abzuliefern kamen die Recken binnen Sekunden mit den Worten: „We are not rockstars that will make you scream for more. It is an honor for us to play here!“ und schon folgten 'Overcome' und 'Keep Your Mouth Shut'. Die Fans nutzen die Gelegenheit um eine letztes Mal alles zu geben und zeitweise war von hinten die Bühne nicht mehr zu sehen, weil sich Körper auf Körper türmte, nur um ans Mikro zu gelangen. Zum Ende hin wurde dann die Bühne gestürmt und gemeinsam beendete man diese Show glücklich und zufrieden um 23 Uhr 15. Terror:
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Abschließend bleibt zu sagen, dass diese Show mehr als gelungen war. Hatten die ersten Bands noch ein wenig Probleme mit dem Kölner Publikum, taute dieses bei Settle The Score so langsam aber sicher auf. Dennoch lieferten auch Cobretti und My Defense jeweils eine ordentliche Show ab und heizten den Leuten im Underground ordentlich ein. Das Highlight des Abends waren aber definitiv Terror, bei denen es niemanden mehr auf dem Platzt gehalten hatte. Unglaublich friedlich gestaltete sich dieser Abend, obwohl man das von früheren Terror Shows schon ganz anders in Erinnerung hatte. Dementsprechend stellte sich dieser Abend als eine angenehme Erfahrung heraus, die dem ein oder anderen mit Sicherheit noch einige Zeit in Erinnerung bleiben wird.
Autor: Alexander Greve