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Der Preis des Verbrechens' Volume 1
Skafield – 'Memories in Melodies''
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Dick &  Doof – 'Dick & Doof sprechen Deutsch: Spuk um Mitternacht'
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'THIS IS SPINAL TAP - 25th Anniversary Edition'
'Tyson – Der Mann. Der Mythos. Die Wahrheit.'
 84 Day Syndrome vs. Gluefactory - 'Antonio Villaraigosa Golden Expressway'
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Jack Slaughter – Tochter des Lichts – 'Im Haus des Todes' (11)
Jack Slaughter – Tochter des Lichts - 'Werwolf im Schafspelz' (10)
Mark Brandis – 'Vorstoss zum Uranus II' (8)
Mark Brandis – 'Vorstoss zum Uranus I' (7)
Jack Slaughter Tochter des Lichts – 'Die Wurzel des Bösen' (9)
Dorian Hunter Dämonen-Killer – 'Im Labyrinth des Todes' (9)
'Die drei ??? und der seltsame Wecker' - LIVE
Jack Slaughter Tochter des Lichts – 'Das Heer der Finsternis' (8)
Jack Slaughter Tochter des Lichts – 'Dr. Jekyll & Mrs. Hyde' (7)
Geisterjäger John Sinclair – 'Ein schwarzer Tag in meinem Leben' (54)
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zum Mag! Aber gerade gönnt sich 'Alternate Eve' eine verdiente Pause! Den nächsten Sendetermin erfahrt ihr demnächst an dieser Stelle!
Ieperfest 2008, 24. August 2008, Ieper – Belgien – 3. Tag
Tag 3: Sonntag, 24. August 2008

Der letzte Tag des Ieperfest 2008 war angebrochen und das Wetter hatte sich im Gegensatz zum Vortag wieder verschlechtert. Kalt war es und auch windig, was nicht unbedingt zur Besserung der etwas lauen Stimmung beitrug. Dennoch sollte es ein Tag der Highlights werden, den keiner so schnell vergessen wird.
Früh fing es an mit Bands wie Hello Bastards, Trenchfoot, Vogue oder den Beatdownkönigen von Surge Of Fury. Richtig interessaant wurde es aber erst am Nachmittag.


Ieperfest 2008, 22. - 24. August 2008, Ieper – Belgien – Tag 1 Endzweck – Japanische Sympathieträger

Um 14 Uhr 10 standen Endzweck auf der Bühne. Ein recht sympathischer Fünfer, der sehr coolen Hardcore zum Besten gab und eine energiereiche Bühnenshow mitbrachte. Hier wurde mit den Instrumenten umher gehüpft und auch Frontmann Takashi Uesugi lief, wie von der Tarantel gestochen, über die Bühne. Die Ansagen gestalteten sich etwas schwierig, da es der Band mit der englischen Sprache nicht so leicht fiel. Kurzerhand wurde japanisch gesprochen und die Sympathien und Lacher waren auf der Seite der Band. Musikalisch gesehen kam hier jeder auf seine Kosten. Schöne Melodien gab es neben ziemlich harten Parts am laufenden Band und Musiker und Publikum agierten harmonisch miteinander. Völkerverständigung also einmal anders und wie man sieht klappt es ganz wunderbar. Einige eingängige Songs später war dann auch schon Schluss und Endzweck wurden in den Feierabend entlassen. Endzweck: Website / MySpace



Ieperfest 2008, 22. - 24. August 2008, Ieper – Belgien – Tag 1 Shipwreck A.D. – Lyrische Extraklasse

Mit Shipwreck A.D stand eine der Bands auf der Mainstage, die für ihren depressiven und treibenden, etwas metallisch angehauchten Hardcore bekannt sind. Eine ordentliche Fangemeinde hatte sich vor den Brettern versammelt und was auffiel war, dass ziemlich viele Karate Kids dabei waren, die jede Gelegenheit nutzen, um die Füße und Arme in die Höhe zu schwingen. Das gehört nun mal dazu und sah eigentlich auch recht annehmbar aus. Die Band selber hatte tierischen Druck unter der Haube und brachte das Gelände diverse Male zum Beben. Hauptsächlich wurden Songs aus dem aktuellen Longplayer 'Abyss' zum Besten gegeben, welches mit einigen sehr interessanten Textpassagen aufwarten kann. Schleppend wurden die Tracks vorgetragen und besonders das heisere Organ von Fronter JD trug viel zur düsteren Atmosphäre bei. Die Band wurde trotz starkem Wind und Regen abgefeiert, was den Fans sehr hoch anzurechnen war. Shipwreck A.D. sollte man live unbedingt einmal anchecken, denn hier bietet sich einem die Chance schnörkellosen Hardcore mit intelligenten Texten zu sehen, der schon auf Platte hervorragend funktioniert, live und direkt jedoch noch wesentlich kraftvoller ist. Shipwreck A.D.: < MySpace

Ieperfest 2008, 22. - 24. August 2008, Ieper – Belgien – Tag 1 Rise And Fall – Perfekter Ersatz

Eine recht ähnlich Band bot sich den Zuschauern eine knappe Stunde später auf der Mainstage. Outbreak hatten ihren Gig leider absagen müssen, dafür wurden Rise And Fall mit ins Boot gezogen, die ebenfalls sehr gut ins Line-Up passten. Etwas schneller als bei Shipwreck A.D. ging es hier zu, dafür jedoch ähnlich intensiv. Besonders Fronter Bjorn scheint seine Songs zu lieben und zu leben. Je mehr er sich in seine Lyrics reinsteigerte, desto agiler wurde seine Performance. Zwischen den Songs hatte er jedoch immer wieder Zeit für einen kurzen Lacher, der aber mit den ersten Klängen des nächsten Stückes im Keim erstickt wurde. Auch hier wurde wieder fleißig von der Bühne gesprungen und alles mitgerissen, was sich im Wege befand. Man konnte froh sein, dass der Boden nicht mehr so matschig war, wie noch zwei Tage zuvor, sonst hätte es hier mit Sicherheit wieder einige Fälle für die Reinigung gegeben.
Schneller und düsterer Hardcore wurde gespielt und die Fans hatten allesamt ihren Spaß. Der Tag schien sich als Tag der Highlights zu entpuppen, wie sich in den nächsten Stunden noch einmal herausstellen sollte. Rise And Fall: Website / MySpace

Ieperfest 2008, 22. - 24. August 2008, Ieper – Belgien – Tag 1 Verse – Politischer Hardcore

Die Band, auf die wahrscheinlich die meisten an diesem Tag gewartet hatten, war Verse. Die politisch sehr engagierte Band zeigt so einigen anderen Truppen, wie es richtig gemacht wird und wird im Moment völlig zurecht gehyped. Wer Sean Murphy und seine Kollegen schon einmal live gesehen hat, der wird wissen, was sich hier in der nächsten halben Stunde abgespielt hat. Nichts hielt die Leute mehr auf ihren Fleck. Die ersten Töne wurden angestimmt und schon sah man nur noch eine sich bewegende, einheitliche und doch förmlich explodierende Masse. Ein Querschnitt durch die noch nicht sehr lange Diskographie von drei Platten wurde zum Besten gegeben und Murphy schien während der Songs in einer völlig anderen Welt zu sein. Der Hass, der teilweise aus seinen Augen sprang, während er bestimmte Textzeilen schrie, war kaum zu fassen. Besonders Hymnen wie 'The New Fury' oder 'Old Guards New Methods' kamen beim Publikum sehr gut an und man hatte genügend Gelegenheit, sich ausgiebig zu bewegen. Zwischendurch fühlten sich einige jüngere Zuschauer dazu berufen, sich mitten auf die Bühne zu setzen, was bei Band und anderen Gästen für leichten Unmut sorgte. Dem wurde aber schnell ein Ende bereitet, indem die bislang kaum auffallenden Securities kurz einschritten und die Störenfriede kurzerhand von der Bühne verwiesen. Die Bewegungsfreiheit hielt jedoch nicht lange an, weil vor der Stage ein derartiges Gedrängel war, so dass sich einige Leute schneller wieder oben befanden als ihnen selber und dem Rest lieb war. Alles in allem war hier aber eine mehr als akzeptable Show zu begutachten, nur die kleine Schlägerei am Seitenrand und das Springen auf Damenköpfe hätten nicht sein müssen. Verse: Website / MySpace

Ieperfest 2008, 22. - 24. August 2008, Ieper – Belgien – Tag 1 Despised Icon – Die letzte Deathcore Kapelle

Mit Despised Icon meldete sich die letzte Deathcore Band des Wochenendes zu Wort. Man hatte viel von ihnen erwartet und wurde leider enttäuscht. Die Stücke, welche die Herren spielten, kamen zwar allesamt sehr fett rüber, aber irgendwie wirkten sowohl Musiker, als auch die zwei Shouter wenig ambitioniert, was das Vergnügen ein wenig schmälerte. Den meisten Zuschauern war das aber egal und man tanzte wild umher, während man fiese Texte entgegen gebrüllt und gegrunzt bekam. Letztendlich kam hier bis auf 'Furtive Monologue' aber nichts besonderes bei rum und viele Leute verließen das Zelt auch schon verfrüht, denn auf der Mainstage machte sich eine weitere heiß ersehnte Band parat. Despised Icon: Website / MySpace






Ieperfest 2008, 22. - 24. August 2008, Ieper – Belgien – Tag 1 Have Heart – Psyhopathischer Fronter

Mit Have Heart ging es bei schlechtem Wetter nämlich auf der Hauptbühne weiter und es hatte sich schon eine unzählbare Menge versammelt, bevor auch nur die ersten Töne angeschlagen wurden. Ähnlich wie bei Verse, mit denen Have Heart unter anderem gerade zusammen auf Tour sind, ging es hier um eingängigen Hardcore und eine gehörige Portion Energie. Während der Songs fand man Fronter Pat Flynn des öfteren auf seinen Fans liegen, über die Bühne krabbelnd oder gegen irgend etwas tretend. Hauptsache er war immer in Bewegung und sammelte genügend Aggressionen, um seine Stimme perfekt einzusetzen. Dies gelang ihm auch vortrefflich und noch mehr Wut staute sich bei ihm an, als der Strom ein zweites Mal innerhalb dieser drei Tage ausfiel. Diesmal war das Problem etwas schwieriger zu bewältigen und es dauerte gute zehn Minuten, bis man endlich wieder Sound hatte. Die Band vertrieb sich die Zeit mit lustigen Sprüchen und schon konnte es wieder weitergehen. Gespielt wurden unter anderem 'Armed With A Mind' und 'The Machinist' vom Debütalbum 'The Things We Carry' und eine Menge an Songs vom aktuellen Longplayer 'Songs To Scream At The Sun', wozu zum Beispiel 'Bostons' gehörte. Das Publikum tat es dem großen Teil der Band gleich und rastete förmlich aus. Einer wollte es ganz besonders wissen und stieg auf die etwa 2,5 Meter hohe Absperrung, um von dort in die Menge zu springen. Das alles sah nach guter Stimmung aus, und die war auch komplett gegeben. Aber auch diese Show musste ihr Ende finden, denn es wollten ja noch ein paar Bands spielen, bevor sich das Festival dem Ende zuneigte. Have Heart: MySpace

Ieperfest 2008, 22. - 24. August 2008, Ieper – Belgien – Tag 1 H20 – Als wären sie nie weg gewesen

Es folgten die Highlights nun Schlag auf Schlag. Wenig später machten es sich die Herren von H20 auf der Mainstage gemütlich und man konnte sich freuen, die Jungs nach etwa sieben Jahren wieder einmal live sehen zu dürfen. Mit ihrem neuen Album sind sie eingeschlagen, wie eine Bombe, und es fühlte sich an, als hätten diese Jahre ohne H2O niemals existiert. Schon als die Band die Bretter betrat, knisterte es im Publikum vor Spannung. Belohnt wurde das lange Warten mit einer Setlist, die keine Wünsche offen ließ. Zu Hören gab es unter anderem 'Everready', 'Faster Than The World', 'Thicker Than Water' und 'Guilty By Association'. Jeder einzelne Track wurde vom Publikum abgefeiert und man konnte merken, dass sich Toby Morse und seine Kollegen mehr als wohl auf der Bühne fühlten. Ständig wurde der Kontakt zum Publikum gesucht, welches jede einzelne Textzeile auswendig konnte und keine Sekunde das Tanzen unterließ. Hier wurde noch einmal richtig gefeiert und es fühlte sich wie bei Betrayed einmal mehr an, wie eine große Familie. Recht passend als Abschlusssong gab man 'What Happened' zum Besten und der Querschnitt durch fast alle Alben wurde somit abgerundet. Danach verließen H20 die Bühne und kamen der Aufforderung eine Zugabe zu spielen leider nicht nach. Da half es auch nichts, dass ein Herr mit einem Megaphon „H2O“ skandierte, sie kamen nicht wieder zurück. H2O: Website / MySpace

Ieperfest 2008, 22. - 24. August 2008, Ieper – Belgien – Tag 1 Fear My Thoughts – Eine herbe Enttäuschung

Ein wenig enttäuscht aber zu 90 Prozent zufrieden, machte man sich auf den Weg ins Zelt, um sich Fear My Thoughts anzuschauen. Da erlebte man jedoch eine herbe Enttäuschung, denn diese wussten auf der Stage des Ieperfest fast gar nichts mit sich anzufangen. Der neue Fronter übte sich zwar in theatralischen Posen, konnte aber, wie der Rest seiner Band, leider wenig überzeugen. Ob das nun am neuen Stil der Band liegen mag, das sollte jeder für sich selber entscheiden. Fear My Thoughts: Website / MySpace









Ieperfest 2008, 22. - 24. August 2008, Ieper – Belgien – Tag 1 The Locust – Abschied mit einem lachenden und einem weinenden Auge

Als letzte Band des Festivals und musikalisch absoluter Leckerbissen standen dann The Locust auf der Mainstage. Viel Equipment wurde aufgefahren und die Technik, mit der die vier Herren hier aufwarteten, war schon beachtlich. Auf die Bühne kamen sie in ihren obligatorischen Heuschrecken Kostümen und begannen ohne ein Wort an ihre Fans zu richten die Show. Das Publikum hatte sich mittlerweile schon sehr verändert. Die toughen Kids sind mehr in den Hintergrund gerückt und vorne standen oder saßen jetzt eher ältere Herrschaften. Anders als krank kann man den Auftritt von The Locust nicht nennen. Kein Wort wurde gesprochen, die Songs wurden runtergezockt und viel bewegt wurde sich auch nicht. Das ist eigentlich ein wenig schade, bietet die Musik es doch an, die Bühne komplett zu zerstören. Völlig vertrackte Stücke, die keine Spur von Eingängigkeit zeigten, dafür aber umso mehr das Können der Truppe, bekam man hier geboten. Was für die einen sicherlich langweilig war, musste für viele andere die absolute Erfüllung gewesen sein. Nichtsdestotrotz machten sich viel verfrüht auf den Weg, um dem später sicherlich entstehenden Autostau und völligem Chaos zu entfliehen. Aus der Ferne hörte man noch die letzten Soundschnipsel aus dem Hause The Locust und schon stieg man ins Auto und das Kapitel Ieperfest 2008 konnte geschlossen werden. The Locust: Website / MySpace

Fazit:

Das Ieperfest 2008 bot hochkarätige Bands in Hülle und Fülle und man kann sich glücklich schätzen, ein Teil dieses Wochenendes gewesen zu sein. Die Festivalleitung hat einmal mehr alles richtig gemacht und man weiß nun, warum dies als eines der renommiertesten Festivals in Sachen Hardcore gilt. Hier stimmte vom Line-Up, über das Essen bis hin zum Service einfach alles und das ist es, was dieses Festival so schön macht. Im nächsten Jahr werden sicherlich wieder diverse spektakuläre Bands auf dem Plan stehen und es wäre eine Schande, wenn man sich dies entgehen lassen würde. Man kann den Organisatoren nur danken, dass sie so etwas immer wieder auf die Beine stellen und ihnen für die nächsten Jahre weiterhin so viel Glück wünschen.


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Autor: Alexander Greve