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zum Mag! Aber gerade gönnt sich 'Alternate Eve' eine verdiente Pause! Den nächsten Sendetermin erfahrt ihr demnächst an dieser Stelle!
Angels And Enemies, Trusting Nolan, A Flowers Logic – 02. November 2007, Köln - Underground
Am Freitag, 02. November 2007, war es für die noch sehr frische Band Angels And Enemies endlich soweit und die Kölner durften ihre Debüt-EP 'And Scars Remained' auf einer eigenen CD-Release Party präsentieren. Im Gepäck hatte man Metalcore, der einige Mähnen zum Schwingen brachte, und genug Druck unter dem Hintern, um eine ordentliche Show abzuliefern. Als Support durfte man Trusting Nolan und A Flowers Logic begrüßen, die doch sehr unterschiedliche Töne darboten, das Line-Up somit aber interessant machten und komplettierten. Kurz vor dem Kick Off hatten sich schon einige Leute im Kölner Underground eingefunden und einem angenehmen Abend stand nichts mehr im Wege. Ob es wirklich so angenehm wurde wie erhofft, könnt ihr im Folgenden nachlesen.

Angels And Enemies, Trusting Nolan, A Flowers Logic – 02. November 2007, Köln - UndergroundA Flowers Logic – Netter Start in den Abend

Pünktlich um 20 Uhr 15 standen die jungen Herren von A Flowers Logic auf der Bühne, die, so schien es, ihren eigenen kleinen Fanclub mitgebracht hatten und legten nach kurzem Intro mit Songs, die nach ehrlicher Frage an die Bandmitglieder tatsächlich die Titel 'Deine Mudda!!!' und 'Dein Vadda!!!' trugen, los. Schon bei diesen Tracks verausgabte sich das Publikum und einer trug sogar gleich am Anfang eine Platzwunde am Kopf davon. Warum sich die Leute auch immer von der Bühne stürzen müssen und die Beine möglichst hoch schmeißen müssen, bleibt nach wie vor ein Rätsel. Unbeeindruckt davon spielte der Verletzte weiter auf der Tanzfläche rum und auch die nächsten Songs von Fronter Tomek, den Gitarristen Michi und Phil, Drummer Tobi und Basser Fabi sorgten für einiges an Bewegung vor der Bühne. Die Jungs eröffneten diesen Abend also mit ihrer brachialen Abart von Hardcore und konnten das Publikum voll und ganz überzeugen. Zwischendurch wurde sich bei den Veranstaltern bedankt und einige obligatorische Ansagen durften natürlich auch nicht fehlen.
Weiter ging es mit 'Courage To Fail' und einem neuen Song der Band, der bislang noch keinen Namen trägt. Immer wieder waren auf der Tanzfläche die amüsantesten Figuren zu sehen und jeder versuchte den anderen zu überbieten. Das Zugucken machte Spaß, auch wenn manches, was dort zu sehen war, vielleicht ein bisschen infantil rüberkam. Zum Abschluss stellten A Flowers Logic das Publikum vor die Wahl, welcher Song als Zugabe gespielt werden sollte. Nach kurzem Hin und Her entschied man sich für 'In Case Of Fire' und die Fläche vor der Bühne wurde ein letztes Mal in Anspruch genommen. Auch Fronter Tommek ließ es sich oftmals nicht nehmen, den Kontakt zum Publikum zu suchen und von dort aus weiter zu machen. Um 20 Uhr 50 war dann auch schon Schluss und die Bühne wurde bereit gemacht für den nächsten Auftritt. Unter Applaus verließen A Flowers Logic die Bretter und mischten sich unter das Publikum. A Flowers Logic: MySpace

Angels And Enemies, Trusting Nolan, A Flowers Logic – 02. November 2007, Köln - UndergroundTrusting Nolan – Der Abend geht in die zweite Runde

Um 21 Uhr war es dann Zeit für Trusting Nolan, die Bühne zu erobern. Fronter Raúl, die Gitarristen Lars und Stefan, Bassist Daniel und Drummer Micha läuteten ihren Gig, wie gewohnt, mit einem sphärischen Elektrointro ein und legten dann sofort mit 'Vida Inferna' los. Sofort ging eine gewisse und nicht abstreitbare Bewegung durch den Raum, hatte dieser Track doch mächtig Druck unter dem Arsch, was die Band mit schweißtreibender Performance nur noch unterstrich. Hier bewegten sich die Arme und Beine jedoch und einem überschaubaren und kontrolliertem Rahmen. Es folgten 'Take Ones Leave' und 'Voices', die der Band einiges abforderten, kennt man doch besonders den Fronter als umher laufenden Hektikpilz, der alles benutzt, was ihm in den Weg kommt, und an diesem Abend auch vor den hohen Boxen keinen Halt machte. Kurzerhand wurde von weiter oben dem Publikum entgegen gebrüllt und auch 'Hatred' und 'Promise' konnten überzeugen. Den Songs folgte Applaus und die Band konnte sich bissige Ansagen zwischen den einzelnen Tracks nicht verkneifen, was bei einigen für kurze Lacher sorgte, bevor der Ernst des Lebens weiterging. Danach kamen die Zuschauer in den Geschmack eines neuen Songs, der bisher noch keinen Namen trägt, den Härtegrad der Band noch ein bisschen anzog und sich schlussendlich in ein Stück, das von liebevoll 'Miauu' genannt wird, weiter entwickelte. Dies sollte auch der vorerst letzte Song der Band sein, doch dem Publikum dürstete es nach mehr. Auch hier wurde, wie bei A Flowers Logic, nach einer Zugabe gerufen und diese erhielt man in Form von 'Carve My Heart'. Um 21 Uhr 45 war dann aber auch für Trusting Nolan die Zeit gekommen, die Bühne zu verlassen, die schnell umgebaut wurde für die letzte Band des Abends. Trusting Nolan: MySpace

Angels And Enemies, Trusting Nolan, A Flowers Logic – 02. November 2007, Köln - UndergroundAngels And Enemies – Das Finale

Mit Angels And Enemies betrat die letzte Band des Abends die Bühne des Underground. Diese legten sofort mit 'Cold Shadows' und 'Another Perspective...' los. Wie es schien, reihten sich die Herren und die Dame recht gut ins Line-Up ein und sorgten ein weiteres Mal für Bewegung. Hier wurde der Metalanteil noch ein wenig erhöht und so fand man brachial vorgetragene Hymnen vor, die die Fans oftmals wild mit den Köpfen nicken ließen. Auch wurden hier wieder einige Figuren ausgepackt und das Spektakel ging weiter. Mit im Gepäck hatten Fronter Marc, die Gitarristen Steph und Dirk, Bassist Alex und Drummer Jul ihre erste EP, die den Namen 'And Scars Remained' trägt, der dieses Konzert als Releaseparty diente. Also wurden an diesem Abend vorrangig Songs gespielt, die ihren Platz auf diesem Silberling gefunden hatten, zu denen auch 'Fake Gods' gehörte. Vom Publikum wurden die Stücke und die Band herzlich empfangen und so verdiente man sich nach jedem Song den passenden Applaus.
Mit 'Never Again' folgte dann ein völlig neuer Song der Band und Fronter Marc forderte das Publikum auf, den doch recht einfachen Refrain einfach mitzubrüllen. Der ein oder andere kam dem nach, jedoch schienen die meisten weiterhin mit Tanzen beschäftigt zu sein und genossen einfach nur die Musik, die ihnen vorgespielt wurde. Angels And Enemies spielten sich langsam aber sicher warm und kamen immer mehr in Fahrt. Mit 'Memento' und 'Nothing Remains' bahnten sich weitere Nackenbrecher ihren Weg durch die Boxen, bis mit 'Schall' der einzige deutsche Titel der Band ertönte. Diese hatte sichtlich Spaß auf der Bühne und das merkte man auch am Auftritt. Hier wurden Mähnen geschwungen, und Gitarren in die Höhe gestemmt, während sich vorne geprügelt wurde. Zum Abschluss gab es noch 'This Broken Heart' auf die Ohren und schon verabschiedeten sich die Kölner vom Publikum. Dieses wollte aber mehr und verlangte zum dritten Mal an diesem Abend nach einer Zugabe. Da die Band aber ihr Repertoire durchgespielt hatte, fiel die Entscheidung schwer. Letzten Endes entschied man sich dazu, noch einmal 'Schall' zum Besten zu geben und dann war auch schon wieder alles vorbei. Angels And Enemies stiegen unter Applaus von der Bühne, traten noch für das ein oder andere kurze Gespräch an den Merchandise Stand, während das Underground schon für die obligatorische Freitagsparty vorbereitet wurde. All jene, die daran kein Interesse mehr hatten, gingen langsam Heim, der Rest machte sich bereit für eine sehr lange Nacht, die an diesen doch recht gelungen Abend anknüpfen sollte. Angels And Enemies: MySpace

Was bleibt einem anderes zu sagen, als dass dieses Konzert im Kölner Underground wieder einmal sehr gelungen war. Drei Bands, die mit ihren unterschiedlichen Stilen überzeugen konnten, bot dieser Abend und das sollte jedem Gast sein Eintrittsgeld definitiv wert gewesen sein. Die Möglichkeiten zum Tanzen waren zahlreich vorhanden und wurden auch dementsprechend genutzt, was für alle drei Bands ein Erfolg war. Zugegebenermaßen war der Sound nicht immer optimal, was aber hinsichtlich der erbrachten Leistungen der einzelnen Musiker weniger ins Gewicht viel. Viel wichtiger war, das die Shows stimmten und das taten sie in allen drei Fällen. Bitte mehr Shows dieser Art.
Autor: Alexander Greve