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zum Mag! Aber gerade gönnt sich 'Alternate Eve' eine verdiente Pause! Den nächsten Sendetermin erfahrt ihr demnächst an dieser Stelle!
Bananafishbones - 04. März 2004 - Köln
Eine Reise in einen Kosmos aus guten und bösen Geistern – Die Bananafishbones brachten die Kölner Kantine zum Beben

BananaFishBonesDonnerstag, 04. März 2004. In der Kölner Kantine tummelte sich bereits ein ansehnlicher Haufen von Menschen, die alle gespannt auf die beiden Kapellen des Abends warteten. Auf dem Speiseplan der Kantine standen heute als Hauptmenü die Bananafishbones aus Oberbayern und als Aperitif gab´s HNO aus der Schweiz. Mit ihrem vierten, völlig in Eigenregie produzierten, Album „36m²“ das am 01. März erschienen ist, tourt das feiste Trio gerade kreuz und quer durch Deutschland und die Schweiz. Und da durfte man Köln natürlich nicht vergessen! Gegen 20 Uhr betraten HNO die Bühne und rockten, was das Zeug hält. Die Besucher waren hellauf begeistert und forderten Zugaben. Aber kurz vor neun hieß es für die vier sympathischen Schweizer; und ab dafür, denn es musste schließlich noch für die Fishbones das Ein oder Andere umgebaut werden.
Nach der Umbaupause, in der man Gelegenheit hatte, sich ein neues Bierchen an der Theke zu holen, betraten dann um 21 Uhr 15 die Brüder Sebastian (Gesang, Bass) und Peter Horn (Gitarre, Gesang) und Florian Rein (Schlagzeug) unter tosendem Applaus die Bühne. Ohne viel Worte zu verlieren starteten sie mit „Strange Times“, das ebenfalls der Opener ihrer neuen Platte ist. Die Zuschauer waren schon von den ersten Klängen mitgerissen und konnten nicht mehr still stehen. Das Trio schaffte es eine ganz besondere Atmosphäre in den kleinen Raum zu zaubern, die den Hörer in die Texte und die Musik eintauchen ließ und auch erst nach den zwei Zugaben wieder frei gab. Die Songs nehmen den Hörer mit in eine von Geschichten von David Lynch oder Jerome D. Salinger inspirierte Welt. In der von seltsame Kaninchen herumtoben oder von Monsterattacken die Rede ist. Ihr Set beinhaltete neben vielen neuen Songs auch die guten alten von den Fans geliebten, wie „Easy Day“ und „Come To Sin“. Es wurde mitgegröhlt, gejubelt und gerockt. Und jeder weiß, der die Bananas schon einmal live erleben durfte, dass ihre Bandbreite an innovativen Sounds fast grenzenlos ist. Da gibt es Balladen, wie „Snowflakes“ oder „Honeymoon“, die, wie es ihrer Natur entspricht, doch eher ruhig anmuten und dann gibt es da Punk-Kracher, wie „Miracle“. Zwischen ihren musikalischen Darbietungen erfreuten Sebastian und Peter das Publikum mit netten Anekdoten und frechen Sprüchen, außerdem wurden Oden an Johnny Cash und Elliott Smith gegeben. Und spätestens jetzt weiß jeder, dass auch Menschen ebenfalls sang und klanglos verschwinden können, wie Socken in der Waschmaschine („Clue“). Es scheint also, dass sich der Rückzug in das 36 Quadratmeter große „Fishtankstudio“ unter der Garage von Schlagzeuger Florian gelohnt hat. Die Drei wollten ihr viertes Album ganz in Ruhe und ohne Druck von einer Plattenfirma produzieren. Und dieser „Rückschritt“ war wohl die beste Entscheidung, denn so konnten sie sich völlig auf ihre neuen und vielleicht auch manchmal sehr verrückten Ideen konzentrieren und alles ausprobieren, was sie wollten – ganz ohne Zensur. BananaFishBonesUnd heraus kam ein Album, das in seiner Bandbreite so einiges in den Schatten stellen kann. „36m²“ ist eine reise durch Genres, wie Rock, gefühlvolle Balladen, Country Musik, Punk und Pop. Außerdem brilliert auch auf dieser Platte wieder Sebastians einzigartige Stimme, deren Bandbreite es mit der des Albums aufnehmen könnte. Der Mann kann in einem Moment wie verrucht und knallhart ein Highway-Cop klingen und im anderen Moment spritzig wie eine Comicfigur.
Zweifelsohne waren alle Anwesenden an diesem Abend restlos begeistert, was dann auch zu den oben bereits erwähnten Zugaben führte. Denn so einfach ließ man die Bayern ja nicht ziehen. Gegen 23 Uhr war aber dann wirklich Schicht im Schacht und Seb und Co. bedankten sich noch artig bei den Zuschauern für ihr Erscheinen und ihre Begeisterung. Und das Schönste an den Bananafishbones ist wohl auch ihre Bodenständigkeit, diese bewiesen sie indem sie sich nach ihrem fast 2-stündigen Konzertmarathon noch locker flockig ins Publikum schmissen und mit den Fans das ein oder anderen Pläuschchen hielten. Ein runder Abend also, wie man ihn sich wünscht.

Das Set war:
Strange Times
Palmers
Birdies
Come To Sin
Urban Laughter
P.R.A.
Clue
Ever
Snowflakes
Miracle
Jimmy Corrigan
Icecubes
BFBS on Tour
Pow Wow
Robot 41

Zugabe:
Harm
Easy Day
Road To Nowhere
Blister In The Sun
Falling

Interessante Links: www.bananafishbones.de

und: www.hillside.de
Autor: Vera Bunk