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zum Mag! Aber gerade gönnt sich 'Alternate Eve' eine verdiente Pause! Den nächsten Sendetermin erfahrt ihr demnächst an dieser Stelle!
Txxx Record Release Show - 28. Januar 2007, Köln - Underground
Am 28. Januar gaben sich Txxx – The Band formerly known as Tape – die Ehre, ihre brandneue Platte '#2' im Kölner Underground in Form einer Record Release Show vorzustellen. Und obwohl '#2' schon die zweite Veröffentlichung der Band ist, handelt es sich bei ihr dennoch in gewisser Hinsicht um ein Debüt, neu ist nämlich Frontfrau Peti van der Velde. Und das ist auch schon der Grund, warum Txxx ihren alten Namen nicht mehr verwenden dürfen, jedenfalls im Moment nicht. Am 19. Januar erreichte das Label Tiefdruck-Musik nämlich eine Einstweilige Verfügung des Landgerichts Hamburg, die dem Label unter Androhung strafrechtlicher Konsequenzen von bis zu 250.000 Euro Strafe oder zwei Jahren Ordnungshaft verbietet, Tonträger unter dem Namen „TAPE“ herzustellen, zu vertreiben, anzubieten und zu bewerben. Der Antrag gegen Tiefdruck-Musik wurde von der ehemaligen TAPE-Sängerin Dacia Scholpp-Bridges gestellt und begründet sich in einem ersten anwaltlichen Schreiben wie folgt: „Mit der Namensangabe „TAPE“ erwecken Sie beim Käufer den falschen Eindruck, als handele es sich um Originalprodukte, welche unter Mitwirkung meiner Mandantin entstanden sind.“ Zitat Ende. Schon ein überraschendes Statement, wenn man bedenkt, dass Miss Dacia ja höchstselbst am 03. August 2004 offiziell und auf eigenen Wunsch hin die Band verlassen hat. Nun ja, wie dem auch sei, das Label hat auf jeden Fall Widerspruch gegen die Einstweilige Verfügung eingelegt und mittlerweile wurde der Termin für die mündliche Verhandlung auf Anfang März festgesetzt. Man wird sehen, wie die Sache ausgeht, jedenfalls hat das Label vorerst sämtliche Bezeichungen der Band vorsorglich entfernt und auch die Veröffentlichungen aus seinem Shop genommen.
Aber nun zum eigentlichen Gegenstand dieses Reviews: Aufgrund eines anderen Konzerts in der nahe gelegenden Live Music Hall war das Underground zu Anfang leider noch etwas leer, was sich aber im Laufe des Abends ändern sollte. Aber Tape kamen nicht allein, denn mit im Gepäck hatten sie die Kölner Band und Labelkollegen Mongofünf, die mit ihrem aktuellen Album 'Das letzte Bisschen Heilanstalt' auf sich aufmerksam machen. Nachdem sich die ersten Leute im Konzertraum eingefunden hatten, ging es dann auch schon direkt mit der ersten Band los.


Txxx Record Release Show – 28. Januar 2007 – Köln, UndergroundMongofünf – Verrückter Einstieg

Um 21 Uhr 50 standen dann die fünf Kölner mit dem seltsam anmutenden Namen Mongofünf auf der Bühne. Es hatte sich schon eine kleine Menge an Menschen auf der Tanzfläche versammelt, um zu beobachten, was oben auf der Bühne geschah. Ohne große Worte legten die Jungs direkt mit 'Die Liebe liegt in Ost-Südwestia' los und sie hatten das Publikum von Anfang an in der Hand. Die Leute fingen an zu tanzen, mit dem Kopf zu nicken und einige sangen sogar die Texte mit, sofern man sie zwischen dem Gekeife von Fronter Sattler verstehen konnte. Ohne lange Reden ging es weiter mit Songs von der aktuellen Platte, zu denen unter anderem 'Alles wird gut', 'Der Mann, der mit den Füßen spricht' und 'Die Herren der Welt' gehörten. So langsam kamen die Herren Schlotterbeck und Toshek an den Gitarren, Tutt am Bass und Drummer Schwartz so richtig in Fahrt und spielten sich mehr und mehr in Ekstase. Nach jedem Track stand Herr Schwartz hinter seinem Set auf und feierte seine Band bis zum Abwinken und heizte somit den Fans vor der Bühne immer weiter ein. Man dankte es ihm mit Applaus und einigen Tanzeinlagen auf der Tanzfläche. Die Show, die dort abgeliefert wurde, war für die Band anscheinend derart schweißtreibend, so dass sich die Herren Sattler und Schwartz ihrer Oberteile entledigten und triefnass weiterzockten. Besonders letzterer verausgabte sich sehr bei einigen Songs, in denen seine Stimme besonders durch die unkonventionelle Schreiweise beansprucht wurde. Nachdem man mit 'Die Liebe im Zoo' einen völlig neuen Song gespielt hatte, ging es weiter mit 'Restromantik' und 'Böser Hund', die ebenfalls auf dem aktuellen Longplayer zu finden sind. Hier hätte in einem gut gefüllten Laden auch eine ordentliche Party abgehen können, da die Musik einfach nur zum Tanzen einlädt. Stattdessen standen viele einfach nur rum und guckten sich das Spektakel auf der Bühne an. Andere zog es jedoch genau vor diese, wo sie dann gekonnt das Tanzbein schwungen. Zur Belohnung gab es dafür von den Mongofünf noch die Songs 'Wo ist Gwen Stefani, wenn man sie wirklich braucht', Tanz für mich' und 'Ein oder mehrere Buhmänner', einem der aggressivsten Songs auf der Platte, bei dem die Band noch einmal alles gab. Danach verließen die Kölner die Bühne, kamen aber schnellstens wieder, um noch eine Zugabe in Form von 'Radio Kairo' und einem weiteren brandneuen Titel namens 'Der Blinde auf der Seite des Feuers' zum Besten zu geben. Um 22 Uhr 25 verabschiedete sich der Fünfer dann engültig von den Zuschauern, ludt aber alle noch zum netten Gespräch am Merchandise-Stand ein. Mehr Pics von Mongofünf Mongofünf: Website / MySpace

Txxx Record Release Show – 28. Januar 2007 – Köln, UndergroundTxxx – Neue Sängerin, neues Glück

Um 22 Uhr 45 war es dann Zeit für Txxx auf die Bühne zu kommen. Nach kurzer Ansage rockten die Hamburger auch direkt mit '24/7', dem Opener ihres neuen Albums '#2' los. Das Underground hatte sich zu diesem Zeitpunkt schon etwas mehr gefüllt und Sängerin Peti, Drummer Ole Kollat, die Gitarristen Gunnar Nielsen und Hanz Eberhard, sowie Basser Enrique 'Ike' Fuenzalida wurden herzlich empfangen. Mit großen Schritten ging es weiter und man gab 'Leave It All Behind' und 'Falling' zum Besten. Man merkte sofort, dass sich Peti als neue Frontfrau der Band mittlerweile sehr gut eingelebt hat und ihre Performance auf der Bühne war ohne Makel. Während HanzIke sich ein wenig im Hintergrund hielten, drehte Gunnar am Rand der Stage mächtig auf, forderte die Fans auf mitzusingen und war sichtlich zufrieden mit dem Ergebnis seiner Bemühungen. Während 'Smile' und 'Mary', bei dem die Zuschauer den Anfangschorus fröhlich mitsangen, konnte er sich von oben davon überzeugen, dass das, was sie auf der Bühne machten richtig war, denn die Leute tanzten, sangen mit und hatten Spaß an der Show. Danach wurde es Zeit für ein paar Songs der alten Platte und dazu gehörten 'Shake', 'Mother' und '18+', welche von den Leuten ebenfalls gefeiert wurden. Man merkte aber, dass sich die Struktur der Songs innerhalb der zwei Alben stark geändert hat, denn hier wurde viel experimenteller zur Sache gegangen. Zwischen den Stücken sorgte Peti mit ihren Ansagen für Applaus und bedankte sich herzlich für das zahlreiche Erscheinen. Dass sie schon genügend Bühnenerfahrung, unter anderem durch ihr Mitwirken im Queen-Musical We Will Rock You, gesammelt hat, stellte sie an diesem Abend einmal mehr unter Beweis. Davon ab zeigte sie ebenfalls, dass ihre Stimme nicht nur auf der Platte nett anzuhören ist, sondern eben auch live voll und ganz überzeugen kann. Mit 'Nothing But Lies' und 'Suffocate' folgten dann noch zwei neue Stücke und die Zuschauer zeigten sich begeistert. Anscheinend gefiel den Anwesenden das neue Material der Band, denn auch hier wurde wieder fröhlich auf der Fläche hin und her gewippt. Nach 'Yeeha', der sehr erfolgreichen Singleauskopplung des alten Albums, verließen Txxx dann die Bühne, nur, um nach kurzem Protest der Fans für eine Zugabe wieder zurück zu kommen. Hier gab es dann in Form von 'Knock Out', 'Playhouse' und 'T-Minus' noch einmal drei neue Stücke auf die Ohren und dann war wirklich Ende für diesen Abend. Unter Applaus verließ die Truppe um 23 Uhr 50 die Bühne. Keine fünf Minuten später suchte Peti und Co. dann aber schon wieder den Kontakt zu den Fans, um einen kleinen Plausch zu halten. Mehr Pics von Tape Tape: Website / MySpace

Abschließend bleibt zu sagen, dass der Abend mehr als gelungen war. Mongofünf heizten den Zuschauern mit ihrem energiegeladenen Auftritt mächtig ein und auch Txxx überzeugten auf ganzer Linie. Einzig und allein die nicht allzu große Anzahl an Zuschauern hätte dem Abend einen üblen Nachgeschmack bereiten können. Da aber die Leute, die sich im Underground zusammengefunden hatten, die beiden Bands ordentlich abfeierten, blieb einem dieser Nachgeschmack erspart und man darf mit Recht behaupten, dass hier eine kleine, sehr feine Party stattgefunden hat, die dem einen oder anderen noch länger in Erinnerung bleiben wird. Und auf jeden Fall hat sie den Appetit auf die neue Scheibe von Txxx, die voraussichtlich am 09. Februar erscheinen wird, noch gesteigert!
Autor: Alexander Greve