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KoRn - KoRn III - 'Remember who you are'
Der Preis des Verbrechens' Volume 1
Skafield – 'Memories in Melodies''
Dick & Doof – 'In Oxford' Pinksnotred - 'Remedy' Donots – 'The Long Way Home' 'Inspector Barnaby - Volume 7'
Dick &  Doof – 'Dick & Doof sprechen Deutsch: Spuk um Mitternacht'
KISS – 'KISSOLOGY Vol. 3 1992-2000'
'THIS IS SPINAL TAP - 25th Anniversary Edition'
'Tyson – Der Mann. Der Mythos. Die Wahrheit.'
 84 Day Syndrome vs. Gluefactory - 'Antonio Villaraigosa Golden Expressway'
Rockwell – 'Hope & Anchor' Tony Ashton & Friends Live At Abbey Road - 'Endangered Species' Grace.Will.Fall- 'Second Album'
Jack Slaughter – Tochter des Lichts – 'Im Haus des Todes' (11)
Jack Slaughter – Tochter des Lichts - 'Werwolf im Schafspelz' (10)
Mark Brandis – 'Vorstoss zum Uranus II' (8)
Mark Brandis – 'Vorstoss zum Uranus I' (7)
Jack Slaughter Tochter des Lichts – 'Die Wurzel des Bösen' (9)
Dorian Hunter Dämonen-Killer – 'Im Labyrinth des Todes' (9)
'Die drei ??? und der seltsame Wecker' - LIVE
Jack Slaughter Tochter des Lichts – 'Das Heer der Finsternis' (8)
Jack Slaughter Tochter des Lichts – 'Dr. Jekyll & Mrs. Hyde' (7)
Geisterjäger John Sinclair – 'Ein schwarzer Tag in meinem Leben' (54)
Alternate Eve
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zum Mag! Aber gerade gönnt sich 'Alternate Eve' eine verdiente Pause! Den nächsten Sendetermin erfahrt ihr demnächst an dieser Stelle!
Betzefer, 10 Fold B-low, Painfield - 29. April 2005 - Köln
Zu Beginn sollte erst einmal festgestellt werden, dass alle der drei Acts, die der Besucher des Kölner Undergrounds am Abend des 29. Aprils zu Gesicht bekam, das Anrecht auf den Titel des Headliners hatten. Die israelische Band Betzefer trug diesen Titel allerdings ganz offiziell, da sie heute als Letztes auf der Bühne stehen sollte. Painfield und 10 Fold B-Low sollten zuerst das Vergnügen haben.

Betzefer, 10foldb-low, Painfield - 29. April 2005 - KölnPainfield – Schwedischer Charme erobert Köln

Um 20 nach Acht standen die drei Herren aus Schweden geschniegelt und gebügelt im weißen Hemd und weißer Hose auf der Bühne. Und sie donnerten auch gleich von Beginn an mächtig los. Das erste, das dem interessierten Zuschauer an dieser Stelle wohl durch den Kopf ging, war; „Wie zum Geier kann man mit nur drei Leuten so eine mächtige Soundwand erzeugen?“ Denn genau diese kam den, zu der Zeit noch sehr wenigen, Besuchern entgegen. Dazu zog Frontmann Cain wirre Grimassen, lächelte als sei er der Welt völlig entrückt und drehte sein Haupt stetig von links nach rechts oben und machte dabei den Eindruck als sei er völlig von Sinnen. Nichtsdestotrotz ließen er und seine Kumpanen Engberg am Schlagzeug und Bassist Gabbe weiterhin den energetischen Sound auf die Zuhörer niederprasseln. Und schnell füllte sich der Raum, denn von der Bar und dem Merchandise-Stand kamen vereinzelt Leute, die angezogen von den Klängen gar nicht anders konnten als sich vor der Bühne zu versammeln. Nach dem ersten Song begrüßte Cain die Leute mit einer unglaublich netten und mitreißenden Art und sagte dann den zweiten Song 'Sick Of It' an, wobei er darum bat, dass alle laut grölen sollten, sobald er den Titel nochmals nannte. Gesagt, getan und dann ging´s weiter. Ein pumpender Bass, ein absolut geniales Rhythmusbrett durch Drummer Engberg dazu metalige Gitarrenparts und Gesang zwischen baßlastigen Shoutings und melodiösem Gesang zeichneten Painfield´s Sound, den sie selbst als „heavy, aggressive and energetic Hardcore-Metal“ bezeichnen aus. Mein Kommentar: Einfach nur fett! Und zigfach mehr als man von einer Supportband je erwartet hätte. Deshalb auch hier die Forderung Painfield nicht als diese zu bezeichnen! Nach 'Sick Of It', das wie viele der Songs, die noch folgen sollten, auch auf aktuellen Album 'This Time' zu finden ist, erzählte Cain wieder ein bißchen. Er verriet, dass die Band aus Schweden komme und dass sie nun schon zum zweiten Mal im Underground rockten und dass sie beim letzten Mal – im Gegensatz zu heute Abend – richtig besoffen gewesen seien. Mit seiner frischen, netten Art sorgte der Schwede richtig für Entertainment. Außerdem schaffte er es ohne große Mühe das Publikum, das sich mittlerweile immer noch stetig vergrößerte, ein wenig näher zu locken und erneut einen begeisterten Aufschrei auszustoßen, sobald er den Titel des nächsten Tracks nannte. Und das sollte 'Shift' sein. Yeah! Bassist Gabbe rockte an seinem 4-Saiter was das Zeug hielt und sprang dabei wild auf der Bühne umher. Trommler Engberg verausgabte sich hinter seinem Drumset und ließ dabei seine lange Dreadlock-Matte kreisen, während Cain, weiterhin Grimassen schneidend, an der Gitarre Gas gab. Es folgte 'Ghost In Daylight' und bevor der Kracher 'Walking Saint' angestimmt wurde, gab der Frontmann noch seine reichhaltigen Deutschkenntnisse zum Besten: „Weihnachtsmann, Straßenbahn und Bockwurst!“ rief er und schlug dann heftig in die Saiten! Der mitreißende Refrain: „War between the creators!“ schlug einem ebenso heftig um die Ohren wie der Sound der Jungs. Wollte man Painfield beschreiben, so könnte man sagen Coal Chamber meets Static-X meets Soulfly, denn der Metaleinfluss in ihren Arrangements ist nicht zu leugnen. Die Tatsache, dass Engberg ein paar Probleme mit seinem Drumkit hatte, machte auch nichts, denn der beherzte Roadie der Band hockte sich für den Rest der Zeit neben das Schlagzeug und hielt es fest. Abschließend forderte Cain dann noch ein lautes „Painfield!“ von den Besuchern, weil ihn das, nach eigenen Aussagen, antörnt. Klar, dass man ihm das nicht abschlagen konnte. Der letzte Song verklang um 20 Uhr 40 und damit verabschiedeten sich die Drei höflich und verschwanden von der Bühne. Schade, keine Zeit für eine Zugabe. Aber dafür konnte man später noch ein nettes Pläuschchen am Merch-Stand mit den Jungs halten, bevor man sich das neue T-Shirt in sein Täschchen steckte und zurück zur Bühne ging, um dem nächsten Act des Abends zu frönen.

Website Painfield

Betzefer, 10foldb-low, Painfield - 29. April 2005 - Köln10 Fold B-Low – Auf die Plätze, fertig, ROCKEN!

Doch so schnell gab´s erstmal nichts zu sehen, denn die Dame und die Herren hatten ein kleines technisches Problem mit dem Bass-Kabel. Leider schritt die Zeit fort und während man besorgt auf die Uhr schaute und 10 Fold´s Zeit ablaufen sah, war´s dann aber um 21 Uhr 15 endlich geschafft. Aushilfs-Bassmann Rob war fertig verkabelt und schon gingen die Lichter aus und das Intro begann. Und gleich danach startete Frontmann Thomas von Null auf 100 durch und brüllte mit Bärenkräften ins Mikro. Der Opener hieß: 'Seed'. Wie immer präsentierte sich der Fronter im strahlend weißem Outfit mit glitzer-Gürtelschnalle. Jetzt war es vor der Bühne bedeutend voller geworden und die Violent Dancer hatten ihren Auftritt. Wild zappelten sie umher, allerdings immer darauf bedacht niemanden zu verletzen. Außerdem konnte man zahlreiche 10 Fold B-Low-T-Shirts in der Menge sehen. Nach dem ersten Song begrüßte Thomas die Fan-Meute und wies darauf hin, dass wegen der anfänglichen technischen Schwierigkeiten jetzt ein bißchen Gas gegeben werden musste. So wurde gleich der nächste Track: 'Run' angestimmt. Gitarristin Steffi ließ ihre blonde Mähne wild kreisen, Dirk, ebenfalls Gitarrero, wippte nach guter alter KoRn-Manier beim Spielen auf und ab und schüttelte dabei seinen kahlgeschorenen Kopf und Sänger Thomas lief ruhelos auf der Bühne auf und ab während er unablässig ins Mikro brüllte. 10 Fold präsentierten zahlreiche neue Songs ihres neuen Albums 'For Those who Share The Sun', das ab dem 20. Juni im Plattenladen eures Vertrauens zu haben sein wird. Danach folgten noch 'To Carry On' und 'For Those Who Share The Sun', die ebenso gut bei den Zuschauern ankamen wie die anderen neuen Songs. 10 Fold B-Low verstehen es gekonnt mit den Gegensätzlichkeiten von geshoutetem und melodischem Gesang in Kombination mit harten Gitarrenriffs und einem kraftvollen Schlagzeug, sowie interessanten, spielerischen Intros einen harmonischen Sound zu erzeugen. Und besondere Freude für´s Ohr erzeugt auch jedes Mal auf´s Neue Thomas´ Gesang, der nicht nur eine weite Bandbreite vorweisen kann, sondern der auch noch wahnsinnig gut klingt. Und für´s Auge liefert der Frontmann auch außerdem etwas ganz Besonderes, und zwar hüpft er gekonnt mal eben aus dem Stand weltmeisterliche 100 cm hoch. Eine Tatsache, die den ein oder anderen Fotograf das Leben schwer machen kann.
Zum Schluss gab es noch ein besonders Publikumsfreundliches Auswahlverfahren, denn die Zuschauer durften selbst entscheiden, welches das letzte Lied des Abends für 10 Fold sein sollte. Da sowieso genügend Fans da waren, war dies kein großes Problem, schnell stand fest, dass es ein alter Song sein sollte und dann fiel die Wahl auf 'Pain In Progress'. Die Menge klatschte Beifall und schon wurde weitergerockt! Um 21 Uhr 45 war dann leider schon Schluss für die Truppe aus Köln und unter begeistertem Applaus verließen sie die Bühne.

Website 10 Fold B-Low


Betzefer, 10foldb-low, Painfield - 29. April 2005 - KölnBetzefer – Are you ready to rock?!

Nach einer halbstündigen Umbaupause war es dann soweit; Betzefer wurden auf die schon in Vorfreude schwelgende Zuschauermeute losgelassen. Die vier Jungs aus Israel betraten die Bühne und Sänger Avitel brüllte direkt ins Mikro; „Are you ready to rock?!“ Die Frage wurde mit lautem Geschrei beantwortet und schon legten Betzefer mit ihrem Opener los. Roadrunner Records´ neustes Signing zeigte sich in Bestform. Roey Berman saß nur mit einer winzigen Shorts bekleidet am Schlagzeug und lieferte Power durch Double-Bass-Attacken, Gitarrist Matan Cohen und Bassist Rotem Inbar donnerten ihre mächtigen Metal'n'Roll-Riffs und Avitel brüllte dazu seinen peitschenden Gesang ins Mikro. Selbstverständlich gaben die Jungs fast alle Songs ihres Roadrunner-Debüts 'Down Low', das am 06. Juni erscheinen wird, zum Besten. Darunter den Titelsong 'Down Low', 'Running Against', 'Split', 'Under', 'Brix', '6´s & 7´s' und 'Black Inside'. Das Publikum konnte gar nicht genug bekommen und das Quartett gab auf der Bühne alles. Im Club hatte sich das anfänglich noch zögerliche Mitwippen in handfestes Headbangen gewandelt. Man sah sogar vereinzelt Luftgitarristen, die den Eindruck erweckten als sie wollten sie am Liebsten direkt auf die Bühne springen und mitklampfen. Und ohne Unterlass pumpte sich der mächtige Sound in die Ohren der Zuschauer. Der offensichtliche Einfluss von Bands wie Pantera oder Sepultura bzw. Soulfly läßt Betzefer´s Mischung aus Metalriffings, kraftvollen Drums und energetischen Gesang aber keinesfalls abgekupfert erscheinen. Sie kommen absolut frisch daher und blasen einem den angesetzten Staub aus den Gehörgängen. Betzefer sind ein weiterer Beweis dafür, dass gute Metal-Bands nicht zwangsläufig aus Skandinavien, Amerika oder Brasilien kommen müssen. In Köln haben sie das Publikum auf jeden Fall im Sturm erobert. Sogar die Violent Dancer, die sich noch zu Beginn von Betzefer´s Show etwas mit dem Rhythmus des Vierers schwertaten, rockten am Ende so heftig mit, dass sie gar nicht mehr aufhören wollten umher zu tanzen.
Um 22 Uhr 56 verabschiedeten sich Avitel und Co. erstmal von der Bühne, nachdem sie ihren Burner 'Early Grave' vom Stapel gelassen hatten. Die begeisterten Zugabe-Forderungen zwangen sie aber schnell wieder auf die Bühne zurück zu kehren. Frei nach dem Motto: „Einer geht noch!“ spielten sie dann noch eine Zugabe und verabschiedeten sich dann endgültig verschwitzt aber glücklich vom Kölner Parkett. Unter tosendem Applaus erlosch das Licht auf der Bühne und der Sound aus der Dose wurde hochgezogen, Zeit zum Abbau. Ihnen war ihr Debüt-Konzert auf deutschem Boden als Roadrunner-Signing auf´s Beste geglückt, kein Wunder, dass man wenig später jede Menge Leute mit Betzefer-Shirts durch die Gegend rennen sah.

Fazit: Jede der Bands an diesem Abend hatte auf ihre eigene Art unter Beweis gestellt, dass sie das Zeug zum Headliner hat. Und selten kam einem die vergangenen drei einhalb Stunden so kurz vor. Wieder einmal ein höchst gelungener Abend im Kölner Underground, den man beim anschließenden Kaltgetränk freudig revue passieren ließ.

Wer Betzefer live erleben möchte, hat an folgenden Terminen Gelegenheit dazu:

27.Mai: Oberndorf – Omi-Open Indoor Festival
28.Mai: Düsseldorf – THE ANTI FEST - Stahlwerk
29.Mai: Ludwigsburg – Rockfabrik
30.Mai: Augsburg – Rockfabrik

Website Betzefer
Autor: Vera Bunk