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Wastin!com presents Alternate Eve
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Der Preis des Verbrechens' Volume 1
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Geisterjäger John Sinclair – 'Ein schwarzer Tag in meinem Leben' (54)
Alternate Eve
Die RadioShow auf Antenne AC
zum Mag! Aber gerade gönnt sich 'Alternate Eve' eine verdiente Pause! Den nächsten Sendetermin erfahrt ihr demnächst an dieser Stelle!
Antidote Tour – 09. November 2005 – Oberhausen Turbinenhalle
Am Mittwoch Abend war es mal wieder so weit, die legendären Millencolin sollten die Turbinenhalle zum Kochen bringen. Mit bei der von Vans präsentierten Eastpak Antidote Tour waren Flogging Molly, Randy und The Unseen. Doch erstmal musste in der klirrenden Kälte gewartet anstatt drinnen getanzt werden. Ja, an diesem Tag war mal zu spüren, welches Kalenderblatt an der Wand hängt. Die Türen von der Turbinenhalle öffneten sich auch nicht so ganz pünktlich und aufgrund der Kälte war man dann doch schon ganz froh, sich frühzeitig eingereiht zu haben. Und dann war endlich Einlass und nach der kurzen Leibesvisitation stand dem Konzertvergnügen nichts mehr im Wege.

Antidote Tour – 09. November 2005 – Oberhausen TurbinenhalleThe Unseen – Let´s go – Streetpunks – let´s go!

Pünktlich 19 Uhr standen die vier Jungs von The Unseen aus Boston auf der Bühne, bereit um die Masse schon mal aufzulockern. Sänger Mark, natürlich mit Irokesen auf dem Haupt und in Lederjacke, gab direkt Gas und zeigte mit seinen drei Bandkollegen, dass sie nicht bloß irgendeine Vorband sind. Natürlich brach die ganze Halle nicht sofort in totale Begeisterung aus, doch die Jungs und Mädchen waren auch nicht uninteressiert und strömten brav in die Halle. Ihren aggressiven 80er Punk brachte das Quartett mit einem satten Sound direkt in die Gehörgänge der Zuschauer. Nachdem Mark seine Jacke auszog, war schließlich auch das Hemd dran und so trug er nur noch ein altes Shirt mit abgeschnittenen Ärmeln. Was wirklich für die Band sowie auch für die Fans schade war, war der knapp 2,50 m breite Graben. Dennoch sangen die Leute mit, auch ohne ein Mikro vor der Nase zu haben. Mark machte dann auch als Einziger an diesem Abend einen Ausflug in die Masse. The Unseen stellten einige Songs von ihrem neuen Album 'State Of Discontent' vor, unter anderem 'Never Go Home', bei dem ein ordentlicher Circle-Pit entstand und man einige Irokesen wie Haiflossen aus dem Meer der Menschen springen sah. The Unseen lieferten 30 Minuten wirklich einen überzeugenden Auftritt ab, der die Turbinenhalle sicherlich mehr als nur aufwärmte. Leider war der Sound etwas schlecht, aber das sollte sich noch bessern. Mehr Pics von The Unseen Website The Unseen

Antidote Tour – 09. November 2005 – Oberhausen TurbinenhalleRandy – Halloween?

Schon nach einer viertel Stunde Umbaupause war es Zeit für die Skandinavier von Randy. Das schwedische Quartett stand um viertel vor Acht pünktlich auf der Bühne. Doch diesmal keine Lederjacke oder kaputte Hose, diesmal hieß es Anzug und auch nicht irgendeinen Anzug, alle Mitglieder hatten komplett schwarze Anzüge mit einem aufgemalten Gerippe an. Ein wirklicher „Hingucker“ im Lichtspiel der Turbinenhalle. Randy brachten diesmal schon über 50 Prozent der Halle in Bewegung, denn sie übertrugen durch ihre Spielfreude auch die Lust auf´s Tanzen auf die Leute vor dem Wellenbrecher und so war es eine riesige Party, die alle zusammen feierten. Die Bewegungen von Stefan und Johan B. an der Gitarre, sowie von Johan G. am Bass ähnelten doch sehr ihren Landsmännern von The Hives, jedoch machte es einfach Spaß ihnen zu zusehen. In der Mitte ihres Auftritts kamen sie dann zu folgender Erkenntnis: „We are Randy the band and you are Oberhausen the city“, diese und andere Witzelein brachten die Leute immer mal wieder zum Lachen. Wirkliches Entertainment boten die Schweden an diesem Abend. Dann sangen Randy sogar noch auf Deutsch und zwar 'Kinder von Bahnhof Zoo' und so wurde an diesem Abend auch noch die Frage gelöst, wie denn ein Schwede wohl deutsch spricht. Um 20 Uhr 15 war dann jedoch Ende und es war Zeit für die nächste Band. Mehr Pics von Randy Website Randy

Antidote Tour – 09. November 2005 – Oberhausen TurbinenhalleFlogging Molly – Ir(r)isches Tanzvergnügen

In der Pause wurden die Sprechchöre immer lauter, die Fans wollten Flogging Molly sehen und um 20 Uhr 40 ging ihr Wunsch dann auch in Erfüllung. Die sieben Iren wurden beim Betreten der Bretter der Turbinenhalle gefeiert wie Weltstars, und für ihre Fans sind sie dies sicher auch. Als einzige Band an diesem Abend waren sie locker in der Lage die Bühne komplett zu besetzen. Nachdem jeder seine Position eingenommen hatte, legten sie auch direkt mit 'Screaming At The Wailing Wall' von ihrem aktuellen Album 'Within A Mile Of Home' los wie die Feuerwehr. Das Publikum außer Rand und Band, keinen hielt es mehr auf dem Boden und so hüpfte, tanzte und sprang die ganze Turbinenhalle. Flogging Molly legten eine unheimliche Energie auf´s Parkett und waren mit einer einzigartigen Freude bei der Sache, wie man es nur von wenigen Bands zuvor gesehen hatte. So wurde zwischenzeitig auch mal mit einem Guinness dem Publikum zugeprostet oder sich einfach nur für das schöne Mitmachen bedankt. Dann widmeten die Iren sogar George W. Bush einen Song und zwar den 'Selfish Man', welcher als kleines Intro quasi noch mal alle Mittelfinger der Zuschauer bekam. Sänger Dave King hielt sich dann seine Zeigefinger als Hörner an seine Stirn und jeder Flogging Molly-Fan wusste nun, dass es Zeit für den 'Devil’s Dance Floor' war. Erneut blieb kein Fuß auf dem Boden und kein Nachbar unberührt. Und es schien als wollte die Band, als sie um halb zehn den letzten Song an diesem Abend spielte, gar nicht mehr die Bühne und ihr sauber erspieltes Publikum verlassen. 'Far Away Boys' war dann das Abschiedsgeschenk der Band für die Oberhausener Fans, die Flogging Molly bereits gefeiert haben, als sein es die Headliner gewesen. Mehr Pics von Flogging Molly Website Flogging Molly

Antidote Tour – 09. November 2005 – Oberhausen TurbinenhalleMillencolin – Mindestens genauso bekannt wie Ikea

Um 22 Uhr 05 war es nun Zeit für die Altmeister des Skatepunks: Millencolin aus Schweden stürmten die Bühne. Das Publikum begrüßte sie mit tosendem Applaus und Jubel, Millencolin begrüßte sie dafür mit ihrem Song 'Fox', welcher mit Kusshand entgegen genommen wurde. Ohne Frage, das Publikum war nach dem Auftritt von Flogging Molly in bester Laune und fraßen ihren Stars aus der Hand. Viele Crowdsurfer machten das Publikum unsicher und ließen den Securities keine ruhige Minute mehr. Die beiden Gitarristen Mathius und Erik spazierten und rannten unermüdlich über die Bühne und zeigten so ihrem Publikum, dass sie immer noch Spaß an der Musik haben und vor allem am Live-spielen. Bassist und Sänger Nikola wurde bei 'The Ballad' nur von einem roten Scheinwerfer beleuchtet, der Rest der Bühne war dunkel und der Rest der Band verließ die Bühne. Nikola sang die Ballade allein und aus vollsten Herzen und wurde gegen Ende des Stückes dann wieder von seiner Band unterstützt. Zum ersten Mal an diesem Abend, so was wie eine richtige Lichtshow. Doch dann erinnerten die Gitarristen ihn daran, dass die Deutschen doch die schnellen Songs lieben und so gab es natürlich 'Fingers Crossed' und 'Bullion' auf die Ohren. Die Fans waren mal wieder an diesem Abend in totaler Ekstase und hätten wohl noch bis Morgens durch getanzt, hätten Millencollin nicht ihren letzten Song angekündigt. Und wie nicht anders zu erwarten sollte es 'No Cigar' sein, welches die Jungs und Mädchen ins Bett schickt. Doch nach kollektivem Verlangen nach mehr und einigen Zugabeforderungen, ließ sich das Quartett nicht lange bitten und trumpfte noch mal mit 'Mr.Clean' richtig auf und verlangte jedem in der Halle noch mal alles ab. Um 23 Uhr 10 war dann aber endgültig Schluss und so ging es wieder raus in die Kälte.
Insgesamt hat wirklich jede Band überzeugt, heimlicher Headliner waren ganz klar Flogging Molly. Das einzig Negative bei diesem Konzert war der breite Graben zwischen Publikum und Band. Ohne ihn hätte es bestimmt für beide Parteien noch mehr Spaß gemacht. Mehr Pics von Millencolin Website Millencolin
Autor: Mario Klein