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zum Mag! Aber gerade gönnt sich 'Alternate Eve' eine verdiente Pause! Den nächsten Sendetermin erfahrt ihr demnächst an dieser Stelle!
Zao – 21. September 2004 - Wuppertal
Das Anchor Fest im Wuppertaler U-Club, ab 19 Uhr sollte es losgehen. An diesem Abend lockte das Line-Up mit Seventh Seal Broken, Movies Of The Future, Six Reasons To Kill und mit den legendären Zao. Es herrschte an eine sehr familiäre Atmosphäre, da die ganzen Musiker im U-Club rumhingen. Die Bandmitglieder von Zao vergnügten sich entweder an der Theke, am Kicker Tisch oder hinter ihrem Verkaufsstand.

Auftakt mit Seventh Seal Broken und Movies Of The Future

Mit leichter Verspätung, so ca. gegen 19 Uhr 40 Uhr, begann dann auch die erste Band des Abends. Und Seventh Seal Broken heizten der Menge mit ihren powervollen Metalriffs und den derben Shouts des Frontmanns gut ein. Die Band praktiziert sehr klassischen Metalcore; viele Breaks, Schlagzeug-Gewitter und eine ganze Menge Geschrei. Nachdem die Jungs ihr Set beendet hatten, gab es eine kurze Umbaupause und Movies Of The Future betraten die Bühne. Mit recht alternativer Musik ließen sie die Bühne beben. Ihren Stil würde man wohl irgendwo bei Emo-Rock einordnen…aber mehr Rock als Emo. Dennoch begeisterten sie durch eine gute Show und boten außerdem einen guten Kontrast zum restlichen Programm.

Zwischenspiel: Six Reasons To Kill

Nun folgten Six Reasons To Kill und langsam füllte sich auch der U-Club. Die fünf Jungs grunzten und krächzten sich dann als unmittelbare Vorband für Zao die Seele aus dem Leib. Frontmann Christian Valk wies immer wieder auf einen gemeinsamen Gig mit den Newcomern Caliban hin, welcher am 08. Oktober im Rahmen der Release Party von Calibans neuer CD “The Opposite From Within“ stattfinden wird. Die Jungs machten ihre Sache gut, auch wenn es auf Dauer etwas eintönig klang.

Die Headliner kommen: Zao!

ZaoDann war es schließlich so weit! Irgendwann so gegen 23 Uhr betraten Dan Weyandt (Gesang), Scott Mellinger (Gitarre/Gesang), Russ Codgell (Gitarre), Stephen Peck (Schlagzeug) und Shawn Koschik (Bass) von Zao die Bühne um ihr Equipment aufzubauen. Jetzt langsam war die Tanzfläche auch voll und auch im oberen Bereich des U-Clubs war ein reger Andrang. Es werden so ca. 250 Besucher anwesend gewesen sein. Die Jungs aus Pennsylvania eröffneten ihren Auftritt mit dem aktuellen „Hit“ „The Rising End“, ein Song von ihrem neuen Album “The Funeral God“. Doch gleich zu Anfang ging die Bassdrum in die Brüche, da hatte Shawn wohl etwas zu fest zugetreten. Die kurze Reparaturphase überbrückte Gitarrist Russ damit, dass er mit seiner Gitarre einige sehr schöne, traurige Akustikriffs spielte. Dann ging es auch schon weiter. Zao spielten einige Songs vom neuen Longplayer, darunter „Breath Of The Black Muse“, „The Last Revelation“ und der Knaller „Praise The War Machine“. Die Menge tobte und alle waren begeistert von der fulminanten Show der Jungs. Trotz einer Erkältung wirbelte Russ mit seiner Gitarre wild umher. Stephen schwang seine Haare in der Luft umher und auch Shawn machte seine Sache an den geflickten Drums hervorragend. Scott, der auf der neuen Platte nun erstmals mitsingt, tat dies auch live sehr überzeugend. Und ja! Auch Daniel kreischte in gewohnter Zao-Manier herum. Er legte eine super Show hin, obwohl er dabei meistens auf dem Boden kniete. Sehr schön war die Tatsache, dass Zao auch viele ältere Stücke spielten, wie beispielsweise „5 Years Winter“, „Lies Of Serpents, A River Of Tears“ oder „Tool To Scream“. Natürlich spielten sie auch den Tanzflächenhit „Autopsy“ vom Album “Liberate te ex Inferis“. Sie boten schlichtweg ein Set wie man es sich hätte wünschen können. Fast jedes Album wurde berücksichtigt. Das letzte Stück des Sets war dann „To Think Of You Is To Treasure An Absent Memory“, welches sehr passend war, da es noch einmal die ganze Klasse von Zao zeigte.
Natürlich ließen die Fans die Truppe aber nicht ohne Zugabe gehen und diese bekamen sie dann auch noch in Form des Liedes „Ravage Ritual“ zu hören.
Fazit: Ein genialer Abend mit vier Bands bei einem Eintrittspreis von 10 Euro Abendkasse, die sich lohnten. Einzig die Tatsache, dass die Bühne im U-Club sehr hoch ist – O-Ton Dan Weyandt: „Schade, dass ihr 10.000 Meilen entfernt seid!“ – hätte einen ärgern können, aber darüber konnte man hinweg sehen. Und man kann nur hoffen, dass sich Scott Mellingers Wunsch erfüllt, denn demnach würden sie mit einem neuen Album gerne wieder nach Deutschland kommen.

More Info:

Seventh Seal Broken.de.vu
Six Reasons To Kill.de
Zao
Autor: Micha