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zum Mag! Aber gerade gönnt sich 'Alternate Eve' eine verdiente Pause! Den nächsten Sendetermin erfahrt ihr demnächst an dieser Stelle!
Lavatch, Trusting Nolan, Crossed Garden - 29. März 2007, Köln - MTC
Am Abend des 29. März 2007 war im Kölner MTC mal wieder metal- und hardcorelastige Live-Musik angesagt. Bei gar nicht so schlechtem Frühlingswetter trafen auch schon die ersten Gäste gegen 19 Uhr 30 vor dem MTC ein und hielten noch einen Plausch oder genossen das ein oder andere Bier, bevor es um 20 Uhr runter in die Gewölbe des Ladens ging, um Trusting Nolan aus dem Kreis Köln/Bonn, Lavatch aus Köln und Crossed Garden aus Bonn live zu sehen. Wie genau sich der Abend abspielte, könnt ihr im Folgenden nachlesen.

Lavatch, Trusting Nolan, Crossed Garden, 29. März 2007 – Köln, MTCCrossed Garden – Aller Anfang ist schwer

Um 20 Uhr 15 ging es dann auch schon mit der ersten Band, in diesem Fall Crossed Garden, los. Die Band steht für härteren Rock, bei dem der cleane Gesang dominiert, der aber auch durch einzelne Scream-Passagen etwas an Härte gewinnt und so zeitweise leicht in die Metalrichtung tendiert. Insgesamt war das der vierte Auftritt der noch sehr jungen Band und die Premiere in Köln. So sah man sich einer noch relativ leeren Tanzfläche gegenüber, als man den ersten Song 'The Call' anstimmte. Langsam gesellten sich mehr Leute vor die Bühne, ließen die Bar und die Merchandise Stände der anderen Bands hinter sich und lauschten der Musik der fünf Bonner. Weiter ging es mit 'Just 18 Years', der etwas in die härtere Ecke einschlug, aber der Funke wollte auch hier noch nicht überspringen. Zwar machten Fronter Freddy, Bassist Tobi, die Gitarristen Henning und Nils und Drummer Marco ihre Arbeit gut, jedoch schien das Kölner Publikum, welches im Allgemeinen als sehr schwer zu überzeugen gilt, nicht wirklich Interesse an der Musik, die hier gespielt wurde, zu zeigen. Immerhin gab es Applaus nach jedem Stück und auch der ein oder andere Headbanger war vor der Stage zu erkennen. So spielten sich Crossed Garden weiter mit 'The True Side' und 'Destroyed Live' durch ihr Set und das Kölner Publikum taute langsam auf. Immer war noch keine überschwengliche Euphorie zu vernehmen, aber immerhin fing man an zu respektieren, was da auf der Bühne geschah. Die Band dankte es dem Publikum noch mit '5000 Miles', 'What Is Wrong' und '#3', wies auf die folgenden Bands hin und verließ um 20 Uhr 45 unter Applaus die Bühne, die wenig später von Trusting Nolan in Beschlag genommen werden sollte. Crossed Garden: Website / MySpace

Lavatch, Trusting Nolan, Crossed Garden, 29. März 2007 – Köln, MTCTrusting Nolan - ... und der Laden füllte sich!

Eine knappe halbe Stunde und eine komplette Darbietung des neuen Nickelback Albums aus dem CD-Player später waren dann Trusting Nolan bereit, das MTC zu zerstören. Nach kurzem Soundcheck ging es um 21 Uhr 15 auch direkt mit durchgedrücktem Gaspedal los. Mittlerweile war der Laden richtig voll und schon bei den ersten Tönen von 'Hatred' ging das Gerangel vor der Stage los. Die Band um Fronter Raul war sofort mit hundert Prozent bei der Sache und wusste, was zu tun war, um das Publikum zu begeistern. Es ging weiter mit 'Voices', der wie der erste Song auf der neuen EP erscheinen wird, und nach wie vor ging es seitens der Band und des Publikums richtig zur Sache. Mittlerweile standen die Leute bis zur Bühne hin und genossen die Show, die Raul, die Gitarristen Stefan und Lars, Basser Toni und Drummer Micha abzogen. Immer wieder fühlten sich die Leute bei den härteren Parts dazu veranlasst, die Mosheinlagen auszupacken. Sogar Kölns bekanntester Disco-Mosher, der in Fachkreisen auch Dancing Queen genannt wird, ließ sich herab und traute sich mitzumischen, worauf die Show kurzzeitig unterbrochen werden musste, weil das Prinzip, wie das Ganze auf einem Konzert auszusehen hat, anscheinend noch nicht ganz vertsanden wurde. Aber mit der Zeit lernt man dazu und so konnte der Rest der Show ohne weitere größere Probleme stattfinden. Es folgten 'Sleepwalking' und 'Take One´s Leave' und die Menge moshte friedlich weiter. Zwischendurch suchte Fronter Raul den Kontakt zu den Leuten und sprang von der Bühne. Mit Mühe und Not wurde er von den Zuschauern, die diese Aktion nicht erwartet hatten, aufgefangen und zu den Brettern zurückgetragen. Ohne hinzufallen kam er da jedoch nicht an und so ging es nach einem kurzen Lacher weiter mit 'Vida Inferno' und 'Masquerade'. Aber Trusting Nolan waren nicht alleine im MTC. Mit im Gepäck hatten sie Thommy von Another Victory, der Raul bei 'Promise' tatkräftig mit seiner Stimme unterstützte und dem Song so eine Extraportion Härte verlieh. Jede Show geht einmal zu Ende und so verabschiedeten sie sich mit 'Carve My Heart' von den Gästen und hinterließen ein applaudierendes Publikum. Um 22 Uhr konnte dann die Bühne für die letzte Band des Abend umgebaut werden. img src="http://www.wastin.com/news.gif"> Trustin Nolan: MySpace

Lavatch, Trusting Nolan, Crossed Garden, 29. März 2007 – Köln, MTCLavatch – Mosh´n´Roll

Mit den Kölnern Lavatch bestieg um 22 Uhr 20 die letzte Band für diesen Abend die Bühne. Je später der Abend, desto lauter die Musik, schien die Devise der Kölner Kapelle zu sein, denn was hier geboten wurde, war rotziger Hardcore mit einem ordentlichen Schlag Rock`N`Roll! Ohne große Worte ging es auch direkt los mit 'Pretty Dynamite' und auf der Bühne ging es drunter und drüber. Fronter Benny war überall zur gleichen Zeit. Mal schrie er sich auf der Tanzfläche die Seele aus dem Leib, warf auf den Brettern die Mikroständer um oder hielt sich einfach nur irgendwo fest und rotzte dem Publikum seine Lyrics entgegen. Aber nicht nur der Fronter verausgabte sich, sondern auch die Gitarristen Chris und Jochen, sowie Basser Robert und Drummer Jannis ließen es richtig krachen. Irgendwo zwischen Converge und Everytime I Die siedelt sich der Sound der Kölner an, die mit Songs wie 'Throw Up Your Devil Horns' und 'Mutinity F.M.' weitermachten. Das Komische an der ganzen Sache war nur die rapide abnehmende Zuschauerzahl. War das MTC zum Anfang des Auftritts noch prall gefüllt, hatte mittlerweile etwa die Hälfte der Leute den Laden verlassen. Ob ihnen die Musik zu anstrengend war oder es einfach schon etwas zu spät war, diese Frage wird wohl ungeklärt bleiben. Daran störten sich Lavatch jedoch gar nicht und zockten ihr Set weiter durch. Die dagebliebenen Zuschauer dankten es der Band mit Applaus und Bewegung auf der Tanzfläche. Es ging mit 'Paranoia Now' und 'The Pollyanna Reluctance' weiter und erneut wandten sich, unverständlicherweise, Leute der Bar zu, statt das zu genießen, wofür sie Geld gezahlt hatten. Die restlichen Zuschauer vergnügten sich an der Darbietung der Band, besonders der des Fronters und hatten sichtlich Spaß an dem Geschehen. Nachdem mit 'Deaf`N`Funk' und 'Last Chance To Dance' die letzten Songs gespielt wurden, riefen die restlichen Gäste nach einer Zugabe. Mit der Aussage, er sei Allergiker, gab Benny das Mikro frei und wer wollte durfte es während der Zugabe übernehmen. Es gab einen Freiwilligen, ein Geburtstagskind an diesem Abend, der fröhlich, wenn auch nicht immer gekonnt ins Mikro grölte und somit die Lacher auf seiner Seite hatte. Danach war aber auch Schluss und so verließen Lavatch um 22 Uhr 55 die Bühne und hinterließen ein zufriedenes Publikum, welches sich noch kurz am Merchandise Stand aufhielt, sich dann aber auch langsam in Richtung Ausgang schlich. Lavatch: Website / MySpace

Fazit: Am Ende blieb ein Abend, der rundum gelungen war. Die Bands konnten alle auf ihre eigene Art und Weise mehr oder weniger überzeugen und auch die Stimmung im MTC war freundschaftlich und gut. Abgesehen von dem kleinen Zwischenfall gab es keine größeren Probleme zu beklagen, die den reibungslosen Ablauf der Shows gefährdeten. Schön waren auch die musikalischen Unterschiede der einzelnen Bands, so dass auch das Publikum sehr gemischt war. Gegen Ende schien es einigen dann aber doch zu extrem geworden zu sein, da es dann doch sichtlich leerer wurde, was der Stimmung im Allgemeinen aber keinen Abbruch tat. Einmal mehr hat das MTC also als Location für gute Konzerte überzeugt und, dass es in Köln und Umgebung auch qualtitativ hochwertige Bands gibt, sollte nicht erst seit diesem Tag bekannt sein, jedoch wurde es hier einmal mehr unter Beweis gestellt.
Autor: Alexander Greve