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Alternate Eve
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zum Mag! Aber gerade gönnt sich 'Alternate Eve' eine verdiente Pause! Den nächsten Sendetermin erfahrt ihr demnächst an dieser Stelle!
Negative, Jann Wilde & Rose Avenue – 04. November 2006, Leipzig – Anker
„Manege frei und laßt die Show beginnen!“

Aus dem kühlen Finnland haben Negative in diesem Herbst endlich ihren Weg zu uns gefunden, um uns mit einer ausgedehnten Tour quer durch Deutschland zu erfreuen. Als Unterstützung luden sich die Jungs ihre finnischen Landsmänner Jann Wilde & Rose Avenue ins Boot, um gemeinsam die Clubs zu rocken und Herzen zu brechen. Und das sollte ihnen wohl gelingen, denn an diesem kalten Novembertag warteten schon Stunden vor Einlass die Fans bibbernd vor dem Anker, um möglichst nah bei ihren Jungs an der Bühne sein zu können...

Negative, Jann Wilde & Rose Avenue – 04. November 2006, Leipzig – AnkerJann Wilde & Rose Avenue – No Boys Out Of New York

Pünktlich um 20 Uhr öffneten sich die Türen des Ankers und eine Horde durchgefrorener und wartender Fans betrat die mehr als gemütliche Location. Mit Stauraum für ca. 800 Leute bot der Anker eine fast schon heimische Wohnzimmeratmosphäre, was den meisten der Fans sicher auch mehr zusagte als Konzerte in riesigen Hallen.
Nach einer weiteren Stunde Warten betraten kurz nach 21 Uhr die Jungs von Jann Wilde & Rose Avenue die Bühne und wurden gebührend empfangen. Rockig und leicht schräg legten die Finnen um Sänger Jann Wilde auch gleich mit ihrer aktuellen Single 'Boys Out Of New York' los, und begeisterten binnen Sekunden selbst die Besucher, die vorher noch skeptisch waren. Styling, Make-Up und Gestik auf der Bühne taten ihr Übriges, um den Auftritt der Rose Avenue zu einer gelungenen Eröffnung dieses Abends zu machen. Als Frontmann Jann die Band vorstellte und die Fans mit: „Wir sind Jann Wilde & Rose Avenue. Wir kommen aus Tampere, Suomi, Finnland!“ auf Deutsch begrüßte, kochte die Halle bereits. Auch Bassist Rene, Drummer Tender Rexx und Gitarrist Arde sorgten mit gehörig Power und Glam-Rock dafür, die Fans zu rocken und auf den Hauptact einzustimmen.
'Lover Lover Lover' oder auch 'Soft Is Selling' waren weitere Höhepunkte ihres Auftrittes, der jedoch nach knapp 45 Minuten seinem Ende zuging. Unter frenetischen Jubelrufen der Fans verabschiedete sich die Band und Jann leitete den nun folgenden Auftritt von Negative mit den Worten: „The greatest band in the world!“ gebührend ein. Website Jann Wilde & Rose Avenue

Negative, Jann Wilde & Rose Avenue – 04. November 2006, Leipzig – AnkerNegative – This night was like a rollercoaster-ride!

Nach einer halben Stunde Umbau wurden die wartenden Fans von heiterer Zirkusmusik empfangen, was angesichts des nun folgenden Rockzirkus, den Negative veranstalten sollten, nur allzu passend war.
Keyboarder Snack und Drummer Jay betraten als Erste die nun in Nebel getauchte Bühne und eröffneten somit ein wahres Kreischkonzert, das auch für die folgenden Mitglieder der Band, die nun auftauchten, nicht abnahm. Zuletzt natürlich erschien Frontmann Jonne Aaron und die zu erwartende Reaktion des Publikums folgte prompt. Ein Wunder, dass die Trommelfelle mancher nicht aufgrund ihrer eigenen Schreie den Geist aufgaben. Die ersten Töne des Openers 'Glory Of The Shame' ertönten und sofort entwickelte sich eine Energie im Club, die fast greifbar war. Sänger Jonne war ein Wirbelwind auf der Bühne und stand wohl keine Sekunde still, während er den rockigsten Song des Abends performte. Etwas ruhiger ging es mit 'In My Heaven' weiter, was der Stimmung im Publikum jedoch keinen Abbruch tat. Begeistert folgten die Fans jeder Aufforderung Jonne´s, die Hände zu heben oder zu schreien. Keine Frage, die Band hatte das Publikum im Griff. Das nun folgende 'Misery', ein Song ihres Debütalbums 'War Of Love', bewies eindeutig, dass sich die Band weiterentwickelt hat. Hörte es sich doch live um Längen besser an als auf dem bereits 2003 erschienenen Longplayer. Gitarrist Sir Christus, passend zum Zirkus als etwas schräger Clown geschminkt, entlockte mit flinken Fingern insgesamt drei verschiedenen Gitarren an diesem Abend die schrägsten Töne und spielte sich wiedermal in die Herzen der meisten weiblichen Fans. Bei 'A Song For The Broken Hearted' forderte Jonne das Publikum auf, Kameras und Feuerzeuge leuchten zu lassen. Gesagt, getan. Ein kleines Flammenmeer entstand im Club und verlieh dem Ganzen eine melancholische Stimmung, die sichtlich auch auf die Fans überschlug.

„That´s all I know in German“

Ein Lachen ging durch den Anker, als Jonne begann, seine einzigen Worte auf Deutsch zu sagen: „Ich liebe dich“, „Ich komme, ich komme“ und „Prost!“ Es fragte sich wohl ein jeder, in welchem Zusammenhang er diese Worte aufgeschnappt hatte. Beim Publikum jedenfalls hatte er damit einen weiteren Stein im Brett. Auch Bassist Antti Anatomy stand Jonne´s Deutsch in nichts nach und ergänzte: „Ich heiße Scheiße und muss furzen,“ was die Fans kreischend und klatschend honorierten. Leider gingen Snack am Keyboard und Drummer Jay im Nebel und Rauch der Bühne total unter, so dass man von ihnen ziemlich wenig an diesem Abend sah, dafür aber umso mehr hörte.
Das, worauf die Fans wohl am meisten warteten, trat auch ein, und Jonne schnappte sich Gitarrist Larry Love, um ihn in gewohnt lasziver Manier zu küssen, was den Lärmpegel im Anker erneut anschwellen ließ. Nicht wenige Fans hätten sich wohl in diesem Moment an Larry´s oder Jonne´s Stelle gewünscht.
Noch einmal laut wurde es, als die ersten Klänge ihrer aktuellen Single 'Planet Of The Sun' ertönten und auch die hintersten Reihen wieder aufgerüttelt wurden, um in Jonne´s Gesang einzustimmen.
Als vorerst letzten Song performten die sechs Finnen 'Stop Fucking Around' und gaben noch einmal alles, um das Publikum zu rocken. Mit den Worten: „Is it okay, if I take a picture of you all?“ zückte Bassist Antti eine Kamera und fotografierte die Fans, was uns auf einige schöne Bilder hoffen lassen sollte.
Gegen 23 Uhr 30 ging das Konzert leider seinem Ende entgegen und die illustre Truppe verließ die Bühne. Nicht jedoch ohne für zwei Zugaben, 'Fading Yourself' und 'Inspiration', noch einmal zurück zu kehren und sich gebührend von den Fans zu verabschieden.
Sir Christus, Jonne und Antti warfen ihre Handtücher ins Publikum, und auch Rosen gab es für die Fans, was einige Damen an diesem Abend sicher glücklich machte, aber dann war´s endgültig vorbei. Mehr Pics vom Gig in Leipzig
Website Negative

Fazit: Ein wahrer Rock´n´Roll Zirkus brach an diesem Abend über Leipzig herein, den die Fans wohl so schnell nicht vergessen werden. Wieder einmal bewiesen Negative, dass sie anderen Bands ihres Genres in nichts nachstehen und beträchtliche Live-Qualitäten aufweisen. Dies steigert die Vorfreude auf die nächste Tour ungemein!

Mehr Info:
Interview Negative mit Jonne Aaron am 28. Juli 2006, Köln
CD-Review Negative - 'Anorectic'
Autor: Lydia Glimbotzki